General Ludendorff und der Putsch am 9. November 1923-Fuegner

…Ein Schandmal aber bleibt dieser Tag auf immer für diejenigen, die durch Verrat an ihren Deutschen Brüdern und damit Verrat an der Deutschen Sache diese Wendung, den völkischen Wiederaufstieg aus jahrelanger Not, vereitelten. Wie die Urheber der Revolution vom 9. November 1918, so leisteten auch diese Verräter am gleichen Tage 1923 jenen Mächten Vorschub, die seit vielen Jahren hinter den Kulissen ihr teuflisches Speil trieben…

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Bei Kurt Fuegner

…Die Geschichte wird entscheiden! Jedenfalls hat  General Ludendorff in seinem Ringen für das Volk die an seiner Verelendung Schuldigen gefunden und kennt in seinem – wieder nur des Volkes wegen – leidenschaftlich geführten Kampfe gege die Volksverderber Juda und Rom und alle ihre Helfershelfer keine Schranken und keine Kompromisse.

Der völkische Ludendorff mußte daher – aus deutschem Herzen heraus – an die Seite derer treten, die den Kampf gegen die Volksverderber und für ein völkisches Deutschland führten. Umso zäher verteidigten die Volksverderber ihre mit List und Tücke errungene Stellung. Daß der von ihnen im November 1923 gege die völkische Bewegung geplante Todesstoß nicht gelang, ist in allererster Linie dem völkischen Ludendorff zu verdanken.

Am 9. im Nebelung (November) jährt sich in diesem Jahre zum zehnten Male der Tag, der solange ein Tropfen Deutschen Blutes noch glüht, als ein Ruhmestag in der Geschichte unseres Volkes verankert sein wird. Es ist der Tag, an dem nach Freiheit strebende Deutsche Männer durch München marschierten, um noch einmal ihr heiliges Sehen nach einem völkischen Deutshland zum Ausdruck zu bringen. Ein Ruhmestag für sie und für alle Deutschen, die damals des Volkes wegen eine Wendung erhofften!

Ein Schandmal aber bleibt dieser Tag auf immer für diejenigen, die durch Verrat an ihren Deutschen Brüdern und damit Verrat an der Deutschen Sache diese Wendung, den völkischen Wiederaufstieg aus jahrelanger Not, vereitelten. Wie die Urheber der Revolution vom 9. November 1918, so leisteten auch diese Verräter am gleichen Tage 1923 jenen Mächten Vorschub, die seit vielen Jahren hinter den Kulissen ihr teuflisches Speil trieben mit dem einzigen Ziele, unser Volk und Vaterland zu vernichten. Für alle Zeiten sehen auf dem Schuldkonto dieser Verräter die 16 Deutschen Männer, die auf ihren Befehl den mörderischen Kugeln Deutscher Volksgenossen zum Opfer gefallen sind. Diese Männer, würdig den helden des Weltkrieges, haben ihr Herzblut hingegeben im Glauben an die Wiedererstarkung unseres Volkes auf völkischer Grundlage und haben als Freiheitskämpfer die schlichten Worte verwirklicht, die am Abend vor ihrem Heldentode der in letzter Stunde herbeigerufene General Ludendorff zu ihnen und den übrigen Mitkämperfn gesprochen hatte:

„Es gibt für keinen deutschen Mann… ein Zaudern, es gibt nur Hingabe ohne Zaudern mit vollem Deutschen Herzen… Gehen wir nicht in Hurrastimmung, sonder mit tiefem, sittlichen Ernst und überzeugt von der ungeheueren Schwere unserer Aufgabe und durchdrungen von dem Verantwortungsgefühl gegeüber dem Volke an unsere Arbeit.“

Was den General bewog, „seinen Namen und seine Tatkraft der Bewegung zu schenken“, führte er als Angeklagter wegen Hochverrats vor dem Volksgericht in München im February 1924 aus:

“Meine Teilnahme an dem Unternehmen begann mit dem 21. Oktober. An diesem Tage wurde mir die Inpflichtnahme der bayerischen Truppen durch den bayerischen Staat bekannt (und zwar durch General v. Losfow – d. Verf.). Ich erblickte darin eine militärische Meuterei und einen schweren Bruch der Weimarischen Verfassung, auch wenn ich keinen Grund habe, sie zu verteidingen, und den Beginn einer Lockerung und Schwächung des Reiches… und damit die gewaltsame Durchsetzung gewisser Absichten (ausgehend von Vrom – d. Verf.), die ich seit langem mit schwerster Sorge verfolgte…”

Und später:

“Ich sah die Gefahren wieder ihr Haupt erheben, die ich vor dem 21. Oktober so hoch eingeschätzt hate. Darum entschloß ich mich, die völkische Bewegung zu retten, nicht der völkischen Bewegung zuliebe, sondern dem Vaterland zuliebe…”

Nicht aus Eigennutz, sondern nur aus Verantwortungsgefühl seinem Volke gegenüber wollte der völkische Ludendorf die völkische Bewegung retten. Deshalb konnte seine Losung an seine Mitkämpfer auch gar nicht anders lauten als so, wie er sie in den ernsten Stunden des 8. November herausgegeben. Aber er fand damals nicht nur diese Worte, sondern bewies am nächsten Tage seine Hingabe für die Sache mit vollem Deutschen Herzen als Führer durch die Tat, beispielgebend für alle, die ihm folgten und an ihn glaubten.

Die Ereignisse an diesem 9. November 1923 verdienen, da sie mehr oder weniger in Vergessenheit geraten sind, in der Erinnerung aufgefrscht zu werden. Nur so ist eine wirkliche Erinnerungsfeier dieses Tages überhaupt möglich. Deshalb sollen hier als Kronzeugen einige der Beteiligten selbst zu worte kommen.

Über das, was sich ereignete, nachdem sich die Männer, denen sowohl Hitler als auch Ludendorff unbedingt vertrauten, als Verräter entpuppt hatten, machte Adolf Hitler als Hauptangeklager vor dem Volkdsgericht folgende Ausführungen:

“Auch am frühen Morgen erhielten wir keine Nachricht, die uns positive Klarheit brachte. Nicht einmal bismittags 12 Uhr wurde uns eine Mitteilung gebracht. Es gab nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Sache über Müchen hinauszutragen oder in München zu bleiben und uns nochmal an die öffentliche Meinung zu wenden. Bei dem Hinaustragen und einem etwaigen Ausweichen nach Rosenheim wäre der Kampf unausbleiblich gewesen, wir mußten auch befürchten, daß die Leute von uns, die doch essen mußten, geplündert hätten. Ludendorff sagte deshalb selbst: Wir gehen in die Stadt, um die öffentliche Meinung zu gewinnen, zu sehen, wie die öffentliche Meinung reagiert udn wie dann die herren Kahr, Lofsow und Seiffer auf die öfentliche Meinung reagieren. Denn diese konnten nicht so unvernünftig sein, gegen das aufbäumende Volk mit Maschinengewehren vorzugehen.
So wurde der Marsch in die Stadt beschlossen. Wir traten an die Spitze… Man machte mich darauf aufmerksam, ich sollte Ludendorf verständigen, daß vielleicht auf uns geschossen wird. Ich tat das, aber Ludendorff antwortete nur: “Wir maschieren.””

In dieser klaren Entscheidung General Ludendorffs im Angesicht der bevorstehenden Gefahr “Wir maschieren!” drückt sich der volle Einsatz des Führers für die als richtig erkannte Sache aus. Es spricht aus diesen beiden Worten aber auch der Frontkämpfer, der bereit ist, an der Spitze derer, die ihm folgen, sein eigenes Leben einzusetzen, um dadurch die Idee zu erhalten. General Ludendorff wollte, wie Oberstleutnant a. D. Kriebel als Angekalger vor dem Volkdsgericht aussagte, durch diesen Marsch durch München, bei dem an einen Kampf selbstverständlich nicht gedacht war,

”verhindern, daß der unglaublaiche Fall eintrete, daß von den staatlichen Machtfaktoren, der Reichswehr und der Landespolizei, gegen die nationalen Verbände geschossen werde, die mit ihnen Hand in Hand gegangen sind.”

Der General schätzte die Gefahr durchaus nicht gering ein, wenn er sich auch klar darüber war, daß sie bei einem etwaigen Ausweichen nach Rosenheim noch wesentlich ernster war. Der Soldat kannte kein Zaudern. Wie menschlich er jedoch auf der anderen Seite empfand, geht daraus hervor, daß er seinen Stiefsohn Pernet, der mitmarschieren wollte, nah Haus zu seiner Mutter schickte, wohl daran denkend, daß im gegebenen Falle der Verlust des Gatten für sie genüge. –

Über den Marsch selbst sagte Overstleutnant Kriebel:

“In der Mitte marschierte Ludendorff, links Hitler, links von diesem ich, rechts von Ludendorff Dr. Weber und die anderen Führer…
Auf dem Marienplatz wurden wir mit großem Jubel begrüßt, eine weitere Menge schloß sich an, und der Zug marschierte dann entgegen meinem Vorschlag zur Weinstraße weiter. Ich dachte mir, wenn Ludendorff dorthin marschiert, marschiere ich mit, damit – sollte es zu einem Zusammenstoß kommen, – Ludendorff nicht allein das Opfer sei. Eine Gruppe von Freunden verläßt sich in einem solchen Falle nicht. Wenn sich der Fall wiederholen sollte, wären wir alle wieder auf der Seite Ludendorffs, auch wenn wir es mit unserem Leben bezahlten müßten.”

Die weiteren Ereignisse schilderte Adolf Hitler:

“Bei der Residenz wruden wir durch einen stärkeren Polizeikordon aufgehalten. Wir waren in Zivil und von uns hatte keienr eine Pistole in der Hand. Da fiel ein Karabinerschuß und gleich darauf eine Salve. Scheubner stürzte und riß mich mit, ich hatte das Gefühl, als hätte ich einen Steckschuß. Ich versuchte, mich wieder aufzuraffen. Die Schießerei hörte dann auf. Ich sah um mich nichts als Tote. Am Boden lag ein großer Herr mit schwarzem Mantel, ganz blutüberströmt, und ich hatte die Üverzeugung, es sei Ludendorff. Erst später erfuhr ich daß Ludendorff lebte.”

Mit tiefster Entrüstung erwähnte Oberstleutnant Kriebel vor dem Volksgericht noch, was auch nicht vergessen werden soll:

“Ich kann unter Beweis stellen, daß damals, als es hieß, daß Ludendorff an der Spitze des Zuges gegen die schießende Landespolizei marschierte und gefallen sei, was Gott sei Dank flasch wdar, ein Hauptmann Rüdel im Wehrkreiskommando die unerhörte Äußerung getan hat: Das ist die beste Lösung.”

Der Vergessenheit entrissen soll aber auch werden, was General Ludendorff weiter vor dem Volksgericht ausführte. Zunächst gab er, von dem Obstln. Kriebel noch feststellte, daß er “aus diesem Sumpf von Lug und Betrug und Wortbruch ewig herausrage”, den Verrätern der Deutschen Sache für ihr heimtückisches Spiel die richtige Quittung:

“Ich möchte hier in aller Ruhe die traurige Feststellung machen, – es hat mir wehe getan und tut mir heute noch weh, daß Deutsche Offiziere mir ihr Wort und ihren Handschlag gebrochen haben.”–

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Hier weiter auf Seite 18:

Fuegner, Kurt – General Ludendorff im Feuer vor Luettich_Feldherrnhalle_Muenchen (1933, 28 S., Scan, Fraktur)

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