Deutschland Bevor Hitler Kam – Die Gegenrevolution (6) – Sebottendorff

Versprechungen der juedischen Kommunisten von Freiheit; aber Raub, Mord und Brutale Unterdrückung an der Tagesordnung.

ZURUECK ZU TEIL 1

 

 

VIII. Der Kampfbund der Thule und die Gegenrevolution von 1919

Wie schon erwähnt, reichen die Ansätze zum Kampfbunde bis zum Beginn der Revolution von 1918 zurück, in Erscheinung trat er aber erst mit dem Tode Eiseners.

Bis zu diesem Zeitpunkte hatte die Hoffnung bestanden, von innen heraus die Regierung auszuhöhlen, die rechtsbestehenden Parteien zu einer starken völkischen Einheit zusammen zu bringen und die Frontsoldaten in einer völkischen Partei zusammen zu schweißen. Der Aufruf zur Gründung einer solchen Partei war beschlossen worden und war ergangen. Auch in der sozialdemokratischen Partei, besonders in der bayerischen, hatten sich viele Anzeichen der beginnenden Erkenntnis gezeigt, daß die Fremdlinge, wie man die Juden bezeichnete, die Fremdstämmigen an dem ganzen “Saustall” die Schuld hätten. Die angeführte, vom III. Armeekorps über München abgeworfene Aufforderung zeigt ja deutlich genug, wie man unter den Frontsoldaten über die Sache dachte.

Eisners Tod und die nachfolgenden Ereignisse hatten aber klar gemacht, daß es zu einem Kampfe kommen mußte. Die Organisation des Bundes war in wenigen Stunden vollendet, jedes Glied fügte sich reibungslos an die Stelle, die ihm angewiesen wurde.

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Es waren zuerst zwei Abteilungen, die unabhängig von einander waren und die sich auch gegenseitig nicht kannten.

Die erste Abteilung unter dem Oberleutnant Heinz Kurz befaßte sich mit der Werbung für die Freikorps, namentlich für das Freikorps Epp. Um sich bei den Linkssozialisten einzuschmeicheln, hatte die Regierung eine Verfügung erlassen, die das Anwerben verbot. Man fürchtete, daß eines Tages Epp in Bayern einmarschieren würde, wenn sich bei dem Korps die Landeskinder sammelten.

Die Bekanntmachung lautete:

Zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit werden die Einrichtung von Werbestellen für freiweillige Verbände, Werbeofferten in den Tageszeitungen und Werbeplakate hiermit innerhalb Bayerns verboten. Zuwiderhandlungen werden, wenn nicht durch die Gesetze eine schwerere Strafe vorgesehen ist, mit Gefängnis bis zu einem Jahre, bei Vorliegen mildernder Umstände mit Haft oder Geldstrafe bis 1500 Mark bestraft. Vorstehende Verordnung tritt mit der Veröffentlichung im Bayerischen Staatsanzeiger in Kraft.

gez. Simon

Landes-Soldatenrat

gez. Schneppenhorst

Minister für militär. Angelegenheiten

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Regierung Hoffmann nach Bamberg übersiedelte, war es nicht schwer, die Leute als Reisende über die Grenze zu bringen; erst als die scharfe Grenzkontrolle bei Bamberg einsetzte, wurden die Leute zurückgesandt. Diese sammelten sich in München an und besuchten die Thuleräume. Es schien gefährlich, eine solche Menge beisammen zu haben, sie erregten Aufmerksamkeit, und sie wollten etwas zu tun haben; Sebottendorff beschloß, sie nach auswärts zu bringen, nicht zu weit von München, damit man sie sofort zur Hand habe, und doch nicht so nahe, daß die Roten aufmerksam würden.

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Oberleutnant Kurz hatte eine Verbindung mit den Echinger Bauern und so kam mit diesen eine Vereinbarung zustande, daß die Leute sich dort sammeln konnten und den Schutz der Gegend gegen Plünderung der Roten übernahmen. Das Kommando hatte Hauptmann Römer.

Die zweite Abteilung, den Nachrichtendienst, hatte Leutnant Edgar Kraus in Händen. Kraus ist der Sohn des Ersten Staatsanwaltes in Augsburg, der sich später im bayerischen Femeprozeß einen Namen machte. Kraus hatte als siebzehnjähriger Fähnrich von Beginn des Weltkrieges an bis zum bittern Ende mitgekämpft, er hatte sich bei seinen Leuten sehr beliebt gemacht und nun zeigte es sich, daß diese zu ihm hielten. Der Führer der ersten Schwadron der Schweren Reiter war zu gleicher Zeit Kommandeur der roten Kavallerie. Egetemayer stellte mit seinen Leuten die Verbindung mit den Truppen der Regierung her, er brachte seine Erkundigungen zuerst nach dem Kampfbunde, dort wurden sie bearbeitet und weitergegeben.

Aber durch diese Verbindung wurde auch eine direkte Einwirkung auf die Soldaten und militärischen Verbände in München ermöglicht.

In jeder kommunistischen Sektion saßen Leute des Kampfbundes, meist als Schreiber und Schriftführer, die jeden Abend die Nachrichten nach der Marstallstraße brachten. Alle so eingegangenen Berichte wurden zusammengestellt und mit dem letzten Zuge nach Augsburg und von da aus nach Bamberg befördert. Wichtiges wurde von Augsburg aus telephonisch übermittelt.

Die Regierung Hoffmann war durch einen bekannten Augsburger Rechtsanwalt an Sebottendorff herangetreten und hatte angefragt, ob er für die Regierung tätig sein wolle. Um die nötigen Verabredungen zu treffen, war Sebottendorff nach Augsburg gefahren und im

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“Goldenen Lamm”, einem kleinen Gasthofe, in dem er nicht auffiel, abgestiegen. Dort wurde vereinbart, daß die Publikationen der Regierung durch Sebottendorff vervielfältigt werden sollten; er erhielt den Auftrag, die Gegenrevolution mit allen Mitteln zu organisieren, damit die Regierung Hoffmann in Kürze auch in München wieder die Macht habe. Mit diesem Auftrag waren alle Handlungen des Kampfbundes als legal gedeckt. Wie damals bei der Waffensache, so warnte auch in Augsburg ein merkwürdiger Umstand. Es mußte über die Verhandlungen etwas durchgesickert sein. Die Matrosen hatten am frühen Morgen beschlossen, Sebottendorff im Goldenen Lamm auszuheben; er war aber mit dem ersten Zuge nach München gefahren und war gerade im Büro der Thule Gesellschaft angekommen, als ihn ein Telefonanruf aus Augsburg erreichte, der ihm den Vorfall mitteilte.

War so die Handlungsfreiheit des Kampfbundes gesichert, so fehlten nun andererseits die Mittel; jetzt trat Baron Malsen und Werner von Heimburg auf, die von Münchener Bürgern die Summen erhielten, die notwendig waren, um die verschiedenen Aktionen durchzuführen. Die Kassensachen, bei denen aus begreiflichen Gründen keine Quittungen gegeben und verlangt wurden, führte bis zur Abreise Sebottendorffs Johann Ott.

Die Leute in Eching wurden bewaffnet, indem man den Rotgardisten Waffen abkaufte. Bezahlt wurden durchschnittlich für ein Gewehr mit Munition 60 bis 80 Mark, für eine Mauserpistole mit Munition 10 Mark, Eierhandgranaten wurden mit 1 Mark, Stielhandgranaten mit 3 Mark bezahlt. Die Waffen wurden durch die beiden Studenten Witzgall und Stecher nach Eching gebracht. Die beiden sind mehr als einmal dabei abgefaßt worden, doch ist es ihnen immer gelungen sich herauszureden.

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Durch den Nachrichtendienst Kraus erfuhr der Kampfund alles was von den Räten geplant wurde und so ist es gelungen, mehr als einmal große Aktionen der Roten Armee zu verhindern. Dreimal wurde der gesamte Automobilpark durch Vertauschen der Magnete lahmgelegt, die Tanks der Schleißheimer Flugzeuge wurden durch Anschlagen unbrauchbar gemacht. Gemeinden, in denen man requirieren wollte, konnten gewarnt werden.

Bei aller Begeisterung war die Lage immerhin kritisch genug; namentlich, die Leute, die in den kommunistischen Sektionen saßen, waren im  Gefahr infiziert zu werden; es bedurfte oft der ganzen Überzeugungskraft Sebottendorffs, um Wankende wieder zurückzuführen.

Da die Münchener Regierung die Abreise aller Männer über 16 und unter 60 Jahren zu verhindern versuchte, wurden Freifahrtscheine der Eisenbahn mit Erlaubnis des Verkehrsministers nachgedruckt und die Kuriere reisten als Münchener Eisenbahnbeamte. Die Stempel, die gefunden wurden, als man die Thule Gesellschaft aushob, dienten diesen Zwecken.

Man hat der Thule Gesellschaft vorgeworfen, daß sie Stempel gefälscht habe. Das war garnicht notwendig; die Fälschungen, wenn es welche waren, wurden bei den Sektionen selber ausgeführt, die Stempel wurden gekauft. Ebenso liederlich wie mit den Stempeln ging man in den Kommunistenklubs mit den Mitgliedskarten und Urlaubsscheinen um, es war alles käuflich. Jedes Mitglied des Kampfbundes hatte eine, natürlich auf einen anderen Namen lautende, echte Mitgliedskarte des Spartakusbundes. Wechselte die Leitung der Kommunistengruppen sehr schnell, so wurden Faksimile angekauft, um die eigenen Leute zu schützen.

In München selber bildeten sich andere kleinere Formationen. So

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organisierte Hauptmann Mayer die Bürgerwehr neu; der Verein der Unteroffiziere, die entlassenen Polizisten bildeten eigene Verbände, in denen die Leute des Kampfbundes die Führung hatten. Die Organisation war damit so stark geworden, daß man einen Schlag wagen konnte. Der Vorsitzende des Soldatenrates und Kommandeur der Stadt war Seiffertietz, hinter dem die Garnisonen mit Ausnahme des Leibregimentes und einiger kleinerer Abteilungen, die stark kommunistisch waren, standen. Seiffertietz wollte eine Militärdiktatur ausrufen und es war ihm von der Regierung Hoffmann die Vollmacht versprochen worden. Zwei Vertreter der Regierung sollten am Samstag vor dem Palmarumtage an Seiffertietz die Vollmachten überbringen, die dann der Versammlung der Soldatenräte vorgelet werden sollten. Zur Einleitung des Schlages wurde von der Regierung durch Flieger ein Plakat abgeworfen, das durch Sebottendorff nachgedruckt und verbreitet wurde. Es lautete:

Münchener!

Im ganzen Lande lodert die Empörung auf über die Tyrannis in München. Fremdstämmige und Phantasten herrschen bei Euch. Ihr seid verwirrt und entmutigt. Besinnt Euch, ermannt Euch!

Das ganze Land steht auf. Das gesamte Nordbayern steht fest hinter der Regierung Hoffmann-Segitz. Von Stunde zu Stunde bessert sich die Lage. In Würzburg ist ein Kommunistenputsch am Mittwoch glatt niedergeschlagen worden, die Geiseln sind befreit, die spartakistischen Rädelsführer, darunter Sauber und Hagemeister aus München, mit ihrem ganzen Anhange verhaftet.

Mit Ausnahme weniger Irrgeleiteter wirft sich die Arbeiterschaft begeistert in den Kampf gegen den Bolschewismus. Die Bauernschaft ganzer Gaue erhebt sich zum Schutze der sozialistischen Regierung. Die Soldaten säubern rücksichtslos die Nester der Anarchie.

Auch in Südbayern wird es lebendig. Die schwäbischen und altbayerischen

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Bauern machen mobil gegen den Münchener Saustall. Die Behauptung, das Freikorps Epp sei im Anzuge, um in Bamberg die Regierung zu stürzen, ist ein großer Schwindel. Bayern braucht keine auswärtige Hilfe.

Wie lange wollt Ihr, Münchener, noch zusehen? Steht auf! Nieder mit der Thyrannis! Hoch der Freistaat Bayern!

Hoch die Regierung Hoffmann-Segitz!

Bamberg, den 10. April 1919.

Die sozialdemokratische Landespartei.  

Sebottendorf hatte am 8. April 1919 mit genauen Vorschlägen zu einem Staatsstreich ein Mitglied der Thule Gesellschaft, Kf, einen Bahnbeamten, nach Bamberg gesandt. Der Regierung erschien dieser Mann nicht verläßlich genug, man hielt ihn unter Vorwänden bis zum Sonnabend Mittag zurück und ließ ihn erst dann nach München zurückreisen, als dort alle Verabredungen getroffen waren. Wenn alles gut ging, solle ein Mitglied der sozialdemokratischen Partei, Rechtsanwalt Ewinger, sofort die Regierung vertreten.

Es war ausgemacht worden, in der Nacht vom Samstag zum Sonntag, der Nacht vor Palmarum, die Häupter der Kommunisten festzunehmen und sie sofort nach Eichstätt zu bringen. Schneppenhorst sollte sofort von Ingolstadt her Artillerie, Fußvolk und Reiterei in Bewegung setzen, so daß am Sonntag morgen diese Abteilungen in München eintreffen konnten.

Die Truppe sollte aus 6000 Mann zuverlässigen Leuten bestehen, die als Kampftruppe zur besonderen Verwendung dienen sollte, die Münchener Garnison sollte den Wachtdienst versehen, bis die gesetzmäßige Regierung wieder in München eintraf. Die bei Eching stehenden Leute sollten beim Eintreffen der Regierungstruppen bewaffnet werden und den Flugplatz Schleißheim besetzen.

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Seiffertietz hatte die Garnison einberufen und erwartete die Vollmachten der Regierung. An Stelle der Beauftragten erschienen um 11 Uhr nachts Leute, die meldeten, daß der Kommandeur des Leibregimentes die Beauftragten ausgehoben hatte; die Vollmachten jedoch befanden sich auf dem Wege zum Vollzugsrat. Trotzdem sind die Aktionen nicht aufgegeben worden, es wurden sofort die Verhaftungkommandos in Tätigkeit gesetzt, doch gelangten die Verhaftungen nur zum Teil; die Frau des verhafteten Mühsam konnte die meisten Funktionäre telephonisch warnen. Fechenbach, Mühsam und etwa zwanzig andere der Häupter konnten festgenommen werden und wurden nach dem Hauptbahnhof gebracht, wo Aschenbrenner kommandierte. Vom Hauptbahnhof aus wurden die Verhafteten nach Eichstätt verbracht und dort in Verwahr genommen.

Der Palmsonntag Morgen sah ein freies München, die Kommunisten waren verschwunden, die Räte hatten sich verkrochen.

Die Freude war groß und in den Straßen wogte eine erregte Menschenmenge. In der Ludwigstraße wurde von frühen Kirchgängern ein Aufto festgehalten, dessen Insassen kommunistische Aufrufe verteilen wollten. Die Leute wurden verprügelt, die Flugblätter mit dem Auto verbrannt.

Aber Schneppenhorst hielt sein Wort nicht. Die erwarteten Truppen trafen nicht ein.

Gegen Mittag wurde die Lage wieder kritisch. Mit Schnellfeurgeschützen bestückte Kommunistenautos durchrasten die Straßen, es gab Tote und Verwundete.

Ansammlungen wurden allenthalben gemeldet, Bamberg versicherte durch den Fernsprecher, daß die Truppen jeden Augenblick in München eintreffen müssen.

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Sebottendorff sandte in kleinen Trupps seine Leute, man schickte sie zurück. “Offiziere und Studenten könne man nicht gebrauchen, die eigenen Leute würden streiken.”

Der Versuch, die in den Kasernen liegenden Truppen zum Eingreifen zu bringen, mißlang.

So kam, was kommen mußte: der Putsch war als gescheitert anzusehen und jeder weitere Einsatz wäre zwecklos gewesen. Um 6 Uhr abends räumte Seiffertietz das Armeemuseum; es gelang ihm unangefochten davon zu kommen. Um 9 Uhr fiel der Hauptbahnhof, den Aschenbrenner bis dahin gehalten hatte, hoffend, daß die Regierungstruppen doch noch erscheinen würden. Gegen den Bahnhof hatten die Kommunisten zu dieser Zeit mehrere schwere Minenwerfe in Tätigkeit gesetzt. Doch konnte Aschenbrenner mit seine Leuten ebenfalls ohne allzu große Verluste entkommen.

Der Putschversuch hatte zur Folge, daß nunmehr auch die Republikanische Schutzwehr aufgelöst und die Polizei vollständig entwaffnet wurde. Es bildete sich eine Arbeiterwehr, die in den Kasernen bewaffnet wurde und den Sicherheitsdienst ausüben sollte. Noch am Sonntag abend wurde das Hauptpostamt von der Arbeiterwehr besetzt und aller Fernsprecherverkehr nach auswärts unterbunden. Augsburg und Rosenheim, wo die Räterregierung für einige Tage verjagt worden war, wurden wieder gewonnen.

Schneppenhorst hat später behauptet, daß er die Order rechtzeitig gegeben habe und daß die Truppen unbedingt zur rechten Zeit in München hätten einreffen müssen. Das Versagen sei auf eine Reihe von unglücklichen Zufällen zurückzuführen gewesen. Lastautos seien stecken geblieben usw. Das ist ihm zu glauben; die Sache ist von anderer Seite aus sabotiert worden.

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Die Truppen rückten erst am Montag abend in Dachau ein, wo sie mit den Rotgardisten unter Toller zusammenstießen. Die “Schlacht bei Dachau”, mit der sich der Jude Toller brüstete, beschränkte sich auf wenige Schüsse, wobei ein Mann durch einen Streifschuß verwundet wurde. Hauptmann Römer vom Echinger Trupp konnte durch ein in Stellung gebrachtes Schnellfeuergeschütz den Rückzug der Regierungstruppen, der schon eher eine Flucht war, decken. Dabei wurde er gefangen genommen und in das Spritzenhaus gesperrt. Es gelang ihm jedoch zu entkommen und sogar ein Fahrrad zu finden, so daß er bereits um vier Uhr morgens Sebottendorff genauen Bericht erstatten konnte. Danach waren die Reiter der Regierungstruppen, ohne gehindert zu werden in Dachau eingedrungen, dort hatten sie sich einer wütenden Volksmenge gegenüber gesehen; die Frauen hatten die Soldaten beschimpft und sie von den Pferden reißen wollen. Als dann die roten Truppen das Feuer eröffneten, mußte das Gros zurückgehen.

“Was soll nun werden?” schloß Römer seinen Bericht. “Die Leute in Eching hängen in der Luft, wir sind zu schlecht bewaffnet, um einen längeren Widerstand leisten zu können. Und man weiß sicher, daß wir in Eching stehen, morgen oder übermorgen wird der Angriff kommen. Ich habe übrigens meine Gefangenschaft mit einem gewissen Klöppel geteilt, der Mann behauptete von Ihnen zu kommen, er hatte sehr viel Geld bei sich.”

“Ich hatte Klöppel zu Ihnen mit Geld gesandt; er sollte auch Geld nach Freilassing, zu den dortigen Jägern bringen.”

“Davon hat er mir nichts gesagt, offen gestanden, ich traue dem Manne nicht, er ist mir zu beredt und außerdem zu konfus. Er hält es wohl mit den Roten. Ist das aber der Fall, so sind wir um so mehr gefährdet.”

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“Lassen Sie mich ein wenig nachdenken, Hauptmann. Können Sie mit Ihren Leuten nach Eichstätt kommen? – Ja? – In welcher Zeit?”

“In drei Tagen!”

“Gut, Hauptmann, morgen sind Sie in Eching, vielmehr heute mittag. Wenn Sie morgen abrücken, können Sie spätestens am Sonnabend in Eichstätt sein. Würden Sie auf meine Order die Kaserne in Eichstätt besetzen, sich dort bewaffnen und abwarten, bis ich Ihnen Bericht sende?”

“Was haben Sie vor, Herr Baron?”

“Ich will nach Bamberg und will dort die Erlaubnis zur Aufstellung von Freikorps holen. Dann sind Sie mit den Echinger Leuten der Stamm der neuen Organisationen.”

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“Geben Sie mir die Order schriftlich, ich fahre noch heute zurück.”

Der Auftrag wurde in zwei Exemplaren ausgefertigt, da Hauptmann Römer der Sicherheit wegen seinen Bruder auf einem anderen Wege nach Eching senden sollte. Es wurde dann noch vereinbart, daß die Eisenbahnstation Treuchtlingen von München aus sofort besetzt werden sollte, um den Zuzug nach Eichstätt zu sichern.

Zur Besetzung des Knotenpunktes Treuchtlingen bestimmte Sebottendorff den Leutnant Kraus, der am Mittwoch morgen abfuhr. Kraus nahm sich einige Leute mit, die aus dem Kampfbunde ausgewählt wurden. Sein Auftrag lautete dahin, daß er den Bahnhof zu halten und die ankommenden Trupps  nach Eichstätt zu beordern habe. Er selbst solle sofort Werbungen für das dort aufzustellende Freikorps vornehmen.

Noch am selben Mittag reiste Oberleutnant Kurz nach Bamberg mit der Order, dort die Ankunft Sebottendorffs zu erwarten.

Die Abreise so vieler “Bahnbeamten” mußte auffallen; durch geschickte Dispositionen gelang es aber, alle Leute aus München hinauszubringen; nur Leutnant Arndt wurde angehalten, weil er für einen Bahnverwalter zu jung aussah, er war jedoch frech genug, wieder zurückzukommen und mit einem neuen Fahrschein als Assistant abzureisen. Am Mittwoch, dem 16. April 1919, abends, waren fast alle Leute des Kampfbundes unterwegs. Es galt nun noch, die Thule zu sichern. Kf und Deby unternahmen es, die Kartothek der Gesellschaft, die mit den Papieren Sebottendorffs und Dokumenten der Thule in zwei mit R.v.S. signierte Militärkoffer verpackt waren, beiseite zu schaffen. Wer freiwillig weiter arbeiten wollte, wurde darauf aufmerksam gemacht, daß er gefährdet sei, wenn in München bekannt werde, daß Sebottendorff ein Freikorps aufstelle.

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Gräfin Westarp, Johann Ott, Valentin Büchold erboten sich mit vielen andern unter Kf und Deby weiter zu arbeiten. Während so die letzten Dispositionen getroffen wurden, erschien der frühere Republikanische Schutzwehrmann Ritzler und teilte mit, daß Verhaftbefehl gegen Sebottendorff ergangen sei. Der Befehl könne bis 8 Uhr abends zurückgehalten werden, dann dürfte Sebottendorff weder in der Thule noch in der Wohnung zu finden sein.

Es war damit keine Zeit mehr für Sebottendorff länger in München zu bleiben, denn die Leute in Eching, in Treuchtlingen hingen von ihm ab. Noch einmal ermahnte er zur Vorsicht, riet, an verschiedenen Orten zu arbeiten, bat nochmals, die Koffer sofort zu sichern und ging fort. In der Pension Döring benachrichtigte er Frau Baronin Mikusch und Frl. Bierbaumer, daß sie gefährdet seien und bat sie, sofort alles zu packen, was sie für einige Tage benötigen und spätestens um 7 Uhr im Hotel “Deutscher Hof” zu sein, wo Zimmer reserviert seien.

Sebottendorff war im Hotel “Deutscher Hof” bekannt; er verständigte den alten Hausdiener Siegfried, daß er den Namen eines Bahnverwalters Kallenbach führe.

In der Nacht wurde das Hotel zweimal von Arbeiterwehr durchsucht; am Zimmer des Bahnverwalters Kallenbach ging man vorüber, doch wurden die beiden Damen visitiert. Frl. Bierbaumer gab sich als eine eben aus Ungarn angekommene Kommunistin aus und wurde in Ruhe gelassen, auch Baronin Mikusch wurde nicht weiter belästigt.

Da der Zug um 6 Uhr morgens abging und nach der letzten Visitation an Schlaf doch nicht mehr zu denken war, beschlossen die Drei, daß Sebottendorff versuchen sollte, mit seiner Handtasche und dem Gepäck der Damen nach dem Bahnhof zu kommen und daß die Damen nachfolgen sollten.

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Als er, in jeder Hand eine Tasche, die Treppen des Hotels herunter kam, sah er, daß das Vestibül besetzt war. Doch schon kam ihm der Hausdiener entgegen und sagte: “Ja mei, Herr Bahnverwalter, wollen Sie denn scho auf den Bahnhof?”
“Ja, Siegfried, i muß scho mit dem Zug fort, mei Schwiegermutter in Nürnberg ist so scho am Sterben und wann i net da bin, dann kriag i nix.”

“Scho recht, Herr Bahnverwalter, i komm scho mit.”

“Aber nicht doch, Siegfried, Sie ham doch Gäste.”

“Das sind keine Gäste nicht, das sind die Herren von der Arbeiterwehr, die suchen einen Sebottendorff.”

“A so, na dann wünsch ich Ihnen viel Glück, daß Sie den Kerl kriagn.”

Am Bahnhof war alles abgesperrt, die Posten ließen niemanden ohne Erlaubnis des Bahnhofkommandanten passieren. Während Sebottendorff mit dem Posten verhandelte und seinen Freifahrtschein vorwies kam ein Beamter, ein Fahrdienstleiter in die Halle. “Sie, Herr Kollege”, rief ihn Sebottendorff an, “kommens doch a mal her. Schauns, i muß heut nach Nürnberg, da ist mein Schein und der Posten will mi net durchlassen.”

“Ja, der Befehl gilt doch net für Bahnbeamte, geh laß den Herrn passieren, das ist ja ein Kollege.”

So gelangte Sebottendorff in die Halle, wo er die beiden Damen traf, die Fahrscheine erhalten hatten.

Der Zug war stark besetzt, sehr viele Rotgardisten fuhren nach Augsburg, im Abteil herrschte erregte Stimmung, alles war froh, daß es München verlassen konnte. Unter den Mitreisenden war der Schriftleiter der Münchener Neuesten Nachrichten, Dr. Hohenstätter, mit dem

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sich Sebottendorff bekanntmachte und mit dem er in Augsburg noch ein kleines Abenteuer erlebte. Der Zug ging nicht weiter, alles mußte in Augsburg aussteigen. Über diesen Ort hinaus wollten nur die vier Passagiere: Sebottendorff, der seinen Freifahrtschein als Bahnverwalter hatte, die beiden Damen und Dr. Hohenstätter. Der Beamte riet, man solle im Restaurant am Bahnhofplatz warten; wenn die Möglichkeit bestehe einen Zug abzulassen, werde er Bescheid senden.

Nach jener Episode im “Goldenen Lamm” war Augsburg für Sebottendorff ein besonders gefährliches Pflaster, er mußte damit rechnen, daß man auf ihn fahnde und daß die betreffenden Stellen in Augsburg bereits unterrichtet waren. Zum Glück dauerte es nicht lange, ein Beamter brachte die Nachricht, daß “die Preißen ihre Wagen wieder haben wollten” und daß ein Schnellzug in einigen Minuten abgelassen würde. Wenn die Damen mitfahren wollten und der andere Herr, müßten sie sich schnell eine Erlaubnis vom Bürgermeister verschaffen. Auch das gelang und im letzten Augenblick konnten die Drei den abfahrenden Zug gerade noch erreichen.

In Bamberg traf Sebottendorff mit Oberleutnant Kurz zusammen, Seiffertietz war ebenfalls dort und setzte sich dafür ein, daß der Ministerrat sofort zusammengerufen wurde und daß Sebottendorff noch am selben Abend seinen Bericht erstatten konnte. Hier wußte man noch nichts von der Schlacht bei Dachau und von der Flucht der Regierungstruppen. An diesem Abend wurde vom Ministerrat beschlossen, die Reichshilfe, das Freikorps Epp, herbeizurufen. Es war besonders Professor Stempfle, der sich sehr energisch für das Freikorps Epp einsetzte. Sebottendorff erhielt die gewünschte Bewilligung, die am 19. April 1919 vom Minister Schneppenhorst und vom Landessoldatenrat ausgefertigt wurde. Zu gleicher Zeit wurden

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ihm verschiedene andere Vollmachten gegeben; das III. Armeekorps in Nürnberg erhielt Anweisung, ihm jede Förderung zuteil werden zu lassen.

Durch einen Notar in Bamberg wurden sofort Abschriften genommen und an Hauptmann Römer eine Untervollmacht gesandt, ebenso wurden entsprechende Benachrichtigungen nach Regensburg, Würzburg und anderen Orten gesandt. Am 19. April kehrte dann Sebottendorff nach Nürnberg zurück und nahm im Hotel Fürstenhof Wohnung, wo er sein Hauptquartier einrichtete.

Es ist nun noch notwendig, über die Münchener Verhältnisse zu berichten, über Dinge, die leicht vergessen werden und die zeigen, was in Deutschland geschehen wäre, wenn der Bolschewismus gesiegt hätte. Schnell wird vergessen, welchem Terror und welchen Greueltaten damals München ausgesetzt war. Nirgends in Deutschland konnte sich eine Räteherrschaft so lange halten, nirgends so ins Leben eingreifen, wie gerade in München.

Wie schon einmal gesagt, bildete die Stadt mit einem größeren Landbezirk eine kommunistische Insel im Lande. Die Grenzen waren von Rotgardisten besetzt, die jeden Zu- und Weggang kontrollierten und zwar nicht allein von Reisenden, sondern auch von Waren.

Die Bauern der nicht unmittelbar von Roten besetzten Gebiete lieferten nichts mehr nach München, die Lebensmittelnot war unsagbar. Da wenig Milch in die Stadt kam, starben die Kinder in größerer Zahl. Einer Kommission, die sich bei Levine-Nissen beklagte, antwortete dieser: “Lassen Sie doch die Bürgerbälger verrecken, jedes Kind das so stirbt, ist ein Feind des Proletariats weniger.”

Unter dem Vorwande, nach Schmuggelwaren suchen zu müssen, drangen die Arbeiterwehren in die Häuser ein und nahmen mit, was

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sie fanden. Systematisch wurden Hospitäler, Krankenhäuser, Klöster ausgeplündert. Um die Meute auf ein Haus loszulassen, genügte die Behauptung daß dort gehamsterte Lebensmittel lägen.

Neben den Lebensmittekontrollen wurde die Bürgerschaft durch die dauernde Festnahme von Geiseln in Angst und Schrecken gehalten. Zwei Berichte über solche Vorfälle seien hier wiedergegeben. Unterm 23. April 1919 berichten die Münchner Neuesten Nachrichten:

Am Osterdienstag um 6 Uhr erschien ein Lastkraftwagen, der mit 10 bewaffneten Soldaten und Arbeitern besetzt war, am Bavariaring, um zur Festnahme von Geiseln zu schreiten. Sie drangen in verschiedene Häuser ein und erklärten insgesamt 13 Personen, darunter Gebrechliche und Greise für verhaftet. Die Festnahme erfolgte zum Teil in rohester Form. Einen Haftbefehl konnten die Leute nicht vorzeigen, nachträglich wies ein Soldat einen Streifen Papier vor, unterzeichnet vom Revolutionären Obmann des Bezirkes Westend des Inhalts: Der Vorzeiger ist ermächtigt, Geiseln zu festzunehmen.

Die Auswahl der Personen erfolgte anscheinend auf Grund eines alten Adreßbuches, denn auf der Liste stand auch ein Oberregierungsrat von Grundherr, der spätere Polizeipräsident, der im Jahre 1917 verstorben war. Unter den Verhafteten befand sich ein 68 Jahre alter Studienrat, ein nerven- und blasenkranker Privatier, ein Hauptmann a.D., ein protestantischer Geistlicher, ein Oberregierungsrat vom Verkehrsministerium. Dieser hatte einen Ausweis des Volksbeauftragten Paulukum, der ihn unter den Schutz der Räteregierung stellte, seine Festnahme untersagte. Die Antwort des Soldaten lautete kurz: “Den Schwindel kennen wir schon.”

Die Geiseln wurden bei 2 Grad Kälte auf einem offenen Lastwagen in die Guldeinschule befördert und dort im ungeheizten Turnsaale untergebracht. Um 10 Uhr vormittags wurden sie in die Polizeiwache in der Astallerstraße gebracht und dort in zwei Verbrecherzellen eingesperrt. Hatten sie sich auch nicht über die Behandlung selbst zu beklagen, so mußten sie doch wilde Drohungen über Erschießen,

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and-die-Wandstellen anhören. Ein Soldat erklärte, in München würden 1500 Geiseln festgenommen, die beim Anrücken der Regierungstruppen diesen entgegengeschickt würden. Am späten Nachmittag erfuhren die Geiseln die Anwesenheit eines Vollzugsratsmitgliedes. Durch Bestechung des Posten gelang es den Geiseln mit diesem zu sprechen. Dieser bezeichnete die Festnahme als Eigenmächtigkeit und seinem Einschreiten ist es zu verdanken, daß man am Abend die Geiseln wieder freiließ. Der letzte, der die Zelle verlassen durfte, war der protestantische Pfarrer. Gegen seine Freilassung hatte die Wache sich besonders gewehrt, wobei ein Soldat erklärte: “Sie sind von Beruf aus Geistlicher und die Räteregierung sieht in jedem Geistlichen einen gefährlichen Menschen, da das System der Kirche gegen die Räteregierung ist.” Um halb acht Uhr abends wurde jedoch auch der Pfarrer in Freitheit gesetzt.

Die Angabe der Soldaten, daß 1400 oder 1500 Geiseln erschossen werden sollten, bezieht sich auf ein Protokoll der Kommandantur, in dem der Antrag gestellt und mit 6 gegen 7 Stimmen abgelehnt wurde, daß Geiseln auf der Theresienwiese zusammengetrieben und mittels Maschinengewehren niedergeschossen werden sollten, wenn die Regierungstruppen vormarschierten.

Über eine Erinnerung an die Geiselverhaftungen berichtet ein Transrhenane in der Korpszeitung Nr. 2 des Jahres 1929:

“Unter den verschiedenen Regierungsformen, die München in jener Zeit über sich ergehen lassen mußte, gab es einen sogenannten Zentralrat, der sich in Unterorganisationen gliederte, in denen mehr oder weniger zweifelhafte Elemente sich zusammenfanden, um die Massen einem Leben in Schönheit und Würde entgegen zu führen und dabei selber ein wenig im Trüben zu fischen. Diese Herrschaften fühlten sich auf ihrem Throne nicht ganz sicher und hatten das Bedürfnis, sich gegen etwaige Angriffe zu sichern. Das geeignete Mittel hierzu

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schien ihnen Festnahme von Geiseln aus einflußreichen Kreisen zu sein.

Es war an einem Frühjahrsmorgen des Jahres 1919. Wir paar überalterten Aktiven mit dem Reifezeugnis zum a. H. in der Tasche, das wir nicht hervorziehen durften, saßen in der ‘Neuen Börse’, da kam vom Präsidenten des Präsidialen Korps die Meldung, wir sollten uns sofort zu einem a.v. S. C. einfinden. Was wir da erfuhren, war überraschend genug. Der Zentralrat hatte von den waffenführenden Studenten Münchens Geiseln gefordert…

Der Bauernrat hatte im Hotel ‘Bayerischer Hof’ eine Flucht der besten Zimmer inne, wo er auf Kosten der Allgemeinheit nicht gerade sehr bäuerlich lebte. Hier wurden wir vorgelassen und erfuhren, daß der Zentralrat unweigerlich auf seinem Standpunkt festhalte und die Gerüchte von einer bevorstehenden Aktion der Studentenschaft ihn zwinge zu den angekündigten Maßnahmen.”

Der Verfasser, Herr Max Schmitt, berichtet dann über die Verhandlungen und schildert seinen Gang nach Stadelheim, wo er vom späteren Polizeipräsidenten Pöhner empfangen wurde. Dieser sagte ihm, er könne nicht viel für die Geiseln tun, da er selber stramm unter Aufsicht stehe, was aber getan werden könne, solle geschehen. Der Berichterstatter kommt dann in die Zelle, wo er vier Kommilitonen vorfindet. Beim Abendbrot machte er die Bekanntschaft der anderen Geiseln:

“Man mußte es den Herren vom Zentralrat schon lassen, sie hatten bei der Auswahl dieser Geiseln Sinn und Verständnis für Qualität bewiesen. Man sah in der Tischrunde den kommandierenden General von F., den General von L., den Obersten K. von Kr., den Reichsrat von A., den fanatisch national denkenden Verlagsbuchhändler Lehmann und manch andere hochgestellte Persönlichkeit, deren Name mir im Lauf der Jahre entfallen ist. Diese Männer saßen bereits ununterbrochen seit 14 Tagen in Haft…”

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Wer denkt noch daran, daß Sontheimer in den Münchener Kindlsälen vor Tausenden von Schulkindern einen Lichtbildvortrag hielt, in dem er erklärte wie eine Empfängnis verhindert wird. Wer weiß noch, daß in allen Kommandanturen, in den Wachtstuben sich Frauen und Mädels schamlos herumtrieben und daß zum Beispiel in der Residenz die Kinder durch die Scheiben dem Treiben zusahen, dass Vernehmungen stattfanden, bei denen der Vernehmende sein Mädel auf dem Schoße hatte!

Anfang April 1919 war sehr viel Schnee gefallen, bis weit in die Ostern blieb der Schnee liegen, warum sollte er auch entfernt werden, es wurde ja doch jeden dritten Tag gestreikt.

Wer Plakate aufhob, die von Fliegern abgeworfen wurden, mußte zur Strafe in den Kasernen, Schulen und Wachstuben die Klosette reinigen.

Als das Geld zu Ende ging, wurden die Safes in den Banken ausgeräumt (s. Bilderteil S. 217, Abbildung unten rechts). Das Gold der Reichsbank und der Preußischen Botschaft konnte jedoch mit Hilfe des Kampfbundes nach Berlin gebracht werden, ebenso wie es dem Kampfbunde gelang, die in der Residenz lagernden Kisten vor dem Zugriff der Roten zu schützen.

Die Straßen wurden überhaupt nicht mehr gereinigt. – Ja, München war ein Saustall, bildlich und wirklich, geworden. Es war Zeit daß ausgenisted wurde.

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Auszug aus: Sebottendorff Rudolf Von – “Bevor Hitler Kam”-1933-267S.pdf

Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft-Feder-65S-1919

Gottfried Feder – Metapedia

Ehrt Adolf-Bewaffneter Aufstand_Kommunist. Umsturzversuch Deutschland_1933-92s-pdf

Wichtl Friedrich – Dr. Karl Kramarsch – Der Wahre Anstifter Des Weltkrieges 1918 78S

Wichtl Friedrich-Weltfreimaurerei 1919 212S

Feder-Der Staatsbankerott-1919-26s

Freimaurerei – Wichtl (1921 17 S.)

Freimaurer Morde – 1921 Wichtl

Der Kommende Steuerstreik-1922-107S

Das Neue Deutschland Und Die Judenfrage-1933-225S

Feder Gottfried-Kampf Gegen Die Hochfinanz 1935-384S

Gottfried Feder-Arbeitstätte-Wohnstätte-1939-111s

Gottfried_Feder_Die neue Stadt-1939-490s

Feder Gottfried-Das Programm Der NSDAP Und Seine Weltanschaulichen Grundgedanken 169. Auflage  1935_65S.

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