Israels Sakraler Vergewaltigungsbund

[admin: Kann man deshalb Kindern der Nichtjuden, aller Alter, das grausame Leid antuen sie zu vergewaltigen, und manchmal sogar zu Tode, und das unter Genehmigung ihres Gottes per dem “heiligen” Buch der Juden?]

Schalom Ben-Chorin befaßt sich in seinem Buch: Die Erwählung Israels (Piper, München/Zürich, 1993) u. a. mit dem Bund ,,Gottes” mit den Vatem ,,Israels”, d. h. dem jüdischen Volk. Die wichtigsten Aussagen sind: Das Zeichen dieses Bundes ist die Beschneidung, die im Sinne eines Sakramentes aufgefaBt wird, einer gottlichen Stif­tung, die für alle Zeiten Gültigkeit besitzt. Das Volk ist dadurch als von Gott auserwählt und als sakraler Männerbund gekennzeichnet. Obwohl der aus dem Judentum zum Christentum konvertierte Pau­lus die Erwählung Israels ablehnt, hält er an dem Sakrament der Be­schneidung fest, denn er beschneidet  seinen Schüler Timotheus, der Sohn einer jüdischen Mutter und eines heidnischen Vaters war. Der sakrale Männerbund ist obendrein dazu auserwählt, die Herrschaft Gottes, d. h. Jahwehs (und folglich seiner Priesterschaft 1), über die ganze Erde auszudehnen, also die Weltherrschaft zu erringen.

Den tieferen Sinn des Bundeszeichens, der Beschneidung, behandelt der Autor jedoch nicht, obwohl er ihn kennen dürfte: die Erzeugung eines ,,magischen Blutbundes” zwischen dem ,,Vatergott” Jahweh und seinen ,,Kindern” durch blutige Gewaltanwendung und sichtba­re sowie stets körperlich und ab einem entsprechenden Alter vor all­em auch auf sexuellem Gebiet erlebte Verstümmelung, die in Verbin­dung mit der religiös-ideologischen Sakramentierung und Indoktrina­tion zu einer sexualneurotischen rassistisch-religiösen Abhängigkeit führt, die niemals überwunden werden kann. Dazu paßt Ben-Chorins Satz: ,,Der Beschnittene wird auch Blutsbräutigam genannt. “Das heißt, der Yater, der im Auftrag des Obervaters Jahweh die Beschnei­dung des Sohnes vornimmt oder vomehmen läßt, macht seinen Sohn durch die blutig-gewälttatige Beschneidung des männlichen Geschlechtsgliedes zum ,,Blutsbräutigam” Jahwehs und mindestens

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1 Genau genommen, ist jedes Mitglied des sakralen Männerbundes ein ,,Kind Gott Jahwehs” und dadurch ein Priester Jahwehs, unter den Juden heißt daher das eigene Volk oft auch. “Priestervolk Gottes” oder ,,Volk Gottes” u.a.

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indirekt, auf jeden Fall faktisch durch die Tat, auch zum Bräutigam des Bundesgenossen und Handlanger Jahwehs, seines leiblichen Va­ters. Welche Ungeheuerlichkeit frühkindlicher Abrichtung! Damit ist der heilige Blutbund im Kern ein sexualmagisch-religiöser Ver­gewaltigungsbund, auch wenn diese Tatsache durch religiöse Uberhöhung vertuscht und sakramentiert, also für geheiligt ausgegeben und behandelt wird, aber bei jedem sexuellen Erleben wieder her­beigeholt, die damit verbundene Prägung vertieft und als “normal” emotionalisiert wird. Diese Art Blutbund dürfte sowohl die Wurzel des destruktiven Sexualismus sein, der unter Juden weit verbreitet ist, als auch der emotionale Nährboden der imperialistischen Aktivi­täten des ,,sakralen Männerbundes”: Die brutale, als heilig ausgege­bene Gewalt gegen sich selbst im absolut wehrlosen Zustand wird häufig in sadomachostischer Ab- und Umkehrung auf den Anderen, der nicht zum Blutbund gehört, umprojiziert, d. h. die Vergewalti­gung bzw. Unterjochung und im Fall des Widerstands auch Vernich­tung des Anderen ist ebenfalls ,,heilig”, ebenfalls von Gott Jahweh gewollt. Und sie führt nicht nur zu furchtbaren Fällen des massen­haften Kindesmißbrauchs und Kindesmords wie im Fall Dutroux, seiner Bande und der damit zusammenhängenden Netzwerke 2• Noch

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2  Im Zusammenhang mit der Untersuchung und Verfolgung der Bande Dutroux kamen mindestens 27 Zeugen und mehrere Untersuchungsbeamte ums Leben (ZDF-Reportage, s. www.wahrheitssuche.org), die Ermittler, führende Polizei­dienststellen und Untersuchungsrichter wurden immer wieder unter Druck ge­setzt, es wurden die Akten teilweise vemichtet oder immer wieder gründlich ver­fälscht (www.anti-kinderpomo.de). Gegen den Journalisten Jean Nicolas wurde Haftbefehl erlassen, weil er im Internet ein 1.300 Seiten umfassendes Dossier aus den Ermittlungsakten angeboten hatte (s. www.heise.de). In Neue Einheit, Nr. 28, 20.12.1996 (www.neue-einheit.com), stand u.a.: ,,Es gibt zahlreiche Ein­zelheiten im Zusammenhang mit dem Fall Dutroux in Belgien, die einer beson­deren Erwähnung bedürfen. Bei der Verbindung der Verbrecher, die in die höch­sten Kreise der Regierung, der sozialistischen Partei und anderer Parteien in Belgien reichen, ist auffälig, dass es eine enge Verbindung zwischen dem belgi­schen und ilalienischen Mafiaunwesen gibt. [admin: Die italienische  Mafia ist meistens sizilianische Juden] Offensichtlich sind ähnliche Struk­turen, wie sie im Zusammenhang mit der Freimaurerloge ,,P2″ in Italien aufgetreten sind, auch in Belgien wirksam.” Später tauchten auch Namen aus dem ,,Umfeld” auf, darunter immer wieder auch jüdisch klingende, was schon dann naheliegt, wenn freimaurerische Logenkreise in den Fall verwickelt sind.

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viel furchtbarer war und ist die Auswirkung auf die Einstellung des “auserwählten Volkes” zu anderen Völkern, diese dürfen und müs­sen auf ,,Befehl Jahwehs” alle nichtjüdischen Völker unterjochen und jene, die sich nicht unterjochen lassen, ausrotten.3

Priesterbünde entwickelten oft, vielleicht immer, eine starke Neigung zu sadomasochistischer Prägung ihrer Anhänger, z. B. auch der Thu­leorden [admin: das scheint aber Fehlinformation zu sein!] und noch mehr der Orden der Ordnung des ehemaligen Frei­maurers Kothner. Verschiedene nationalsozialistische Führer zählten zu den Mitgliedern dieser Orden4• [admin: viele Leute sind in der Freimaurerei ohne zu wissen was in den oberen Stufen vorgeht, so waren auch Goethe, Luther, und Mozart dabei. Bei solchen Anschuldigungen moechte ich wirklich die Namen haben anstatt allgemein zu reden!] Von der Enkelin eines der Mit­glieder des Ordens der Ordnung erhielt ich zur Untersuchung eini­ge ,,Lehrbücher”. Grauenhafte ,,schwarzmagische” Literatur!

Diese Beurteilung soll nicht beleidigen. Sie ist lediglich psychoana­lytisch motiviert, aber von größter kultureller und politischer Bedeu­tung! Sie sollte eher zu Mitgefühl für die Opfer dieser ,,Sakralität” Anlaß geben! Aber es ist klar, daß dieser als religiös überwölbte und getarnte Brauch überwunden werden muß. Das gilt im übrigen in ähnlicher Weise auch für die Beschneidung der Klitoris in anderen religiös daherkommenden Gewaltbünden. Die Überwindung dieser frühkindlichen Prägungsmethoden ist eine der Voraussetzungen für eine geistige und ethische Gesundung der von dieses Methoden be­troffenen Kulturen und Völker.

Folgende Sätze von Ben-Chorin seien zitiert:

,,Nun aber zurück zu dem Bund mit Abraham.”

Das Zeichen dieses Bundes ist die Beschneidung (Gen 17,9-14), die im Sinne eines Sakramentes aufgefaBt wird, einer göttlichen Stiftung, die für alle Zeiten Gültigkeit besitzt.

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3  Das ergibt sich ganz klar aus den zentralen Religionsurkunden des ,,sakralen Miin­nerbundes”, der Thora und dem Talmud, siehe die Ausfiihrungen  im Anhang.

4    Siehe u.a. die Schrift von Mathilde Ludendorff: Der Orden und der Satanismus, Miinchen 1932.

Der Orden und der Satanismus-Ludendorf 17s

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Wie bei fast allen kultischen Geboten gibt die Thora, die Heilige Schrift, hier keine Begründung an, [wieso, dürfte auf der Hand liegen, R.B.] und es bleibt daher der Exegese überlassen, vermutliche Motive aufzuzeigen.

Zunächst ist festzustellen, daß durch dieses Zeichen das künftige aus­erwählte Volk einen sakralen Männerbund darstellt, denn es gibt kein Aquivalent für die weiblichen Nachkommen von Abraham und Sara. Die­se ausschließlich maskuline Konzeption hat sich bis in die Gegenwart hinein erhalten. Nur eine Zehn-Männer-Gemeinschaft bildet eine voll­wertige Gemeinde, die einen öffentlichen Gottesdienst feiern darf. Die Frauen zählen dabei nicht, denn nur die Gemeinschaft, die das Bun­deszeichen Abrahams an ihrem Fleische trägt, ist kultfähig. […] Der Beschnittene wird auch Blutsbräutigam genannt.” (a.a.O., S. 21 f., Hervorhebungen in Fettdruck durch R. B., auch in den nachfolgenden Zitaten; bei Einfügungen von R. B. stehen diese in eckigen Klammern und andersartiger Schrifttype.)

,,Das Bundeszeichen der Erwählung wird im Neuen Testament bei Pau­lus zum Ärgernis, da es die Bekehrung der Heiden hindert, aber dennoch beschneidet er selbst seinen Schüler Timotheus, der Sohn einer jüdisch­en Mutter und eines heidnischen Vaters war (Apg 16,3), während er seinen Jünger Titus nicht beschneidet, da er Heide war (Gal 2,3).

Der Abrahams-Bund erfährt noch einmal eine Erneuerung durch den eigentlichen Israel-Bund mit Jakob bei dem Ringkampf mit der nächt­lichen Erscheinung am Fluß Jabbok. Diese nächtliche Erscheinung wird in der Genesis (32,23 ff.) nur als Mann bezeichnet und erst beim Pro­pheten Hosea als Engel. In diesem nächtlichen Ringkampf, der mit den berühmten Worten endet: ‘Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn’, erhält Jakob den Segensnamen ‘Israel’, der als ‘Gottesstreiter’ gedeutet wird: ‘Denn du hast mit Gott und den Menschen gerungen und hast ob­siegt.’ Aber Jakob kehrt nicht unbeschädigt aus diesem Ringkampf zur­ück, an der Hüfte verletzt, hinkt er.

Nicht Abraham, sondern Jakob ist der eigentliche Stammvater Israels.” (a.a.O., S. 22)

,,Der eigentliche Bunde’chluB mit dem ganzen Volk Israel erfolgt am Sinai. In der Begegnung mit dem Ewigen wird das Bundesvolk gleich­ sam mit Ewigkeit impragniert.5 Hier erweist es sich, daB die Erwiih­ lung Israels nicht nur ein Theologumenon darstellt, einen theologischen Lehrsa tz oder gar ein Dogma, das keine weitere Nachpriif ung erlaubt; man kann, ganz im Gegensatz dazu, von einem empirischen Beweis sprechen, denn dieses mit Ewigkeit impriignierte Volk der Begegnung mit dem Ewigen hat tatsiichlich in seiner langen Geschichte groBe und miichtige Volker i.iberdauert: das Pharaonenreich Agypten, die GroB­ miichte Assyrien und Babylon, Alexander und die Diadochen, das Impe­ rium Romanum und endlich auch das tausendjiihrige sogenannte Dritte Reich. Gerade die Erfahrung  der letzten Jahrzehnte zeigt uns, da6 auch nach dem furchtbaren Aderla6 des Holocaust die Substanz Isra­ els nicht getroffen war. Auf den Holocaust folgt die Errichtu ng des Staates Israel. Gericht und Gnade werden in einer Generation sichtbar, zeigen immer und immer wieder, da6 Israel als das Volk der Erwah­ lung einer anderen GesetzmaBigkeit untersteht als die Volker der Welt” (a.a.O., S. 24)

AnschlieBend  behandelt  Schalom Ben-Chorin die ,,Liturgie der Synago ge “, in der die ,.Erwiihlung Israels seinen stiirksten Niederschlag ” finde:

,,Der Gedanke der Erwahlung Israels findet seinen starksten Nieder­ schlag in der Liturgie der Synagoge. Das betende Israel preist sich gliicklich, das Eigentumsvolk 6 Gottes zu sein, versteigt sich sogar zu ei­ nem Lobpreis, den ich nach Auschwitz, nicht mehr nachzuvollziehen mag: ‘Wieg1J t ist unser Tei/, wie angenehm unser Los … ‘ 7

Ich vermag das nicht mehr zu beten. Es scheint mir wie eine Liisterung, wenn ich auf die unendlichen Totenfelder der Konzentrations- und Ver­ n ichtungslager blicke, wenn ich durch den Raum der ermordeten Kin-

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5    Zur wahren Bedeutung des Wortes ,,Sinai” siehe den Anhang.

6 Wieder so ein Begriff mit sadomasochistischem Hintergrund. Das sadomaso­ chistischc Opfer ist ,,Eigentum” des absoluten, ziichtigenden, iiber Leben und evtl. auch den Tod entscheidenden, in feierlich-religiosem Ornat auftretenden Machthabers.

7   Die masochistische Wortwahl des abgerichteten Opfers …

der in der Gedenkstatte ‘Jad Washem’ in Jerusalem schreite. Konnen wir unter Tranen solchen Lobpreis sprechen?

Am starksten kommt das im Alejnu-Gebet, das im Mittelpunkt der Li­ turgie des Neujahrsfestes und des Versohnungstages und am Ende des Gemeindegottesdienstes an Wochentagen und Feiertagen steht, zum Ausdruck. Dieses Gebet betont in seiner urspriinglichen Form die Er­ wahlung Israels durch Abqualitizierung der anderen Volker und hat damit die nicht unberechtigte Kritik der Kirche [nur der Kirche?] aus­ gelost:

‘Unsere Pflicht ist es, zu preisen den Herrn des We/tails, um die Groj3e des Schopfers zu verkiinden, der uns nicht wie die Volker der Erde ge­ macht, wie die Sippen der Welt. Sie beten Nichtiges und Leeres an, ei­ nen Gott, der nicht zu he/fen vermag. ‘” (a.a.0., S. 27)

,,Noch weiter gingen die Reform-Liturgien,  etwa in der Formulierung:

‘Der uns von den Irrenden abgesondert hat. ‘

In deutschen Versionen lautete die inkriminierte Stelle:

‘Der uns nicht den Heiden gleichgestellt, den in Aberglauben versun­ kenen Geschlechtern. ‘

Wie immer auch das Argernis entscharft wurde, die heilsgeschichtliche Trennung zwischen Juden  und  Nichtjuden,  im Sinne der Erwahlung Israels, bleibt  bestehen.

Als Papst Johannes XXIII. die ‘perfiden Juden’ aus der Karfreitags-Li­ turgie stri<‘.h, war eigentlich die Stunde gekommen, auch aus dem Alej­ nu-Gebet die anstoBige Stelle zu entfernen und statt dessen zu betonen, daB die Gotteserkenntnis  Israels sich in Christentum  und  Islam weiter verbreitet hat [d. h. das Christentum·und der Islam dient dem Welt­ herrschaftsstreben im Geiste Jahwehs. R.B.]. Aber nichts dergleichen ist geschehen.  So hat etwa das israelische  Oberrabbinat  in Jerusalem keinerlei Schritte unternommen, um das Argernis des Alejnu zu entschar­ fen. [Wieso auch, es entspricht doch ganz der religiosen Grundla­ ge, der Thora, auch den hier und anschlieBend zitierten Stellen Ober die ,,Erwahlung” Israels bis hin zu dem Oblichen Brauch, die Nichtjuden als Gojim zu bezeichnen, was so viel wie ,,unreines

Vieh” bedeutet. Hier wird ebenso wie an anderen Stellen deutlich, daB Schalom Ben-Charin oft besch6nigt, verharmlost oder falsch bewertet, manches auch ungesagt laBt. R.B.] Allerdings gibt es im Judentum von heute keine Instanz, die der Autoritat des Papstes in der Romisch-Katholischen Kirche entsprache. [Das entschuldigt doch nicht den Zustand, im Gegenteil, das zeigt die weitgehende ,,Verinner­ lichung” des Auserwahltheitsdunkels. R. B.]

Besonders kraftig wird in einem positiven Sinne die Erwahlung Israels im Kiddusch, dem Weihesegen iiber den Kelch an den Vorabenden der Feiertage, betont:

‘… der uns erwiihlt hat von alien Volkern und uns erhoht hat uber a/le Sprachen und uns geheiligt hat durch seine Gebote. ‘

Die Erhohung iiber alle Sprachen meint die heilige hebraische Sprache, in welcher Gottes Wort zu uns gekommen ist.

Diesem Gedanken gibt auch der Segensspruch bei der Verlesung aus der Thora Ausdruck:

‘Gelobt seist du, Herr unser Gott, der uns von alien Volkern erwiihlt hat und uns seine Thora gegeben hat. ‘

[Diese Argumentationspassage ist aufschluBreich: Schalom Ben­ Chorin erklart einleitend, ,,besonders kraftig” werde in den nach­ folgend zitierten Texten ,,in einem positiven Sinne die Erwahlung Israels […] betont”. Diese Behauptung ist eine Suggestivbehaup­ tung. Denn er legt anschlieBend nicht dar, worin der besonders kraftige Beleg tor seine Behauptung zu sehen sei, namlich fur ei­ nen ,,positiven Sinn” der ,,Erwahlung Israels”. Welche Deutung man auch der ,,Erwahlung” gibt, etwa als Pflicht, die reine Lehre Jah­ wehs zu leben, zu verbreiten und dafOr auch zu leiden, oder als Quelle von Macht, Gluck und Reichtum, es ist und bleibt in seiner Auswirkung ein Auserwahltheitsdunkel, was sich auch in einer Ful­ le von AuBerungen und von Folgen dieses Dunkels nachweisen laBt. Vor allem ist mit diesem Auserwahltheitsdunkel ein Sendungs­ wahn verbunden. Auch Schalom Ben-Charin ist ganz in diesem Wahn befangen. Er hinterfragt ihn und den Dunkel nicht wirklich.

Er kaschiert und verdrangt, so wie das Wahnbefangene  bei Prob­ lemfeldern ihres Wahns stets tun. R. B.]

[…]

Am Sabbath-Ausgang wird in der sogenannten Havdala-Zeremonie be­ tont:

‘Gelobt seist Du, Herr, der zwischen Heiligem und Profanem unter­ scheidet, zwischen Licht und Finstemis, zwischen Israel und den Vol­ kern … ‘
In allen solchen liturgischen Texten kommt das ErwiihlungsbewuBtsein zum Ausdruck. [Richtig. Aber in hochst dunkelhafter Form. Die nicht­ judischen Volker leben nicht im ,,heiligen”,sondern im nicht­ heiligen,,,profanen”  Zustand, nicht im ,,Licht”,sondern  in der

,,Finsternis”.Und  um zu  verdecken,  welche  ungeheure  Anma­ Bung und Oberhebung in diesen Worten steckt, eilt Schalom Ben­ Chorin flugs weiter, um ein Nachdenken bei sich selbst und dem Leser gar nicht erst aufkommen zu lassen. Das ist typisch tur pa­ ranoide Verhaltensstrukturen.  R. B.] Liturgie ist wichtiger als Theo­ logie fiir das Verstiindnis einer Glaubensgemeinschaf t, wie Laurentius Klein OSB betont. Liturgie ist Gemeingut des Volkes, Theologie nur die Wissenschaf t der Professionellen in den Religionen.

Von den heutigen Glaubensstromungen  im Judentum halten Ortho­ doxie, Konservative und Reform in verschiedenen Nuancen an der Er­ wahlung Israels fest, nur die amerikanischen Reconstructionists [eine kleine Gruppe, R. B.], die auf Mordecai Kaplan (1881-1983) zuriickge­ hen, haben im Sinne des amerikanischen Pluralismus den Erwiihlungs­ gedanken preisgegeben und in ihren liturgischen Texten versucht, je­ weils Formulierungen zu finden, die zwar die religiose Berufung Israels [also doch den Sendungswahn, um den geht es doch var allem!

R. B.] betonen, aber nicht auf Kosten anderer Volker [wie sell das ge­ hen, wenn die Sendung eine weltumspannend-mi ssionarische, ei­ ne imperialistische ist? R. B.].” (a.a.O., S. 28-30)

,,In vielen volksttimlichen Liedem, so auch in der Hymne ‘Maos Zur’ (Fels der Zuflucht) des Chanukka-Festes, zur makkabiiischen Tempelwei­ he, wird das erwiihlte Israel mit der Rose unter den Darnen verglichen.

Diese Bild steht auch ani. Anfang des Grundbuches der Kabbala, des So­ har, das mit den Worten beginnt:

‘Wie die Rose unter den Darnen ist Israel unter den Vo/kern. ‘

Der Gedanke der Erwahl ung Israels wird liturgisch im eschatologischen Ausblick [d. h. in der Endzeit, nach Erringung der Weltherrschaft,

R. B.] iiberwunden.

So finden wir in dem Kerngebet zum Neujahrsfest und Versohnungstag:

‘Sogib denn deine Furcht uber all deine Geschopfe,

e i n e  Gemeinschaft zu bi/den, dafl sie deinen Willen tun

van ganzem Herzen. ‘

Hier wird die Menschengemeinschaft im Dienste Gottes [d.h. die Welt­ herrschaft Jahwehs und seiner Priesterschaft, R.B.] fiir die Zukunf t proklamiert [und zwar soll sie durch Verbreitung von ,,Furcht” vor], Jahweh geschehen! 8

Hier geschieht, was Franz Rosenzweig ‘die Mog­lichkeit, das Reich [auch hier ein Wahn vom Reich, vom Weltreich, der natOrlich zwangslaufig nur auf eine imperialistische und gleich­ macherische Weise verwirklicht werden kann. Hier wird die geis­ tige, moralische und politische Verwandtschaft mit dem Natio­ nalsozialismus erneut deutlich, R.B.] zu erbeten’ [klar, es wird nur erbeten, nicht ertreten und nicht erschlachtet.  R.B.] nannte.

Die Ubereinstimmung mit dem Vaterunser ist nicht zu iibersehen:

‘Dein Reich komme,

Dein  Wille geschehe

wie im Himmel also auch auf Erden. ‘

Das darf nicht wundernehmen, denn unser Vaterunser ist ein jiidisches Gebet von der ersten bis zur letzten Zeile, Geist vom Geiste der Liturgie

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8   Wieso durch ,,Furcht” und nicht durch ,,Liebe”? Wieder eine Bemerkung aus sado­ masochistischer Verbundenheit zwischen dem Opfer und dem ,,Blutsbrautigam”?

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der Synagoge. [Sieh’ an, sieh’ an! Das sagten wir doch immer! Und wie wurden wir deshalb angefeindet! R. B.]

Wenn in der angefiihrten Stelle aus den Gebeten der Hohen Feiertage die Oberwindung des Partik ularism us, der Kehrseite der Erwahlung, spricht, so ist der Anklang an die prophetische Sicht off enbar, die die allgemeine Gotteserkenntnis fiir die messianische Endzeit [also die Weltherrschaft der Jahweh-Religion, bzw. die Weltherrschaft der Priester dieser Religion und deren Anhanger, der Juden, R. B.] statuiert. [Ben-Cherin, Ben-Cherin. Sprechen wir so etwas aus, dann nennen uns Deine Leute rechtsradikal und antisemitisch. R.B.]

[…]

[Es] wird in der Einleitung zum groBen Siindenbekenntnis der Gemein­ de am Versohnungstag  gesungen:

‘Denn wir sind dein Volk, und du bist unser Gott, wir sind deine Kinder

und du bist unser Vater, wir sind deine Knechte und du bist unser Herr, wir sind deine Gemeinde, und du bist unser Anteil, wir sind dein Erbe

und du bist unser Schicksal, wir sind deine Herde

und du bist unser Hirte

wir sind dein Volk

und du bist unser Konig. ‘

In diesem Praludium zum Schuldbekenntnis kommt wieder etwas van der Exklusivitiit Israels als Eigentumsvolk Gottes zum Ausdruck. Das wiederholt sich auch in der anschlieBenden groBen Litanei des Rabbi Akiba, die mit den Worten beginnt:

‘Unser Vater, unser Konig,

wir haben vor dir gesundigt, unser Vater, unser Konig,

wir haben keinen Konig auj3er Dir. ‘

Damit wird das Konigtum Gottes in Israel eindeutig umschrieben. Das Volk der Erwiihlung stellt sich unmittelbar unter die Herrschaft seines Gottes, was so nicht fiir die Volker der Welt gilt, die ihre irdischen Herr­ scher verehren. [Nanana! In vielen Volkern wird das Gottliche ver­ ehrt. Aber nicht immer in einer theokratischen Form, in einer Hirt­ Herde-Beziehung, oder in einer Art sadomasochistischer Herr­schaftsbeziehung, wie das hier besungen wird 9•  Im Obrigen: Von den ,,irdischen” Herrschern werden meist nur die guten, gerech­ ten, gOtigen verehrt, manchmal auch die geschicktesten RoBtau­ scher und das sind vor allem die Priester. Obrigens: einer der of­ fenbar guten irdischen Herrscher, Friedrich der GroBe, nannte den Gott der Christen und Juden einen ,,Popanz”. Wie kam er bloB da­ zu, so respektlos Ober diesen zu reden? R.B.]

[…]

Quelle: Verloren

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