Die Erb-Suendenlehre und Germanen

…Von Kleinasien gelangte dieser Jesus Kristus nach Palästina, wurde lebhaft aufgegriffen, mit dem jüdischen Messiasgedanken verbunden, und schließlich auf die Persönlichkeit Jesu übertragen. Diesem wurden neben seinen eigenen predigten die Worte und Lehren der vorderasiatischen Propheten in den Mund gelegt und zwar in der Form einer paradoxen Überbietung altarischer Forderungen…

 

The Fall

Quelle: Querdenken TV

 

http://quer-denken.tv/index.php/bibliothek/1496-mysterienzyklus-der-verbotene-baum-im-garten-eden-die-schlange-gott-und-gut-und-boese

 

…In dieses rasselose wüste Rom kam das Christentum. Es brachte einen Begriff mit sich, der in erster Linie seinen

[71] Die Erb-Sündenlehre

Sieg verständlich macht: die Lehre von der Sündigkeit der Welt und damit zusammenhängend die Predigt der Gnade. Einem Volk mit ungebrochenem Rassencharakter wäre die Erb- Sündenlehre eine Unverständlichkeit gewesen, denn in einer solchen Nation lebt das sichere Vertrauen zu sich selbst und zu seinem als Schicksal empfundenen Willen. Homers Helden kennen die “Sünde” ebenso wenig wie die alten Inder und die Germanen des Tacitus und der Dietrichssage.

Dagegen ist das dauernde Sündengefühl eine Begleiterscheinung physischer Bastardierung. Die Rassenschande zeugt vielspältige Charaktere, Richtungslosigkeit des Denkens und Handelns, innere Unsicherheit, das Empfinden, als sei dies ganze Dasein der “Sünde Sold” und nicht eine geheimnisvoll notwendige Aufgabe der Selbstgestaltung. Dieses Gefühl der Verworfenheit aber ruft die Sehnsucht nach einer Gnade notwendig hervor, als einzige Hoffnung der Erlösung vom blutschänderischen Dasein. Es war darum selbstverständlich, daß unter gegebenen Umständen alles, was noch in Rom Charakter besaß, sich gegen das auftretende Christentum wehrte, um so mehr, als dieses neben der religiösen Lehre eine durchaus proletarische-nihilistische politische Strömung. Die übertrieben blutig geschilderten Christenverfolgungen waren im übrigen nicht, wie es die Kirchengeschichten darstellen, Gesinnungsknechtungen (das Forum war frei für alle Götter), sondern Unterdrückung einer politischen als Staatsgefährlich beurteilten Erscheinung. Lehrkonzile, Inquisition, und Scheiterhaufen zwecks Seelenvernichtung einzuführen, blieb der Kirche in ihrer paulinisch-augustinischen Form vorbehalten. Die klassisch-nordische Antike kannte derlei nicht und die germanische Welt hat sich gleichfalls stets gegen dieses syrische Wesen empört.  Das kirchliche Christentum hat namentlich Diokletian in das Zentrum seiner Angriffe gestellt. Dieser

[72] Der mißdeutete Diokletian

Herrscher war zwar niederer Herkunft, aber vermutlich germanischer Mischling (von weißer Körperhaut, blauäugig), ein persönlich makelloser Mann, der Mark Aurel verehrte und ein vorbildliches Familienleben führte. In allen Staatlichen Maßnahmen zeigte sich Diokletian sehr zurückhaltend und als Feind jedes unnützen Zwanges gegenüber den Bürgern seines Reiches, als ein Mann religiöser Duldsamkeit, der nur gegen die ägyptischen Bauchredner, Wahrsager und Zauberer vorzugehen befahl. Kaiser Gallienus hatte den christlichen Kult (259) anerkannt, christliche Bauten konnten anstandslos aufgeführt werden; was aber eine organische Entwicklung störte, war in erster Linie das Gezänk der miteinander konkurrierenden Bischöfe. Diokletian erließ seinen christlichen Soldaten jede Beteiligung an den heidnischen Opfern und forderte lediglich politische und militärische Disziplin. Gerade auf diesem Gebiet aber wurde er von den Führern der afrikanischen Kirche herausgefordert, so daß Rekruten sich mit Berufung auf das Christentum weigerten, ihren Dienst zu tun. Trotz freundlicher Ermahnungen rebellierte ein antiker Pazifist, bis er schließlich wegen Meuterei hingerichtet werden mußte. Diese bedrohlichen Anzeichen veranlaßten nunmehr Diokletian, die Beteiligung auch aller Christen an staatlich-religiösen Zeremonien zu fordern; Christen aber, die nicht mittaten, verfolgte er immer noch nicht, sondern erteilte ihnen nur den Abschied aus dem Heeresdienst. Dies hatte eine hemmungslose Beschimpfung durch die “Christen” zur Folge, deren sektenhafte Zerrissenheit und gegenseitige Bekämpfung auch in anderer Weise das ganze bürgerliche Leben bedrohte. Der Staat griff dann endlich zwecks Selbstverwaltung zur Abwehr — ähnlich wie heute Deutschland, will es nicht ganz untergehen, die pazifistische Bewegung ausrotten muß. Aber auch hier verhängte Diokletian bei Widerspenstigen nicht die Todesstrafe — wie er es im

[73] Der fromme Julian

Falle des kaufmännischen Betruges angeordnet hatte — sondern die Versetzung in den Sklavenstand. Die Antwort war Aufruhr, Brandstiftung im Palast des Kaisers. Herausforderungen der bisher unbehelligt gebliebenen, deshalb anmaßend gewordenen Christengemeinden aus dem ganzen Reich folgten eine nach der andern. Die darauf einsetzenden “furchtbaren Christenverfolgungen” des “Ungeheuers Diokletian” betrugen — neun hingerichtete, aufrührerische Bischöfe und in der Provinz des heftigsten Widerstandes, Palästina, ganze 80 ausgeführte Todesurteile. Der “allerchristlichste” Herzog Alba aber ließ allein in den kleinen Niederlanden 100.000 Ketzer hinrichten.

Dies alles gilt es sich zu vergegenwärtigen, um die Hypnose einer Systematischen Geschichtsforschung einmal zu brechen. So erscheint auch der durchaus auf dem Standpunkt der Parität der Kulte stehende Julian Apostata in einem anderen Lichte, da er sich nicht scheute, gerade auf Grund frommer Gesinnung gegen die Lehrer der “Stellvertretung Gottes” zu kämpfen. Im übrigen wußte er, worum es ging, als er schrieb: “Durch die Dummheit dieser Galiläer ging unser Staat fast zugrunde, durch der Götter Gnade kommt nun die Rettung. Also wollen wir die Götter ehren und jede Stadt, in der es noch Frömmigkeit gibt.”* Dies war durchaus berechtigt, denn kaum war durch Konstantin das Christentum Staatsreligion geworden, da trat der alttestamentarische Geist des Hasses furchtbar in Erscheinung: mit Bezug auf das Alte Testament forderten die Christen die Anwendung der dort vorgeschriebenen Strafen gegen Götzendienst. Auf ihre Forderung hin wurden die Tempel des Jupiters in Italien (mit Ausnahme Roms) geschlossen. Man begreift also den

*Näheres bei Theodor Birt: “Charakterbilder Spätroms”, Leipzig 1919. 

[74] Chrestos und Paulus

Stoßseufzer Julians, er sieht aber aus allem, daß auch über die Zeit des aufsteigenden Christentums die Geschichte neu geschrieben werden muß und daß der Eunuch Eusebius keine Geschichtsquelle darstellt.

Das Christentum, wie es durch die römische Kirche in Europa eingeführt wurde, geht bekanntlich auf viele Wurzeln zurück, die näher zu prüfen hier nicht der Ort ist. Nur einige Bemerkungen.

Die große Persönlichkeit Jesu Christi, wie immer sie auch gestaltet gewesen sein mag, wurde gleich nach ihrem Hinscheiden mit allem Wust des vorderasiatischen, des jüdischen und afrikanischen Lebens beladen und Verschmolzen. In Kleinasien übten die Römer ein straffes Regiment aus und trieben unerbittlich ihre Steuern ein; in der unterdrückten Bevölkerung entstand folglich die Hoffnung auf einen Sklavenführer und Befreier: das war die Legende vom C h r e s t o s. Von Kleinasien gelangte dieser Chrestosmythus nach Palästina, wurde lebhaft aufgegriffen, mit dem jüdischen Messiasgedanken verbunden, und schließlich auf die Persönlichkeit Jesu übertragen. Diesem wurden neben seinen eigenen predigten die Worte und Lehren der vorderasiatischen Propheten in den Mund gelegt und zwar in der Form einer paradoxen Überbietung altarischer Forderungen, wie z.B. des 9-Gebote-Systems, das schon vorher von den Juden in ihren 10 Verboten für sie selbst zurechtgestutzt worden war*. So verband sich Galiläa mit ganz Syrien und Vorderasien. 

Die christliche, die alten Lebensformen aufwühlende Strömung erschien dem Pharisäer Saulus vielversprechend und ausnutzbar. Er schloß sich ihr mit plötzlichem Entschluß an und, ausgerüstet mit einem unzähmbaren Fanatismus, predigte er die internationale Weltrevolution gegen das römische Kaiserreich. Seine Lehren bilden bis

*Erbt: Weltgeschichte auf rassischer Grundlage. 

[75] Paulus und das Rassenchaos

auf heute trotz aller Rettungsversuche, den jüdischen geistigen Grundstock, gleichsam die talmudistisch-orientalische Seite der römischen, aber auch der lutherischen Kirche. Paulus hat, was man in kirchlichen Kreisen nie zugeben wird, dem unterdrückten national-jüdischen Aufstand die internationale Auswirkung gegeben, dem Rassenchaos der alten Welt den Weg noch weiter geebnet und die Juden in Rom werden sehr wohl gewußt haben, warum sie ihm ihre Synagoge für seine Propagandareden zur Verfügung stellten. Daß Paulus sich (trotz gelegentlicher Kritik des Jüdischen) bewußt gewesen ist, doch eine jüdische Sache zu vertreten, geht aus einigen gar zu offenherzigen Stellen seiner Briefe hervor: “Verstockung ist zu einem Teil über Israel gekommen, bis dahin, wo die Fülle der Heiden wird eingegangen sein, und alsdann wird ganz Israel gerettet werden, sie, der Erwählung und Lieblinge um der Väter willen. Die da sind von Israel, denen die Kindschaft gehört, und die Herrlichkeit, die Bündnisse, die Gesetzgebung, die Gottesdienste, die Verheißungen, aus denen der Christos stammt nach dem Fleisch … Wenn der Heide aus dem von Natur wilden Ölbaume ausgeschnitten, und gegen die Natur auf den edlen gepfropft wurde, wieviel eher werden diese, deren Natur es entspricht, auf ihren ursprünglichen Baum gepfropft werden.”*

Gegen diese gesamte Verbastardierung, Verorientalisierung und Verjudung des Christentums wehrte sich bereits das durchaus noch aristokratischen Geist atmende Johannesevangelium. Um 150 steht der Grieche Markion auf, tritt wieder ein für den nordischen Gedanken einer auf organischer Spannung und Rangstufen beruhenden Weltordnung im Gegensatz zu der semitischen Vorstellung einer willkürlichen Gottesmacht und ihrer

*Römer 11, 25,- 9, 4; 11, 24. Das ist das gleiche, was heute die bastardische Sekte der “Ernsten Bibelforscher” lehrt. 

[76] Das zwiespältige Wesen des Christentums

schrankenlosen Gewaltherrschaft. Er verwirft deshalb auch das “Gesetzbuch” eines solchen falschen Gottes, d. h- das sogen. Alte Testament. Ähnliches versuchten einzelne unter den Gnostikern. Aber Rom hatte sich dank seiner rassischen Zersetzung unrettbar an Afrika und Syrien verschrieben, die schlichte Persönlichkeit Jesu überdeckt, das spätrömische Ideal des Weltimperiums mit den Gedanken der volkslosen Weltkirche verschmolzen. Der Kampf der ersten nachchristlichen Jahrhunderte ist nicht anders zu begreifen als ein Kampf verschiedener Rasseseelen mit dem vielköpfigen Rassenchaos, wobei die syrisch-vorderasiatische Einstellung mit ihrem Aberglauben, Zauberwahn und sensuellen “Mysterien” alles   Chaotische, Gebrochene, Zersetzte hinter sich vereinigte und dem Christentum den zwiespältigen Charakter aufdrückte, an dem es auch heute noch krankt. So zog eine mit Knechtseligkeit durchzogene Religion, geschützt durch die mißbrauchte, große Persönlichkeit Jesu in Europa ein*. Das Auftreten des aus vielen Quellen gespeiste Christentums zeigt ein merkwürdiges, inniges Verhältnis zwischen abstrakter Geistigkeit und dämonistischer Zauberei mit besonderer Eindringlichkeit, ungeachtet anderer Ströme, die noch in ihm aufgenommen wurden. Die Idee der Dreieinigkeit

*Was Jesu Herkunst betrifft, so liegt, wie schon von Chamberlain und Delitzsch betont worden ist, nicht der geringste zwingende Grund zur Annahme vor, daß Jesus jüdischer Herkunft gewesen, wenn er auch in jüdischen Gedankenkreisen aufgewachsen ist. Einige interessante Forschungsergebnisse findet man bei Dr. E. Jung, “Die geschichtliche Persönlichkeit Jesu” (München 1924). Laut dem syrischen Christenprediger Ephraem (4. Jahrhundert) hatte Jesus zur Mutter ein danaitisches Weib (also aus Dan gebürtig) und einen Lateiner zum Vater. Ephraem sieht darin nichts Unehrenhaftes und fügt hinzu: “Jesus hat so seine Abstammung von zwei allergrößten und allerberühmtesten Völkern hergeleitet, die mütterliche nämlich von den Syriern, die väterliche von den Römern.” Ephraem setzt dieses Wissen als allbekannt voraus.

[77] Beginnende Dogmatisierung

z.B. war vielen Völkern des Mittelmeerbeckens in der Form von Vater, Mutter, Sohn bekannt, ferner durch die Erkenntnis: “Dreifach teilt sich alles” (die Aggregatzustände der einigen Materie). Die Mutter versinnbildlichte die gebärende Erde, der Vater das zeugende Lichtprinzip. An die Stelle der Mutter trat nun der “Heilige Geist” in bewußter Abkehr vom rein Körperlichen, das “hagion pneuma” der Griechen, der Präna der Inder. Diese betonte Geistigkeit war aber nicht in eine rassisch-völkische Typik eingebettet, nicht von einem o r g a n i s c h e n Leben polar bedingt, sondern wurde zu einer rassenlosen Kraft. “Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann und Weib”, so  schreibt Paulus an die Galater (die letzten Überbleibsel eines großen Keltenzuges aus dem Donautal bis nach Kleinasien). Auf Grund dieses alles Organische leugnenden Nihilismus fordert er dann den Glauben in Christo, also eine Umkehrung aller kulturschaffenden Werte des Griechen- und Römertums, die allerdings durch deren völlige Zersetzung sowieso gegeben war und dank der starken Ausschließlichkeit endlich die richtungslos gewordenen Menschen um sich scharte. Ein weiterer Schritt zur Verneinung naturhafter Verbundenheit geschah in der Dogmatisierung der Jungfrauengeburt, die als ein Sonnenmythus bei allen Völkern nachweisbar ist, von den Südseeinseln bis nach Nordeuropa*.

Dieser abstrakten Geistigkeit standen aber alle Zauber Kleinasien-Syrien-Afrikas zur Seite. Die Dämonen, die von Jesus ausgetrieben wurden und in die Säue fuhren, die auf seinen Befehl zurückgeführte Beruhigung des stürmischen Meeres, die “beglaubigte” Auferstehung und Himmelfahrt nach dem Martertode, das alles war der eigentliche

*Leo Frobenius: Das Zeitalter des Sonnengottes.

[78] Goethes positives Christentum

“tatsächliche” Ausgangspunkt des Christentums und erzeugte zweifellos starke Kräfte des Leidens. Nicht vom Leben des Soter (des Heilandes) ging also die Welt aus, sondern von seinem Tode und dessen wunderbaren Folgen, dem einzigen Motiv der paulinischen Briefe. Goethe aber empfand gerade das Leben Christi als wichtig, nicht den Tod, und bezeugte dadurch die Seele des germanischen Abendlandes, das positive Christentum gegenüber dem negativen der auf etrusko-asiatische Vorstellungen zurückgehenden Priesterherrschaft und des Hexenwahns.

Es ist, wie früher ausgeführt, irreführend und nichtssagend, wenn unsere Gelehrten die Verwandlungen griechischen Lebens so darstellen, als hätte es sich von chthonischen Göttern zur Göttlichkeit des Lichtes, vom Matriarchat zum Vaterrecht entwickelt; ebenso falsch ist es, wenn sie von einer naiv-volkstümlichen Anschauung sprechen, die sich zum hohen Denken gesteigert habe; vielmehr liegt auch gerade neben dem antichthonischen Kampf in dem späteren Vorherrschen der intellektualistischen Lehrsysteme, in dem Versuch, das früher unbefangene Leben zu verstaatlichen, ein Versiegen der Schöpferischen Rassenkräfte, am Ende die platonische Reaktion, durch ein Schema zu erreichen, wozu das Blut allein bereits zu schwach geworden war. Der nordische Grieche kannte keinen theologischen Stand; seine Priester erwuchsen ihm aus den Adelsgeschlechtern. Seine Sänger und Dichter erzählten ihm von der Geschichte und dem Heroismus seiner Helden und Götter. Gänzlich undogmatisch, wie früher die Inder, später die Germanen, tritt uns der freie Griechengeist entgegen.

Gymnastik und Musik waren der Inhalt seiner Erziehung, sie genügte, um die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, den Hopliten, den Staatsbürger zu züchten. Erst ein Sokrates konnte den Wahnsinn predigen, die Tugend sei lehrbar, lehrbar für alle Menschen

[79] Wechselwirkung von Magie und Intellektualismus

(was Platon dahin verfeinerte: der wirkliche Erkenner des Wesens der Ideenwelt sei   selbsttätig gut). Mit dem Ausbau einer solchen individualistisch-rasselosen intellektualistischen Weltanschauung wurde die Axt an die Wurzel des griechischen Lebens gelegt; zugleich aber lockerte der wesenlose Intellektualismus gerade wieder die durch griechische apollinische Zucht zurückgedrängten asiatischen Sitten. Hier können wir zuerst am anschaulichsten das Wechselspiel verfolgen, welches zwischen Intellektualismus und Magie stattfindet. Vernunft und Wille sind beide, wenn auch nicht immer zielbewußt, so doch zielstrebig, d.h. sie sind naturecht, blutnahe, organisch bedingt. In dem Maße, wie diese weltanschauende Vernunft durch ihre veränderten Träger unsicherer wird, in gleichem Maße verknöchert sie zu verstandesmäßigen Konstruktionen. Zu gleicher Zeit steigt der willenmäßige Teil hinab zu magisch-zauberhaften Trieben und gebiert Aberglauben auf Aberglauben. Die Folge der Zersetzung der vernunftwillenhaften Rassenseele ist dann ein “weltanschauliches” intellektualistisch-zauberhaftes Gebäude, oder die Aufspaltung in wesenlosen Individualismus und triebhaftes Bastardtum. Den ersten Fall liefert uns die katholische Kirche (in abgeschwächtem Maße auch der Protestantismus), welche einen Zauberglauben (wobei dies Wort ohne jede Verächtlichmachung zu gebrauchen ist) intellektuell unter-und übermauert, den zweiten zeigt uns die Zeit des späten Hellenismus.

Das negative und das positive Christentum standen von je im Kampfe und ringen noch erbitterter als früher gerade in unseren Tagen. Das negative pocht auf seine syrisch- etruskische Überlieferung, auf abstrakte Dogmen und altgeheiligte Gebräuche, das positive ruft erneut die Kräfte des nordischen Blutes wach, bewußt, so wie einst naiv die ersten Germanen, als sie in Italien eindrangen und dem siechen Lande neues Leben schenkten…

Quelle: Auszug Aus dem Buch Rosenberg, Alfred – Der Mythus des 20. Jahrhunderts (34. Auflage 1934, 405 S., Text)

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