Anschluss Saarland*Oesterreich

90 Prozent Saarland will zum deutschen Reich – Österreich jubilant beim deutschen Einmarsch…Die 20er Jahre sind auch für Österreich bitter und arm. Die Lebenshaltungskosten steigen, die Nahrungsmittel werden knapp, die Zahl der Arbeitslosen steigt auf 800 000…  Dollfuß lässt jedoch das Parlamentsgebäude von der Polizei besetzen und den Nationalrat nie mehr tagen. Damit herrscht seit 1933 auch in Österreich kein Parlament mehr sondern ein Diktator.

 

Oesterreich*Der Blumenkrieg-Gerd Honsik

 

Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten – Nr. IX

„Sollte Deutschland in den nächsten fünfzig Jahren wieder Handel zu treiben beginnen, so haben wir diesen Krieg umsonst geführt.“ (Winston Churchill im Jahre 1919)

Deutschland verliert mit dem Versailler Vertrag eine nicht geringe Zahl von deutsch bewohnten Regionen an den Rändern des alten Deutschen Reiches. Österreich bleibt nur als Rumpf des Habsburger Reiches mit dem deutschsprachigen Kern des früheren Vielvölkerstaates erhalten. Das Saarland wird zunächst für 15 Jahre unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Das neue Polen übernimmt die Herrschaft über zwei Millionen Deutsche. Zur neugeschaffenen Tschechoslowakei gehören über dreieinhalb Millionen Deutsch-Böhmen, die sich seit Anfang des Jahrhunderts Sudetendeutsche nennen. Zum Versailler Diktat gehört auch die Räumung einer Reihe deutscher Grenzregionen von deutschem Militär. („Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 81)

Der Anschluss des Saarlandes an das Deutsche Reich:

Im Saarland, das unter der Verwaltung des Völkerbundes stand, sollte nach 15 Jahren durch eine Volksabstimmung entschieden werden ob es auf Dauer französisch, selbständig oder wieder deutsch wird.

Am 13. Januar 1935 wird unter der Aufsicht des Völkerbundes gewählt.

90,8 Prozent der Saarländer votieren für den Anschluss an das Deutsche Reich, 8,8 Prozent für die Selbständigkeit der Saar und 0,4 Prozent für den Anschluss an Frankreich. Dieser erste Anschluss fiel Hitler sozusagen in den Schoß. („Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 82)

Die nächste „Fessel von Versailles“, die Hitler abstreift, ist die Entmilitarisierung des deutschen Rheinlandes. Die von Locarno erhoffte Entspannung zwischen Frankreich und Deutschland stellt sich nicht ein. (Sicherheitspakt von Locarno vom 16. Oktober 1925, zwischen Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien, Polen und Tschechoslowakei)

Der Unterzeichnung des Französisch-sowjetischen Vertrages am 2. Mai 1935 geht eine Monate dauernde diplomatische Auseinandersetzung zwischen Paris und Berlin voraus, an der mittelbar auch die Garantiemächte des Locarno-Paktes ihren Anteil haben. Im April 1935 warnt der britische Außenminister Simon die französische Regierung vor einer Unterzeichnung. Am 25. Mai 1935 übersendet die deutsche Regierung der französischen ein Memorandum, in dem sie geltend macht, dass der neue sowjetisch – französische Vertrag im Widerspruch zu Artikel 16 der Völkerbundsatzung steht und nach deutscher Auffassung den Locarno-Vertrag verletzt. Die französische Regierung widerspricht. Im Januar 1936 bietet die deutsche Regierung Paris einen deutsch – französischen Nichtangriffs-Pakt an, die französische Regierung lehnt ab („Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 85-88)

Die deutsche Wehrhoheit im Rheinland:

Am 7. März 1936 lässt Hitler 19 Wehrmachtsbatallione in die entmilitarisierte Zone einmarschieren. Hitler verletzt mit diesem Handeln die Verträge von Locarno und Versailles. Doch er schafft damit auch die Voraussetzung für die Verteidigungsfähigkeit des Deutschen Reiches nach Westen. Am 14. März 1936 tritt der Rat des Völkerbundes zusammen um über den deutschen Bruch des Versailler Vertrages zu beraten. Nach sieben Tagen der Beratung erklärt der Völkerbund, dass Deutschland den Artikel 43 des Versailler Friedensvertrages verletzt hat. Doch er verlangt weder den Rückzug der ins Rheinland einmarschierten deutschen Truppen noch erlässt er Sanktionen. („Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 90)

Der Anschluss Österreichs:

„Deutsch-Österreich ist ein Bestandteil der Deutschen Republik“ (Einstimmiger Beschluss der Nationalversammlung in Wien 1918)

„Lasst Österreichs Bürger frei abstimmen und sie werden mit 99 von Hundert Stimmen, die Wiedervereinigung mit Deutschland beschließen“. (Der Führer der Sozialdemokraten am 12. November 1928 in einer Rede)

Die 20er Jahre sind auch für Österreich bitter und arm. Die Lebenshaltungskosten steigen, die Nahrungsmittel werden knapp, die Zahl der Arbeitslosen steigt auf 800 000.

Die sozialdemokratische Partei unter Dr. Renner wird abgelöst von einer Koalition aus klerikalen Kräften u. Liberalen unter Monsignore Dr. Seipel. Auch diese Regierung kann die ökonomischen Probleme nicht lösen. Im Jahre 1931 versucht man eine Österreichische Wirtschafts- und Zollunion zu gründen als Grundstein für eine spätere Vereinigung. Am 24. März 1931 wird die deutsch-österreichische Wirtschafts- und Zollunion mit dem „Wiener-Protokoll“ besiegelt. Aus Paris, London, Prag und Rom hagelt es Proteste. Die nächsten Jahre sind in Österreich politisch ähnlich turbulent wie im Deutschen Reich. Am 21. Mai 1932 übernimmt der christlich-soziale Engelbert Dollfuß die österreichische Regierung. Bei einer Parlamentskrise wird er am 15. März 1933 vom Nationalrat abgesetzt. Dollfuß lässt jedoch das Parlamentsgebäude von der Polizei besetzen und den Nationalrat nie mehr tagen. Damit herrscht seit 1933 auch in Österreich kein Parlament mehr sondern ein Diktator. („Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 98 + 99 )

Im Mai 1933 untersagt Dollfuß erst die für diesen Monat vorgesehenen Nationalratswahlen, dann verbietet er die Kommunistische und im Juni die Nationalsozialistische Partei in Österreich. Im September werden sogenannte „Anhaltelager“ zur Inhaftierung politischer Gegner eingerichtet. Sie entsprechen den Arbeitslagern (Konzentrationslagern), die im gleichen Jahr in Deutschland eingerichtet werden. Im Februar 1934 erfolgt eine Polizeiaktion, um den Kampfverband der Sozialdemokraten, den „Schutzbund“ zu entwaffnen. Es kommt zu Straßenkämpfen in Linz und Wien. Dann wird die sozialdemokratische Partei verboten und die Freien Gewerkschaften werden aufgelöst. („Der Krieg der viele Väter hatte“, Gerd Schultze – Rhonhof, S. 90)

Es gibt nur eine Wahrheit

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Quelle: http://www.die-wahrheit-fuer-deutschland.de/index.html

Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten – Nr. X

In Zeiten des universalen Betrugs ist ein revolutionärer Akt die Wahrheit zu sagen. (George Orwell, 1903 – 1950)

Der Anschluss Österreichs (Fortsetzung von Blatt IX)

Am 25.Juli 1934 soll Bundeskanzler Dollfuß während einer Kabinettsitzung festgenommen werden. Dollfuß flieht mit einer Gruppe von Personen durch die Gänge seines Kanzleramts und wird versehentlich erschossen. Der Todesschütze und mit ihm 12 weitere Putschisten werden zum Tode verurteilt und bald hingerichtet. („Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 101)

Auf Engelbert Dollfuß folgte Kurt von Schuschnigg als Bundeskanzler (1934 – 1938). Am 11.Juli 1936 unterzeichnen Bundeskanzler Schuschnigg und der deutsche Sondergesandte für Österreich von Papen ein Deutsch-Österreichisches Abkommen über die Normalisierung und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten. Deutschland erkennt darin die „volle Souveränität des Bundesstaates Österreichs an und Österreich bekennt sich ausdrücklich dazu ein deutscher Staat zu sein. Hitler kommentiert das Abkommen gegenüber dem Führer der österreichischen Nationalsozialisten Josef Leopold mit den Worten: „Dieses neue Abkommen nehme ich sehr ernst. Die österreichischen Nationalsozialisten müssen eine mustergültige Disziplin bewahren und den Anschluss als eine innerösterreichische Angelegenheit betrachten, und versuchen auf diesem Wege in Österreich Fortschritte zu machen“. („Der Krieg, der viele Väter hatte“, von Gerd Schultze – Rohnhof, S.103)

In der Folgezeit lösen sich in Österreich, pro -und antideutsche Demonstrationen ab. Im April 1937 setzt Schuchnigg einen Vermittler zwischen der Regierung und den Kräften der Nationalen Opposition ein. Der Vermittler ist der junge und parteilose Rechtsanwalt Dr. Seyß-Inquart, der keinen Hehl aus seinem Wunsch nach einem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich macht. Trotz des Deutsch-Österreichischen Abkommens vom Juli 1936 und der Vermittlungstätigkeit Seyß-Inquarts lässt der Druck der Diktatur im Donaustaat nicht nach. Die Dokumentation eines Wiener Rechtsanwaltes vom Juni 1937 umfasst 264 Beispiele von Rechtsbrüchen und Verfolgung an Angehörigen der „Nationalen Opposition“ wie z.B. Haftstrafen ohne Gerichtsverfahren – Einweisung in Konzentrationslager – Beugehaft für Verwandte des Beschuldigten – Haft- und Geldstrafen ohne Schuldbeweis – Geständniserpressung – körperliche Misshandlung – Führerscheinentzug – Vermögenseinziehung usw. („Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 101)

Am 12. Februar 1938 besucht Bundeskanzler von Schuschnigg Hitler in Berchtesgaden. Hitler legt Schuschnigg eine „Liste mit deutschen Vorschlägen für eine endgültige Regelung der österreichischen Frage“ vor. Die wesentlichen Forderungen lauten:

„Konsultationspflicht für beide Staaten in außenpolitischen Fragen – Ernennung des Staatsrates Dr. Seyß-Inquarts zum Innenminister und Unterstellung des Sicherheitswesen unter diesen – politische Betätigungsfreiheit der österreichischen Nationalsozialistischen Partei im Rahmen der vaterländischen Front – Amnestie für alle wegen nationalsozialistischer politischer Betätigung inhaftierter Österreicher – Wiederherstellung der Pressefreiheit – Zusammenarbeit der Streitkräfte Österreichs und Deutschlands –Vorbereitung der Angleichung der Wirtschaftssysteme beider Länder – Zusicherung der Deutschen Reichsregierung sich nicht in innerösterreichische Verhältnisse einzumischen“.

Die „Vorschläge“ enden mit dem Ultimatum: „Der Bundeskanzler erklärt sich bereit, die vereinbarten Maßnahmen bis zum 18. Februar 1938 durchzuführen“.

Schuschnigg gelingt es, ein paar Details mit Hitler zu verhandeln und zu ändern. Doch nachdem ihm Hitler klargemacht hat, dass er – Schuschnigg – unterschreiben müsse oder er – Hitler – auch anders handeln könne, setzte Schuschnigg seinen Namen unter das Papier. Die Nationalsozialisten, nun vom Verbot befreit, mobilisieren jetzt in Graz, Salzburg, Klagenfurt und in Linz die Massen u. zeigen offen ihre Sympathie für den Anschluss an das Deutsche Reich. Der Druck der Strasse wächst, der Zug ist nicht mehr aufzuhalten. („Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 105)

In den nächsten Tagen und Wochen überstürzen sich in Österreich die Ereignisse. Schuschnigg setzt überraschend und ohne seine Minister zu befragen für 9. März1938 eine Volksabstimmung zur Anschlussfrage an. Seyß – Inquart und andere Minister protestieren und verlangen eine Verschiebung der Volksabstimmung innerhalb einer Frist von vier Wochen. Ohne Befragung des Kabinetts sei die Wahl verfassungswidrig. Außerdem waren nur Wahlzettel vorhanden auf denen das Wort „Ja“ stand, was ein Ja zur Unabhängigkeit bedeutet. Wer für den Anschluss an das Deutsche Reich stimmt, muss sich dazu einen mit „Nein“ beschrifteten Wahlzettel in der vorgeschriebenen Größe selber fertigen und zur Wahl mitbringen. („Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof)

Seyß-Inquart gibt nun alle weiteren Versuche auf und wendet sich telefonisch an Minister Hermann Göring in der Reichskanzlei in Berlin und fragt um Rat. In Deutschland hat man seit Wochen die Turbulenzen in Österreich interessiert verfolgt. Wahlaufsicht und Stimmauszählung nur durch eigene Leute riecht schon nach Fälschungsabsicht, die jungen Wähler unter 25 Jahren auszuschließen ist der offensichtliche Versuch pro-deutsche Wähler von den Urnen fernzuhalten.

Göring, der ein paar Jahre in Österreich gelebt hat ist ein überzeugter Verfechter der Vereinigung der beiden Teilnationen. Er drängt Hitler schnell in Österreich einzuschreiten. So kommt der Entschluss zustande, sowohl politisch als auch militärisch in Österreich einzugreifen. ( Der Krieg, der viele Väter hatte“ Gerd Schultze – Rhonhof, S. 107 + 108)

Es gibt nur eine Wahrheit

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Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten – Nr. XI

Alles, was man an Kriegslüsternheit heute Hitler in die Schuhe schiebt, traf damals auf Churchill zu.

Am 11.März 1938 gibt Hitler vormittags um 11 Uhr den Befehl, dass am 12. März, einen Tag vor der geplanten Volksbefragung, Wehrmachtsdivisionen in Österreich einmarschieren. In der dazu in aller Eile verfassten Weisung Hitlers vom 11. März 1938 heißt es u.a.:

  1. Ich beabsichtige, wenn andere Mittel nicht zum Ziel führen, mit bewaffneten Kräften in Österreich einzurücken, um dort verfassungsmäßige Zustände herzustellen und weitere Gewalttaten gegen die deutschgesinnte Bevölkerung zu unterbinden………
  1. Die für das Unternehmen bestimmten Kräfte es Heeres und der Luftwaffe müssen ab dem 12. März spätestens 12.oo Uhr einsatzbereit sein…… Die Festsetzung des Zeitpunkts des Einmarsches behalte ich mir vor
  1. Das Verhalten der Truppe muss dem Gesichtspunkt Rechnung tragen, dass wir keinen Krieg gegen ein Brudervolk führen wollen. Es liegt in unserem Interesse …. von der Bevölkerung begrüßten friedlichen Einmarsch …. Übergehende österreichische Verbände treten sofort unter deutschen Befehl.
  1. An den deutschen Grenzen zu den übrigen Staaten sind einstweilen keinerlei Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht – Adolf Hitler  („Der Krieg, der viele Väter hatte“ von Gerd Schultze – Rhonhof, S. 108)

Die politischen Stränge zieht nun vor allem Minister Hermann Göring.

Innerhalb der nächsten 24 Stunden gab es eine ganze Reihe von brisanten Telephongesprächen zwischen Göring und Innenminister Dr. Seyß-Inquart, der in ständiger direkter Verbindung zu Bundeskanzler Dr. Schuschnigg stand genau so, wie Göring zu Hitler. Eine faire Volksabstimmung hatte keine Chance mehr… Schuschnigg wurde aufgefordert zurückzutreten …Seyß-Inquart sollte binnen 2 Stunden zum Bundeskanzler ernannt werden – Bundespräsident Miklas weigert sich diesen Vorschlag von Hitler anzunehmen … Miklas bietet dem General-Inspekteur des Heeres und dem Präsidenten des Obersten Rechnungshofes das Amt des Bundeskanzler an – beide lehnen ab … am Abend des 11. März entlässt Bundespräsident Miklas den Kanzler Schuschnigg und das Kabinett.

Seyß – Inquart informiert um 20.oo Uhr Göring, dass der Generalinspekteur den Truppen befohlen hat, sich zurückzuziehen … Göring fordert Seyß – Inquart auf die Macht in Österreich zu übernehmen, er werde jetzt den Einmarschbefehl geben … (Quelle: („Der Krieg, der viele Väter hatte“ Zusammenfassung)

In den Morgenstunden des 12. März 1938 marschieren deutsche Heerestruppen in Richtung Salzburg, Linz und Innsbruck. Blumenschmuck und Fahnen auf den Militärfahrzeugen sollen zeigen, dass dies eine Wiedervereinigung nach langen Jahren deutscher Trennung und kein Eroberungsfeldzug ist. Die österreichische Bevölkerung beiderseits der Strassen reagiert bald mit steigender Begeisterung. Als Hitlers Wagenkolonne gegen Abend auf den Marktplatz von Linz rollt, warten dort schon 60 000 Menschen zum Empfang. Hitler hält eine kurze Rede und wird dabei immer wieder von Beifallsstürmen unterbrochen. Die Begeisterung der Menschenmenge hinterlässt bei ihm, der sich bis dahin der ungeteilten Zustimmung der Österreicher nicht sicher sein konnte, einen tiefen Eindruck, („Der Krieg, der viele Väter hatte“ von Gerd Schultze – Rhonhof, S.112)

Der politische Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich vollzieht sich am Abend des 13. März 1938 nur noch in ein paar kurzen Schritten: Als erstes macht Bundespräsident Miklas den Weg durch seinen Rücktritt frei. Dann verkündet Seyß – Inquart das „Bundesverfassungsgesetz“ von Österreich. Damit erklärt sich Österreich zu einem Teil des Deutschen Reiches. Als letzten Schritt verkündet Reichsminister Josef Goebbels in Berlin das „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“. Damit ist Hitler auch Staatsoberhaupt und Regierungschef von Österreich geworden. Doch dem Anschluss fehlt die Legitimation der Volksabstimmung, die erst für den 10. April 1938 vorgesehen ist. („Der Krieg, der viele Väter hatte“ von Gerd Schultze – Rhonhof, S. 114)

Die Regierungen in London, Paris und Rom erkennen schon am 2. April 1938 den Anschluss an. Damit ist auch Artikel 88 des Vertrages von Saint-Germain gefallen.

Am 3. April 1938, eine Woche vor der Volksabstimmung, erklärte sich der erste Nachkriegs- Bundeskanzler Dr. Renner im „Neuen Wiener Tageblatt“: Als Sozialdemokrat und somit als Verfechter des Selbstbestimmungsrechts der Nationen werde ich mit JA stimmen!“ („Der Krieg, der viele Väter hatte“ von Gerd Schultze – Rhonhof, S. 116)

Die für den 10. April 1938 angesetzte Volksabstimmung wird zur Bestätigung der österreichischen Verfassungsväter von 1918 und zum Triumph für die, welche einen Anschluss wollen. Von 4 284 795 Wählern stimmen 4 273 88 für die Wiedervereinigung Österreichs und Deutschlands und 9 852 dagegen. Das sind 99,73 Prozent für den Anschluss!

Im deutschen „Altreich“ findet am selben Tage eine Volksabstimmung zum gleichen Thema statt. Hier sind es 99,08 Prozent, die für einen Anschluss sind! Diese Wahl am 10. April 1938 zeigt was eine Nation ausmacht: Die gleiche Sprache und Kultur – die gemeinsame Geschichte – das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit und der Wille dazu. („Der Krieg, der viele Väter hatte“ von Gerd Schultze – Rhonhof, S. 116)

Es gibt nur eine Wahrheit

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Zeitgeschichte im Spiegel von Zitaten – Nr. XII

Wer eine Lüge entdeckt, fragt über kurz oder lang nach dem Lügner

Stimmen zum Anschluss Österreichs im Frühjahr 1938  (Quelle: „Das Jahrhundert der Lüge“ von Hugo Wellems (Chefredakteur)

Friedrich Ebert (SPD), der spätere Reichspräsident am 06.12.1919:

„Deutsch – Österreich muss mit dem Mutterland für alle Zeiten vereinigt werden…Unsere Stammes- und Schicksalsgenossen dürfen versichert sein, dass wir sie im neuen Reich der deutschen Nation mit offenen Armen und Herzen willkommen heißen. Sie gehören zu uns und wir gehören zu ihnen“. ( Jaksch, Potsdam, S. 211 f )

Die Provisorische Nationalversammlung in Wien beschloss am 12.11.1918 im Artikel 2 des neuen Gesetzes über die Staats- und Regierungsform: „Deutsch-Österreich ist ein Bestandteil der Deutschen Republik“. (Prof. Hellmut Diwald (Historiker), „Geschichte der Deutschen“, S.236)

Der Vorsitzende des Landbundes Prof. Leopold Schönbauer sagte 1927: „Wir hoffen auf den Tag, wo wir sagen können: Heim ins Reich!“ ( Zimmermann, Schweiz S. 68 )

Die sozialistische Wiener „Arbeiterzeitung“ schrieb 1930:

„Der staatsrechtliche Anschluss ist uns vorläufig verwehrt, aber auch ohne Verletzung des Anschlussverbotes könnte für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Annäherung Deutschlands und Österreichs mehr als bisher geschehen.“ (Zimmermann, Schweiz S 77 )

Aus der Erklärung sämtlicher katholischer Bischöfe Österreichs zur Volksabstimmung über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 10.April 1938:

„Am Tag der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständlich nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen.

Wir erkennen freudig an, dass die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozialpolitik für das Deutsche Reich und Volk namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und noch leistet. Wir sind auch der Überzeugung, dass durch das Wirken der nationalsozialistischen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde“.

(Gebhardt, Handbuch IX, 2, S. 5473 )

Die Londoner „Times“ schrieb in einem Leitartikel im Februar 1938:

„ Im Grunde ist ein enges Einverständnis zwischen den beiden deutschen Staaten das Natürlichste der Welt. Eines der unvernünftigsten zerbrechlichsten und herausfordernsten künstlichen Gebilde der Friedensverträge war das Verbot der Einverleibung Österreichs in das Deutsche Reich. Die Vögel kehren in das Nest zurück, Österreich kann niemals antideutsch sein. (Gordon-Brook-Shepherd, Der Anschluss, Graz-Wien-Köln 1963, S. 125 f)

Die „Neue Züricher Zeitung“ schrieb nach dem Anschluss:

„Das Volk Österreichs erlebte den Einmarsch der deutschen Truppen mit tiefster Ergriffenheit.“

Zustand und Verhältnisse in Deutschland Mitte der 30-iger Jahre:

Adolf Hitler wurde gewählt , weil er versprach als „Herkules den Augiasstall auszumisten“ (G. Zarnow 1930, S. 69). Die freiwillige Selbstauflösung der politischen Parteien nach 1933 war der Anfang. Das „Ausmisten des Augiasstalls“ hat in wenigen Jahren nach der Machtergreifung Hitlers dann auch tatsächlich zu einem völligen Umschwung der Verhältnisse geführt: Die Kriminalität war auf ein Minimum gesunken. Abtreibung wie Prostitution gab es praktisch kaum noch. An Mafia, Drogenhandel und Drogenmissbrauch war nicht zu denken. Die Arbeitslosigkeit war beseitigt, es herrschten wieder Recht und Ordnung.

Der ehemalige britische Kriegspremier Llyod George beschrieb nach einem Besuch Deutschlands und Adolf Hitlers seinen Eindruck am 17. September 1936 in der britischen Zeitung „Daily Express:“ Mit Recht hat Adolf Hitler in Nürnberg erklärt, seine Bewegung habe in 4 Jahren ein neues Deutschland geschaffen. Es ist nicht mehr das Deutschland des 1. Jahrzehnts nach dem Krieg, gebrochen, mutlos und niedergebeugt in Sorge und Ohnmacht. Es ist jetzt voller Hoffnung und Vertrauen, voll eines neuen Gefühls der Entschlossenheit, sein neues Leben ohne jede Einmischung fremder Einflüsse zu führen. Zum ersten Male nach dem Kriege herrscht ein allgemeines Gefühl der Sicherheit. Die Menschen sind fröhlicher. Über das ganze Land verbreitet sich die Stimmung allgemeiner Freude. Es ist ein glücklicheres Deutschland. Überall habe ich das gesehen, und Engländer, die ich während meiner Reise traf und die Deutschland gut kennen, waren von dem Wandel sehr beeindruckt. Dieses Wunder hat ein Mann vollbracht … Eine magnetische, dynamische Persönlichkeit mit einer ehrlichen Absicht…An seiner Popularität, vor allem bei der deutschen Jugend besteht kein Zweifel…Es ist der Verehrung eines Nationalhelden, der sein Volk aus völliger Hoffnungslosigkeit und Erniedrigung gerettet hat“.

Dass der Nationalsozialismus die inneren Verhältnisse Deutschlands autoritär prägte, darf über dem positiven äußeren Bild, das Lloyd George hier im Jahr der Olympiade zeichnete, nicht vergessen werden. Aber anders waren die Verhältnisse damals wohl nicht zu ändern. Das wurde vom größten Teil der Deutschen so gesehen – anders sind die überragenden Wahlergebnisse nicht zu erklären („Kriegsursachen/Kriegsschuld“ von Helmut Schröcke, S. 66)

Es gibt nur eine Wahrheit

L e o  T h e n n     

Quelle: http://www.die-wahrheit-fuer-deutschland.de/index.html

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