Ursula Haverbeck – Einlassung Amtsgericht-Hafenmayer

„[…] Und ich warne die Mächtigen davor, den deutschen Michel zulange zu reizen, denn der furor teutonicus, der mag sie dann irgendwann einmal hinwegfegen, und nach dem Hinwegfegen leuchtet uns die Sonne der Freiheit!“ — Wolfram Nahrath im August 2013

[admin*October 2017: Frau Ursula Haverbeck has received 6 mos. of prison without probation; however, the judgment of the District Court is not yet final. There will be an appeal before the next instance.]

von Henry Hafenmayer

Das Urteil vom Amtsgericht ist noch nicht rechtskräftig. Es wird zu einer Berufungsverhandlung vor der nächsten Instanz kommen.

Auch wenn Frau Ursula Haverbeck am 16. Oktober 2017, von der Richterin des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten, zu 6 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt wurde, stellte dieser Prozess für Beobachter etwas Neues dar.

Neben dem hervorragenden Antrag des Verteidigers, Rechtsanwalt Wolfram Nahrath, konnten die Anwesenden vernehmen, daß sich die Richterin, Anke Ploner, wie es ihre Aufgabe in einem solchen Prozess sein sollte, zumindest mit dem Buch von Gerard Menuhin „Wahrheit sagen, Teufel jagen“ befasst hat. Weitere Äußerungen aus der mündlichen Urteilsbegründung ließen aufhorchen.

Wir sollen und dürfen nicht alle Beteiligten an solchen Prozessen und andere Träger des Systems über einen Kamm scheren. In vielen Menschen finden Umdenkprozesse statt, obgleich sie noch in ihrem Jetzt gefangen sind. Zwänge der Gesellschaft, denen sich viele noch nicht zu entziehen wagen, politisch motivierte Hetze gegen jeden der „Anders“ denkt und handelt, und die Angst vor der Wahrheit halten sehr viele Anständige Menschen noch zurück, sich von den Ketten der Lüge zu befreien. Und gerade diesen Menschen müssen wir die Zeit lassen, die auch viele von uns brauchten um wirklich zu verstehen.

Bezeichnend und peinlich mutet es – das sei am Rande bemerkt – an, wenn man in der Presse lesen muss, daß es „Journalisten“ nicht mal mehr schaffen, einer Verhandlung folgen zu können. Johannes C. Bockenheimer wirft in seinem Artikel für den Tagesspiegel, neben der üblichen Hetze, die einfachsten Dinge durcheinander. Frau Haverbeck hat sich noch nie zu einem Buch von Gilad Atzmon geäußert. Denn in diesem Zusammenhang ging es immer um seine Aussagen in einer öffentlichen Veranstaltung in Bochum.  Tatsächlich ging es in der Verhandlung um das Buch von Gerard Menuhin, was von der Richterin auch deutlich gemacht wurde. Hoffen wir daß es im Kreise der Journalisten noch fähigere Exemplare gibt.  (Nachtrag 17.10.2017 um 19:20 Uhr: Mir wurde von einem etwas verärgertem Journalisten zugetragen, daß es sich bei der Falschmeldung bzgl. des Buchautors nicht um einen Irrtum, Fehler oder ein Versehen gehandelt haben wird. Es wurde beabsichtigt den Namen Gerard Menuhin und sein Buch  „Wahrheit sagen, Teufel jagen“   möglichst aus der Presse heraus zu halten um nicht noch mehr Menschen auf dieses Buch aufmerksam zu machen!  Ich danke dem anständigen Journalisten für diese wichtigen Hinweis.)

Quelle:

Ursula Haverbeck – Einlassung Amtsgericht

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