Zivile Opfer Nach Dem Krieg

„Ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten.” F. D. Roosevelt am 19. August 1944

 

Residential Castle Dresden, Schlossstrasse

12. Zivile Opfer nach dem Krieg

Je nach Quellenangabe kamen während des Kriegs 2 bis 4 Millionen deutsche Zivilisten ums Leben. Sie waren vor allem die Opfer alliierter Bombenangriffe auf deutsche Städte. Diese Zahl wird von den Toten nach dem Krieg weit übertroffen. Ich  stelle meinen Ausführungen eine weitere Zahl voran: 10.000.000 (zehn Millionen). Wie man sehen wird, ist diese Zahl eher zu niedrig. Und diese Zahl kann nicht den Einzelschicksalen gerecht werden. Ich beginne mit Toten, die direkt in den Besatzungszonen gestorben sind. Dazu müssen wir uns zunächst über die allgemeine Situation in den Besatzungszonen klarwerden.

Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus deutscher Produktion war nicht möglich. Das hatte mehrere Gründe. Die „Kornkammern” in den östlichen Gebieten Deutschlands standen zur Versorgung Deutschlands nicht mehr zur Verfügung. Die landwirtschaftlichen Flächen in den Besatzungszonen reichten nicht aus, um eine Versorgung der deutschen Bevölkerung zu ermöglichen. Die Produktion von Düngemitteln wurde von den Westalliierten bis auf ein Minimum verboten. Düngemittel könnten zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden, war das oberflächliche Argument. Es standen nicht genug Arbeitskräfte zur Verfügung, die die sowieso knappen Ernten hätten einbringen können. Mehr als fünf Millionen Männer waren in den Lagern der Westalliierten zur Untätigkeit verurteilt, anstatt helfen zu dürfen, die Not in Deutschland zu lindern. Dazu kam ein ständiger Zustrom von Flüchtlingen, der das Nahrungsproblem verschärfte. Das war den Westalliierten bekannt.

Eine einfache Rechnung offenbart, was man dem „Großen Volksatlas” von Velhagen und Klasings, Ausgabe 1941 für 1937, entnehmen kann: Im deutschen Reich lebten 88 Mio Volksdeutsche. Dieser Atlas ist in mehrfacher Hinsicht interessant und sehr genau. 1950 ergab die von den Alliierten angeordnete Volkszählung eine Einwohnerzahl für alle vier Besatzungszonen von 68,2 Mio. Diese Volkszählung sowie auch die Volkszählung von 1946 zeichneten

9  Peter Grase, Gentleman Spy. The Ljfe of Alton Dulles, Boston-New York, 1994

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sich durch große Genauigkeit aus und ihre Ergebnisse sind unbestritten. Aus diesen beiden Zahlen ergibt sich: Das deutsche Volk ist zwischen 1937 und 1950 um 19,8 Mio geschrumpft. Um die Verluste nach 1945 zu ermitteln, muss man davon etwa 6 Mio Kriegstote abziehen, die bis 1945 ums Leben kamen. Bleibt ein Minus von 13,8 Mio. Wegen der Ausgliederung Österreichs müssen noch einmal etwa 6,8 Mio abgezogen werden. 0,6 Mio sind offiziell ausgewandert. Bleiben 6,4 Mio. Beachten muss man, dass in den 88 Mio keine Juden enthalten sind. Diese wurden im „Großen Volksatlas” nicht unter Volksdeutschen geführt. Dem entsprechend dürfen ihre Verluste auch nicht mit eingerechnet werden. Hinzufügen muss man allerdings das natürliche Bevölkerungswachstum. Das war in den Jahren von 1937 bis 1945 überdurchschnittlich hoch in Deutschland. Schätzungen gehen von 0,5 bis 1,0 Mio pro Jahr aus. Selbst in den Hungerjahren 1945 bis 1950 gab es einen Ge- burtenüberschuss von 1 Mio. So müssen zu den 6,4 Mio nach mittleren Schätzungen noch 7 Mio addiert werden. Das ergibt einen Fehlbestand von etwa 13,4 Mio für das Jahr 1950. Mit anderen Worten: Zwischen 1945 und 1950 sind 13,4 Mio Deutsche „verschwunden”. Sie sind einem unnatürlichen, vorzeitigen Tod zum Opfer gefallen.

Das Ergebnis dieser Rechnung mit unzweifelhaften Zahlen entspricht den Ergebnissen der ausführlichen Recherchen von James Bacque. Er ermittelt diese Zahl auf andere Weise. Seine Rechnungen gehen von den Zahlen aus, die er aus den Archiven der Alliierten entnommen hat. James Bacque wägt sehr sorgfältig die verschiedenen Quellen gegeneinander ab und kommt zu dem Ergebnis, dass im Mindestfall von 9,3 Mio, und im Höchstfall von 13,7 Mio toten Deutschen auszugehen ist.

Die Volkszählung im Oktober 1946 ergab für alle vier Besatzungszonen eine Bevölkerungszahl von 65 Mio Deutschen. Von dieser Zahl ausgehend, muss man bis 1950 addieren: Heimkehrer 2,6 Mio. Geburten 4,2 Mio. Zuwanderung von Vertriebenen 6 Mio. Ergibt 77,8 Mio. Abzuziehen sind: Aus- wanderer 0,6 Mio. Verstorbene 3,2 Mio. Ergibt einen Sollbestand von 74 Mio für 1950. Das sind die offiziellen Zahlen der Westalliierten. Diese Zahlen bezüglich der Sterbefälle garantieren den Westalliierten ein lupenreines Zeugnis der Menschlichkeit. Liegt die Sterberate doch gerade mal bei 12,3 Promille, was einer völlig normalen Rate in Friedenszeiten entspricht. Die Sache hat einen Haken: Die Volkszählung 1950. Diese ergab 68,2 Mio. Das ist akkurat ermittelt worden und steht außer Zweifel. 5,8 Mio Deutsche sind verschwunden zwischen 1946 und 1950. Auch James Bacque lässt keinen Zweifel an der Richtigkeit dieser Zahl zu. Was steckt dahinter?

5,8 Mio Deutsche sind zwischen 1946 und 1950 verhungert oder wegen sonstiger Mangelversorgung gestorben, zusätzlich zu den registrierten 3,2 Mio. Dazu kommen noch die Toten, die zwischen August 1945, hier trat das Potsdamer Abkommen in Kraft, und Oktober 1946, der Zeitpunkt der ersten Volkszählung, zu beklagen waren. Hier gehen Schätzungen davon aus, dass zusätzlich zu den registrierten 1,1 Mio noch weitere 0,8 Mio Deutsche gestorben sind. Zusammen sind das 6,6 Mio Tote, die die Alliierten zu verantworten haben. Die Statistiken der Alliierten können hier nicht die Wahrheit sagen. Die Wahrheit würde die ganze unmenschliche Grausamkeit der Alliierten offenbaren, mit der sie die Deutschen „bestraft” haben. Deswegen haben sie 6,6 Mio Tote einfach „vergessen”. Der Akribie der Nachforschungen von James Bacque ist es zu verdanken, dass diese Toten dennoch aus den verstreuten Aufzeichnungen der Alliierten nachgewiesen werden können. Alle Toten gerechnet, ergibt sich eine Sterberate von 34,6 Promille pro Jahr. Die Ungeheuerlichkeit dieser Zahl kann nur richtig erkannt werden, wenn sie in Relation mit der Normalität gestellt wird. Sie ist dreimal so hoch wie in zivilisierten Ländern üblich. Sie ist vergleichbar mit der Sterberate im afrikanischen Biafra, die in der ganzen Welt Entsetzen und Hilfsaktionen ausgelöst hat.

Der Tod durch Mangelversorgung in Deutschland hatte Methode und war von höchster Stelle befohlen. In Deutschland wurden von den Westalliierten Lebensmittelvorräte vernichtet, um einen unkontrollierten Zugriff der deutschen  Bevölkerung  zu  verhindern.  Für  die  deutsche  Bevölkerung  wurden  strenge  Rationierungen  für Lebensmittel festgelegt. Diese waren definiert in „cpd”. (calories per day, Kalorien pro Tag) Ein erwachsener deutscher Normalverbraucher sollte 1.550 cpd erhalten. Es war auch damals bekannt, dass das Minimum 2.500 bis 3.000 cpd sind, um einen durchschnittlichen Menschen in gesundem Zustand am Leben erhalten zu können. Die Realität in Deutschland nach dem Krieg war aber, dass die 1550 cpd nur in Ausnahmefällen erreicht wurden. So reduzierten die Franzosen in ihrer Zone die Rationen lange Zeit auf 1.400 cpd, manchmal bis auf 450. Das war im Winter 1947. In der britischen Zone lagen die Lebensmittelrationen im Winter 1946/47 sechs Monate lang bei nur 1000 cpd. Dieser Zustand dauerte einige Jahre und hatte Wirkung. Captain Albert R. Behnke, damals Arzt

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im Medical Corps der US Navy, hielt seine Untersuchungen an der deutschen Bevölkerung fest: „In der Altersgruppe der 20 bis 39-jährigen Deutschen betrug das durchschnittliche Körpergewicht im Januar 1946 62,2 kg. … und im Dezember 1947 59,9 kg. Das normale Durchschnittsgewicht für Männer dieser Altersgruppe beträgt 69,9 kg.”

Zum Vergleich noch eine andere Zahl: Für die Holländer im von Deutschland besetzten Holland waren von den Deutschen 1943 1775 cpd vorgesehen. Für Deutschland war es problematisch, die Holländer und auch die Belgier mit Lebensmitteln zu versorgen. Traditionell bezogen beide Länder ihre Nahrungsmittel zu großen Teilen aus Übersee. Diese Lieferungen bleiben jetzt aus. Also mussten die Deutschen von ihren knappen Vorräten an die Holländer abgeben. In England und Amerika wurde dieses Problem durchaus erkannt. Es gab mehrere Initiativen, Holland und Belgien mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Besonders Herbert Hoover hat sich auch in diesem Fall hervorgetan, wie er es auch   später im Fall von Deutschland getan hat. Alle diese Initiativen scheiterten am Widerstand von Churchill und Roo-sevelt, die sich hier persönlich einbrachten. Ihre Argumentation war, dass Lieferungen von Lebensmitteln an Holland oder Belgien die Versorgungslage in Deutschland entlasten würde. Das war nicht gewünscht. Lieber ließ man die Holländer und Belgier hungern.

Die von Churchill und Roosevelt beschworene Gefahr, dass die Deutschen die Lebensrnittel für sich beschlagnahmen würden, bestand nicht. Herbert Hoover hatte von den Deutschen das Zugeständnis erhalten, dass die Lebensmittel unter Aufsicht des IKRK (Internationales Komitee des Roten Kreuzes) verteilt werden und dass Deutschland noch einmal die gleiche Menge aus eigenen Beständen drauflegen würde. Vor kurzem wurde ein geheimes diplomatisches Telegramm vom Februar 1941, gez. Albrecht, an die Deutsche Botschaft in Moskau gefunden, das beweist, dass es Deutschland mit der Hungerhilfe für Holland und Belgien ernst meinte. Darin wird die Botschaft routinemäßig in Kenntnis gesetzt, dass der Hoover Plan zur „Hungerhilfe für Belgien von der Reichsregierung gründlich studiert und… genehmigt worden ist.” Weiter, so heißt es in dem Telegramm, „wurde zugesichert, dass weder die in dem Plan angekündigten Lebensmittel aus dem Ausland noch die in ähnlicher Weise in Belgien selbst aufgebrachten Lebensmittel für Zwecke der Besatzungsmacht (Deutschland) in Belgien requiriert werden würden.” Mit offensichtlichem Stolz folgt ein Hinweis auf die „bereits erfolgreich gelieferten beträchtlichen Mengen an Kartoffeln und Getreide aus Deutschland, die unter Kriegs-bedingungen ein um so größeres Entgegenkommen bedeuten.”30 Deutschland hatte hier also bereits seinen Anteil als Vorleistung getätigt, um die Not zu lindern.

Die Hilfslieferungen Hoovers durften dennoch nicht angelandet werden, wegen eines direkten Verbots durch Churchill und Roosevelt. Bereits hier wurde von Churchill und Roosevelt Politik mit dem Hunger von Menschen betrieben. Der Verdacht, dass der Hass der Holländer und Belgier auf die Deutschen durch ihren Hunger verstärkt werden sollte, ist nicht von der Hand zu weisen. Im Fall der englischen kriegsgefangenen Soldaten in Deutschland galten diese Bedenken nämlich nicht. Die englischen Soldaten erhielten großzügige Versorgungspakete aus England, die in der Regel auch ihre Adressaten  erreichten.  So  wurden  die  englischen  Kriegsgefangenen  in  Deutschland  von  neutralen  Beobachtern  als „wohlgenährt” und reichlich mit Zigaretten versorgt beschrieben. Die ganze Perversität der alliierten Handlungsweise gipfelt in der Verurteilung von Arthur Seyß-lnquart. Er war der Reichskommissarfür Holland. Seyß-lnquart ließ den ungehinderten Überflug alliierter Lufttransporte über Holland zu, um die ärgste Not der Holländer im Frühjahr 1945 lindern zu können. Dennoch wurde Seyß-lnquart, der schon die Übereinkunft mit Herbert Hoover zur Versorgung der Holländer zu Stande gebracht hatte, in Nürnberg gehenkt.

In Schleswig-Holstein und an der gesamten Nordseeküste verhängten die Engländer ein Auslaufverbot über alle Fischerboote. Hin und wieder sprengten sie auch schon mal eines in die Luft. Damit fehlte ein wichtiger Bestandteil für die Ernährung der Bevölkerung. Diese Maßnahme war willkürlich und durch nichts zu begründen. Außer durch den Vorsatz, die deutsche Bevölkerung Hunger leiden zu lassen. Dass das vorsätzlich geschah, steht außer Frage. Es gab zu dieser Zeit keine Knappheit an Lebensmitteln in der Welt, obwohl das den Deutschen anders dargestellt wurde. Es gab auch genügend Transportkapazität, um die Lebensmittel nach Deutschland zu bringen. Es war wiederum Churchill und diesmal Truman, die ihr ganzes Gewicht in die Waagschale warfen, um eine ausreichende Versorgung der deutschen Bevölkerung zu verhindern. Und es bedurfte ihres massiven Einsatzes. Viele Menschen hatten die Not in Deutschland erkannt und wollten Abhilfe schaffen. Unter anderen wieder Herbert Hoover, der sich einen Ehrenplatz in der Geschichte verdient hat, für seinen Einsatz für die Menschlichkeit. Aber auch 30 Diplogerma Multex, Berlin an Moskau, 27.2.1941 FYI, gefunden in Murphy Papers, Box 69, HA

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hochrangige Militärs schickten Mahnungen und Appelle an ihre Regierungen, die darauf drängten, die Zustände in Deutschland zu verbessern, die für sie so offensichtlich katastrophal waren. In einigen Gegenden Deutschlands sind Kindersterblichkeitsraten von 65 Prozent für das Jahr 1947 belegt.

Die Politik der Aushungerung Deutschlands hat etwa sechs Millionen Deutsche das Leben gekostet. Darüber wird geschwiegen. Ich denke, es wäre zu einfach, nur Rache als Motiv für diese Politik anzunehmen. Erstens würde das der moralischen Integrität der Akteure ein ganz schlechtes Zeugnis ausstellen. Zum anderen sind noch ganz andere Beweggründe denkbar. Es gab in Europa immer noch zu viele Deutsche. Obwohl die Größe des Lan des erheblich geschrumpft war, waren die Deutschen immer noch die zahlenmäßig größte Gruppe in Europa. Jede weitere Verkleinerung dieser Gruppe würde die Gefahr, die England durch Deutschland für seine gewünschte Vormachtstellung in Europa sah, vermindern. Während dieses Zeitraums, 1945 bis 1949, war nur schwer abzusehen, wohin sich die Ent- wicklung in Europa steuern lassen würde. Völlig unberechenbar war das Verhalten der UdSSR. Die UdSSR wünschte ein vereintes, souveränes Deutschland. Das hatte sie in Potsdam schon deutlich gemacht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein solches Deutschland eher nach Russland als nach Westen orientieren würde, stand im Raum.

Russland brauchte Deutschland als Puffer und als Verbündeten gegen die Westalliierten, und als Technologiequelle. Es bestand die reale Gefahr, dass Deutschland unter der Hegemonie Russlands wieder auferstehen würde. Manchmal wird die Meinung vertreten, dass Dresden nur deshalb zerstört wurde, weil Churchill den Besitz einer so schönen Stadt Stalin nicht gönnen wollte. So abwegig diese These auch erscheinen mag, ist sie doch eine mögliche Begründung für diese sonst völlig sinnlose Tat. Folgt man diesen Gedankengängen etwas weiter, so könnte man darüber spekulieren, dass der deutsche Kuchen vorsichtshalber so weit wie möglich verkleinert werden sollte. Bevor ihn sich die Russen einverleiben könnten und ohne dass man so offensichtlich handelte, dass dem Rest der Welt klarwerden könnte, was da tatsächlich passiert. Es war übrigens das zweite Mal, dass Churchill die sinnlose und völkerrechtswidrige Zerstörung von „Dresden” anordnete.

1914 war Churchill Marineminister und damit Oberbefehlshaber der englischen Marine. Nachdem im August 1914 die englische Marine in der Schlacht von Coronel im Pazifik gegen die deutsche Marine ihre erste vernichtende Niederlage seit 150 Jahren hatte einstecken müssen, war sein oberstes Ziel Rache für diese Schmach. Churchill entsandte einen gewaltigen Schiffsverband zu den Falklands, um die siegreichen deutschen Schiffe zu vernichten. Beinahe wäre es zu einem erneuten deutschen Triumph gekommen, als die englischen Schiffe im Hafen der Falklands zum Bunkern lagen. Die anlaufenden deutschen Schiffe hätten die bewegungsunfähigen englischen Schiffe im Hafen zusammenschießen können. Das ritterliche Ethos der deutschen Admiralität bedingte aber, dass die deutsche Flotte diesen Vorteil nicht wahr- nahm und anschließend von der englischen Übermacht vernichtet wurde. Nur die Dresden konnte entkommen, weil sie damals das schnellste Schlachtschiff ihrer Zeit war. Die Dresden flüchtete und versteckte sich in Patagonien. Auf ihrer weiteren Flucht suchte sie Schutz in einer Bucht der chilenischen Insel „Robinson Crusoe Island”. Dort lag sie mit beschädigter Maschine, als sie von der englischen Flotte entdeckt wurde. Die Dresden war sich ihrer aussichtslosen Lage bewusst und signalisierte ihre Kapitulation, indem sie alle ihre Geschütze auf Land ausrichtete. Sie präsentierte sich offensichtlich wehrlos. Churchill hatte aber den Befehl ausgegeben, die Dresden unter allen Umständen zu vernichten. So kam es dazu, dass die englischen Schiffe ein Tontaubenschießen auf die Dresden veranstalteten, die keinerlei Gegenwehr leistete. Die Engländer schössen alles zusammen, inklusive der Rettungsboote, in denen die deutschen Seeleute versuchten, ihr Leben zu retten. Ein Großteil der deutschen Seeleute fand den Tod. Die Verantwortung für diesen Mord an den deutschen Seeleuten der Dresden, die bereits ihre Kapitulation deutlich gezeigt hatte, liegt bei Churchill. In diesem Zusammenhang sollte nicht unbeachtet bleiben, was Churchill selbst über seine moralische Haltung bekanntgegeben hat: seinem Werk, „Nach dem Krieg”, das er 1928 veröffentlicht hat, kann folgender Satz entnommen werden:

Es eröffneten sich Luftwege, auf denen Tod und Schrecken weit hinter die eigentlichen Frontlinien getragen werden konnten, so dass auch Frauen, Kinder, Greise und Kranke, die in früheren Kriegen natürlicherweise verschont blieben, davon erfasst wurden. Zweimal „Dresden” unter der direkten Verantwortung Churchills sollte zu denken geben, inwieweit das politische Handeln Churchills von Hass und Rache gegen Deutschland geprägt war.

Die Sicherung der Beute durch die Westalliierten erfolgte sofort nach Kriegsende. Alle Wissenschaftler mit Rang und Namen wurden zusammen

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gesucht und interniert. Im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung wurden sie bestens versorgt. Die Angebote, in Zukunft für die USA zu arbeiten, waren nicht abhängig von irgendwelchen Parteizugehörigkeiten. Das größte Potenzial Deutschlands aber sind seine bestens ausgebildeten Facharbeiter. Kein Land der Welt hatte etwas Vergleichbares zu bieten. Dieses Potential musste weiter verkleinert werden, um die Gefahr des Wiedererstarkens Deutschlands zu minimieren. So ließ man zwei Millionen Soldaten, die meisten ausgebildete Facharbeiter, zu Tode kommen. Und weitere sechs Millionen wurden Opfer der Mangelernährung.

Dass acht Millionen Tote von den Westalliierten verursacht wurden, steht außer Zweifel. In wieweit das Verhalten der Westalliierten auch zu den Millionen toten Vertriebenen beigetragen hat, lasse ich noch dahingestellt. Doch nun zur Rolle der Juden bei diesen Vorgängen. Es wäre denkbar und wird auch manchmal so dargestellt, dass die Juden als Rache für ihre ermordeten Brüder und Schwestern an diesen Vorgängen maßgeblich beteiligt gewesen wären. Dem ist nicht so. Abgesehen von Henry Morgenthau und wenigen anderen, haben Juden bei der Aushungerung Deutschlands keine Rolle gespielt. Im Gegenteil. Etliche jüdische Organisationen haben sich den Dank der Deutschen verdient und Hilfsaktionen für die Not leidende deutsche Bevölkerung durchgeführt. Nicht nur das. Viele prominente Juden in England und den USA haben ihre Stimme erhoben und gegen die unmenschlichen Zustände in Deutschland protestiert.

Quelle: An die Quelle oder Name dieses Buches kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

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