Aufklaerung ueber Konzentrationslager I

germanvictims.com – Die KZ waren G e f ä n g n i s s e. Sie waren den geschlossenen Gefängnisanstalten und Strafanstalten mit ihren begrenzten Raumverhältnissen und beengenden Mauern weit vorzuziehen.

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Die Konzentrationslager

Die Geschichte der Verfemung Deutschlands Band 3
Die Konzentrationslager
Von Dr. jur. et Dr.phil. et Dr. rer. pol. Franz J. Scheidl

Die KZ waren G e f ä n g n i s s e. Sie waren den geschlossenen Gefängnisanstalten und Strafanstalten mit ihren begrenzten Raumverhältnissen und beengenden Mauern weit vorzuziehen. Trotzdem blieben sie als Gefängnisse ihrem Wesen, ihrer Natur und Bestimmung nach unangenehme, von der Außenwelt streng abgeschlossene Zwangsaufenthalte, in denen mit Strenge und Zwang Zucht und Ordnung unter den widerstrebenden und widerwilligen, meist asozialen Häftlingen aufrechterhalten werden mußte.

Weit mehr als 80 Prozent der KZ-Insassen waren kriminelle Häftlinge oft übelster Art; es ist unvernünftig und widersinnig, von Gefängnisinsassen ein Loblied Über ihre Aufenthaltsorte zu erwarten.

Gefängnisse, mögen sie noch so geordnet sein, sind immer unbeliebt und verhaßt, sie sind immer ein hart und schmerzhaft empfundener Entzug des köstlichsten menschlichen Gutes: der Freiheit; je asozialer die Häftlinge, um so härter und ärger mußte der Druck und Zwang der Zucht sein.

Die Wahrheit über die deutschen Konzentrationslager

In fast allen Ländern der Erde gab es und gibt es Konzentrationslager. Wir Deutsche verstehen nicht, warum man gerade nur uns deswegen so unerbittlich anklagt und verfolgt. Dabei waren und sind heute noch die KZ der anderen in vielen Belangen – vor allem hinsichtlich Einrichtung und Behandlung, der Ordnung und Disziplin -mit deutschen Lagern gar nicht zu vergleichen. Ich bin der Meinung, daß der Strafvollzug im KZ jenem in geschlossenen Strafanstalten und Gefängnissen weitaus vorzuziehen ist. jedenfalls hat kein Volk der Erde, das selbst KZ hatte oder gar heute noch hat, die Legitimation, sich zum Richter über das deutsche Volk aufzuwerfen.

Dazu kommt noch eins: Nach den übereinstimmenden Berichten früherer KZ-Insassen war die Unterbringung, Verpflegung und Behandlung im allgemeinen ordentlich; wenn und soweit es Klagen gab, richten sich diese hauptsächlich und in der Regel gegen die Häftlingsfunktionäre. Die Greuelmeldungen sind fast ausnahmslos Lügen oder Übertreibungen und unberechtigte Verallgemeinerungen.

Der österreichische ehemalige Bundesminister für Unterricht und Präsident des Nationalrates, Dr. Felix Hurdes, der lange im KZ Dachau interniert war, erklärte 1945 nach seiner Rückkehr aus dem KZ Dachau, als er die Greuelpropagandameldungen las:

“Daß es in den KZ auch Greuel gab, habe ich e r s t  j e t z t durch die Zeitungen erfahren.”

Der Insasse des KZ Dachau, Leopold Meier aus Zuckmantel (Riesengebirge) erklärte: “Es ging mir dort sehr gut; von Grausamkeiten war keine Rede.” (Adresse dem Verfasser bekannt.)

Der heutige Stand der KZ-Literatur

In der KZ-Literatur, soweit es sich um die Berichte ehemaliger KZler, also um Erlebnisberichte handelt, können wir in zeitlicher Hinsicht zwei voneinander wesentlich verschiedene Gruppen unterscheiden.

Die 1. Gruppe umfaßt Erlebnisberichte, die in den Jahren 1945 und 1946 erschienen sind. Unmittelbar nach ihrer Befreiung aus dem KZ haben viele KZler, noch voll unter dem lebendigen Eindruck des Erlebten stehend, Berichte veröffentlicht. Diese Berichte sind wohl stark von Groll und Ressentiment und von der Tendenz getragen, die Dinge kraß darzustellen, die überstandenen Leiden zu übertreiben und das Schuldkonto der Verantwortlichen möglichst zu belasten. Trotz dieser Tendenz kann man sich aus den 1945 und 1946 erschienenen Berichten ein allgemeines Bild von den wirklichen Zuständen in den KZ machen. (Das am meisten Quellenwert besitzende Buch aus dieser Zeit ist das Buch von Dr. Benedikt Kautsky: Teufel und Verdammte.) In diesen Berichten steht auch kein Sterbenswort von Vergasungsanstalten und von Vergasungen. Ganz anders sind (in der Mehrzahl) jene Berichte, die erst nach 1947 erschienen sind. Diese Berichte verdanken ihr Entstehen in der Mehrzahl nicht der Absicht, Wahrheit zu geben, sondern erfließen aus oft recht trüben Quellen verschiedenster Art. Teils sind diese Berichte von zentralen Lenkungsstellen der Haßpropaganda veranlaßt, teils wollten ihre Verfasser damit Geld verdienen. Und in der Erkenntnis, daß man

nicht mit der Wahrheit, sondern nur mit Sensationen Geld verdienen und gute Geschäfte machen kann, ist der Wahrheitsgehalt dieser Berichte meist erschütternd gering und sinkt nur zu oft bis auf unter Null. Nur zu oft begnügen sich diese Berichte auch nicht nur mit einer bloßen Verdrehung, Verfälschung und Übertreibung, sondern sie bringen offenkundig erfundene Greuellügen. Geschäft ist ihnen alles, der Leitstern ihres Tuns. Bei anderen Berichten ist wieder der Wunsch alles, Haß und Rache zu säen. Auch bei diesen Berichten wiegt die Wahrheit nichts.

Dazu kommen noch andere Gründe, die die Berichterstatter veranlassen, es mit der Wahrheit nicht genau zu nehmen: die Sucht, als Märtyrer zu erscheinen und dazustehen, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, Karriere zu machen, Ämter zu ergattern, Rentenansprüche zu begründen oder zu untermauern u. a. in.

“Meine Kameraden im Unglück, die gleich mir davongekommen waren, veröffentlichen unentwegt oft phantastische Erzählungen, in welchen sie sich gern den Anschein von Heiligen, Helden oder Märtyrern geben.” (Paul Rassinier, Die Lüge des Odysseus, S. 137)

Rassinier Paul-Die Luege Des Odysseus 1959 135 S.

Abgesehen von der Gruppierung nach dem Zeitpunkte der Entstehung der Berichte – wobei sich die in den Jahren 1945/46 erschienenen Berichte von den in späteren Jahren erschienenen Berichten durch einen unvergleichlich höheren Wahrheitsgehalt auszeichnen – kann man die Flut von KZ-Berichten nach sachlichen Gesichtspunkten in zwei Gruppen teilen: in eine Gruppe, die nur oder vorwiegend nur Selbsterlebtes berichten, und eine zweite Gruppe, die vorwiegend Nicht-Selbsterlebtes, sondern die Erlebnisse a n d e r e r, also nach Hören-Sagen, aus zweiter, dritter, vierter und oft noch weiterer Hand berichten. Diese Berichte sind meist – wie etwa das ganz abscheuliche Buch Kogons – nichts als ein zusammengetragener Kehrichthaufen alles Unrats und Unflates, alles wertlosen und phantastischen Tratsches, den die Verfasser weder geprüft haben, noch die Möglichkeit hatten, ihn zu prüfen. Diese üblen Abladestätten aller Verleumdungen und Greuellügen der Haß- und Racheapostel verdanken ihr Entstehen trüben Zwecken. Paul Rassinier urteilt über diese anrüchige KZ-Literatur in seinem Buche “Die Lüge des Odysseus”:

(S. 16): “Eine so verdächtige Literatur, wie es die über die KZ ihrem Entstehen nach ist, eine Literatur, die heute schon n i e m a n d mehr ernst nimmt, wird eines Tages die Schande unserer Zeit sein.”

(S. 71): “Jeder hofft und wünscht, aus dem Abenteuer mit der Gloriole des Heiligen, des Helden oder des Märtyrers hervorzugeben und schmückt seine Odyssee entsprechend aus.”

Dabei geht Rassinier gar nicht auf jene von alttestamentarischen Hassern und Rächern zentral gelenkte Literatur ein, die kalt erfundene Greuellügen zum Zwecke der Haßpropaganda zum Gegenstande hat. In seinem Gesamturteile über die KZ-Literatur schreibt er:

(S. 232): “Im Taumel der Befreiung hat die öffentliche Meinung die angehäuften Rachegefühle der Welt diese Berichte, in denen sich Luft machten, alle für gut befunden. Als die Verhältnisse sich normalisierten und die Atmosphäre wieder gesünder wurde, ist es immer schwieriger geworden, sie (die Kritik) zu zügeln … Heute fragt sich die Welt, wieso sie in die Falle dieser Berichte gehen konnte, und wird in kurzer Zeit jedermann (alle Verfasser dieser Berichte) auf die Anklagebank bringen.”

Es wird wohl noch ziemlich lange dauern, bis sich die Gemüter so weit beruhigt haben, bis die Rache- und Haßgefühle so weit abgeebbt sind, daß man objektive und um die Wahrheit bemühte Berichte erwarten kann.

Es muß auch endlich einmal die Zeit kommen, wo jenen, die die Wahrheit wissen, die Furcht genommen sein wird, die Wahrheit zu sagen, um nicht selber verfolgt zu werden.

Bis diese Zeit gekommen sein wird, will ich im Nachstehenden versuchen, den Anfang damit zu machen, ein Bild von den KZ zu geben, das um die Wahrheit bemüht ist.

Die Konzentrationslager sind keine deutsche Erfindung

Wir finden ein KZ besser als ein beengtes, geschlossenes Gefängnis.

Wir sind weit entfernt, die deutschen KZ im allgemeinen gutzuheißen; wir wollen sie aber auch nicht zu lügnerischer Hetzpropaganda mißbrauchen lassen.

Nichts ist z. B. törichter als die Behauptung und der Glaube, daß die KZ eine deutsche Erfindung sind und ihren Ursprung dem “deutschen Sadismus” verdanken.

Lange bevor es deutsche KZ gab, gab es solche bei anderen Völkern, und zwar gerade auch bei jenen, die sich heute als sittlich erhaben über Deutschland gebärden und sich ein Richteramt über uns anmaßen.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg standen die KZ bei den Alliierten in hoher Blüte. Zur gleichen Zeit, als die Alliierten über Deutschland in Nürnberg wegen der KZ zu Gericht saßen, waren die KZ im besetzten Deutschland und Österreich, wie in vielen anderen Ländern, ein wichtiger Bestandteil der amerikanisch-britisch-französischen und sowjetischen Besatzungspolitik. In Frankreich, Polen, der ÜSR, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien usw. quollen die KZ von Hunderttausenden von deutschen Häftlingen über, die in diesen KZ ohne Untersuchung, ohne Anklage und richterliches Urteil unter menschenunwürdigen Verhältnissen jahrelang gefangengehalten, gequält und zu Zehntausenden getötet wurden.

Niemandem war es erlaubt, über diese KZ zu schreiben und zu berichten; nicht einmal über die sowjetischen Sklavenlager durfte berichtet werden. Es war verboten, Kritik an einer verbündeten Macht zu üben”. Niemals protestierten die Westmächte gegen die furchtbaren sowjetischen, tschechischen, polnischen, jugoslawischen usw. Zwangslager, niemals griffen sie aktiv dagegen ein.

In seinen Vorträgen, die Prof. Rassinier auf einer Vortragstournee in 12 westdeutschen Städten gehalten hat, sagte er (Europa-Korr., Folge 64/1960):

“Über die deutschen KZ bat man drei Dinge gesagt:

  1. Deutschland hat sie erfunden – das ist nicht wahr.
  2. In diesen KZ wurden Greueltaten von einer Grausamkeit begangen, wie sie bisher in derWeltgeschichte unbekannt waren – das ist nicht wahr.
  3. Das deutsche Volk ist an diesen Grausamkeiten schuldig – das ist nicht wahr.

… Schon lange vor Jesus Christus fanden die Ägypter nur dieses Mittel, Volksfremde unschädlich zu machen, und Babylon erlebte seinen Aufstieg nur durch die Zusammenlegung seiner Arbeitssklaven in Lagern.

Auch die Engländer griffen zu diesem Mittel gegenüber den unglücklichen Buren, nach Napoleon, der Lambessa erfand. In Frankreich hatte die demokratische Regierung Daladier (1938) das Lager Gurs und andere für die Spanier erdacht … In Italien gab es unter Mussolini Lipari, in Spanien Miranda, in Griechenland nach dem Kriege Makronissos.

In Frankreich gab es nach dem Kriege Lager für die Petainisten (La Noe, Carrere usw.) und in Algerien gab es mehr als hundert Lager.

In fast allen Ländern der Erde gab es im Laufe der Geschichte KZ. Man muß hier noch hinzufügen, daß in der Vergangenheit und auch heute diese viel schrecklicher waren bzw. sind, als es die deutschen KZ je waren.”

Warum also wurde n u r Deutschland angeklagt und bleibt weite a l l e i n angeklagt?

Die britischen Konzentrationslager

Lange bevor es ein deutsches KZ gab, gab es solche im britischen Imperium.

Berüchtigt waren die britischen KZ in Südafrika während des Burenkrieges. Die Briten fingen die burischen Frauen, Kinder und Greise zusammen und steckten sie in Lager hinter Stacheldraht. Die Organisation der Verwaltung und Verpflegung dieser Lager war so mangelhaft, daß die Frauen und Kinder wie die Fliegen wegstarben. Die burische Zivilbevölkerung wurde in KZ gesteckt, um die burischen Krieger durch die Gefangennahme und Gefangenhaltung ihrer Frauen und Kinder zur Aufgabe des Kampfes zu zwingen. Eine barbarische und unsittliche Art der Kriegführung und ein Kriegsverbrechen.[1]

VOELKERMORD DER WEISSEN BUREN IN SUED AFRIKA

Berüchtigt und gefürchtet waren auch die britischen KZ im Mandatsgebiet Palästina. In großer Zahl wurden dort die palästinensischen Araber ohne Gerichtsurteil eingesperrt, die als Widerstandskämpfer gegen die Fremdherrschaft bekannt oder verdächtig waren.

Viele arabische Notabeln und Führer wurden dort gefangengehalten und waren oft grausamen übergriffen der Bewachungsorgane ausgesetzt. Im Konzentrationslager bei Akko wurden auch jene Araber eingesperrt, die von den Gerichten freigesprochen waren.

Während der beiden Weltkriege wurden die zivilen friedlichen feindlichen Ausländer in Lagern gesammelt und festgehalten.

Während des Zweiten Weltkrieges sperrte England Sir Mosley und mit ihm 3500 seiner Anhänger, streng königstreue und patriotische Faschisten, oh n e Urteil fünf Jahre in die Gefängnisse.

Nach dem Zweiten Weltkrieg unterhielten die Engländer mehrere KZ im besetzten Deutschland und Osterreich.

Die deutsch-amerikanische Bürgerzeitung, Chicago, Illinois, vom 13. August 1959, berichtet auf Seite 1 und 2:

,Die britischen KZ in Kenya (Ostafrika) sind seit einigen Jahren öffentlich bekannt. Im britischen Lager Hola wurden, wie gerichtsordnungsmäßig festgestellt wurde, Gefangene zu Tode geprügelt und keiner von uns kann jetzt behaupten, daß er nichts davon weiß oder daß es nicht wahr ist.”

,Berüchtigt und gefürchtet waren auch die britischen KZ auf Zypern. Einige 5000 Personen waren in sieben KZ interniert. Diese lagen in Kokkonotrimithia, Mammari, Pyla, Pergamos, Piroi, Potemi und Kraolos.”

“Um aus den gefangenen Kämpfern Informationen herauszubekommen, wandten die Briten alle Arten von Quälereien und Mißhandlungen, sogar Mord an. Neun Personen wurden zum Tode verurteilt und erhängt und sechs starben an den Torturen während der Befragung durch die englischen Geheimdienstleute. Die Verpflegung war unzureichend.”

(P. Georghadjis, Innenminister der Republik Cypern. Interview in der ” DWZ”, Hannover, vorn 26. Jänner 1963, Seite 1.)

Die amerikanischen KZ und Interniertenlager

Die Interniertenlager. Die USA sperrten, genauso wie England und Frankreich, während der beiden Weltkriege feindliche Staatsangehörige und eigene Staatsbürger in Internierungslager. Insbesondere wurden amerikanische Staatsbürger japanischer Abstammung in Lager gesteckt.

Am 19. Februar 1942 unterschrieb Roosevelt den Befehl 9066 und am 18. März 1942 den Befehl 9102 betreffend die Japanisch-Amerikaner, die von der Westküste evakuiert und ohne Verhör oder Gerichtsverfahren in Internierungslager im Landesinneren eingeliefert wurden.

Am 7. August 1942 verkündete General John L. De Witt, daß zwischen dem 19. Februar und dem 7. August 1942 112.985 Menschen japanischen Blutes, von denen zwei Drittel amerikanische Staatsbürger waren, aus ihren Häusern und Heimen in stacheldrahtbewehrte Internierungslager gebracht wurden, ohne daß sie sich hätten das Geringste zuschulden kommen lassen, nur weil man alle Personen japanischer Abstammung für potentiell gefährlich” hielt.

Darunter waren viele amerikanische Bürger, die nichts von ihren japanischen Vorfahren wußten, mit nur 1/16 Prozent japanischen Blutes. (Siehe Hauptmann Allan R. Bosworth America’s Concentration Camps” [Amerikas Konzentrationslager], Seite 2.)

DIE DEUTSCHEN KONZENTRATIONSLAGER IN DEN V.S.A.

Die Lager, insgesamt zehn (elf), waren von Stacheldrahtzäunen umgeben und von Soldaten mit Maschinengewehren bewachte Teerpappebaracken in verlassenen Gegenden. Die Zeitung Time Magazine” schrieb am 11. August 196 1:

,In den eisigen Lagern Wyoming und Idaho bestand der einzige Schutz gegen die eisige Winterkälte aus veralteten dickbäuchigen Öfen.”

Und am 17. Februar 1967 berichtete sie:

“Die Evakuierten durften nur mitnehmen, was sie tragen konnten. Bauernhöfe, Geschäfte und allen persönlichen Besitz mußten sie zurücklassen. Der den Internierten zugefügte Verlust wurde auf 400 Millionen US-Dollar geschätzt.”

Vgl. dazu Alan R. Bosworth, “America’s Concentration Camps” (Norton, N. Y.). – Prof. Eugene V. Rostow von der Yale University, im Artikel “Our Worst Wartime Mistake” (Unser schlimmster Kriegsfehler) in der Zeitung Harper’s Magazine”, Ausgabe September 1945. – Dr. Morton Grodzin, “Americans Betrayed: Politics and the Japonese Evacuation” (Betrogene Amerikaner: Politik und die japanische Evakuierung) University of Chicago Press, 1949.

Konzentrationslager. Nach 1945 wurden deutsche zivile Bürger, Männer und Frauen, in der amerikanischen Besatzungszone zu Zehntausenden in Deutschland und Österreich in KZ gesperrt, ohne Beschuldigung, ohne Anklage und ohne Urteil, und ihre unschuldigen und unglücklichen Familien wurden der größten Not preisgegeben.

Die deutschen Kriegsgefangenen wurden in Lagern zusammengetrieben und unter Verhältnissen gehalten, die himmelschreiende Kriegsverbrechen waren. (Erschütternde Einzelheiten in Band 6 und 7 dieser Geschichte.) Hinsichtlich Unterkunft, Verpflegung und Rechtsschutz der Persönlichkeit waren die deutschen KZ im Vergleich zu diesen amerikanischen Kriegsgefangenenlagern in Deutschland wahre Paradiese.

Die russischen KZ

Die Sklaven- und Arbeitslager der Russen sind heute bereits weltbekannt. Eine große Zahl von Berichten liegt über sie vor.

Im Jahre 1921 wurde schon das Lager Holmagor bei Archangelsk in Betrieb genommen, das man in Wahrheit als Todeslager bezeichnen kann.
In den Jahren 1920/21 wurden allein auf der Krim 120.000 Häftlinge ohne jedes Urteil umgebracht.
Die kleinen Völker der Grenzregionen wurden aus den Gebieten in der Nähe der Türkei und Persiens ins nördliche Sibirien verschleppt, wo sie, der Kälte ungewohnt, wie die Fliegen dahinstarben.
Rußland ist reich an Wunden und Tränen.

(Göttinger Archiv, Nr. 7/1965.)

1945 sperrten die Russen in ihrer Besatzungszone Hunderttausende deutscher ziviler Bürger, Männer und Frauen, in die ehemals deutschen KZ. Es blieben nicht nur alle alten deutschen KZ bestehen; es wurden sogar noch neue Lager zusätzlich errichtet, um die über 250.000 deutschen Häftlinge unterzubringen. Dazu kamen die ununterbrochen andauernden Deportationen von Deutschen jeden Alters und jeden Geschlechtes in die Arbeitslager nach Rußland, in die Eiswüsten Sibiriens und in die sibirischen Bergwerke.

Die Internationale Kommission zur Untersuchung der russischen KZ errechnete die Zahl der Insassen in den russischen KZ im Jahre 1954 mit 20,500.000, wozu in den folgenden Jahren weitere 10,000.000 kamen. Die Sterblichkeit in den russischen KZ wird mit 50 Prozent angegeben.

(Vgl. dazu: Grete Buber-Neumann, Als Gefangene bei Stalin und Hitler – Artikel des italienischen Kommunisten Navarrono Scariolo, der 1925 nach Moskau floh und 1937 bis 1954 die russischen KZ kennenlernte. In der römischen Zeitschrift “VITA” vom 23. November 1960.)

In der polnischen Exilzeitschrift “Na Antenie” haben polnische Experten Einzelheiten über die zur Zeit in der Sowjetunion bestehenden Zwangsarbeitslager veröffentlicht. Die “Neue Zürcher Zeitung” (Nr. 117/1965) hat diese Veröffentlichung der exilpolnischen Zeitschrift auszugsweise wiedergegeben und kommentiert. Wir entnehmen daraus:

“Festgestellt wurden 56 Zwangsarbeitslager; der Schwerpunkt dieses Lagersystems liegt im Norden Rußlands bei Archangelsk. Das Stammlager ist Lumbowka. In diesem Komplex arbeiten etwa 8000 Häftlinge: Russen, Polen, Tschechen, Ungarn und Deutsche; auch Frauen und Kinder. Die Häftlinge sind hauptsächlich in Bergwerken oder beim Bau von Flugplätzen und Straßen beschäftigt. Ein weiterer Komplex wurde auf der Insel Novuja Semlja, ebenfalls im Hohen Norden, festgestellt. Es sind die Zwangsarbeitslager Noska, Saborowo und Wychodnoi; hauptsächlich sind dort Polen, Letten und Russen inhaftiert. Baborowo mit ungefähr 5000, Wychodnoj mit rund 3000 Gefangenen. Südlich von Nowaja Semlia sind die KZ um Workuta gruppiert. Auch dort soll ein neuer Komplex entstanden sein mit den Schwerpunkten um Workuta, Wiermiensk, Isma, Uchta und Schtschugor, mit etwa 6000 Gefangenen, die hauptsächlich beim Bau einer neuen Eisenbahnlinie und bei der Erdölsuche beschäftigt sind. Die Lebensverhältnisse sollen katastrophal, die Sterblichkeit ungewöhnlich hoch sein.

Eine weitere Zone von Lagern wurde zwischen dem Ural und dem Kaspisee eruiert, nördlich von Swerdlowsk über Ufa bis in die kirgisischen Steppen; Insassen sind hauptsächlich Polen, Ukrainer, Ungarn, Russen, Letten, Esten, Litauer und Kalmücken. Insgesamt etwa 10.000 Menschen.

Auch im Kaukasus soll es mehrere Lager geben, mit angeblich über 11.000 Insassen, die in Steinbrüchen, beim Straßenbau und beim Bau von Bewässerungsanlagen beschäftigt sind; auch sollen Frauen festgehalten werden.

In der Ukraine und im eigentlichen Rußland verzeichnet der Bericht acht Arbeitslager, u. a. bei Perwomajsk, Kaluga, Jaroslaw und bei Woronesch; Insassen sind Polen, Deutsche, Ungarn, Balten, Ukrainer, Turkmenen, Tschechen und Rumänen.

Auf der Halbinsel Kamtschatka wurden aus einem ganzen Netz von Lagern sechs ermittelt; die Zahl der Zwangsarbeiter in dieser Gegend wird mit mehr als 20.000 angegeben. Sie bauen unterirdische Militäranlagen, Tunnels und Straßen.

Weitere Einrichtungen dieser Art, die von Exilpolen festgestellt wurden, liegen nördlich von Wladiwostok und im Knie des Amur. Insgesamt sieben Lager mit Ukrainern, Polen, Deutschen und Russen, etwa 42.000 HäftIinge. Einige Lager sollen auch um den Baikalsee und in Mittelasien, mit dem Schwerpunkt in der Wüste von Karakum, errichtet worden sein.”

Die KZ in der CSSR

Das Grauen der tschechischen KZ (56 an der Zahl), in denen 1945 die Tschechen alle nicht gleich ermordeten und nicht sofort vertriebenen Deutschen, Frauen und Kinder gefangen hielten, wurden in vielen Berichten der Welt zur Kenntnis gebracht, ohne daß sich auch nur eine Stimme oder eine Hand zur Rettung der Unglücklichen in der Welt rührte.

Die Deutschen waren – vor allem in diesen Lagern – bestialischen Massakern und unvorstellbaren Grausamkeiten ausgesetzt. Dabei war die Zeit des Protektorates für die Tschechen die Zeit des höchsten Wohlstandes und der größten Sicherheit gewesen.

“In Böhmen und Mähren war die Ernährung die beste von allen Ländern Europas. Es wurde ungeheuer verdient. Was vorher in der Tschechoslowakei nicht der Fall war, das verwirklichte die deutsche Schutzherrschaft: Vollbeschäftigung, steigender Wohlstand der Massen und sozialer Friede in den Fabriken und Betrieben. Gewiß: das deutsche Protektorat war eine Fremdherrschaft für die Tschechen; aber nie war in der Welt und in der Geschichte eine Fremdherrschaft so sozial und rücksichtsvoll gewesen wie die deutsche.”

(Vgl. hiezu: Reichenberger, Europa in Trümmern. Ferner die der UNO überreichten Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen”. Literaturangaben in Band 7 der Geschichte der Verfemung des deutschen Volkes.)

Über die tschechischen KZ schreibt Hans Udo Stein:

“Ehe man die völlig ausgeplünderten Deutschen die CSR verlassen ließ, mußten sie durch die grauenvollen Lager gehen. Einige dieser Lager haben weltweites Grauen erregt, so das Lager Budweis unter Leitung des blutigen Kommandanten Hrnecek (von den Amerikanern notgedrungen verurteilt, aber dann sofort begnadigt) und Joachimsthal, wo der Massenfolterer Frantisek Kroupa eine Hölle für die Deutschen einrichtete. Es gab 56 KZ in der Tschechoslowakei, darunter das furchtbare Lager von Pribram, wo 3000 deutsche Gefangene, meist Soldaten der Waffen-SS und Sudetendeutsche, gefangengehalten wurden, ferner die Lager von Bratrstvi und Schlackenwerth, in denen überall Deutsche gemartert wurden.”

Die polnischen Konzentrationslager

Eine vatikanamtliche Ausstellung, welche die Verfolgung der Kirche in den Ländern jenseits des Eisernen Vorhanges verdeutlicht, hat in der polnischen Presse wütende Polemiken ausgelöst. Aus einer in der Ausstellung gezeigten Wandkarte geht hervor, daß sich in Polen und in den Oder-Neiße-Gebieten insgesamt 14 Konzentrationslager befinden, deren Insassen besonders auch katholische Geistliche sind. (“DWZ”, vom 9. Dezember 1966.)

Der Generalstabsarzt a. D. Dr. Heinz Essar berichtet über das ehemalige polnische Vernichtungslager Lamsdorf:

“In diesem Lager sind von 8000 zwangsverschleppten Frauen, Männern, Greisen und Kindern etwa 7500 bestialisch erschossen, ermordet oder lebendig in Massengräber geworfen worden. Diese Toten hatten sich niemals politisch betätigt und entstammten kleinen Dörfern, worin sie als Bauern, Kaufleute, Lehrer, Beamte, Priester usw. seit eh und je ihre Pflicht getan hatten. Dieses Verbrechen wurde nach dem Kriege begangen, das heißt nach Verkündung der Atlantikcharta.

Die 8000 Lagerinsassen waren – wie aus dem Bericht hervorgeht – aus 38 Ortschaften des oberschlesischen Kreises Falkenberg zusammengetrieben worden. Wer nicht erschossen oder sonstwie ermordet wurde, mußte verhungern oder an Flecktyphus sterben. Nur 680 überlebten das Todeslager. Dies alles – einschließlich der Namen der Mörder – wurde auch den polnischen Regierungsstellen bekanntgegeben. Es wurde bis heute keine Verfolgung der Täter eingeleitet…”

Die polnischen KZ waren scheußliche Verbrecherzentralen. Wie glücklich wären die Deutschen gewesen, wenn sie in deutschen KZ gewesen wären.

Die jugoslawischen KZ

Jugoslawien konnte nur mit der weitgehenden Unterstützung und Hilfe des Westens sein kommunistisches Regime errichten. Dieses erschlug alle deutschen Mitbürger und vertrieb die überlebenden. Der gesamte Besitz wurde geraubt und beschlagnahmt.

Die Regierung errichtete 30 KZ, in die alle deutschen Mitbürger gesperrt wurden, die nicht rechtzeitig hatten fliehen können. Viele Insassen dieser KZ wurden ermordet oder fielen der unmenschlichen Behandlung zum Opfer. Der überlebende Rest wurde ausgetrieben.

(Vgl. hiezu: Die deutschen KZ in Jugoslawien, Bd. I 94-197, Bd. II 1949-1954, Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld. Weitere Literatur siehe Scheidl, Zur Hölle mit allen Deutschen.)

Die französischen KZ

Die französischen Gefängnisse und Lager haben seit eh und je einen sehr schlechten Ruf. Vor dem Zweiten Weltkrieg sperrten die Franzosen die aus Spanien während des Bürgerkrieges flüchtenden kommunistischen Volksfrontkämpfer in KZ, die sehr gefürchtet waren. Während der beiden Weltkriege wurden in Frankreich wie in den USA und in England die deutschen Staatsangehörigen in KZ interniert; auch die deutschen Juden und die deutschen politischen Flüchtlinge wurden davon nicht ausgenommen.

Nach 1945 wurden in der französischen Besatzungszone deutsche zivile Bürger, Männer und Frauen, zu Zehntausenden ohne Anklage und ohne Urteil willkürlich in KZ gesteckt und ihre Familien der bittersten Not preisgegeben.

Im Algerienkrieg wurden die französischen KZ zu einem Weltskandal. Nach einem Bericht des Internationalen Roten Kreuzes von 1959 gab es mehr als 100 algerische KZ, in denen 1.500.000 Häftlinge interniert waren, also ein Sechstel der gesamten algerischen Bevölkerung.

Eine Delegation des Internationalen Roten Kreuzes besuchte zwischen dem 27. Oktober und 15. November 1959 82 dieser Internierungslager der französischen Armee in Algerien; der Bericht des Internationalen Roten Kreuzes über die Ergebnisse dieser Besuche umfaßt 270 Seiten. Der Bericht erzählt über die grausamen Folterungen in den französischen KZ und Gefängnissen.

Er berichtet, daß internierte Algerier an den gefesselten Händen aufgehängt, bei Verhören geprügelt, mit elektrischem Strom und kaltem Wasser gefoltert und in zahlreichen Fällen “auf der Flucht erschossen” wurden.

In seinem Buche “Was nun, Odysseus?” (Priester Verlag, Wiesbaden, 1960) bringt Paul Rassinier auf Seite 47 ein Zitat aus dem Bericht der französischen Schriftstellerin Françoise Sagan in der französischen Wochenzeitung “Express” über die Folterung und Leiden der Algerierin Djamila Bonpadia. Man fragt sich, woher Länder, in deren KZ sich solches ereignet, die Kühnheit nehmen, sich zum Richter über die deutschen KZ aufzuschwingen, die im allgemeinen Muster an Ordnung waren.

Erich Kern bringt in seinem aufwühlenden Buch “Algerien in Flammen” (Plesse Verlag, Göttingen, 1958) erschütternde Berichte über die algerischen KZ.

(Seite 183/4): “Die sanitären Verhältnisse dieser KZ sind unter jeder Kritik. Der Großteil der Lagerinsassen, die meist in Lumpen gekleidet sind, leidet an Tuberkulose und Dysenterie.

Das weitaus größte dieser französischen KZ ist Djorf … Privatvergnügen des Lagerkommissars war es, Neuankömmlinge mit Ohrfeigen und Faustschlägen zu empfangen, wenn sie die Trikolore am Lagereingang nicht gegrüßt hatten … Lager Diorf … wird durch riesige Stacheldrahtzäune von der Außenwelt abgeschlossen. Sechs Wachttürme und zahlreiche Posten sichern das Lager Tag und Nacht, Nachts wird der Raum vor und hinter dem Stacheldraht durch grelles Scheinwerferlicht erhellt. Drei Wagen patrouillieren, wie Wachhunde das Lager umkreisend, immer wieder in regelmäßiger Reihenfolge.

Die Gefangenen hausen in 17 Gebäuden. Betten gibt es nicht; auch kein Stroh, der Boden wird lediglich von Alphamatten bedeckt. Im Winter gibt es nur dünne, zerrissene Decken, so daß die Gefangenen außer von Hunger auch von Kälte gepeinigt werden. Um 11 Uhr gibt es eine Art von undefinierbarem Ragout mit 15 dkg Brot; abends Dattelkuchen, 2 bis 3 Tomaten und manchmal einige Datteln. Gefangene, die sich krank melden, erhalten eine eigenartige Behandlung: sie besteht im dreimaligen Grüßen der Trikolore und -Aspirin.

Für sogenannte ,Unbelehrbare, gibt es eine furchtbare Strafe: Le tombe – das Grab. Er wird in ein zwei Meter tiefes Loch gestellt und muß den ganzen Tag in der sengenden Sonne Afrikas stehen…”

(Seite 321/2): “Die Lager sind überfällt. Der Tod, der ständige Insasse der französischen KZ, kann gar nicht so hurtig sein, um Raum für Neuzugänge zu schaffen … Das Elend ist nicht mehr zu überbieten…”

Aber nicht nur die Zustände in Algerien, auch jene in den KZ und Gefängnissen in Frankreich selbst sind erschütternd.

Man lese über die französischen KZ und Gefängnisse im allgemeinen und im besonderen über jene der “Libération”, so Albert Londres “Dante hat nichts gesehen”; – so Arthur Koestler, der in seinem Buche “Der Abschaum der Erde” ein Bild von dem Leben in den französischen KZ zeichnet, und Julien Blanc Lustiger, mach deinen Kram”. (“Lustiger” ist in Frankreich ein Soldat der Strafkompanie.) So ferner Pierre Bernard, der die Verhältnisse im französischen Zentralgefängnis zu Riorn i. j. 1939 schildert (“Revolution prolétarienne”, Juni 1947). Und schließlich Rassinier, der in seinem Buche Die Lüge des Odysseus”, Seiten 157-162, die Verhältnisse in den französischen KZ und in den Gefängnissen der “Libération” und das Leben deutscher Kriegsgefangener in französischen Lagern schildert.

Paul Rassinier bringt in seinem Buche “Die Lüge des Odysseus” (1959, Priester Verlag, Wiesbaden) Schilderungen von Augenzeugen über die Zustände in französischen europäischen KZ und Gefängnissen, aus denen wir nachstehendes Zitat entnehmen:

(Seite 159/60): “Um 2.30 Uhr in der Zentrale eingelangt, steht der Häftling Edouard Gentez, Buchdrucker aus Courbevoie, den ganzen Tag in der prallen Sonne. Dann war er acht Stunden in ein Loch eingeschlossen. Nach dieser Frist wird er der Krankenstube zugeteilt. Dort fungiert ein wegen Mordes verurteilter Metzger als Herr. Er hatte seine Geliebte zerschnitten und eingemauert, was ihn für das Amt eines Aufsehers, Doktors und Krankenpflegers geeignet erscheinen ließ. Er ließ nach einer außerordentlichen klaren und einfachen Regel die Kranken zur Krankenstube nur zu, wenn sie zwei bis drei Pakete mit ihm teilten und schickte die zurück, die die kleinsten Pakete hatten …

Weil nun Gentez keine Pakete hatte, war er trotz schwerster doppelseitiger Lungenentzündung und Rippenfellentzündung nicht ins Krankenrevier aufgenommen.

… Er war zur Untersuchung nackt ausgezogen und nackt in eine Zelle bei minus 15 Grad eingesperrt. Er klopft Tag und Nacht, um jemanden herbeizurufen, aber niemand kommt. Am folgenden Tag, den 5. Januar, … findet man ihn tot auf …”

Das spielte sich aber nicht in Mauthausen oder Buchenwald oder in Belsen ab. Nein! Im Gefängnis der französischen Libération im Jahre 1947!

Berichterstatter Pierre Macaigne vom “Figaro” besichtigte im Juli 1957 das KZ Messemnorg, wo er Tausende von Menschen in entsetzlichem Zustand sah.

Im Bericht von Louis Martin Chauffier “L’homme et la bête”, Czallimard, Paris 1948, heißt es:

“Alle französischen Gefangenen sind sich darüber einig, daß sie es im KZ Weimar besser hatten als in Frèsnes oder anderen französischen Gefängnissen.”

Und in der “Deutsch-amerikanischen Bürgerzeitung”, Chicago, vom 13. August 1959, lesen wir auf den Seiten 1 und 2:

“Kein Franzose kann heute behaupten, die französischen KZ in Algerien seien ihm nicht bekannt. Ein a m t 1 i c h e r Bericht spricht von rund einer Million Insassen, Männer, Frauen und Kinder. Die Kindersterblichkeit in den Lagern ist enorm. Die Tortur ist die ständige Praxis der französischen Armee in Algerien. Ein Schweizer Legionär gab vor einem Schweizer Gericht die eidesstattliche Erklärung ab:

‘Unsere Offiziere (in der französischen Fremdenlegion) verbrannten algerische Gefangene, indem sie sie mit Benzin übergossen und dann anzündeten.’ “

Über das Grauen der französischen KZ berichtet eine Unzahl französischer und anderer Dokumentarberichte, die wir in Band 7 dieser Geschichte im Abschnitt “Die Kriegsverbrechen der Anderen” zitieren.

Vgl. dazu auch: Servan-Schreiber, Jean-Jacques, Leutnant in Algerien, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1947. Erich Kern: Algerien in Flammen, Plesse Verlag, Göttingen, 1958.

Die belgischen Internierungslager

In Belgien wüteten nach der Befreiung von der deutschen Besatzung die sogenannten “Belgischen Partisanenarmeen” und die sogenannte “Onafhangelikheidsfront Wallonien” (im flämischen Landesteil OF und in Wallonien FI abgekürzt). Sie machten im ganzen Lande Jagd auf “Deutschenfreunde” und trieben sie in ein Internierungslager zusammen.

Jan de Geus hat dokumentarische Unterlagen über das unvorstellbar grausame Wüten dieser Mordbanden gesammelt. Seiner Schilderung entnehmen wir die nachstehenden Stellen (“NZ” vom 8. Jänner 1965):

“Für Hunderttausende Belgier begann mit der ,Befreiung, des Landes eine Zeit grauenhaften Schreckens. Wehe, wer als Deutschenfreund denunziert wurde. Die Gelegenheit wurde auch dazu benutzt, persönliche Feinde oder geschäftliche Konkurrenten umbringen zu lassen. Die Opfer wurden in Internierungslagern gesammelt …

In der Gendarmeriekaserne Kroonlaan in Brüssel wurden den Frauen und Mädchen die Kleider vom Leibe gerissen und die Brustwarzen mit Zigaretten verbrannt … Viele wurden auf diese Weise solange gefoltert, bis sie wahnsinnig vor Schmerzen wurden … Eine schwangere Frau, die auf einem LKW eingeliefert wurde, kam nur sehr schwer vom Wagen. Man warf die Gefangene einfach vom Wagen und bearbeitete dann ihren Schoß mit Ketten. Denn das Kind, das sie trug, konnte ja nur ein “moffenjong” (Schimpfname für die deutschen Kinder) sein … einem 20jährigen Mädchen wurde ein Hakenkreuz in die Stirn gebrannt. Dann wurde sie der Reihe nach an acht der ,Bewacher, verschenkt.

Vier Mädchen wurden acht Tage lang in einen Keller gesperrt. Dort mußten sie nackt auf Händen und Füßen vor ihren Bewachern auf dem Boden herumkriechen … was weiter geschah, ist so ekelerregend, daß man es nicht niederschreiben kann. Im Gefängnis St. Gillis wurden Männer zu den übelsten Perversitäten widernatürlicher Unzucht gezwungen …

Ungefähr 50 junge Mädchen zwang man, sich auf dem Kasernenhof nackt auszuziehen. Dann mußten sie nackt tanzen. Anschließend wurden sie an zusehende Negersoldaten ,verschenkt,.

In der Erkenrode-Kaserne zu Hassel wurden internierte Mädchen gegen Zigaretten an betrunkene alliierte Soldaten verkauft. Eine der Betroffenen wurde elfmal vergewaltigt.

In Paal haben die Bewacher den Frauen die Zunge verbrannt; Frauen wurden entkleidet und dann an betrunkene Neger verkauft.

In Eigenbilzen zerschmetterten die Partisanen die Hände ihrer Opfer zwischen den Türen. Einer Mutter zermalmte man die Zähne, während die Kinder zuschauen mußten.

In Bree befanden sich am 15. September 1944 ungefähr 15 internierte Frauen und junge Mädchen. Zwei 18jährige Mädchen wurden unter den Augen ihrer Eltern gefoltert. Die Bewacher stießen lange Stricknadeln in die Brustwarzen. In Antwerpen wurden verhaftete Rexisten nach den Folterungen in die Raubtierkäfige des Zoologischen Gartens gesperrt. In der Provinz Limburg sind über 400 Fälle von Folterungen notiert: verbrannte Brüste, zermalmte Zähne, Vergewaltigungen usw.

Ganz gleiche Zustände herrschten im KZ Breendonk I und Breendonk II. In der Caserne Tresignies, in Charleroi wurden die Gefangenen an Marterpfähle gebunden und gefoltert. Bei den Folterungen wurde ein deutscher Stahlhelm benutzt, an dessen Seiten Holzklötze und Schrauben montiert waren. Der Vernehmer, setzte seinen Opfern den Helm auf und drehte die Schrauben an, so daß der Schädel zwischen den Klötzen gepreßt wurde.

In Chinay wurden Rexisten von den bewachenden Partisanen mit dem Gebiß an Fleischerhaken aufgehängt.

Frau R. G. (Braine l’Alleud), im achten Monat schwanger, wurde das Opfer betrunkener Bewacher. Sie starb. Herr P. H., ein Schwerkriegsinvalider und Inhaber mehrerer Auszeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg, wurde an eine Hundekette befestigt, durch Prügel gezwungen, in eine Hundehütte zu kriechen und aus der Hundeschüssel zu essen, ohne seine Hände benützen zu dürfen. Die bewachenden Gendarmen verlangten von den Zuschauern ein Eintrittsgeld von 2,50 belgischen Franken.

In Vervier mußte ein katholischer Priester gezwungen in aller Öffentlichkeit mit einer Frau verkehren, die auf einem Schubkarren saß.

In Montagne wurden Frauen nackt mit dem Kopf nach unten angebunden und geschlagen. Was dann noch mit ihnen geschah, kann aus naheliegenden Gründen nicht gesagt werden. Auch in Gesselies kamen neben den gewöhnlichen Folterungen und Vergewaligungen zwei besonders abscheuliche Delikte vor, die nicht wiederzugeben sind.”

Abscheuliche Szenen, die sich in der Gendarmeriekaserne Kroonlaan abspielten, schilderte 1947 die damals erscheinende Wochenzeitung “Rommelpost”.

Die holländischen KZ

In Holland wurden 1945 nach dem Abzug der deutschen Truppen 116 KZ errichtet, in denen 130.000 deutsche und holländische Männer, Frauen und Kinder gefangen gehalten und auf die barbarischeste Weise gemartert und gequält wurden. Viele dieser wehrlosen Häftlinge verstarben an der barbarischen Behandlung.

Der holländische Theologieprofessor Dr. H. W. van der Vaart Smit schrieb über diese holländischen KZ und die dort begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einen geradezu aufreizenden Bericht “Kamptoestanden”. Er schildert darin die Lagerzustände in den holländischen KZ nach Aufhebung der deutschen Besetzung der Niederlande.

Der “Interessenverband der vertriebenen Hollanddeutschen” in Düsseldorf, Humboldtstraße 40, publizierte einen Auszug aus dieser Broschüre.[2] Im Vorwort hiezu schrieb Professor Mr. G. M. G. H. Russel:

“Die Broschüre von Dr. van der Vaart Smit ist unvollständig. Sie schildert die Wirklichkeit nur annähernd.”

“Die HäftIinge wurden vollständig ausgeplündert. Die Ernährung war völlig unzureichend. Die Behandlung grausam. Schwere Mißhandlungen an der Tagesordnung. Tausende litten an Hungerödem. Zehntausende wurden andauernd mißhandelt, geschlagen mit Gummiknüppeln, Gewehrkolben, Peitschen, Stöcken und ähnlichem. Und das nicht nur im Jahre 1945, sondern auch 1946, sogar noch bis 1947 im ganzen Lande.

Besonders berüchtigt war das Lager ‘Borger’, wo ein weiblicher Lagerkommandant (Elly) bewaffnet mit einer mittelalterlichen siebensträhnigen, mit Knoten versehenen Peitsche über Männer und Frauen regierte. – Was im Lager Westerbork den Frauen angetan wurde, wagen viele Frauen und Mädchen aus erklärlichem Schamgefühl nicht einmal ihren nächsten Anverwandten zu erzählen. Nackt ausziehen durch das männliche Bewachungspersonal war die Regel. Unsittliche Greueltaten, die man im 20. Jahrundert nicht für möglich halten sollte, wurden hier ohne Zahl begangen. Im Lager ‘Duindorp’ wurde erwiesenermaßen einem Mädchen durch einen Bewacher die Brust abgedreht. Im Frauenlager ‘Plompetorengracht’ in Utrecht gab es noch im Winter 1945-1946 Nacktparaden im Freien. In ‘Westerbork’ wurden schwangere Frauen unbeschreiblich mißhandelt. Frauen wurden mit verbundenen Augen und festgebunden von ganzen Gruppen vergewaltigt …”

Wegen der angeblichen deutschen KZ-Greuel brennt der Haß gegen Deutschland in Holland lichterloh. Die deutschen KZ waren Paradiese gegen die holländischen KZ. Die Berichte über sie sind teilweise so grauenhaft, daß man sie nicht wiederholen kann.

Jenen Holländern, die sich über die deutschen KZ moralisch so sehr entsetzten, daß ihr Haß gegen Deutschland kein Maß kennt, empfehlen wir die Lektüre dieses grauenhaften Buches. Hier noch einige Zitate:

“Kamp Levantkade in Amsterdam: In diesem Kamp waren schwere Mißhandlungen an der Tagesordnung. Gewöhnlich wurden diejenigen, die man nehmen, wollte, gezwungen, auf allen vieren zu gehen, mit der Sitzfläche nach oben. Dann wurden sie mit Gummiknüppeln, Gewehrkolben oder Knüppeln durchgeprügelt. Häufig machte man das sogenannte ‘Grammophonplattendrehen’, das den Bewachern besonderen Spaß bereitete, Da mußten die Opfer mit einem Finger im Ohr, mit der anderen Hand auf dem Boden sich um eine Achse drehen. Das Tempo wurde dabei durch Prügel beschleunigt. Selbst starke Männer bekamen bei dieser Tortur nach einer Viertelstunde Schaum vor dem Munde und brachen bewußtlos zusammen. Wer das Lagerleben nicht durchhalten konnte und krank wurde, verschwand im Strafbunker und fand dort das Ende.

In Vlaardingen im Lager ‘De vergulde Hand’ (Die vergoldete Hand) wurden je 20 Mann an eine Kette gelegt. Solch eine Kette bestand aus halbdaumenstarken Eisengliedern, die zusammen neun Pfund wogen. Sich entkleiden konnte man natürlich nicht. Die Männer mußten immer alles gemeinsam machen: sie mußten zusammen aufs WC, lagen gemeinsam zusammen im Stroh und mußten genau zur gleichen Zeit aufstehen. Die Knöchel gingen durch das Reiben der Kette entzwei, ärztliche Hilfe dafür gab es nicht. Noch 1947 habe ich durch diese Eisen verursachte Wunden gesehen

Als besondere Tatsache darf erwähnt werden, daß das für Männer und Frauen bestimmte Lager Borger mit etwa 200 Internierten eine weibliche Lagerkommandantin hatte: Elly, eine Straßenhure, die mit einer völlig mittelalterlichen, aus sieben langen, mit Knöpfen versehenen Riemen geflochtenen Peitsche ausgerüstet, Männer und Frauen regierte. Sie ließ ihre Opfer sich entblößen, sich bücken und schlug sie dann zur Bestrafung von echten oder vorgegebenen Vergehen unbarmherzig mit diesem Instrument. Sie ließ auch oft damit durch ihr Personal prügeln …

Frauenlager Westerbork: Was hier den Frauen angetan worden ist, spottet jeder Beschreibung. Viele Frauen und Mädchen konnten,

was ihnen angetan worden war, aus begreiflicher Scham nicht einmal ihren nächsten Verwandten erzählen. Nackt ausziehen durch Trupps sadistischer Männer, Bewachungspersonal und zurückgebliebener Juden, – Kahlscheren von Kopf bis Fuß war Regel bei den ersten Transporten. Mehr als einmal schlug man sie mit dem Gummiknüttel auf die Geschlechtsteile, ,um die kleinen Nazis herauszuholen,. Frauen, denen man die Augen verband und die man auf dem Boden festband, wurden von ganzen Trupps mißbraucht. Mitgeteilt wurde uns, wie einer Frau (ihr Name ist uns bekannt; sie wurde später ärztlich versorgt und mußte 1948 noch einmal operiert werden) mit dem Gewehrkolben eine große Wurzel in den Geschlechtsteil getrieben wurde, so daß der Unterleib aufgerissen wurde und die Gebärmutter herausoperiert werden mußte. Nacktparaden und Mißhandlungen unsittlicher Art sind nicht nur eine Besonderheit von Westerbork gewesen. Sie wurden von vielen Stellen und aus allen Teilen des Landes gemeldet, zu den unglaublichsten.

Zum Beispiel, daß im Lager Apeldoorn ein Fall nachgewiesen wurde, wo ein Bewacher einem Mädchen die Brust abdrehte. Andere Zeugen teilen mit, daß sie in Apeldoorn gesehen haben, wie man ein auf dem Rücken liegendes Mädchen festband, einen Trichter in ihr Geschlechtsorgan schob, und die Bewacher in den Trichter hinein urinierten

Was in dem Lager A 1 b i n o, in der Kornbörse zu Groningen, in Dordrecht, in Gorinchen mit Frauen geschah, das ist zu f u r c h t b a r, um es sagen zu können.

Nicht unerwähnt sollen die Musterungen in Zweeloo bleiben. Hier machten sich der Lagerkommandant und seine Gehilfen einen Spaß daraus, die Menschen mit schweren Stöcken auf den Kopf zu schlagen…”

Das Buch erzählt auch vom grauenhaften Folterkeller der Blauwkavel bei Utrecht, vom Mordkeller Honswijk, zehn Meter unter dem Grund, vom Lager Oude Mollen bei Naarden, wo die Bewacher ungestraft Menschen totschlugen. Selbst in Lazarette und Krankenhäuser drang die “Kommunistisch-christliche Widerstandsbewegung” ein und mißhandelte die dort untergebrachten holländischen Ost-Freiwilligen.

In Amersfoort kam einmal ein Transport Amputierter an, etwa 20 Mann in Begleitung einiger Schwestern: Die Unglücklichen wurden Stück für Stück wie Pakete auf den Boden geworfen. Der Jüngste, ein 20jähriger ohne Beine, fiel so unglücklich, daß eine internierte Krankenschwester, ein Mädchen aus Bergen, sich nicht länger beherrschen konnte und das Bewacherpack mit ihrem Schuh angriff. Das kostete einem Bewacher einige Zähne, worauf dieser dem Mädchen in den Schenkel schoß…

Das Buch enthält auch eine Schilderung der Folterung des hochangesehenen Anwalts Prof. G. M. G. H. Russell. Die Geschichte dieser Marterung allein und viele andere Greuel stellen alles in den Schatten, was man sonst aus den Martyrologien der heiligen Märtyrer kennt.

Vgl. hiezu in Band 7 dieser Geschichte den Abschnitt Holländische Kriegsverbrechen«.

Die chinesischen KZ

“Mao Tse-Tung hält allein in einem Lager in Hotschiang – Bezirk in der Provinz Heilungkiang – 160.000 Menschen als Politische, und Kriminelle, gefangen.”

Diese Aussage machte der 27jährige ehemalige Sicherheitsoffizier in der chinesischen Botschaft in Stockholm, Tschao Fu, vor dem Unterausschuß des amerikanischen Senates für innere Sicherheit. Wie Tschao Fu erklärt, leben die Gefangenen in diesen Lagern schlimmer als Tiere. Tschao Fu lebt jetzt in den USA.

Die KZ in anderen Ländern

Außer in den vorstehend angeführten gab es auch in vielen anderen Ländern Konzentrationslager; so in Italien (auf den Liparischen Inseln usw.), in Ungarn, Rumänien usw. Dabei waren die Verhältnisse in den deutschen KZ durchaus in allen Belangen unvergleichlich besser als in den KZ der “Anderen”. Man kann sich angesichts dieser geschichtlichen Tatsachen nur wundern über die Verlogenheit und Anmaßung, mit der diese Länder in der Frage der KZ über Deutschland zu Gericht zu sitzen wagen. In den deutschen KZ herrschte – bis auf die Tage des Zusammenbruchs, als sich jede Ordnung auflöste – Ordnung, Disziplin und es gab ausreichende Verpflegung.


[1] Während des ganzen Burenkrieges beliefen sich die Verluste der Buren auf 34.116 Menschen. Davon fielen nur 3990 in den Schlachten; 1061 starben an Krankheiten und an den Folgen von Verwundungen; weitere 1118 kamen als Kriegsgefangene auf St. Helena, Ceylon, den Bermudas oder in Indien um. Alle übrigen, also 27.947, gingen in den in jeder Beziehung vernachlässigten Konzentrationslagern elend zugrunde. Von diesen 27.947 OPfern der britischen Konzentrationslager waren nur 1676 kriegsuntaugliche Männer über 16 Jahre und 22.074 Kinder (!) unter 16 Jahren und 4100 Frauen.
Danach entfallen also 82 Prozent der burischen Kriegsopfer auf die britischen Konzentrationslager, davon etwa zwei Drittel Kinder.
“Die in den englischen KZ für die Buren herrschenden Verhältnisse verursachten den Tod von nicht weniger als einem Zehntel des gesamten Burenvolkes.” (Grenfell, Bedingungsloser Haß, Seite 201.)
“Von den 90.000 kämpfenden Burenmännern kamen 5000 um; in den KZ starben allein 20.000 Kinder.” (Emily Hobhouse, The brunt of the war and where it fell. Wohin der Krieg am härtesten traf.)
Tatsächlich starben in den britischen KZ mehr als 4100 Frauen, 22.000 Kinder und 1600 dienstuntaugliche Männer.

[2] Dr. H. H. W. van der Vaart Smit: “Kamptoestanden 1944/45 bis 1948” mit einem Vorwort von Prof. G. M. G. H. Russell. 1944. 4. Aufl., N. V. Uitgeverij, Keizersbroon, Haarlem.

Die KZ waren streng abgeschlossen von der Außenwelt

Die KZ sollten Gefängnisse ersetzen. Wie überall waren auch in Deutschland die KZ genauso streng abgeschlossen von der Außenwelt, wie Gefängnisse im allgemeinen und überall von der freien Außenwelt abgeschlossen sind.

Dazu kommt noch eines: Die Vorgänge in den deutschen KZ geschahen im Schatten eines totalen Krieges. Diese Entschuldigung kann für die Vorgänge in den KZ der Alliierten und die schrecklichen Zustände dort in den Jahren nach 1945 n i c h t geltend gemacht werden. Wir wollen absehen von der UdSSR; aber England und Frankreich, die so stolz auf ihre persönlichen Freiheiten und ihre demokratischen Gesetze sind, unterhielten (und unterhalten zum Teil heute noch) Konzentrationslager, in denen Menschen ohne Gerichtsurteil festgehalten wurden bzw. noch werden und schlimmen und schlimmsten Dingen ausgesetzt waren bzw. noch sind.

Selbst ein so prominenter Deutscher, wie Professor Dr. Friedrich Grimm, ein Angehöriger der geistigen Elite seiner Zeit, hat nichts von deutschen KZ-Greueln gewußt. Er schreibt darüber (Dr. Friedrich Grimm, “Mit offenem Visier”, Druffel Verlag 1961, Seite 67 ff.):

“In Nürnberg erfuhr ich zum ersten Male etwas über die KZ.

(Professor Grimm war Häftling in Nürnberg.)

Im Zeugenflügel des Gefängnisses saß mir gegenüber der frühere SS-Richter M. Er wußte Bescheid … er war zunächst SS-Richter gewesen, dann von Himmler abgesetzt, weil er nicht scharf genug war … sei ins KZ gekommen, aber nach einem Jahr entlassen worden. Er wurde dann Untersuchungsfährer beim Reichskriminalamt in Berlin zur Feststellung von Unregelmäßigkeiten in den KZ …

Er erzählte: Der erste Fall, den er aufgeklärt habe, sei der Fall Buchenwald gewesen. Er habe festgestellt, daß dort einige unerlaubte Tötungen und Schiebungen vorgekommen seien. Daraufhin seien der Lagerkommandant Koch und mehrere andere Angehörige des Bewachungspersonals verhaftet, von einem SS-Gericht abgeurteilt und Koch sowie etwa zehn Mittäter hingerichtet worden … Zusammenfassend habe ich aus den Berichten M.s folgendes entnommen:

Bei den KZ sei die erste irreguläre Periode von 1933 (etwa drei Monate) von der späteren Zeit zu unterscheiden. Damals wurden die KZ von der SA eingerichtet … Damals sind in der Tat Unregelmäßigkeiten vorgekommen, und viele Juden waren unberechtigt eingesperrt gewesen. Es waren dann nur noch wenige Juden in den KZ und es gab auch Rechtsgarantien. Verteidiger wurden gehört. Dies hat auch mein Bruder bestätigt, der Rechtsanwalt in Oranienburg war. Alle drei Monate wurde eine Haftprüfung durchgeführt und entschieden, ob der Grund für die administrative Internierung weiter bestand.

Eine zweite Zeit der Unregelmäßigkeiten begann mit der Aktion nach der Ermordung von Raths im November 1938. Damals wurden so viele Juden festgenommen und in die KZ gebracht, die diesem Massenandrang nicht gewachsen waren. Diese sehr unerfreuliche Aktion wurde nach mehreren Wochen beendet. Die Juden seien wieder freigekommen und dann meist ausgewandert. Bei Kriegsbeginn befanden sich in allen KZ Großdeutschlands noch etwa 20.000 Internierte, davon etwa 10.000 Kriminelle. Unverbesserliche, wie sie auch früher in Arbeitshäusern lebenslänglich eingesperrt waren und etwa 10.000 Politische, darunter angeblich nur 87 Juden. Man könne also nicht sagen, daß die KZ bis zum Kriege, abgesehen von den ersten drei Monaten und der Episode des Novembers 1938 im wesentlichen der Judenverfolgung dienten. Die große Aktion gegen die luden soll dann – nach M. – erst Ende 1941 angeordnet und von 1942 an durchgeführt worden sein.

Nach M. seien die Vorwürfe wegen der Zustände in den KZ im allgemeinen unbegründet. Unterbringung, Verpflegung und Behandlung seien gut gewesen, auch die Hygiene. Ernsthafte Vorwürfe gegen die KZ-Verwaltung seien im wesentlichen für das letzte halbe Jahr des Krieges zu erheben und vielfach durch die damals auftretenden allgemeinen Schwierigkeiten (Krieg, Zusammenbruch, Kriegsoperationen) zu erklären.

Ein Sonderfall allerdings sei die Angelegenheit Buchenwald-Nordhausen gewesen. Buchenwald habe ein Unterlager bei Nordhausen errichtet, zu dem viele Ausländer, auch Franzosen, kamen. Es handelte sich um unterirdische Werkstätten zur Herstellung von V 2, die in Berghöhlen angelegt waren Man hatte diesen Betrieb, weil die Fabrikation so eilig war, eröffnet, bevor die hygienischen Einrichtungen zur Unterbringung der Leute fertiggestellt waren. Unterkunft, Toiletten, Verpflegung, Arbeitsbedingungen (Staub) waren unzulänglich. Die Verantwortung hierfür trage die Dienststelle, die angeordnet hatte, daß die Fabrikation trotz mangelnder Einrichtungen sofort beginnen müsse, um so schnell wie möglich V 2 liefern zu können.

In Buchenwald sind durch einen feindlichen Luftangriff viele Häftlinge umgekommen, darunter auch der SPD-Politiker Breitscheid, wie einwandfrei feststeht. über Thälmann konnte ich nichts Genaues erfahren.

Ich habe auch mit anderen Herren in Nürnberg über die KZ gesprochen. Sie wußten alle nur etwas vom Hörensagen. Bezüglich der Zahlen nahm man allgemein an, daß sie übertrieben und Propagandazahlen seien

Was ich von M. erfuhr, war das Genaueste, was ich bisher über KZ gehört hatte. Aber ist M. glaubwürdig?”

Grimm nennt seinen düsteren Gesprächspartner “unheimlich” Er schreibt über ihn:

“Vielleicht hat M. sich auch zur Rettung seiner Person der Gegenseite zur Verfügung gestellt und befand sich im Zeugenflügel, um die anderen auszuhorchen oder zu beeinflussen! Trotz der Ruhe, mit der er erzählte, lag in seinem Gehaben etwas Nervöses. Er schrieb den ganzen Tag bis spät in die Nacht hinein auf der Schreibmaschine und hatte eine Doppelzelle, in der viele Akten lagen. Ich hatte leider in den wenigen Tagen in Nürnberg nicht genügend Zeit, um mir über M. ein abschließendes Urteil zu bilden.«

Die Insassen der KZ

Es ist eine Lüge, daß in den KZ nur oder vorwiegend nur politische Gegner des Regimes inhaftiert wurden. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Insassen waren Menschen anderer Art. Die KZ-Insassen gliederten sich:

  1. Berufsverbrecher (BV) saßen dort in befristeter Vorbeugungshaft; kriminell Verurteilte (SV – Sicherheitsverwahrte) verbrachten ihre Strafzeit im KZ statt in Gefängnissen. Gewohnheitsverbrecher, bei denen nach Abbüßung der Strafe eine Besserung nicht zu erwarten war, wurden als Schutzhäftlinge in die KZ eingewiesen, um die Gesellschaft vor ihnen zu schützen.
  2. Asoziale: Landstreicher, Jahrmarktsgauner, arbeitsscheue Individuen, Zuhälter, Vagabunden, Taschendiebe, Schmuggler, Zigeuner und dergleichen Schädlinge und gefährliche Elemente.
  3. Homosexuelle und Prostituierte.
  4. Preistreiber, Schleichhändler, Schwarzschlächter, Saboteure.
  5. Deserteure und Marodeure; Dienstverweigerer und Wehrkraftzersetzer.
  6. Erst darüber hinaus wurden auch gegnerische politische Funktionäre, soweit sie als Organisatoren gefährlich erschienen oder bei gegnerischer Arbeit ertappt wurden, inhaftiert; politische Gegner, die nicht offen feindlich gegen das Regime arbeiteten, blieben ungeschoren
  7. J u d e n wurden (ausgenommen von der ausnahmsweise durchgeführten Aktion nach der Ermordung Raths im November 1938, bei der etwa 20.000 Juden einige Wochen inhaftiert wurden), nur dann in ein KZ verbracht, wenn sie einer der unter Punkt 1 bis 6 genannten Gruppen angehörten. Das änderte sich erst, als die Lager immer mehr den Charakter von Arbeitslagern bekamen (wie besonders in Auschwitz-Birkenau) und Juden (wie auch zivile Fremdarbeiter und Kriegsgefangene) als Arbeitskräfte in die Lager kamen.

Mehr als 80 Prozent der KZ-Insassen waren kriminelle Elemente

Die Sicherheitsverwahrung krimineller und asozialer Schädlinge der menschlichen Gesellschaft ist notwendig; große Lager mit weitem Bewegungsraum scheinen mir dafür viel geeigneter als die durch Kerkermauern räumlich beschränkten Gefängnisse und Arbeitshäuser. Für die Schutzhaft politischer Gegner läßt sich noch einiges Verständnis aufbringen, wenn diese Absonderung in zivilisierten, die Freiheit möglichst wenig beschränkenden Formen und als nicht diskriminierende “Kavaliershaft” durchgeführt wird. Gänzlich unentschuldbar aber und ein reines Verbrechen ist es, politische Gegner mit kriminellen Häftlingen, mit Verbrechern und dem moralischen Auswurf der menschlichen Gesellschaft zusammenzuwerfen. Die Größe und Verabscheuungswürdigkeit dieses Verbrechens wird nur durch seine politische Dummheit übertroffen.

In den KZ bildeten die Kriminellen jederzeit eine gewaltige Mehrheit gegenüber den Politischen. Im Kriege verschob sich dieses Verhältnis noch immer mehr, weil immer mehr verurteilte Sträflinge aus den Gefängnissen zur Arbeitsleistung in die Lager eingewiesen wurden, die immer mehr den Charakter von Arbeitslagern annehmen. Als nach der Kapitulation eine sowjetzonale Justizbehörde dieses Zahlenverhältnis genauer erfassen wollte, gelang es trotz größter Bemühungen nicht, mehr als 13 Prozent der Lagerinsassen als politische Häftlinge festzustellen.

K l e i s t (“Auch Du warst dabei”, Seite 307/8) schreibt dazu:

“Wenn wir von den Juden absehen, so ist die Gesamtzahl der Deutschen, die jemals in einem KZ gesessen haben, rund 500.000.

Wenn wir von diesen selbst 20 Prozent (was zweifellos zu hoch ist) als politische Häftlinge anerkennen, so sind das ganze 0,125 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung. Diese 0,125 Prozent geben uns ein Bild vorn effektiven Ausmaß des Terrors der Gestapo gegen das deutsche Volk. Wohl ist die Gestapo ein Damoklesschwert, aber kaum anders als entsprechende staatliche Vorrichtungen in den demokratischen Ländern des ,Westens, wie z. B. die englische Regulation 18 b, die es dem Innenminister erlaubte, jedermann ohne Gerichtsurteil internieren zu lassen. Es wäre interessant zu wissen, wieviele Internierte es im britischen ,Weltreich, in Palästina, Ägypten oder in den USA gab und wieviele davon z. B. in den Interniertenlagern in Niederländisch-Indien umkamen?”

Die Kriminellen und Asozialen” in den deutschen KZ

“Der Häftling ist des Häftlings ärgster Feind.”

Abgesehen von den “Politischen”, den Bibelforschern” und einigen wenigen anderen Gruppen war die Mehrzahl der KZ-Insassen (85-90 Prozent) wertloses Gesindel, das kein Mitleid mit seinem Schicksal verdiente. Dieses Gesindel war es auch, das in der Hauptsache den Mithäftlingen im KZ den Aufenthalt so erschwerte, ja in einigen Fällen zur Hölle machte.

In den KZ herrschte in weitestgehendem Ausmaße das Prinzip der Selbstverwaltung durch die Häftlinge. Dieses verbrecherische Gesindel und diese charakterlich wertlosen Menschen verstanden es, sich mit Geschick und mit Gewalt in die verschiedenen Aufsichtsfunktionen innerhalb der Häftlingsselbstverwaltung in den KZ einzudrängen, über die Mithäftlinge ein Schreckensregiment auszuüben und ihnen das Leben zu verbittern. Ganz abgesehen von diesen Kapos” und Aufsichtspersonen aller Art war es auch sonst nur zu häufig so, daß sich die Häftlinge untereinander das Leben gegenseitig erschwerten, statt es sich zu erleichtern, so daß man nur zu sehr mit Recht sagen muß: Der Häftling war des Häftlings ärgster Feind.”

Ohne sich für KZ zu begeistern, muß gesagt werden, daß KZ für Kriminelle, für Verbrecher, nicht nur durchaus vertretbar, sondern den Zellengefängnissen in den Zuchthäusern weitaus vorzuziehen sind. Es darf nur nicht übersehen werden, daß weit mehr als fünf Sechstel der KZ-Insassen Kriminelle waren, asoziale Verbrecher, die zum Schutze der Gemeinschaft dort abgesondert waren. Eine amerikanische Persönlichkeit gestand:

“,Wir haben uns getäuscht. Es dauerte lange, bis wir erkannten, daß die Insassen der KZ keineswegs alle Ehrenmänner waren und unser Mitleid verdienen. Wir haben zu spät herausgefunden, daß es darunter auch viele Verbrecher gab.”

Benedikt Kautsky, der sieben Jahre in deutschen KZ verbrachte, schreibt über die Kriminellen in den KZ (,Teufel und Verdammte”):

(Seite 14): “… Man stellt (bei der Bemitleidung der Insassen der KZ) nicht die Frage, ob das Mitleid mit allen Insassen am Platze ist oder nicht … Es gab Verbrecher und Lumpen, die im KZ ihre Kameraden erschlugen und bestahlen…”

(Seite 168 ff.): “… Unbestreitbar ist die Not der Anlaß vieler … Verbrechen; aber sie ist nur in Ausnahmefällen die eigentliche Ursache. Die eigentliche Ursache der Verbrechen ist fast immer eine verbrecherische Veranlagung … die auch trotz günstiger Lebensbedingungen zum Verbrechen führt … Die verbrecherisch Veranlagten werden Verbrechen begehen, auch wenn man sie in die besten Verhältnisse versetzt. Und mit solchen verbrecherisch Veranlagten hatten wir es bei den Kriminellen in den KZ so gut wie ausschließlich zu tun.

Diese Verbrecher waren keine Kraftnaturen, die aus überschüssiger Lebenskraft die engen Grenzen des bürgerlichen Daseins sprengen wollten. Affektverbrecher waren Überaus selten unter den Kriminellen der KZ zu finden, sondern vorwiegend Gewohnheitsverbrecher der niedrigsten Art: Betrüger, Diebe, Einbrecher, Zuhälter, Sittlichkeitsverbrecher, Gewalttäter. Die meisten von ihnen waren absolut hemmungslos und deshalb von schauerlicher Roheit und unstillbarer Gier

S i e  w a r e n in Wahrheit die Pest der Lager bei ihnen ist keinerlei Mitleid angebracht. Auch das Argument, sie hätten durch ihr Leben im Lager gebüßt, ist ganz fehl am Platze. Sie haben vielmehr auf Kosten ihrer Mithäftlinge ein besseres Leben geführt, als es ihnen in der Freiheit möglich gewesen wäre, ganz abgesehen davon, daß sie zweifellos schon längst wieder im Zuchthaus gesessen wären, wenn man sie nicht ins Lager eingesperrt hätte.

Ich will die Methoden, Menschen ohne Gerichtsurteil auf unbestimmte Zeit eingesperrt zu halten, nicht rechtfertigen. Auch die Tatsache, daß es sich um unheilbare Schädlinge der Gesellschaft handelt, genügt hierfür nicht. Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß der von den Nazis ausgesprochenen Sicherheitsverwahrung ein vernünftiger Gedanke zugrunde liegt und daß auch hier vorbeugen besser als heilen (und strafen) ist. Wenn man die Gewißheit

gewonnen hat, daß ein Verbrecher immer wieder rückfällig wird, dann sollte das Gericht die Möglichkeit haben, ihn zu isolieren und die Gesellschaft vor seinen Verbrechen zu bewahren, statt zu warten, bis er ein neues begeht. Aber man darf solche Menschen nur mit ihresgleichen, auch nicht mit leichten Verbrechern, zusammensperren.”

Die Berichte der Haß- und Hetzapostel geben uns ein verzerrtes Bild der KZ-Verhältnisse. Sie verschweigen insbesondere, daß die Mehrzahl der KZ-Insassen tatsächlich den Abhub und Abschaum der Menschheit darstellte, an die jedes Mitleid verschwendet wäre. Die Kommunistin Grete Buber-Neumann berichtet über ihren Aufenthalt im Frauen-KZ Ravensbrück (“Als Gefangene bei Stalin und Hitler”, Seite 220 f.):

“Schon beim Betreten der Baracke dröhnte mir ein ohrenbetäubender Lärm entgegen Zusammen mit Liesl betrat ich den Tagraum der A-Seite von Block 2, wo ich das Amt der Stubenältesten übernehmen mußte. Erst nachdem die Blockälteste (Liesl Müller) mit einem harten Gegenstand auf einen Metallkübel mit voller Wucht geschlagen und ,Ruhe, geschrien hatte, verstummte die tobende Meute und sah mich an. Mit den Worten ,Das ist jetzt eure neue Stubenälteste!, stellte mich Liesl Müller vor.

Meine erste Amtshandlung war das Austeilen des Mittagessens. ‘Während des Essens hatte absolute Ruhe zu herrschen’, so lautete der Befehl. Da stand ich nun mit hochrotem Kopf, die Ausschöpfkelle in der Hand von hundert Gesichtern umringt, die alle durcheinander schrien .. . Nachdem ich mich ein wenig an die verwirrende Atmosphäre gewöhnt hatte versuchte ich, in Kontakt mit diesen asozialen Häftlingen zu kommen ich erlebte nichts als Enttäuschungen Der Zählappell wurde mir zur einzigen Erholung! Wenigstens zweimal am Tag ohne brüllendes Durcheinander in Ruhe an der frischen Luft stehen zu dürfen! …”

Wer weiß, welch wertloses und gefährliches Gesindel die in den KZ untergebrachten Kriminellen und Asozialen darstellten, der weiß auch, wie notwendig es war, ist und immer sein wird, solch gefährliche Elemente abzutrennen und die menschliche Gesellschaft durch diese Abtrennung vor ihnen zu schützen. In dieser Hinsicht waren die KZ eine segensreiche Einrichtung. Es wäre ein dringendes Gebot, diese Isolierung solcher arbeitsscheuer und lichtscheuer Elemente, solcher Feinde jeder sozialen Ordnung, solcher gefährlichen Bedroher der öffentlichen Sicherheit und der Gemeinschaft in getrennten Lebensräumen, Lagern, mit genügend Bewegungs- und Arbeitsmöglichkeit, vor allem mit der Möglichkeit zu einem gewissen Arbeitszwang und zu einem geordneten und geregelten Leben auch heute noch dauernd fortzuführen.

Der “deutsche Sadismus” in den KZ

Sadismus gibt es überall und bei allen Völkern; aber es geht nicht an, ganze Völker mit ihren Sadisten zu identifizieren und als Verbrechervölker zu stigmatisieren.

Die KZ-Berichte sind vor allem dadurch wesentlich verfälscht, daß der uninformierte Leser immer glauben muß, daß die Täter der verschiedenen tatsächlic11 vorgekommenen Grausamkeiten und Mißhandlungen die SS-Leute sind, während dies in der Tat fast durchwegs immer Mithäftlinge waren. 99,9 Prozent aller an KZ-Häftlingen wirklich begangenen Mißhandlungen fallen auf das Konto von Mithäftlingen.

Ein berufener KZ-Insasse, Benedikt Kautsky, schreibt über de deutschen Sadismus in den KZ (“Teufel und Verdammte”):

(Seite 7): “Die in den KZ begangenen … Grausamkeiten … riefen in der Welt vielfach eine falsche Deutung hervor. Man schrieb sie einer besonderen sadistischen Veranlagung des gesamten deutschen Volkes zu.

Gegen diese Geschichtsfälschung glaube ich mich wenden zu müssen, nicht etwa aus dem Grund, um eine Rechtfertigung des deutschen Volkes zu liefern, sondern um die Welt darauf aufmerksam zu machen, welche Lehren man aus den Erfahrungen mit dem Faschismus über das Wesen der modernen Massendiktaturen zu ziehen habe … das, was als Ausfluß eines angeborenen Sadismus erscheint, ist nichts anderes, als das Erzeugnis eines raffiniert augeklügelten Systems, dessen Anwendung weit über die Grenzen Deutschlands hinausgereicht und sich nicht auf Deutschland beschränkt hat…”

(Seite 100 ff.): “Man darf die sadistische Note im Bilde des KZ nicht übersehen, verkleinern oder verwischen; aber man muß sie richtig einschätzen. N i c h t s  w ä r e  f a 1 s c h e r, als zu glauben, die SS wäre eine Horde von Sadisten, die aus eigenem Antrieb, aus Leidenschaft und Gier nach Lustbefriedigung Tausende von Menschen gequält und mißhandelt haben. Die Einzelnen, die so handelten, waren durchaus in der Minderheit …

(Seite 101): “… Man sollte immerhin über Dachau und Buchenwald die Liparischen Inseln und die polnischen Konzentrationslager, die ungarischen und die rumänischen Terrormethoden und schließlich auch die französischen Lager der Vichy-Regierung nicht ganz übersehen. Eine vergleichende Studie über diesen Gegenstand (den Sadismus) würde immerhin wohl Rassetheoretiker der antihitlerischen Spezies, die alles üble als deutsche Nationaleigenschaft ansehen, etwas nachdenklich machen…”

(Seite 105): “Sadismus ist latent in den meisten Menschen vorhanden … «

Der Franzose Rassinier urteilt in seinem KZ-Bericht “Die Lüge des Odysseus”, Seite 131/132:

“Die unmittelbare Berührung mit der SS bringt es mit sich, daß ich sie in einem ganz anderen Lichte sehe, als unter dem, in welchem sie im Lager erscheint … es sind Lämmer … es sind alles Leute -ehemalige Bergarbeiter, Fabrikarbeiter, Tüncher usw. – die 1933 alle arbeitslos waren und die das Regime aus der Not herausgeführt hat … Sie sind einfach … für die Wohltaten, die ihnen das Regime erwiesen hat, dienen sie ihm und glauben, mit ihrem Gewissen, der Moral, dem deutschen Vaterland und der Menschlichkeit im reinen zu sein … Die Regelwidrigkeiten des Lagerregimes kommen ihnen nicht zum Bewußtsein und wenn sie sie durch Zufall bemerken, machen sie dafür … die Häftlingsführung und die Masse der Sträflinge verantwortlich. (Im übrigen ist auch die große Masse der Häftlinge derselben Meinung, daß die Häftlingsführung für die Art des Lebens in den KZ viel mehr verantwortlich sei, als die SS.)

Sie begreifen nicht, daß wir abgemagert sind, schwach und schmutzig, und in Lumpen gehen. Das Dritte Reich liefert uns doch alles, was wir brauchen: Ernährung, Mittel für eine tadellose Hygiene, eine gemütliche Behausung in einem so weit als nur möglich modernisierten Lager, gesunde Ablenkung, Musik, Lektüre, Sport, einen Weihnachtsbaum … Dies ist für sie doch ein Beweis, daß, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Hitler recht hat, daß wir einer physisch und moralisch minderwertigen Gruppe von Menschen angehören. Sind die SS-Leute im einzelnen für das Böse verantwortlich, das unter ihren Augen – geschieht? S i c h e r 1 i c h ! Sie sind Opfer ihrer Umwelt, in welcher alle Völker ohne Unterschied des Regimes und der Nationalität periodisch auf ihre Weise an den gefährlichen Scheidewegen ihrer Geschichte scheitern …”

Ein Pole, Jan H. Bruell, hat einem jener deutschen Schriftsteller, die sich so willig in die Schar der Richter und Henker Deutschlands einreihen und das eigene Nest beschmutzen, aus dem sie stammen, Hermann Hesse, eine würdige Antwort gegeben. Hesse, der während des Krieges weit vom Schuß herrlich und angenehm in der Schweiz lebte, veröffentlichte in der “Neuen Zeitung” in München einen ,,Brief nach Deutschland”. Auf diesen Brief des “Deutschen” Hesse erwiderte der Pole Bruell, der noch dazu in einem deutschen KZ und nicht in einer Villa am Luganersee gesessen war, in derselben Zeitung:

“… Ich kam nicht freiwillig nach Deutschland, sondern in einem Gefängniswagen, der mich von Auschwitz nach Buchenwald brachte Ich bin als Pole mit beiden Füßen in deutschen Konzentrationslagern gestanden. Warum menge ich mich als Ausländer in Angelegenheiten, die nur Sie und das deutsche Volk angehen? Sehen Sie, ich habe das Empfinden, daß Ihnen ein Deutscher nicht mit der Freiheit antworten könnte, als ich dies tun kann. Mich kann niemand verdächtigen, ich spräche pro domo. Ich antworte Ihnen nur aus Gründen der Ritterlichkeit und aus dem Drange heraus, der Wahrheit zum Worte zu verhelfen. Ich habe im Konzentrationslager zutiefst den Satz verstehen gelernt: die Menschen sind alle gleich! Gleich nicht etwa in ihrer Güte, nein, gleich in ihrer Grausamkeit, in ihrer Unmenschlichkeit. Grausamkeit ist nicht Privileg des deutschen Volkes! Ich traf im Lager Vertreter aller europäischen Nationen. Doch gleichgültig, ob Deutscher oder Russe, Franzose, Italiener oder Pole, k e i n e r war Mensch genug, wenn ihm Macht über andere Menschen gegeben wurde, diese Macht auch menschlich zu verwalten. Daher, Herr Hesse, haben Sie keinen Grund, sich von den Deutschen abzuwenden!”

Hermann Hesse hätte dazu vielleicht auch noch das Urteil lesen sollen, das der große Deutschenhasser, der ehemalige KZ-Häftling David Rousset fällt:

“Die Wahrheit ist, daß Opfer wie Henker gemein waren; daß die Lehre der Lager die Brüderlichkeit in der Verfemtheit ist, daß Dir, wenn Du Dich selber nicht gemein benommen hast, nur die Zeit und die Gelegenheit dazu gefehlt haben und die Verhältnisse dafür nicht geeignet waren …” (Rousset, “Die Tage unseres Todes”, Ed. d. Paris, 1947, Seite 488.)

Der französische Dichter-Philosoph Jean Paul Sartre schrieb 1958:

“Keine Nation kann sich besser dünken als die andere! Nichts kann ein Volk vor sich selber schützen! Alles hängt von der Gelegenheit ab! je nach Gelegenheit kann jeder jederzeit zum Opfer oder zum Henker werden. Niemals und nirgends gibt es ein schützendes Geländer, das ein Volk oder die Menschheit davon abhält, ins Unmenschliche abzugleiten.”

Und zur selben Zeit schreibt der franz5sische Nobelpreisträger François Mauriac:

“Wenn es eine Wahrheit gibt, an der ich heute nicht mehr zweifle, so ist es die, daß kein Volk fürchterlicher ist als das andere, welches auch immer das Regime sei, unter dem es steht.”

Am 25. November 1954 wurde durch die Frauenvertreterin im israelischen Parlament dem Polizeiminister ein Fragebogen unterbreitet, in dem es heißt (zitiert bei Moavad, “Frieden im Orient”, Seite 218 ff.):

“Es ist mir bekannt geworden, daß eine Reihe schrecklicher Folterungen an den Gefangenen im Shatta-Gefängnis begangen wurden Die Gefangenen werden gefesselt, in einer besonderen Zelle geprügelt, bis sie bewußtlos werden

Gefangene, die über Kranksein klagen, werden in die Folterkammer gebracht und grausam geprügelt bis sie schreien, daß sie nicht mehr krank sind.

Der Gefangene Ahmed Mobamed Abdel Gelil wurde ohne Grund im Gefängnisgarten erschossen.

Als Folge der brutalen Prügel verlor der Gefangene Mustafa Yussef vom Dorfe Tamrah ein Auge.”

Der detaillierte Bericht Moavads über die grausame Behandlung der arabischen Gefangenen durch die Israelis ist ergreifend.

Die Selbstverwaltung der Häftlinge

Es darf auch nicht übersehen werden, daß in den Lagern weitestgehend S e l b s t v e r w a l t u n g und Häftlingsautonomie herrschte, daß also die Macht von den Lagerinsassen weitestgehend selbst ausgeübt wurde. Die g e s a m t e innere Verwaltung: Schreibstube, Standesführung, Verpflegung, Küche, Werkstätten, Krankenreviere, Lagerstatistik usw. wurde von Häftlingen geführt. Auch die übrige Verwaltung des Lagers wurde weitestgehend von Häftlingen geführt. Der Lagerälteste und seine Mitarbeiter standen an der Spitze des Lagers; über die Blocks herrschten der Blockälteste und seine Mitarbeiter; über die Stuben der Stubendienst. Alle Einrichtungen des Lagers waren von Häftlingen verwaltet: Krankenrevier, Bibliothek usw. Die Arbeitsaufsicht und die Befehlsgewalt bei den Arbeitskommandos wurde von Häftlingen ausgeübt. Die SS-Lagerwache kam mit den Häftlingen verhältnismäßig sehr wenig in direkte Berührung.

In den Vorträgen von Prof. Paul Rassinier sagte dieser über die Häftlingsverwaltung in den deutschen Lagern (Europa-Korr., Folge 64/1960):

“Die wirkliche Verwaltung der KZ lag in den Händen der Häftlinge selbst. Diese Häftlingsführung war das größte Unglück der KZ-Insassen … Die der Häftlingsführung angehörenden Häftlinge waren immer die brutalsten, die schlauesten, die skrupellosen. Um es ganz genau zu sagen: in dieser Umgebung, in der alle Kassen der Welt und alle sozialen Typen zusammentrafen, waren sie die liederlichsten Kerle …”

“Die SS mischte sich niemals in das eigentliche Lagerleben ein; das Lager schien sich selbst überlassen und eigener Herr seiner Gesetze und Verordnungen” (Seite 73).

“Die SS stellte nur die äußere Bewachung sicher und man sieht sie sozusagen niemals innerhalb des Lagers, wo sie sich darauf beschränkt, beim Vorbeigehen den Gruß der Häftlinge, das bekannte Mützen ab, zu fordern (Seite 87)…. Was hinter dem Stacheldraht wirklich vorging, blieb ihnen verborgen” (Seite 275).

(Rassinier, “Lüge des Odysseus”)

“In einer Reihe von KZ gab es eine so durchgebildete Selbstverwaltung, daß die SS in wichtige lagerinterne Angelegenheiten keinen Einblick mehr hatte … Den größten Nutzen aus diesem Umstand zog immer die herrschende Schicht (der Häftlings-Lagerfunktionäre) …”

(Kogon “L’enfer organisié”, Seite 284)

“Man sagt, daß fast ganz Deutschland nicht wußte, was in den KZ vorging und ich glaube es: selbst die an Ort und Stelle lebenden SS-Männer wußten einen großen Teil nicht oder hörten von gewissen Vorkommnissen erst lange, nachdem sie sich ereignet hatten. Wer kennt andererseits in Frankreich die Einzelheiten aus dem Leben der Häftlinge in Carrière, La Noe und anderen Orten?” (Rassinier, Seite 81).

Die Beraubung der Häftlinge durch Häftlinge

“Der Häftling ist des Häftlings ärgster Feind.”

Über die schamlose Beraubung der Häftlinge durch die Häftlinge selbst berichtet Rassinier in seinem KZ-Erlebnisbericht:

“Jeden Tag kam ein Waggon von zehn Tonnen, beladen mit Paketen aus allen Nationen, außer Spanien und Portugal, am Bahnhof des KZ Dora an. Abgesehen von seltenen Ausnahmen kamen alle Pakete unversehrt an. Bei der Auslieferung an den Empfänger im Lager dagegen waren sie sämtlich gänzlich oder zu drei Vierteln ausgeraubt. In zahlreichen Fällen erhielt man nur die Aufschrift, die von dem Inhaltsverzeichnis begleitet war. Ein Kommando von Tschechen und Russen war mit der Entladung der Waggons betraut. Von dort brachte man die Pakete zur Poststelle, wohin die Schreiber und Stubendienste jedes Blocks kamen, um die Lieferungen in Empfang zu nehmen. Dann händigte der Blockälteste sie selbst dem Empfänger aus. Und auch auf diesem begrenzten Wege wurden sie nochmals beraubt” (Seite 108).

Rassinier schildert eingehend, wie schamlos und gründlich die Beraubung der Häftlingspakete durch die Mithäftlinge auf dem Wege vom Waggon bis zum Empfänger vor sich ging.

Die Häftlinge wurden aber von ihren Mithäftlingen nicht nur um ihre Pakete bestohlen, sondern auch um die Lagerausrüstung und Lagerverpflegung.

“Die Häftlinge haben tatsächlich nie das Wenige voll erhalten, was für sie vorgesehen war … Die Häftlinge, die in den Magazinen und Küchen beschäftigt waren, stahlen nach Strich und Faden ihr Teil weg. Dann zweigten die Stubendienste für sich und ihre Freunde ab. Der Rest gehörte dann dem schäbigen, gewöhnlichen Häftling” (Kogon, L’enfer organisé, Seite,107).

“Es ist notwendig, genau darzulegen, daß alles, was nur einen kleinen Teil von Lagerautorität innehatte, damit imstande war, vorwegzunehmen,: der Lagerälteste, der die Verpflegung im ganzen ausgab, der Kapo oder der Blockälteste, die sich an erster Stelle reichlich bedienten, der Kommandoführer oder der Stubendienst, die das Brot schnitten oder die Suppe in die Näpfe schöpften, der Lagerpolizist, der Schreiber usw… . Es ist eigenartig, daß Kogon dies gar nicht erwähnt. Alle diese Leute taten sich an den Erträgnissen ihrer Diebstähle buchstäblich gütlich und gingen mit strahlenden Mienen durch das Lager” (Rassinier, Seite 207).

über den ungeheuerlichen Mißbrauch ihrer Macht durch die Häftlingsfunktionäre schreibt Rassinier (Seite 111/112):

“Im KZ Dora betrug die Belegung etwa 15.000 Die Häftlingsführung umfaßte allein ein Zehntel der Belegschaft des Lagers: 1400 bis 1800 allmächtige und ihrer Bedeutung und Macht bewußte Nichtstuer regieren über das niedere Volk der gewöhnlichen Häftlinge, indem sie nach Belieben Zigaretten rauchen, Suppen essen und Bier trinken.

Die Politischen sind in ansehnlicher Zahl in die Häftlingsführung hineingelangt und anstatt von den Kriminellen werden die Häftlinge nun von den Kommunisten oder solchen, die es sein wollen, mißhandelt. Jeder einzelne Häftling erhält regelmäßig einen Arbeitslohn: 2 bis 5 Reichsmark pro ,Woche. Dieser Lohn wird von der Häftlingsführung einkassiert, die ihn allgemein samstags auf dem Platz der Arbeitsstatistik verteilt. Sie tut das jedoch in der Form eines von ihr organisierten solchen Gewühles, daß die Forderung des Lohnes durch den Häftling gleichbedeutend mit einer Kandidatur für das Krematorium wäre. Nur sehr wenige Mutige finden sich ein. Die Kapos, Blockältesten und der Lagerschutz teilen sich, was sie nicht zu verteilen brauchen. Es werden auch Zigaretten verteilt – zwölf Zigaretten für zehn Tage – die 80 Reichspfennig kosten. Geld zum Bezahlen hat man nicht, und die mit der Verteilung beauftragten Blockältesten fordern von denen, die welches haben, solche Tugenden von Hygiene und Haltung, daß es fast unmöglich ist, in den Besitz der Zuteilung zu kommen. Schließlich wird auch Bier verteilt: grundsätzlich an jeden. Aber auch hier muß man bezahlen können. Die Familien der Häftlinge haben die Erlaubnis, ihnen monatlich 30 Reichsmark zu schicken, die sie aus denselben Gründen ebensowenig erhalten, wie ihren Wochenlohn oder die Zigaretten. Und dementsprechend haben eines Tages die Leute von der Häftlingsführung beschlossen, sich unsere Kleider und die sonstigen Dinge zu teilen, die uns bei unserer Ankunft in Buchenwald abgenommen worden waren und im Depot aufbewahrt sind.”

Und Kogon schreibt:

“Für die Krankenstuben der Häftlinge gab es in den Lagern eine besondere Krankenkost, die man Diät nannte. Sie war sehr begehrt und ihr größter Teil wurde zugunsten der Lagerpersönlichkeiten,

Blockältesten, Kapos usw. entwendet. In jedem Lager waren Kommunisten oder Kriminelle, die seit Jahren neben anderen Vergünstigungen auch diese Krankenzulagen erhielten ausschließlich Leute, die zur Klasse der das Lager beherrschenden Häftlinge gehörten Die Kapos der Schneiderei, der Bekleidungskammer, der Gerätekammer usw. lieferten das, was die anderen verlangten, gegen diese Kost. Im Lager Buchenwald wurden von 1939141 etwa 40.000 Eier innerhalb des Lagers selbst verschoben.”

(Kogon, “L’enfer organisié, Seite 110/112.)

Dazu bemerkt Rassinier:

“Während dieser Zeit starben die Kranken im Revier, weil ihnen diese Sonderkost, die die SS für sie bestimmt hatte, entzogen wurde Es war unmöglich, die Diebereien außerhalb des Dienstweges, also über die Diebe selbst anzuzeigen Derselbe (kommunistische) Funktionär, der die ,Genauigkeit, und ,Objektivität, von Kogons Darstellung sanktionierte – stahl im voraus eine ungeheure Menge für sich und seine Kollegen und die akkreditierten Kommunisten fort Unter diesen Umständen fanden sich nur wenige Häftlinge, die es nicht vorgezogen hätten, lieber unmittelbar mit der SS zu tun zu haben.” (Seite 208.)

” … Nicht einen Augenblick ist dem Verfasser (Kogon) der Gedanke gekommen, die Konzentrationslager-Häftlings-Bürokratie hätte, wenn sie sich darauf beschränkt hätte, weniger zu stehlen und weniger zu schlagen, fast alle Häftlinge retten können und daß es heute nur vorteilhaft sein könnte, wenn auch sie Zeugen wären

(Seite 213).

Die Mißstände bei der Selbstverwaltung der Häftlinge

Dieser herrschenden – meist kommunistischen – Häftlingsschicht ging es in erster Linie um ihre Machtstellung und nicht um das Wohl der Häftlinge. Das gesteht mit geradezu erschreckend schamloser Offenheit Kogon, dem anscheinend jedes Gefühl und jedes Bewußtsein für den sittlichen Abgrund fehlt, in dem er steht, wenn er ohne jedes sichtbares Zeichen seelischer Erschütterung, ja eher stolz und befriedigt gesteht:

“Die Stellung des Revierkapos (Leiter der Krankenabteilung) war in jedem KZ mit einem ungewöhnlichen Einfluß auf die Gesamtlager-Verhältnisse verbunden. Sie wurde daher auch von seiten der Häftlinge n i e mit einer (Häftlings-) F a c h k r a f t besetzt, selbst als dies vielenorts möglich gewesen wäre, sondern immer mit einer Person, die der einwandfreie Vertreter der im Lager herrschenden Schicht war Ein Fachmann (Arzt) an der Spitze der Krankenabteilung hätte unweigerlich zu einer Katastrophe geführt, da er unmöglich den weitreichenden, an allen Ecken und Enden spielenden Intrigen mit oftmals tödlichem Ausgang hätte gewachsen sein können.” (Kogon, “L’enf er organisé”, Seite 135.)

Rassinier schreibt dazu:

“Man schaudert bei dem Gedanken, daß der Verfasser (Kogon) keine Miene dabei verzieht, wenn er ein solches Urteil von sich gibt und in der Öffentlichkeit verbreitet, ohne unwiderstehliche Bewegungen entrüsteter Proteste hervorzurufen. Um alles darin liegende E n t s e t z 1 i c h e zu erfassen, muß man wissen, daß auch der Kapo dann seinerseits seine Mitarbeiter nach denselben Gesichtspunkten auswählte, die ebenfalls mit fachlicher Tätigkeit und Eignung nichts zu tun hatten. Und sich vorstellen, daß diese sogenannten ‘Häftlingsführer’ die Tausende unglücklichen Kranken ihren Krankheiten aussetzten, sie schlugen, ihnen die Verpflegung stahlen und sie am Ende dann noch von Leuten behandeln und pflegen ließen, die völlig ungeeignet waren, ohne daß die SS sie d a z u genötigt hätte.

Der Kapo, der nur ausgewählt wurde, weil er Kommunist war, wählte als Gehilfen nicht etwa einen Häftling, der fähig gewesen wäre, Kranke von Nichtkranken zu unterscheiden. Und damit begann das Drama für die kranken Häftlinge schon an der Täre zum Krankenrevier. Ein robuster Häftlingspförtner nahm die erste radikale Krankenauslese vor. Also nicht etwa ein Arzt, sondern ein Häftling. Die Gründe, welche bei dieser Auswahl den Ausschlag gaben, entsprangen, wenn sie nicht gleicher Natur waren, so doch derselben edlen Einstellung. Wenn später in den Krankenstuben der Lager Ärzte vorhanden waren, dann nur, w e i 1 die SS sie eingesetzt hatte Ich übergehe die Demütigungen, wenn nicht gar Vergeltungsmaßnahmen, deren Opfer diese Ärzte jedesmal dann wurden, wenn sie die Gebote des ärztlichen Berufsgewissens den Forderungen der Häftlingspolitik entgegenstellten.”

(Rassinier, Seite 221/223)

Man schaudert wirklich bei dem Gedanken, daß diese kommunistischen Häftlinge es auch in i h r e r Hand hatten, die ihnen anvertrauten Kranken nach ihrem Wunsch und Gutdünken abzuspritzen”, und daß, wenn Abspritzungen erfolgten, diese durch Häftlinge erfolgten. Kogon sieht in dem Verfahren, kommunistische Arbeiter und Handwerker den ärztlichen Dienst bei den Häftlingen versehen zu lassen, anscheinend Vorteile.

“Der erste Revierkapo in Buchenwald war seinem wirklichen Beruf nach Buchdrucker, sein Nachfolger Walter Krämer wurde im Laufe der Zeit ein vorzüglicher Wundbehandler und 0 p e r a t e u r als im November 1941 Kapo Krämer und sein nächster Mitarbeiter Peix von der SS erschossen wurden (Anm.: wegen von ihnen begangener Verbrechen), ging die Leitung des Häftlingskrankenbaues nicht etwa in die Hand eines Arztes über; sie wurde vielmehr dem früheren kommunistischen Reichstagsabgeordneten Ernst Busse übertragen…” (Kogon, Seite 135)

“… Ein guter Bekannter von mir, Willi Jellinek, Zuckerbäcker aus Wien Er war in Buchenwald Leichenträger, dem Lagerrang nach eine Null. Jude, ein großer, auffällig starker junger Mann Was ist aus ihm geworden? Unser bester Tbc-Sachverständiger, ein vorzüglicher Heilpraktiker, ein Internist und noch dazu Bakteriologe in Block 50 …” (Kogon, Seite 135 und 324.)

Rassinier sagt zu diesen ungeheuerlichen Worten Kogons:

“Ich will von der Verwendung und dem Los der Berufsmediziner absehen, welche die Häftlingsführung einzeln wie im ganzen als weniger interessant beurteilte als die Herren Krämer und Jellinek. Ebenso will ich von der Zahl der T o t e n absehen, mit welcher die vorzügliche Vollkommenheit dieser blutigen Laien erkauft wurde. (Welch ein entsetzlicher Preis!) Aber wenn es schon gut befunden wird, daß solche Erwägungen unerheblich sind, so liegt doch um so mehr Grund vor, diese Erfahrung auf die Welt außerhalb der KZ auszudehnen. In aller Ruhe kann man dann gleich zwei Verordnungen entwerfen: Mediziner, die heute die Krankenhäuser überfüllen, durch kommunistische oder mit den Kommunisten sympathisierende Zuckerbäcker oder Eisendreher zu ersetzen.”

(Rassinier, Seite 221.)

Man könnte auch fragen, ob diese politische Linie, Fachleute durch politisch verläßliche Laien zu ersetzen, vielleicht auch bei der Bestellung Kogons zum akademischen Lehrer eingehalten wurde?

Benedikt Kautsky berichtet als Augenzeuge (“Teufel und Verdammte”):

(Seite 174 ff.): “Niemand, der die Gemeinheiten, die Korruption und die viehische Roheit in den KZ aus der angeborenen Verderbtheit der deutschen Nation erklären will, wird die Tatsache aus der Welt diskutieren können, daß die polnischen KZ-Funktionäre (die eine Rolle in der Häftlingsverwaltung spielten) die ärgsten Schandtaten verübten.

…In der Betätigung ihrer grausamen Instinkte ließen diese polnischen Horden sich auch nicht dadurch stören, daß die SS von Zeit zu Zeit ‘säuberte’ …

…Auch die übergroße Mehrzahl der russischen Häftlinge war ein Gesindel von Dieben, Betrügern und Schiebern und es ist mir immer unverständlich gewesen, wie diese Auslese der Schlechtesten zustande gekommen ist. Man hatte den Eindruck, als ob die Russen bei Räumung der Ukraine nur die Insassen der Gefängnisse und Arbeitshäuser zurückgelassen hätten.

…Es handelte sich zumeist um jüngere Menschen, teilweise ausgesprochen Jugendliche…”

(Seite 128): “Schließlich darf nicht übersehen werden, daß einzelne jüdische Lagerfunktionäre es an Brutalität mit

ihren arischen Kollegen durchaus aufnehmen konnten. Wenn man die Buchenwalder Steinbruchkapos Vogel und Herzog als Massenmörder nennt, so soll man den Häftling Judenkapo Engel nicht vergessen.

Und den ärgsten Blockältesten, den die Buchenwalder kriminellen Häftlinge stellten, wie etwa einen Hugo Jöker, sind manche seiner jüdischen Nachfolger, wie ein Martin Groß oder Walter Rosenbaum, durchaus zur Seite zu stellen. Dasselbe gilt für Auschwitz, sobald es dort jüdische Funktionäre gab …”

(Seite 186): “Von den holländischen Juden stammte die weitaus überwiegende Mehrzahl aus dem Hafenviertel von Amsterdam. Von ihnen sagten selbst die Holländer, sie hätten nicht gewußt, daß es soviel Gesindel unter ihnen gäbe.”

(Seite 25): “N i c h t  d e r  S S – M a n n, sondern der kriminelle Häftling mit dem roten ,Winkel, der seine Kameraden bestahl und erschlug, ist das erschütternde Symbol der KZ.”

(Seite 63): “Wir wurden bei der Einlieferung ins Lager Auschwitz (1942) von Häftlingsfunktionären von Kopf bis Fuß ausgeplündert, die Privatwäsche und -schuhe, Pullover, Geld, Zigaretten, Lebensmittel wurden restlos von Häftlingen konfisziert. Vor unseren Augen wurde das uns zustehende Essen von den Häftlingsfunktionären an ihre Günstlinge verschenkt oder verschoben. Wir wurden für die Kürzung unserer Rationen durch Mißhandlungen entschädigt…”

(Seite 197 ff.): (Der Lagerälteste war immer ein Häftling.) “Der feiste Lagerälteste (ein krimineller Häftling), geschniegelt und gebügelt, nahm, mit sich zufrieden, die Parade ab und ließ die müde, hungrige, verdrossene, zerlumpte und dreckige Masse am Abend an sich vorbeimarschieren, jederzeit bereit, gnädige Worte fallen zu lassen oder die brutalsten Stöße und Tritte auszuteilen, wenn ein armseliges Menschenwrack seinen Ekel erregte Der Lagerälteste hatte zu essen und zu trinken, was sein Herz begehrte, für ihn wurde eigens gekocht das Lagerbordell und die weiblichen Lagerinsassen lieferten ihm Frauen die Lagerkapelle mit erstklassigen Kräften stand ihm zur Verfügung – ebenso wie eine eigene Schauspieltruppe. Maler und Zeichner erfüllten ihm jeden Wunsch und als Bauherr konnte er sich in seinem Bereich ausleben, wie Hitler Er konnte seine sadistischen Triebe abreagieren und Menschen prügeln oder erschlagen, ohne Hemmung, ohne Furcht vor Strafe, bis zur völligen Befriedigung seiner Lust.”

Rassinier, Seite 180:

“Es ist bekannt, daß die SS den Häftlingen die L e i t u n g und V e r w a 1 t u n g der Lager übertragen hat. Es gibt Kapos (Kommandoführer), Blockälteste, Lagerschutz (Lagerpolizei), Lagerälteste usw. Eine ganze KZ-Lagerbürokratie, die in Wirklichkeit die Autorität im Lager ausübt. Dies ist ein Brauch, der bis heute noch im Strafvollzug aller Länder der Welt besteht. Wenn die Häftlinge, denen diese Posten zufallen, nur den leisesten Gemeinschaftsbegriff, den geringsten Klassengeist besäßen, würde sich diese Maßnahme überall als Straferleichterungsfaktor für alle auswirken. Leider besteht davon nicht das mindeste; überall, wo der Häftling den ihm anvertrauten Posten übernimmt, ändert sich seine innere Einstellung und Zugehörigkeit. Diese Erscheinung ist zu bekannt, um besonders betont, und zu allgemein verbreitet, um einzig und allein den Deutschen oder den Nazis zugeschrieben werden zu können.

Man darf sich auch nicht vorstellen, daß diese Clique der Lagerfunktionäre eine durch gemeinsame politische Ideale verbundene Gemeinschaft war. Rassinier fällt über diese politischen Komitees das vernichtende Urteil:

“Der Kitt, der die Clique der Häftlingslagerfunktionäre vereinigte, war nicht etwa eine bestimmte politische Doktrin. In Wirklichkeit bestand dieser Kitt nur im materiellen Gewinn, den diese aus ihrer Funktion (durch schamlose Beraubung ihrer Mithäftlinge) zogen. Jedes ‘Komitee’ – gleichgültig, ob es nun aus politischen oder anderen Häftlingen bestand – hatte zunächst und zuerst den Charakter einer Vereinigung von D i e b e n, vor allem von Lebensmitteldieben.

Nichts kann diese Auffassung entkräften. – Im Gegenteil: jeder Streit unter den Cliquen ging n i e um politische Auffassungen, sondern um die Macht zum Rauben und Stehlen und um die Verteilung und den Anteil am Raube…” (Seite 182)

Und in unbewußter Selbstentlarvung entrutscht Kogon (Seite 17, “L’enfer organisé”) das unfreiwillige Geständnis:

“… der Terror … die Ungerechtigkeit und Brutalität (dieser Häfllingslagerfunktionäre) wurde von einer ahnungslosen gutgläubigen Umwelt hinterher (nach 1945) auch noch mit dem Nimbus des Heroentums bekleidet.”

Die Verlogenheit der KZ-Berichte

Viele KZ-Berichte und Zeugenaussagen stammen von solchen Häftlingsfunktionären. Sie sind alle von schlechtem Gewissen diktiert; denn alle diese Berichte müssen die Tatsache verwischen, daß sie und ihresgleichen die Hauptschuld an dem Elend und den Leiden ihrer Mithäftlinge trugen. Sie wollen durch und in ihren Berichten und Zeugenaussagen die Aufmerksamkeit von sich und ihren Genossen ablenken und nach dem Rezept “Haltet den Dieb!” die von ihnen und ihren Genossen begangenen Untaten und Verbrechen, Grausamkeiten und Räubereien auf die SS abschieben; teils erheben sie diese Beschuldigungen und ihre Verleumdungen der SS offen, teils versteckt, indem sie die Tatsachen so unklar darstellen, daß der uninformierte und unwissende Leser die falsche Auffassung gewinnen muß, als seien die Täter der geschilderten Verbrechen die SS-Leute gewesen.

Der Bericht von Kogon ist das Musterbeispiel eines solchen innerlich durchaus unrichtigen und unwahren Berichtes.

Rassinier schreibt zu dieser verabscheuungswürdigen Sorte von KZLiteratur und Zeugenaussagen:

(Seite 232): ” … Im Taumel der Befreiung und befangen von Rachegefühlen hat die öffentliche Meinung alle diese Berichte für gut befunden. Als die Verhältnisse sich schrittweise normalisierten und die Atmosphäre wieder gesünder wurde, ist es immer kritischer geworden. Heute erscheinen ihr alle Berichte aus den Konzentrationslagern viel mehr als Rechtfertigungen (als Versuche, sich auf Kosten der SS reinzuwaschen), denn als Zeugenaussagen. Die öffentliche Meinung fragt sich immer mehr, wieso sie diesen Berichten in die Falle gehen konnte und wird in kurzer Zeit alle diese Berichte und Zeugen selbst auf die Anklagebank bringen.«

Auch Kogons Buch, das ich verdammenswert und teuflisch finde, ist meines Erachtens zu einem wesentlichen Teil eine vom schlechtesten Gewissen diktierte Verteidigungsschrift für die mit schwerster Schuld beladene Clique der Häftlingsfunktionäre, der schließlich ja auch Kogon – nach seinem eigenen Geständnis – selbst angehörte. Er hat sich, wie er mitteilt, vor Herausgabe seines Buches der Zustimmung wichtiger – fast ausschließlich kommunistischer – Häftlingsfunktionäre versichert, um, wie er selbst wörtlich gesteht:

“… gewisse Bedenken seiner Genossen zu zerstreuen, sein Bericht könne sich zu einer Anklageschrift gegen führende Lagerfunktionäre gestalten…”

Das aber hätte er sein müssen, wenn es Kogon um die Wahrheit gegangen wäre. Er hätte eine flammende Anklageschrift sein müssen gegen jene verbrecherische KZ-Häftlingsbürokratie, die ihren Mithäftlingen das Leben zur Hölle machte und den Tod so vieler ihrer Mithäftlinge auf dem Gewissen hat.

Rassinier urteilt über das Buch von Kogon (Seite 200):

“Als ich dieses Buch gelesen hatte, habe ich es zugemacht. Dann habe ich es wieder geöffnet und auf die Titelseite die Worte geschrieben: P 1 ä d o y e r pro domo,…” (Seite 242)

“Nachdem der Krieg zu Ende war, hat Kogon seine Feder sogleich in den Dienst der Kommunisten gestellt, und als er davon nicht mehr leben konnte, hat er sie ohne jegliche Besorgnis in den Dienst der Amerikaner gestellt. Es genügt zu erfahren, daß der b e d ü r f t i g e Journalist aus der Vorkriegszeit heute wohlbestallter Professor an einer Hochschule in Hessen ist. Dies erklärt alles und damit ist auch alles gesagt.”

“Verdachtsgrundlagen (die David Rousset in seinem Buche Die Welt der KZ, und Kogon in seinem Buche Der SS-Staat, der Welt gegen Deutschland darbieten), rühren von der Geschicklichkeit zweier Männer her, die es verstehen, ihr Verhalten den Wünschen der augenblicklichen Herren in den verschiedenen Weltgegenden anzupassen…”

Rousset kann bei seinen Beschuldigungen gegen Deutschland wenigstens für sich anführen, daß er kein Deutscher ist; Kogon aber kann für seine Haßschrift gegen Deutschland diese Entschuldigung nicht ins Treffen führen, da er sich – wenn er schon kein Deutscher sein sollte – so doch selbst als Deutschen ausgibt und von Deutschland lebt.

Die Aussage des SS-Untersuchungsrichters Dr. Reinecke über die Rechtszustände in den KZ

Aus dem Protokoll der Vernehmung des Dr. Reinecke, Amtschef im Hauptamt SS-Gericht, in Nürnberg am 7. August 1946:

RA Pelckmann: Hier in diesem Gerichtssaal ist ein grauenerregender Film über die Greuel in den KZ abgelaufen. Die Anklage behauptet, daß diese Zustände eine Folge der konsequenten Politik der SS gewesen seien …

Dr. Reinecke: Von einer konsequenten Politik der SS im Hinblick auf die in diesem Film gezeigten Zustände kann keine Rede sein. …Der Film zeigt die Auswirkung des totalen Zusammenbruchs des Deutschen Reiches auf die KZ, stellt also nicht deren Normalzustand dar; dieser war ganz anders.

Ich kann mir deshalb hierüber ein Urteil erlauben, weil das Gerichtswesen der SS und der Polizei mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln … gegen diese Greuel gerichtlich eingeschritten ist.

Wir haben in den KZ Untersuchungskommissionen gehabt, die mir wiederholt über die Zustände in diesen Lagern Bericht erstatteten. Wenn das Gerichtswesen der SS und Polizei in der Lage gewesen ist, gegen solche Zustände einzuschreiten, so nur deshalb, weil es sich hier eben nicht um eine konsequente Politik der SS handelt, sondern um verbrecherische Taten einzelner Personen … nicht aber um die Taten der SS als Organisation. Um gegen diese Verbrechen anzukämpfen und um die SS von diesen verbrecherischen Elementen zu reinigen, ist das Gerichtswesen tätig geworden.

RA Pelckmann: Wissen Sie etwas davon, Herr Zeuge, ob solche Anweisungen (des Gerichtswesens) in den KZ auch tatsächlich durchgeführt worden sind?

Dr. Reinecke: Die Untersuchungskommissionen des Hauptamtes SS-Gericht haben mir wiederholt in persönlichen Vorträgen bestätigt, daß solche Anweisungen in den KZ auch in die Tat um-gesetzt wurden.

Sie haben mir berichtet, daß die Unterbringung, die hygienischen Verhältnisse, die ärztliche Versorgung, die Verpflegung und auch die Behandlung der Häftlinge zum großen Teil g u t war, ebenso das körperliche Aussehen der Häftlinge. Sie haben ebenfalls bestätigt, daß die strengen Verbote gegen die Mißhandlung der Häftlinge wiederholt in den Lagern bekanntgemacht wurden und auch eingehalten wurden. D a s  B i l d  d e r  K Z  i m  N o r m a l z u s t a n d  i s t  d a h e r  e i n  g a n z  a n d e r e s.

Von außen her fällt die Sauberkeit auf und die reibungslose Abwicklung des Arbeitsprogramms. Wenn in den KZ Verbrechen begangen worden sind. so geschahen diese so, daß sie der Umwelt verborgen blieben und auch selbst von den Lagerinsassen, soweit sie nicht daran beteiligt waren, nicht wahrgenommen werden konnten.

RA Pelckmann: In welchem Umfange hat die SS-Gerichtsbarkeit die Rechtsprechung über das KZ-Wesen ausgeübt;

Dr. Reinecke: Der Zuständigkeit des SS-Gerichtswesens waren entzogen die Häftlinge der KZ selbst. Für diese war a u s s c h l i e ß l i c h die allgemeine deutsche Justiz zuständig … Die Wachmannschaften und die Kommandanturangehörigen der KZ unterlagen der Rechtsprechung des Gerichtswesens in vollem militärgerichtlich bestimmten Umfang.

RA Pelckmann: Wann setzte die Verfolgung von KZ-Verbrechen durch Ihre Gerichtsbarkeit ein?

Dr. Reinecke: In der zweiten Hälfte des Jahres 1943 kam das Gerichtswesen anläßlich eines Korruptionsfalles gegen den seinerzeitigen Lagerkommandanten Koch (Buchenwald) auf Spuren von Verbrechen … Von diesem Zeitpunkt an wird das SS-Gerichtswesen tätig.

RA Pelckmann: Wie kommt es, daß das SS-Gerichtswesen erst so spät tätig geworden ist?

Dr. Reinecke: In allen KZ befanden sich sogenannte Gerichtsoffiziere als überwachungsorgane. Diese Gerichtsoffiziere, die Instrumente des jeweiligen Gerichtsherrn waren, hatten die Aufgabe, bei irgendwelchen vorgekommenen Verbrechen sogenannte Tatberichte anzufertigen und die Tatberichte den Gerichten zwecks Verfolgung der strafbaren Handlungen zu übergeben.

RA Pelckmann: Wie kam es, daß das SS-Gerichtswesen so spät von diesen Verbrechen Kenntnis erhielt?

Dr. Reinecke: Das kam daher, daß das SS-Gerichtswesen früher keinen Verdacht geschöpft hatte; und dies begründet sich wieder darin, daß die Gerichtsoffiziere während der Jahre bis 1943 fortlaufend solche Berichte bei den Gerichten eingereicht hatten. Diese Tatberichte waren sehr exakt ausgearbeitet. Es befanden sich bei unnatürlichen Todesfällen von Häftlingen darin Lichtbilder des Tatortes, des Toten, ärztliche Untersuchungergebnisse, Zeugenaussagen von Häftlingen und Wachmannschaften. Diese Arbeit war so exakt, daß kein Verdacht entstehen konnte, daß hier auch hinter dem Rücken der Gerichtsoffiziere Verbrechen begangen worden sein könnten. Diese eingereichten Tatberichte führten in jedem Falle zur gerichtlichen Aburteilung des Täters. Solche Aburteilungen sind die ganzen Jahre hindurch vorgenommen worden.

RA Pelckmann: Konnten diese Tatberichte nicht gefälscht sein und konnten dadurch nicht die tatsächlichen Verhältnisse verschleiert worden sein?

Dr. Reinecke: Das trifft teilweise zu. Wir hatten schon im Jahre 1941 in Buchenwald mit Untersuchungen begonnen, die aber ergebnislos verliefen.

In der späteren Untersuchung 1943 stellte sich dann tatsächlich heraus, daß 1941 von dem Kommandanten Koch mit gefälschten Tatberichten, gestellten Zeugen, falschen ärztlichen Gutachten und so weiter gearbeitet worden war, wodurch die untersuchenden Richter getäuscht wurden. Wir haben nun Überprüfungen auch in anderen Lagern vorgenommen und dabei festgestellt, daß in anderen Lagern die Tatberichte in Ordnung waren.

RA Pelckmann: Nun schildern Sie bitte kurz das weitere Verfahren der SS-Gerichtsbarkeit gegen die KZ-Verbrechen.

Dr. Reinecke: … Kommissionen wurden in vielen Lagern eingesetzt und arbeiteten ununterbrochen bis zum Zusammenbruch … Es wurden insgesamt ungefähr 800 Fälle untersucht. Von diesen 800 Fällen wurden 400 bei den Gerichten anhängig; von diesen 400 Fällen sind 200 durch gerichtliches Urteil zum Abschlußgekommen. Unter den untersuchten Fällen befanden sich Verfahren gegen vier KZ-Kommandanten (Buchenwald, Lublin, Warschau, Hertogenbosch und Krakau). Das Verfahren gegen zwei Kommandan-ten konnte zum Abschluß gebracht werden und endete mit der Verurteilung zum Tode durch Erschießen …

… Unsere Untersuchungen haben den klaren Nachweis erbracht, daß einige Lager vollkommen in Ordnung waren … Viele Lagerkommandanten wußten von Verbrechen nichts, desgleichen Ärzte, und daß vor allem die Bewachungsmannschaften mit den Verbrechern nichts zu tun hatten, weil ihnen selber ein Einblick in die inneren Vorgänge der KZ verwehrt war …

… Bei der Aufdeckung der Verbrechen in Buchenwald Ende des Jahres 1943 wurde Himmler sofort Bericht erstattet. Himmler wurde über das Fortschreiten des Verfahrens laufend Bericht erstattet …

… Himmler gab auf meine erste Vorstellung sofort die Untersuchung frei, ließ die gegriffenen KZ-Größen erbarmungslos fallen und ordnete in wiederholten Befehlen rücksichtsloses Vorgehen an …

Er selbst befahl die strikte Durchführung der Untersuchungen. Nur mit seinen Vollmachten war es möglich, überhaupt die Tore der KZ zu überschreiten …

RA Pelckmann: … Sind Ihnen, Herr Zeuge, im Laufe Ihrer Untersuchungen Maßnahmen oder Befehle Hitlers oder Himmlers zur biologischen Ausrottung des Judentums bekanntgeworden?

Dr. Reinecke: Nein, wir haben solche Befehle weder jemals gesehen noch … sie anderswie zur Kenntnis bekommen …

Uns gegenüber hat Himmler immer sein ideales Gesicht gezeigt; Sauberkeit, Anständigkeit, Verbrechensbekämpfung um jeden Preis…”

Die Prügelstrafe in den KZ

Nach der KZ-Hetzpropaganda wurden die Häftlinge von den ,sadistischen SS-Soldaten” willkürlich wahllos und maßlos halb- und ganztotgeprügelt. Das ist eine infame Lüge.

In den Bestimmungen über die Verwaltung der KZ heißt es wörtlich:

“IV. In den Lagern sind die Schutzhäftlinge streng, aber gerecht und menschlich zu behandeln. Körperliche Züchtigung ist v e r b o t e n. Zuwiderhandelnde sind strafrechtlich, gegebenenfalls im Wege des Disziplinarverfahrens zu verfolgen.”

Wie genau die Vorschriften gerade für die Prügelstrafe waren, zeigt das nachstehende hiefür in Verwendung gestandene Formular:

“Körperliche Züchtigung”

Vorschriften

Zahl der Schläge

Zuvor Untersuchung durch den Arzt! Schläge mit einer einrutigen Lederpeitsche kurz hintereinander verabfolgen, dabei Schläge zählen; Entkleiden und Entblößen gewisser Körperteile streng untersagt. Der zu Bestrafende darf nicht angeschnallt werden, sondern hat frei auf einer Bank zu liegen. Er darf nur auf das Gesäß und die Oberschenkel geschlagen werden.

Der Täter ist bereits körperlich gezüchtigt worden
am          Schläge

5

10

15

20

25

Stempel: 23. September 1944
Unterschrift:

Ärztliches Gutachten:

Der umseits bezeichnete Häftling wurde vor dem Vollzug der körperlichen Züchtigung von mir ärztlich untersucht; vom ärztlichen Standpunkt aus erhebe ich keine Bedenken gegen die Anwendung der körperlichen Züchtigung.

Gegen die Anwendung der körperlichen Züchtigung erhebe ich als Arzt Bedenken, weil …

Der Lagerarzt:

Der Lagerkommandant:

“Körperliche Züchtigungen disziplinärer Art konnte nur die Inspektion der KL verfügen, nach Vorlage eines Ermittlungsberichtes und der eigenhändig unterschriebenen Einlassung des beschuldigten Häftlings. Körperliche Züchtigung konnte nur durch Schläge auf das Gesäß im Beisein eines Arztes und Offiziers bestehen. Die Höchstzahl der genau bestimmten Schläge betrug 25. Diese Höchststrafe wurde nur sehr selten gegen kriminelle, mit erheblichen Lagerstrafen Belastete verhängt. Vollzug der Züchtigung erst nach ärztlicher Untersuchung und Unbedenklichkeitsbescheinigung meist durch einen Häftling.”

(Aus der Nürnberger Zeugenaussage des Dr. Morgen.)

Auf unbekleidetes Gesäß durfte nur in ganz bestimmten Fällen geschlagen werden, wie der Erlaß Himmlers vom 4. April 1942, Z. 1/1 Az. 14 o/Ot/U. bezeugt:

“An alle Lagerkommandanten der Konzentrationslager.

Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei hat angeordnet, daß bei seinen Verfügungen von Prügelstrafen (sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Schutz- und Vorbeugungshäftlingen), wenn das Wort verschärft, hinzugesetzt ist, der Strafvollzug auf das unbekleidete Gesäß zu erfolgen hat.

In allen anderen Fällen bleibt es bei dem bisherigen vom Reichsführer angeordneten Vollzug.

Der Chef des Zentralamtes.”

Es bestand auch die strenge Vorschrift, daß die Ärzte die Häftlinge bei Anträgen auf körperliche Züchtigung nicht nur auf Hinderungsgründe zu untersuchen hatten, sondern daß sie auch bei Vollzug dieser Strafe anwesend zu sein hatten.

Nicht von den SS-Wachen wurden die Häftlinge mißhandelt, sondern von den kriminellen Mit-Häftlingen. Nicht die SS, sondern die Häftlings-Kapos mißbrauchten ihre Macht zum Prügeln.

Abgesehen von dem Schlagen durch die Kapos, das offenes Verbrechen war, war auch die vorschriftsmäßig verhängte und vollzogene Prügelstrafe ungesetzlich. Seit Friedrich dem Großen war die Prügelstrafe in Deutschland (Preußen) verboten. Das Strafrecht des Deutschen Reiches kannte bis 1945 keine Bestimmungen irgendwelcher Art, die in irgendeiner Form die Prügelstrafe als Teil des Strafvollzuges vorsahen. Die Bestimmungen über die Prügelstrafe in den KZ waren daher völlig ungesetzlich. Die darnach vollzogenen Prügelstrafen waren ebenso ungesetzlich wie die nach 1945 von den Besatzungsmächten und die von ihren deutschen Dienern in den “Entnazifizierungslagern” und in den Gefängnissen verübten Prügeleien.

Abgesehen davon, daß die von den Alliierten verübten Prügeleien nach Umfang, Härte und Grausamkeit die in den deutschen KZ vollzogenen Prügelstrafen weit übertreffen, ist es interessant, daß in den USA (unter Titel 11 des Strafgesetzbuches des Staates Delaware) die Prügelstrafe im Jahre 1959 wieder eingeführt wurde. Dort kann das Gericht bis zu 60 Stockschläge als Strafe verhängen. Auch in der französischen Fremdenlegion gab es die Prügelstrafe.

Daß die deutsche Staatsführung das Prügeln in den KZ nicht billigte, zeigt auch der Fall Thälmann. Vor dem Zeugenstande im Nürnberger Prozeß erklärte Göring auf Befragen seines Verteidigers Dr. Stahmer:

“Selbstverständlich sind Übergriffe vorgekommen, selbstverständlich wurde da und dort geschlagen und sind Roheitsakte verübt worden. Aber gemessen an der Größe der Vorgänge ist doch die deutsche Revolution die unblutigste und disziplinierteste aller bisherigen Revolutionen der Geschichte gewesen … Das Prügeln,von Häftlingen war ausdrücklich verboten … Ich möchte den Fall Thälmann kurz streifen, weil er der markanteste war, denn Thälmann war Führer der KP … Ich hörte, daß Thälmann geschlagen worden sei. Ich habe ihn unvermittelt und ohne Benachrichtigung der oberen Dienststellen kurz zu mir kommen lassen, direkt zu mir ins Zimmer und habe ihn genau ausgefragt. Er sagte mir, daß er besonders im Anfang der Vernehmung geschlagen worden sei. Ich habe daraufhin Thälmann gesagt: Lieber Thälmann, wenn ihr zur Macht gekommen wäret, wäre ich voraussichtlich nicht geschlagen worden, sondern ihr hättet mir sofort den Kopf abgeschlagen!, Das bestätigte er mir auch. Ich habe ihm darauf gesagt, er möchte in Zukunft mir, wenn irgendetwas nicht nur an ihm, sondern auch an anderen in dieser Richtung geschehen wurde, ganz frei Mitteilung machen. Ich könnte nicht immer dabeistehen, aber es sei nicht mein Wille, daß irgendwelche Roheitsakte an ihnen verübt werden sollten.”

Strengste Strafen für KZ-Missetäter

Von seiten der deutschen zuständigen Stellen wurde strengstens darauf gesehen, daß in den KZ keine Mißhandlungen, keine Grausamkeiten, keine Beraubung und Benachteiligung der Häftlinge erfolgten. Ertappte Missetäter wurden ohne Ansehen der Person und ihres Amtes nicht nur ihrer Funktion enthoben, sondern darüber hinaus auf das schwerste bestraft: ungezählte Kapos verfielen der Todesstrafe. Lagerkommandanten und hohe Verwaltungsbeamte, Ärzte usw. wurden mit den schwersten Strafen belegt, ja mit dem Tode bestraft. Die Liste der bestraften Missetäter zeigt klarer als alles andere, wie ernst die zuständigen Stellen es mit der Aufrechterhaltung rechtlich geordneter Zustände in den KZ nahmen.

Unter anderen waren während des Krieges die Untersuchungsrichter Dr. Morgen und Dr. Reinecke mit der Untersuchung von Mißhandlungen und Korruptionen in den KZ betraut.

Zwei KZ-Kommandanten hingerichtet

Die beiden Untersuchungsrichter, Dr. Morgen und Dr. Reinecke, die die Fälle der Machtüberschreitung, Mißhandlungen, der Korruption und anderer Unzukömmlichkeiten in den KZ zu untersuchen hatten, stießen in e i n e m  e i n z i g e n  F a l l e auf eine geheime Massenvernichtung von Juden.

In 800 anderen Fällen von Korruption und Mord hatten sie in offiziellem deutschen Auftrag Gerichtsverfahren vorbereitet.

200 dieser Fälle kamen noch vor Kriegsende zum Abschluß. Es lagen 200 Urteile vor, die auch vollstreckt wurden.

(Vgl. Dr. Reinecke, a. a. O., S. 522.)

Ende 1944 begannen auch Verfahren gegen Höß und auch gegen Eichmann. Beide Verfahren konnten vor Kriegsende nicht mehr abgeschlossen werden.

Zwei überführte KZ-Kommandanten, einer davon K o c h, der Lagerkommandant von Buchenwald, wurden der Korruption und des Mordes überführt u n d  i n  i h r e n  L a g e r n  h i n g e r i c h t e t. Angesichts aller Häftlinge. Um zu zeigen, daß auch in den KZ Recht und Gesetz herrschte.

Die maßlosen Übertreibungen und Verfälschungen der Vorkommnisse in den KZ

“Wie wenig das deutsche Volk von den Vorkommnissen in den KZ etwas wußte, zeigt die Tatsache, daß 1945 auch höchste Beamte auf die infamen Hetzlügen und Übertreibungen hereinfielen und ihnen nichts entgegensetzen konnten, weil sie eben nichts wußten.”

(Papen, Der Wahrheit eine Gasse.)

Der ehemalige österreichische Bundesminister für Unterricht und Präsident des Nationalrates, Dr. Felix Hurdes, war lange im KZ Dachau als Häftling. Als er nach seiner Rückkehr aus dem KZ Dachau die vielen Greuelpropagandameldungen über das KZ Dachau las, erklärte er 1945:

“Daß es im KZ auch Greuel gab, habe ich erst jetzt aus den Zeitungen erfahren.”

Leider besitzen wir derzeit noch über die KZ fast nur einseitige Tendenzberichte. Die bis heute veröffentlichten Berichte verdanken ihr Entstehen und ihr Erscheinen in der Regel nicht dem Wunsche, Wahrheit zu bringen, sondern den verschiedensten, einer objektiven und wahrheitsgetreuen Darstellung meist abträglichen, ja meist sie von vornherein ausschließenden Ursachen.

über die bisherige KZ-Literatur urteilt Rassinier (Die Lüge des Odysseus) vernichtend:

(Seite 16): “Eine so verdächtige Literatur, wie es die über die KZ ihrem Entstehen nach ist, eine Literatur, die heute schon n i e m a n d mehr ernst nimmt, wird eines Tages die S c h a n d e unserer Z e i t sein.”

(Seite 71): “Jeder hofft und wünscht, aus dem Abenteuer mit der Gloriole des Heiligen, des Helden oder des Märtyrers hervorzugehen und schmückt seine Odyssee aus.”

Bei allen Menschen liegt die Versuchung, überstandene Erlebnisse, vor allem erduldete Leiden, in der Rückschau auszuschmücken und zu übertreiben, besonders in ihrer Natur. Bei den Übertreibungen wirken – abgesehen von dem Trieb zur Eitelkeit, vom Geltungstrieb und der Sensationslust — hier noch andere psychologische Ursachen mit. je sensationeller ein KZ-Bericht, umso besser “verkaufte” er sich.

Schon unter normalen Verhältnissen können wenige Menschen der Versuchung, zu übertreiben, widerstehen. Tragisch wird die Sache, wenn Haß- und Rachegefühle zur Übertreibung erlittenen Leidens aufstacheln. In der Zeit, in der wir leben, haben auch noch eigennützige Motive, das Verlangen nach Ämtern, nach Renten, Entschädigungen und sonstigen Leistungen viele dazu verleitet, ihre Anspruchsberechtigung auf den Empfang solcher Leistungen durch Übertreibung der Anspruchsbegründung wirkungsvoller zu untermauern.

Bei den berüchtigten Kriegsverbrecher- und KZ-Prozessen, wie besonders auch im “Eichmann”-Prozeß, wurden Zeugen dazu ermuntert, ja geradezu veranlaßt, ihre Erlebnisse möglichst zu übertreiben, phantastisch auszugestalten, ja direkt zu erfinden.

Die KZ-Insassen, soweit sie nicht Juden und nicht zentral gelenkt waren und imstande gewesen wären, alle diese Übertreibungen und Erfindungen zu entkräften und auf das richtige Maß zurückzuführen, hüteten sich wohl, dies zu tun.

Teils waren sie als politische Häftlinge im KZ gesessen und waren an Rache und Vergeltung, nicht aber an der Entlastung ihrer ehemaligen Kerkermeister interessiert; teils waren sie kriminelle Verbrecher gewesen, die sich hüteten, in das Scheinwerferlicht des Zeugenstandes zu treten. Meist waren sie ja selber Träger der an den KZ-Mithäftlingen verübten Verbrechen gewesen.

Trotzdem liegen heute schon Hunderte von Aussagen und Zeugnissen ehemaliger KZler vor, die uns ermöglichen, die Lügen als Lügen zu entlarven, die Übertreibungen auf das richtige Maß zu führen und die Wahrheit zu erkennen.

Der ehemalige KZ-Insasse Hans K a i s e r (Katzer?), Paris, schreibt und bezeugt (“DWZ” vom 23. April 1965, Seite 9):

“Ich kam einige Tage vor Weihnachten 1944 ins KZ Dachau und erhielt die Nr. 136.062. Die Kapos und der Lagerälteste hatten Nummern um 40.000. Es ist undenkbar, daß bis Ende April 1945 eine Zahl von 238.062 erreicht wurde. Bei der Einlieferung kam man zuerst zur D e s i n f e k t i o n durch Bepinselung mit einer Flüssigkeit, die ein wenig brannte, wie etwa Alkohol … Ich habe niemals von Gaskammern gehört und natürlich noch weniger solche gesehen. Es wurden n i e m a 1 s ältere Leute aussortiert, die geheimnisvoll verschwanden. – Ich erkrankte selbst an Typhus,

kam in die Krankenstube und nachher in einen Block, wo sich lauter Genesende aus der Krankenstube versammelten. Nach 10 oder 14 Tagen kam ein Militärarzt, um zu sehen, wer nun wieder arbeitsfähig wäre. Ich sagte ihm: ‘Seien Sie von meinem guten Willen überzeugt; aber ich kann wirklich noch nicht arbeiten!’

Er antwortete: ‘Schön, dann bleibst du halt noch weiter hier.'”

Die Behauptung von den Goldzähnen

Auf die Behauptung, daß allen in den KZ verstorbenen Häftlingen die Goldzähne ausgebrochen wurden, wirft folgende Gerichtsverhandlung, die in Linz an der Donau abgeführt wurde, ein bezeichnendes Licht (Europa-Korrespondenz, 1960, Folge 68, Wien):

“Die bei der französischen Kriegsgräberkommission in Mauthausen beschäftigten Hilfsarbeiter, der 21jährige Otto R. und Karl G. wurden vom Gerichte Linz zu 5 Monaten schweren Kerkers verurteilt. Die beiden hatten nicht geglaubt, daß den Häftlingen in den KZ die Goldzähne ausgebrochen wurden. Sie erbrachen die Särge und stahlen den Skeletten die Goldzähne.”

Prof. Rassinier entlarvt KZ-Lügenberichter und -berichte

Nach jedem Kriegsende wachsen erfahrungsgemäß Helden wie Pilze aus dem Boden. Aus den verschiedensten Gründen erliegen fast alle Heimkehrer der Versuchung, sich mit der Gloriole von Helden zu umgeben. Sie erfinden zu diesem Zwecke die unwahrscheinlichsten Geschichten und Abenteuer und Übertreibungen. Sie folgen damit nur dem Beispiele des Odysseus, der nach seiner Heimkehr aus dem trojanischen Kriege – wohl auch, um unliebsamen und unangenehmen Erklärungen über das, was er während seiner mehrjährigen Abwesenheit wirklich tat, auszuweichen – die merkwürdigsten Abenteuer und Erlebnisse erfand, die uns dann Homer in seinem unsterblichen Epos, die Odyssee, überlieferte.

Jeder Krieg gebiert nun ungezählte Nachfolger des Odysseus, die es, wie ihr Vorbild, mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und sie in ihren Berichten ausgiebig mit Übertreibungen, Erfindungen und Lügen vermischen. Professor Paul Rassinier, der selbst zwei Jahre im KZ Buchenwald und im Lager Dora zubrachte, schreibt, daß ihm die erdrückende Flut der Berichte, die seine KZ-Kollegen einer nach dem anderen veröffentlichte und die von solchen Unwahrheiten und Lügen des Odysseus nur so strotzten, schließlich so auf die Nerven fielen, daß er sich entschloß, diesen Lügnern eine aufs Dach zu geben und ihre Lügen zu entlarven. In Erinnerung an und in Beziehung auf den berühmtesten Vorgänger dieser Lügner, den klassischen Erlebnislügner Odysseus, gab er seinem Buche, das die Lügen einiger KZBerichterstatter entlarvt, den bezeichnenden Titel: Die Lüge des Odysseus.

Unter den KZ-Berichtern ist der Franzose Rassinier der erste, der die Seelengröße aufbrachte, Unwahrheiten in KZ-Berichten, soweit er sie als solche erkannte, offen als solche zu brandmarken.

Wir bringen im Nachstehenden einige charakteristische Zitate aus seinem Buche Die Lüge des Odysseus” (Priester, Wiesbaden, 1959):

(Seite 137): “… Meine Kameraden im Unglück veröffentlichen unentwegt oft phantastische Erzählungen, in welchen sie sich gerne den Anschein von Heiligen, Helden oder Märtyrern geben … Ich habe mich mehr als einmal bei dem Gedanken an ein Wort Überrascht, das Riera (bekannter französischer Humorist) zugeschrieben wird, nämlich, daß es nach jedem Kriege notwendig sei, alle ehemaligen Frontkämpfer unbarmherzig zu töten. Nach den Erzählungen und Schriften meiner KZ-Kameraden, die sich auf meinem Tische häufen, verdient dieses Wort Rieras doch mehr, als nur für einen Scherz gehalten zu werden … Ich habe festgestellt, daß die Öffentlichkeit sich von den deutschen KZ eine ganz falsche Vorstellung gemacht hat … und daß die Verschickten, auch wenn man sie heute nicht mehr ernst nimmt, durch ihre Schilderungen dazu beigetragen haben, die internationale Politik auf gefährliche Wege zu drängen . .

Bruder B i r i n von der christlichen Schule in Epernay (bürgerlicher Name Alfred Unterreiner) berichtet uns in seinem Buche “16 Monate im Gefängnis” (Matot-Breine, Reims, 1946) über seine KZ-Haft im KZ Dora:

(Seite 38): ” … Ich berichte nur, was ich selbst gesehen habe … “

(Seite 43/4): ” … Dort (im KZ Dora) erwartete uns wie in Buchenwald die SS beim Verlassen der Waggons … Ein ausgefahrener Weg mit Rinnen voller Wasser führte zum Lager. Er wurde im Laufschritt durchmessen. Die mit hohen Stiefeln bekleideten Nazis verfolgten uns und hetzten ihre Hunde auf uns … Diese Stierjagd neuen Stiles war von zahlreichen Gewehrschüssen und unmenschlichem Gebrüll begleitet…

Rassinier schreibt dazu:

(Seite 150): ” … Ich befand mich mit Birin bei demselben Transport … Ich kann mich nicht erinnern, daß Hunde auf uns gehetzt wurden und auch nicht, daß Gewehrschüsse abgegeben wurden. Dagegen erinnere ich mich sehr gut, daß die Kapos und der Lagerschutz um vieles aggressiver und roher waren als die SS-Männer, die uns begleitet hatten.”

Bruder B i r i n berichtet:

(Seite 7314): “Die SS-Frauen bestimmten auch ihre Opfer und mit noch größerem Zynismus als ihre Männer. Was sie wünschten, waren schöne, kunstvoll tätowierte Menschenhäute. Um ihnen gefällig zu sein, wurde ein Antreten auf dem Appellplatz angeordnet, bei dem das Adamskostüm vorgeschrieben war. Dann gingen die Damen durch die Reihen und trafen ihre Auswahl wie vor dem Schaufenster einer Modistin.”

Das Ganze ist von A bis Z eine infame Lüge. In jedem Wort erlogen. Rassinier bemerkt dazu:

(Seite 151): Es ist nicht richtig, daß sich Derartiges jemals in Dora abgespielt bat. Es gab eine Affäre mit einem Lampenschirm aus tätowierter Menschenhaut in Buchenwald. Sie erscheint in den Akten der Ilse Koch , der Gattin des Kommandanten von Buchenwald. Aber auch in Buchenwald konnte Bruder Birin einer solchen Szene nicht beigewohnt haben, weil – insofern sie überhaupt stattgefunden hat – dies lange vor unserer Ankunft aus Frankreich war.”

“… Birin gibt aber von ihr eine Beschreibung mit bemerkenswerter Genauigkeit, als ob er wirklich dabei gewesen wäre. Wenn nun derjenige, welcher das Vorkommnis nach Buchenwald verlegt hat, nach dem gleichen Verfahren vorgegangen sein sollte, muß man sich dann nicht fragen, ob diese Beschuldigung nicht sehr fragwürdig ist? So fragwürdig, daß selbst das Schwurgericht in Augsburg, das sie kennen müßte, gegen die Angeklagte Ilse Koch nicht an ihr festhielt – mangels an Beweisen!

Um mit diesem Gegenstand zu einem Ende zu kommen, kann ich mit Bestimmtheit sagen, daß im Februar-März 1944 das Gerficht im KZ Buchenwald dieses Verbrechen zwei Kapos aus dem Steinbruch und der Gärtnerei zuschob, das seinerzeit von ihnen unter der Mittäterschaft fast aller ihrer Kollegen begangen worden sei. Die beiden Spießgesellen hätten, so sagte man, aus dem Tode tätowierter Häftlinge ein Gewerbe gemacht und deren Häute gegen kleine Vergünstigungen an Ilse Koch und andere durch Vermittlung des Kapos vom Krematorium verkauft.”

” … Aber gingen denn die Frau des Lagerkommandanten (Ilse Koch) und andere Offiziersfrauen wirklich auf der Suche nach schönen Tätowierungen, deren Träger sie dann selbst zum Tode bestimmten, im Lager spazieren? Gab es wirklich Lagerappelle im Adamskostüm, um ihnen diese Suche zu erleichtern? Ich kann es weder bestätigen noch entkräften. Ich weiß es nicht. Alles, was ich sagen kann, ist, daß e n t g e g e n dem, was Bruder Birin behauptet, dies sich weder im KZ Dora noch in Buchenwald während unserer gemeinsamen Internierung dort zugetragen hat.”

Bruder Birin behauptet:

(Seite 76): “Wenn die Sabotage sicher zu sein schien, wurde das Erhängen grausamer gestaltet. Die Todeskandidaten wurden durch das Anziehen einer elektrisch angetriebenen Welle von der Erde abgehoben und sanft vom Boden gelöst. Da sie nicht den verhängnisvollen Ruck erhielten, der den armen Sünder bewußtlos macht oder überhaupt tötet, indem er ihm das Genick bricht, machten die Unglücklichen alle Grauen des Todeskampfes durch. – Bei anderen Gelegenheiten wurde ein Schlachterhaken unter den Kiefer des Verurteilten gelegt, der mit diesem barbarischen Mittel aufgehängt wurde.”

Dazu schreibt Rassinier:

(Seite 152): “Es ist richtig, daß zum Kriegsende, Ende 1944 bis Anfang 1945, die Sabotageakte so zahlreich geworden waren, daß die Erhängungen gruppenweise erfolgten. Sie wurden mit Hilfe einer auf einer Welle laufenden Winde ausgeführt.”

Das geschah aber nicht, um das Erhängen grausamer zu gestalten, sondern um den Hinrichtungsakt zu mechanisieren.

” … Aber die Geschichte mit dem Schlachterhaken … ist falsch. Ich habe im KZ Dora niemals davon sprechen hören; sie stimmt auch nicht mit den im Lager üblichen Gepflogenheiten überein.”

Bruder Birin berichtet:

“Auf Betreiben des berüchtigten Oberscharführers Sanders, mit welchem ich zu tun hatte, wurden für Saboteure andere Exekutionsformen angewendet. Die Unglücklichen wurden verurteilt, enge

Gräben auszuheben, in denen ihre Kameraden sie bis zum Hals einschaufeln mußten. In dieser Stellung blieben sie gewisse (?) Zeit. Dann schnitt ihnen ein SS-Mann, der eine Axt mit einem langen Stiel trug, die K ö p f e ab.

“Aber der Sadismus der SS-Angehörigen ließ sie eine n o c h grausamere Art finden. Sie befahlen den anderen Häftlingen, mit Schubkarren voll Sand über diese armen Köpfe zu fahren. Ich bin von diesen Anblicken noch wie besessen, daß usw….

Rassinier, der Begleiter Bruder Birins, schreibt dazu:

“Auch dies hat sich in Dora n i e  e r e i g n e t ! Dieselbe Geschichte ist mit denselben Worten mir im Lager von Häftlingen, die aus verschiedenen Lagern gekommen waren, erzählt worden. Alle behaupteten – wie Bruder Birin – dieser Szene beigewohnt zu haben: in Mauthausen, Auschwitz-Birkenau, Flossenburg, Neuengamme usw…. Als ich nach Frankreich zurückgekehrt war, habe ich diese Geschichte bei verschiedenen Verfassern wiedergefunden .. .”

Bruder Birin berichtet:

(Seite 97): “Als Geheimnisträger (der V/1 und V12 – diese wurde im KZ Dora erzeugt) – war uns bekannt, daß wir zum Tode verurteilt und dazu bestimmt waren, bei der Annäherung der Alliierten niedergemacht zu werden.”

Rassinier schreibt dazu:

(Seite 153): “Hier handelt es sich nicht um eine Tatsache, sondern um eine Vermutung. Sie ist von allen Autoren bis und einschließlich Leon Blum (in “Le dernier mois” – “Der letzte Monat”) gebracht worden Auf jeden Fall ist aber keiner der Geheimnisträger von Dora umgebracht worden. Auch nicht der Transport, in dem sich Leon Blum befand Einen Schein von Berechtigung findet diese Vermutung dadurch, daß angeblich kurz vor der Befreiung Häftlinge auf Schiffe verladen wurden, die ins offene Meer fuhren und die man dann durch Beschießen von Land aus versenkte. Inzwischen ist von der ganzen Welt anerkannt, daß die ARCONA, , jenes Schilf, das die Verschickten nach Schweden transportieren sollte, von alliierten Marinefliegern versenkt worden ist. Die Küstenbatterien der deutschen Luftabwehr war auf die alliierten Flugzeuge gerichtet, nicht auf die ARCONA,.”

Gerardi Bernhard lügt über Mauthausen

Gerardi Bernhard schreibt ein Buch: Marcell Callo – Ein Leben für die Brüder”, Verlag Winfried Werk GmbH., Augsburg, 156 Seiten. Das Buch soll das Andenken Marcell Callo’s verherrlichen. Callo, geboren am 6. Dezember 1921 in Rennes, Frankreich, Setzer von Beruf, meldete sich freiwillig zur Arbeit in Deutschland. Er wurde am 19. April 1944 in Tübingen verhaftet wegen staatsfeindlicher Tätigkeit. Am 28. Oktober 1944 wurde er in das KZ Mauthausen eingeliefert, wo er am 19. März 1945 starb.

“Er erlosch wie eine Lampe, die kein Öl hat.”

In diesem Buche finden wir folgende verabscheuungswürdige Lügen:

“überall lagen die Leichen herum, haufenweise, karrenvoll, dann wieder vereinzelt solche, die liegen blieben, wo sie zusammengebrochen waren. Die einen waren langsam erloschen, die anderen entstellt durch die satanische Brutalität ihrer Mörder. Zu bestimmten Stunden warf man sie auf einen Haufen vor die Tür. Am Abend brachte man sie wieder herein zum Appell …

… Das war ein Klumpen Menschenfleisch, zusammengesetzt aus Leichen und Sterbenden, aus dem die Jauche der Ruhrkranken herausfloß. Man räumte es aus, wenn hundert erreicht waren Dann wurden sie im Hof auf einen Haufen geworfen, in Erwartung der Lastwagen, die sie zum Verbrennungsofen brachten. Wurde der Gestank allzu stark, dann besprengten die Barackenwärter den Haufen mit einem Strahl glühender Asche oder mit einigen Eimern eiskalten Wassers. Die Sterbenden brüllten dabei vor Schmerz.

Und so erbärmliche Lügen in einem angeblich “christlichen” Buche! In keinem der Bücher, die über Mauthausen 1945-1946 oder 1947 erschienen sind, findet sich eine derartig widerliche Lügenschilderung. Erst nach zehn und mehr Jahren wurde es, da kein Wort der Verteidigung gewagt wurde, immer mehr Mode, in den Schilderungen von Brutalitäten und Greuelszenen sich gegenseitig immer mehr zu überbieten. Gerardi ist ein sonderbarer Christ. Was wird er zu dieser Schilderung am Jüngsten Tag sagen, wenn er vor dem Höchsten Richter stehen wird, um Rechenschaft abzulegen?

Andere KZ-Lügen

Die scheußliche Haßlüge mit den Fleischerhaken finden wir in der gelenkten Greuelpropaganda einigemale; so wurde gelogen: Welfenblatt “Der Landbote”, Nr. 33 vom 18. Juli 1953:

“Auf Hitlers ausdrücklichen Befehl sind die Verurteilten (des 20. Juli) mit dem Kinn an einem Haken wie im Metzgerladen aufgehängt und zu Tode gequält worden.”

Zu dieser scheußlichen Lüge wurde auch die Beschreibung dieses entsetzlichen Herganges geliefert. Schon vor Jahren wurde diese Lüge richtiggestellt, aber der Haß kennt kein Ende und keine Grenzen. Was für seelische Lumpen müssen doch jene sein, die solche Scheußlichkeiten ohne wirkliche Kenntnis, ja wider besseres Wissen weiterverbreiten.

Im übrigen hat sich diese Scheußlichkeit wirklich zugetragen. Aber nicht bei den Deutschen, sondern in einem belgischen Internierungslager. Sie ist bezeugt von Jan de Geus. In Chimay wurden Rexisten von bewachenden Partisanen verurteilt, mit dem Gebiß an Fleischerhaken aufgehängt zu werden. Das Urteil wurde vollzogen. (“N. Z.” vom 3. Jänner 1965, Seite 5.)

Eine Greuellügenauswahl, die keiner Entlarvung bedarf

Der Ankläger Smirnow brachte in Nürnberg vor:

(VII, Seite 543): “Ihre ungeheuren Missetaten begannen die Deutschen mit der Vergiftung von 245 Schulkindern Den frierenden und hungernden Kindern, die sich mit ihren Schulbüchern eingefunden hatten setzte man Kaffee mit vergiftetem Kuchen vor. Der deutsche Feldscher rief Kinder, für die der Kaffee nicht reichte, ins Ambulatorium, wo er ihnen die Lippen mit starkem Gift bestrich. Nach einigen Minuten waren alle Kinder tot

Die in den Lagern exekutierten Partisanen wurden mit der Gloriole von Märtyrern umgeben. Smirnow brachte vor:

(VII, Seite 494): ” … Wenn die hinzurichtenden Opfer zu dem Hinrichtungsplatz gebracht wurden, dann riefen sie ‘Nieder mit Hitler!’, ‘Es lebe Polen!’ und ähnliche Dinge. Die Deutschen haben dann versucht, diese Störungen dadurch einzuschränken, daß sie den Mund der Opfer mit Zement anfüllten oder ihre Lippen mit Pflaster zuklebten.”

Tschechischen und holländischen Gefängnispeinigern blieb es vorbehalten, Häftlinge zu zwingen, den Boden mit der Zunge zu reinigen. Nähere Einzelheiten über diese sadistische Verirrung des menschlichen Geistes führen wir in dem Werke “Das Unrecht an Deutschland” im Abschnitte: “Die Kriegsverbrechen der anderen” an.

Was dort als beglaubigte Tatsache angeführt ist, wurde als Greuellüge gegen Deutschland öfter behauptet.

Smirnow führte in Nürnberg die Behauptung eines polnischen Zeugen, namens Goldsmann, an:

“Die SS zwang (nach der Einnahme Lembergs) die Gefangenen, das Stiegenhaus in sieben Aufgängen des vierstöckigen Hauses mit ihren Zungen und Lippen aufzuwischen. Als sie dies getan, zwangen sie die gleichen Leute, den Abfall im Hof mit ihren Lippen zu sammeln …”

In seinem Buch “Epitaph on Nurenberg” erzählt der englische Schriftsteller Montgomery Belgion, 1946, Seite 47, folgende Mißhandlungen von Deutschen durch die Sieger:

“Am 26. April 1946 erklärte Julius Streicher, einer der Angeklagten, daß er nach seiner Verhaftung vier Tage lang in einer Zelle ohne jegliche Bekleidung gelassen worden sei. Man hat mich gezwungen, den Negern die Füße zu küssen. Man hat mich gepeitscht. Man gab mir Speichel zu trinken. Man öffnete mir den Mund gewaltsam mit einem Stück Holz und spuckte mir in den Mund. Als ich ein Glas Wasser zu trinken begehrte, führte man mich zur Latrine und sagte: Trinke!’.”

Die abgehackten Kinderhände

Die “Geschichte der Verfemung Deutschlands im Ersten Weltkrieg” befaßt sich eingehend mit der Entlarvung der infamen Greuellüge von den abgehackten Kinderhänden. Es ist natürlich, daß man diese Lüge, deren Propagandawirkung sich bereits im Ersten Weltkrieg so bewährt hatte, auch im Zweiten Weltkrieg anwendete.

In Nürnberg behauptete man:

(VII, Seite 548): “Die Eindringlinge nahmen an Kindern und jugendlichen die bestialischesten Folterungen vor. Unter 160 Verwundeten und durch Folterungen verstümmelten Kindern … befanden sich u. a…. der zwölfjährige Wanja Kryukow aus dem Dorfe Kryukow im Gebiet von Kursk, dem die Deutschen beide Hände abgehackt und ihn, heftig blutend, in die Richtung des Standortes der Sowjettruppen getrieben haben.”

(VII, Seite 555): “Sogar die Leichen der Kinder trugen die Spuren unbarmherziger Verstümmelungen; einigen waren die Finger amputiert, die Gesäßbacken abgeschnitten und die Augen ausgestochen.”

Gipfelleistung einer deutschen (österreichischen) Zeitung

Die Neue Zeitung” (Grazer österreichisches Provinzblatt, SPÖ-Organ) brachte am 8. November 1945 folgende niederträchtige Greuellüge (zitiert im “Eckartbote”, März 1962, Folge 3, Seite 15, Wien):

“SONST KANN ICH MEINEM VATER NICHTS NACHSAGEN…” Mauthausen. Im Verlauf eines Verhörs erklärte der Sohn des ehemaligen Kommandanten des KZ Mauthausen: “Zu meinem Geburtstag hat mir mein Vater 40 Häftlinge zur Verfügung gestellt, um mich das Schießen zu lehren. Ich schoß, bis alle Häftlinge auf dem Boden lagen. Sonst kann ich meinem Vater nichts nachsagen.”

Solch ungeheuerliche Lügen finden Zeitungen, die sie verbreiten, ohne daß ein Staatsanwalt einschreitet, und diese Zeitungen finden Menschen, die so etwas wirklich glauben!

Die Behauptung, daß in den deutschen KZ mit Vorliebe Menschen als lebende Zielscheibe für Schießübungen verwendet wurden, stellte der bolschewistische Ankläger in Nürnberg mehrfach auf:

“Sie gaben einem Mann ein Glas in die Hand und schossen darauf; wurde das Glas getroffen, so blieb der Mann am Leben; wenn man ihn aber in die Hand traf, wurde er erschossen. ..” (VII, 494/5.)

“Nicht selten kommt es vor, daß die Hitlerfaschisten Sowjetkinder als Zielscheibe für Schießübungen benutzten In dem Dorfe Woskressenkoje, Kreis Dubininski, schossen die Hitlerfaschisten auf einen dreijährigen Knaben sich mit Maschinengewehren ein.” (VII, 500/1.)

“Aus der Aussage der Frau Vaso ist zu ersehen, daß die Deutschen die Hitlerjugend dazu erzogen, auf lebende Ziele zu schießen; den Hitlerjungen wuden Kinder als lebende Zielscheiben für ihre Schießübungen zur Verfügung gestellt.” (VII, 493.)

“Der Kommandant des Janowskylagers, Obersturmführer Willhaus, pflegte des Sportes wegen und zur Unterhaltung seiner Frau und Tochter regelmäßig mit einem automatischen Gewehr von dem Balkon seines Amtszimmers aus auf die in den Werkstätten beschäftigten Häftlinge zu schießen. Manchmal reichte er sein Gewehr auch seiner Frau, die ebenfalls schoß. Manchmal gab Willhaus, um seine neunjährige Tochter zu amüsieren, den Auftrag, zwei- bis vierjährige Kinder in die Luft zu schleudern, während er auf sie schoß. Seine Tochter applaudierte und rief: ‘Papa, mach das noch einmal!’ Und er tat es noch einmal.” (VII, 496.)

Spitzenleistung eines “deutschen Dichters”

Fritz Hochwälder stellt als Hauptfigur in eines seiner Stücke, “Die Himbeerpflücker” eine Person, die nur ein haßkrankes Hirn boswillig oder ein propagandaverdummtes Hirn erfinden kann.

Diese Person, eine Ausgeburt der Lüge, um die herum das ganze Geschehen des Stückes sich abspielt, ist der Kommandant eines KZ, der, wenn ihn die Mordlust ankommt, die Lagerhäftlinge in einen Steinbruch mitten im Lager kommandiert mit dem Auftrag, dort Himbeeren zu pflücken. Er selbst vergnügt sich dann damit, die einzelnen Beerenpflücker von einem Anstand aus dem Hinterhalt mit einem Gewehr mit Zielfernrohr nach Herzenslust abzuknallen.

Die Leichenverwertung

Auf dem Gebiete der behaupteten Leichenverwertung tobte sich die krankhaft-sadistische Phantasie der Greuellügner ganz besonders aus. Vergleichsweise die harmloseste Lüge auf diesem Gebiete war die dumme Lüge, daß die Deutschen die Knochen der Leichen zu Knochenmehl vermahlten. Für dieses Knochenmehl wurden dann die verschiedensten Verwendungen erfunden.

Der bolschewistische Ankläger in Nürnberg führte aus (VII, 611):

“Sie gruben die Leichen ihrer Opfer aus und verbrannten sie, vermahlten die Knochen und verstreuten die Asche auf den Feldern. Sie verwendeten die Schlacke, die Reste von Verbrennungen, ebenso das Knochenmehl als Material für die Ausbesserung der Wege und als Düngemittel

(VII, 644): … Von 1943 ab begannen die Deutschen die Knochen, die nicht verbrannt wurden, zu industriellen Zwecken zu verwerten, dieselben zu vermahlen und an die Firma Strehm zum Zwecke der Herstellung von Schwefelphosphat zu verkaufen.”

Mit dem Unsinn dieser Behauptungen setzt sich Härtle in seinem Buche “Freispruch für Deutschland”, Seite 127 f., auseinander.

In der “Geschichte der Verfemung Deutschlands im Ersten Weltkriege” haben wir des Näheren gezeigt, welche weltweite Wirkungen solche Schauergeschichten hatten, besonders in China, dem Lande des Ahnenkults, wodurch solche Lügen das Empfinden der Chinesen auf das tiefste verletzt wurde, daß es ein leichtes war, sie zur Kriegserklärung an ein “solches Barbarenvolk” zu veranlassen.

Daß die Infamie der Greuellügner ebenso groß war wie die Dummheit oder Schlechtigkeit der Verbreiter dieser Lügen, zeigt sich besonders bei der ebenso schauerlichen wie dummen Greuellüge von der Erzeugung von Seife aus Menschenleichen und der Erzeugung von Lederwaren aus Menschenhäuten.

Diese idiotische Greuellüge verbreitete u. a. auch Georg Rehberg in seinem Buche “Hitler und die NSDAP in Wort und Tat” (SWRVerlag, 1946), es heißt dort:

“Das Gebäude der medizinischen Akademie in Danzig ist der furchtbare Zeuge ungeheuerlicher Freveltaten der Nazis. Unter der Bezeichnung Hygiene-Institut schufen die Nazis dort eine Versuchsfabrik für die industrielle Verwertung von Menschenleichen! Prof. Spanner, Dr. Wohlmann und andere Bestien mit Ärztediplom arbeiteten hier Methoden der Seifenerzeugung aus Leichen aus, sowie Methoden der Herstellung von Lederwaren aus Menschenhaut. Prof. Spanner gelang die Beseitigung des unangenehmen Geruches dieser Seife und er sowohl als auch seine ,Kollegen, verwendeten sie als Toilettenseife. Die ,Rohstoffe, für diese Fabrik wurden aus den Todeslagern herangebracht. Die Soldaten der Roten Armee fanden bei der Befreiung Danzigs im Hygiene-Institut 150 Leichen, in der Mehrzahl Polen und Russen, denen sorgfältig die Köpfe abgeschnitten waren, Kessel, in denen das Menschenfleisch gekocht wurde, einen Stand mit Mustern gegerbter Menschenhaut. Eine so abgrundtiefe moralische Verderbnis, so ungeheuerliche Verbrechen, hatte die Geschichte der Menschheit bis dahin nicht gekannt.”

Man sollte besser sagen: Eine so abgrundtiefe sittliche Verworfenheit, wie diese Greuellüge, hat die Geschichte der Menschheit bis dahin nicht gekannt.

Der Ankläger Smirnow schilderte in Nürnberg ausführlich diese Seifenfabrikation:

(VII, 656): “Neben dem anatomischen Institut wurde im Laufe des Sommers 1943 im Hinterhofe ein einstöckiges Gebäude errichtet, welches aus drei Zimmern bestand. Dieses Gebäude wurde errichtet zur Bearbeitung der Leichen und zum Auskochen ihrer Knochen. Das erklärte offiziell Prof. Spanner. Dieses Laboratorium wurde das Laboratorium für die Herstellung von Menschengerippen und Verbrennung des Fleisches sowie der nicht benötigten Knochen, genannt.”

Der Ankläger Rudenko brachte dem Gerichtshof in Nürnberg aus einer angeblichen, von angeblich 10.000 Auschwitz-Häftlingen unterfertigten Erklärung folgendes Zitat zur Kenntnis:

“Um Petroleum zu sparen, gewann man die zur Verbrennung notwendigen Fette und Öle zum Teil aus den Leichen der Vergasten. Auch wurden technische öle und Fette für Maschinen, ja sogar Waschseife aus den Leichen gewonnen.”

Auch die britischen Ankläger stellten “Dokumente über die Fabrikation von Menschenseife” bei. Smirnow brachte in Nürnberg die Aussage von zwei britischen Kriegsgefangenen zur Kenntnis:

“Die hergestellte Menge kann ich nicht schätzen, aber ich sah, wie die Danziger Bevölkerung die Seife benutzte, um die Tische in den Sezierräumen zu reinigen. Sie alle sagten mir, daß die Seife für diese Zwecke ausgezeichnet sei.”

Der britische Ankläger, Sir Hartley Shawcross, entblödete sich nicht, in Nürnberg zu behaupten:

(XIX, Seite 566) “Gelegentlich wurden sogar die Leichen ihrer Opfer benutzt, um die Kriegsknappheit an Seife zu beheben.”

Nur Haß konnte eine so idiotische Greuellüge erfinden und nur grenzenlose Dummheit sie wirklich glauben. Genau dieselbe Greuellüge war schon im ersten Weltkrieg in die Welt gesetzt worden mit anderen Ortsbezeichnungen und anders benannten Opfern. (Näheres siehe in Band 1 dieser Geschichte.)

Es ist unvorstellbar, mit welchem Grad von Beschränktheit, ja Dummheit, die Erfinder der Greuellügen rechnen konnten. Scronn berichtet in seinem Buche (“General Psychologus” Seite 230), daß die Greuellüge von der Herstellung von Seife aus Leichen (natürlich aus Judenleichen) solchen Glauben fand, daß man dort (in Rio) Seife, die man als “Judenseife” bezeichnete, feierlich beerdigte”.

Die Infamie der Lügenhetzer und die Naivität der Verhetzten kann wohl kaum überboten werden.

In dem infamsten. Hetzbuch und übelsten Haßbuch, dem Buche “Perfidie” von Ben Hecht (New York, 1961) steht unter vielen anderen unverschämten Lügen der Satz:

“Unsere amerikanischen Offiziere in Westberlin schlafen immer noch auf Matratzen, die mit jüdischen Haaren gefüllt sind und waschen sich immer noch mit der Qualitätsseife aus Auschwitz, Mauthausen und Dachau.”

Zu dieser Infamie, die keiner Steigerung mehr fähig ist, ist zu sagen: Es gab niemals und gibt auch heute nicht in Deutschland keine einzige mit Judenhaaren oder mit nichtjüdischen Haaren gefüllte Matratze; es gab und gibt auch heute noch in Deutschland auch nicht ein einziges Stück Seife, das aus Menschenknochen hergestellt wurde.

Haßblüten aus dem Jahre 1965

Laut UPI (Israel) forderte Prof. Herbert Lewin, der Vorsitzende des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Hessen, die deutsche Bevölkerung auf, “Lampenschirme aus präparierter Menschenhaut” und andere furchtbare “Relikte der Judenverfolgung” an die jüdischen Gemeinden zurückzugeben. Lewin sagte, 20 Jahre nach Kriegsende sei es an der Zeit, daß diese Menschenteile endlich, wie es die jüdische Religion vorschreibt, bestattet würden”. Ihm sei von verschiedenen Seiten bestätigt worden”, daß sich noch eine erhebliche Zahl von Lampenschirmen in Privatbesitz befände”.

Herr Lewin wird vergeblich auf solche “Lampenschirme aus Menschenhaut und andere Relikte” warten, weil es sie überhaupt nicht gibt. Von diesem ganzen Theater, das da vor der Öffentlichkeit aufgeführt wird, bleibt nur die infernalische Haß- und Rachehetze übrig, in deren Dienst sich Herr Lewin bewußt oder unbewußt, gutgläubig oder böswillig, stellt.

Lewin erweitert die Greuellüge von den präparierten Menschenhäuten nach der Richtung, als ob präparierte Menschenhäute, die es nicht gibt, überdies nur aus jüdischen Häuten hergestellt wurden und als ob es noch andre solche “jüdische Relikte” gäbe.

Mit dieser infamen Greuellüge setzt sich Erich Kern in der “DWZ” vorn 2. April 1965 sachlich gründlich auseinander und zeigt ihre bodenlose Niedertracht und Erlogenheit auf.

Noch ein KZ-Schwindelfilm

über einen schwindelhaften angeblichen KZ-Film berichtet F. Sessler, Randersacker, in einem Leserbrief der “NZ” Nr. 27 vom 2. Juli 1960 (Seite 10):

“Im Lagerkino des Internierungslagers Regensburg wurde ein vorgeblicher, angeblich in der Lagerleitung des KZ Dachau vorgefundener Dokumentarfilm vorgeführt. Man sah darauf, wie in einem Hof angebliche KZ-Häftlinge mit Maschinengewehrgarben bestrichen wurden und verzweifelt Deckung suchten.

Einer der Ärmsten kam gerade noch hinter ein Wagenrad; zwischen durch die Speichen aber trafen ihn die Geschosse und er brach zusammen. In dem Augenblick, als ich das im Film mit ansah, schrie ein neben mir sitzender Kamerad auf … Diese von Maschinengewehrgarben niedergemähten Menschen waren gar keine KZ-Häftlinge; es waren Insassen des SS-Lazaretts der Waffen-SS. Man war so schamlos, diesen amerikanischen Massenmord zu einem SS KZ-Verbrechen umzufälschen und der ahnungslosen Welt vorzuführen.”

In dem in der gleichen Zeitung folgenden Leserbrief deckt A. Wiese, Berlin, einen ähnlichen Schwindel im 1. Fernsehen auf, wo Kriegsverbrechen der Polen auf das deutsche Schuldkonto gerechnet werden.

Panzergrenadier Fritz Bläuel, heute ein angesehener Hotelier, berichtet:

“Wir wurden Juni/Juli 1945 von den Russen im Durchgangs-Lager Pirna a. d. Elbe untergebracht. Täglich kamen neue Kriegsgefangenen-Transporte an. Eines Tages brachte ein Eisenbahntransport deutsche Kriegsgefangene aus dem Osten. Der unversorgte Transport bestand zu einem großen Teil aus Schwerinvaliden und Toten. Der Zug wurde ausgeladen. Die Insassen – sowohl die Lebenden wie die Toten – wurden durcheinander auf die Erde geworfen und mußten von uns nackt ausgezogen wurden. Der scheußliche und trostlose Anblick, den diese Haufen nackter Körper boten, wurde gefilmt. Die Bilder wurden dann als Dokumentar-Zeugnisse deutscher Barbarei verwendet.

Etwa im September 1945 wurden die Österreicher im Lager ausgesondert, mit russischen Entlassungs-Papieren versehen, in einen Zug Richtung Wien einwaggoniert. In Aussig an der Elbe wurde der Zug von den Tschechen angehalten. Wir mußten uns alle nackt ausziehen. Wir wurden darnach untersucht, wer von uns das Blutgruppen-Zeichen eintätowiert hatte. Die Unglücklichen, die dieses Zeichen trugen – und alle, die den Tschechen nicht zu Gesicht standen – wurden niedergeknüppelt, niedergeschlagen und in vielen Fällen einfach erschlagen. Der Rest durfte die Reise fortsetzen.”

Das KZ Theresienstadt

Als vor einigen Jahren in der CSSR ein Film über das KZ Theresienstadt aufgefunden wurde, wurde seine Vorführung verboten. Er strafte nämlich die Behauptung der Haßpropaganda auf das eindruckvollste Lügen. Die entlarvten Lügen-Propagandisten behaupteten nun, der Film sei “gestellt”, gewesen. Den Erzählungen vieler Theresienstädter Insassen mir gegenüber war klar zu entnehmen, daß der Film wahr und echt und das Leben dort – bis auf die Tatsache, daß man die ausgedehnte Stadt nicht verlassen durfte -durchaus angenehm war.

Wie fast alle KZ war auch Theresienstadt während des Krieges von Kommissionen des Internationalen Roten Kreuzes besucht und kontrolliert worden; so im August 1943 und am 23. Juni 1944. Die Mitglieder der Kommission konnten ungehindert und ohne Zeugen mit allen Insassen der KZ-Stadt sprechen. Der Führer der Kommission des Internationalen Roten Kreuzes, der dänische Botschafter Dr. Juel Henningsen, sprach dem Berliner Auswärtigen Amte für die weitgehende Erleichterung, die die Kommission bei ihrer Arbeit fand, den Dank aus.

Ein gutes Bild von den wirklichen Zuständen in Theresienstadt gibt auch der Brief, den führende Juden in Theresienstadt am 23. Mai 1944 ins Ausland schrieben.

“Theresienstadt, 23. Mai 1944.

Lieber Chawer,

mit herzlichem Gruß bestätigen wir Ihr Schreiben vom 8. ds. Mts. Mit großer Freude benutzen wir die Gelegenheit, Ihnen zu antworten und Sie zu bitten, allen Freunden Grüße zu bestellen und dafür zu danken, daß sie sich unserer annehmen. Wir dürfen davon ausgehen, da Sie auch dessen in Ihrem Brief Erwähnung tun, daß die zahlreichen Sendungen aus Lissabon und Istambul ein Werk unserer Freunde sind. Auch die Freunde aus Wien, die hier mit uns zusammenleben, haben Sendungen aus den genannten Orten erhalten. Wenn unsere Verpflegung auch durchaus geordnet ist und zu keinerlei Sorge Anlaß gibt, so freuen uns doch diese Sendungen immer weder, weil wir sie als Zeichen ihrer Freundschaft ansehen.

In Theresienstadt ist eine richtige jüdische Stadt entstanden, in der alle Arbeiten von Juden besorgt werden, von der Straßenreinigung angefangen bis zu einem modernen Gesundheitswesen mit Krankenhäusern und einem durchorganisierten ärztlichen Betreuungsdienst mit einem großen Stab von Pflegepersonal, von sämtlichen technischen Arbeiten bis zur Verpflegung in den Gemeinschaftsküchen, von der eigenen Polizei und Feuerwehr bis zu einem besonderen Gerichts-, Post- und Verkehrswesen, von einer Bank mit eigenem Siedlungsgeld und von Verkaufsläden für Lebensmittel, Kleidung und Hausrat bis zur Freizeitgestaltung, in deren Rahmen regelmäßig Vorträge, Theateraufführungen und Konzerte stattfinden. Die Kinder, denen besondere Sorge gilt, sind in Kinder- und Jugendheimen, die nicht arbeitsfähigen Alten in Alters- und Siechenheimen unter ärztlicher Aufsicht und Pflege untergebracht. Die Arbeitsfähigen sind vor allem für den inneren Dienst eingesetzt. Aus allen Gebieten sind hervorragende Fachkräfte zusammengekommen. Dies kommt nicht nur der hier zu leistenden Facharbeit auf technischem, hygienischem und administrativem Gebiet zugute; auch in der Freizeit hat sich dadurch ein reiches kulturelles Leben auf jüdischem und allgemeinen Gebiet entwickeln können. Eine Bibliothek mit nahezu 50.000 Bänden, mit mehreren Lesezimmern, ein Kaffeehaus mit ständigen Musikdarbietungen dienen der Zerstreuung, insbesondere für die älteren Menschen. Zentralbad und Zentralwäscherei fördern die allgemeine Hygiene, auf die naturgemäß besonderer Wert gelegt wird. So kann man sich hier, wenn man die äußere und innere Umstellung vollzogen hat, durchaus wohl fühlen. Eine Ansicht der Stadt sehen Sie auf dem Briefkopf.

Der Gesundheitszustand ist als durchaus günstig anzusehen, was neben der klimatischen Lage von Theresienstadt in erster Linie der hingebenden, unverdrossenen Arbeit der Ärzte, der ausreichenden Versorgung mit Lebensmitteln und mit Medikamenten zu danken ist. Zuwendungen, die wir erhalten, stehen uns im Rahmen der jüdischen Selbstverwaltung zur Verfügung und können zusätzlichen Verwendungszwecken zugeführt werden. So haben wir jetzt von Ihrer Zuwendung Kenntnis erhalten und danken Ihnen und den Freunden herzlichst dafür.

Auch wir wären froh, wenn wir häufig die Möglichkeit hätten, von Ihnen Nachricht zu erhalten. Wir denken oft an die Freunde, die uns durch Sie haben grüßen lassen. Auch unsere Gedanken bewegen sich oft um Möglichkeiten einer Alijah; mit besonderem Interesse haben wir aus Ihren Zeilen entnommen, daß auch Ihre Bemühungen einer, wenn auch noch so bescheidenen Lösung dieses Problems gelten.

Wir danken Ihnen für Ihr freundschaftliches Gedenken und sind froh darüber, daß wir Ihrer Verbundenheit gewiß sein dürfen. Lassen Sie bald wieder von sich hören,

Dr. Franz Kahn
Dr. Paul Eppstein
Dr. Erich Österreicher

Dr. Erich Munk
Ing. Otto Zucker
Gert Körbel”

Prof. Heuß und das KZ Bergen-Belsen

Bei der Einweihung eines Gedenksteines im ehemaligen KZ Belsen fand es der ehemalige Bundespräsident Heuß für notwendig, auf die angeblich völlig unzulängliche Ernährungslage in diesem KZ hinzuweisen. Das ist eine völlig unzutreffende Behauptung. Die Ernährungslage im KZ Belsen war nur in den letzten Tagen und Wochen – knapp vor dem Zusammenbruch – schlecht, als die Versorgungslage in ganz Deutschland infolge der Auswirkungen des zerstörenden Bombenkrieges katastrophal wurde. Solange die Zufahrtswege zum KZ und vor allem die Wasserleitung nicht zerstört waren, war die Versorgungslage im KZ Belsen ebenso wie in allen anderen KZ durchaus hinreichend und zufriedenstellend.

Prof. Austin F. App hat in seinem Buche: “Der erschreckendste Friede der Weltgeschichte” als völlig objektiver Beobachter auf die völlige sachliche Unrichtigkeit der Behauptung des Herrn Bundespräsidenten hingewiesen. Nach den von USA-Sachverständigen gemachten unantastbaren Feststellungen haben – gerade was Belsen angeht – die Tagesverpflegssätze, die in Bergen-Belsen bis zum Schluß ausgegeben werden konnten und ausgegeben worden sind, immer über 2000 Kalorien pro Tag betragen.

Die angesehene Monatsschrift “Der Staatsbürger” veröffentlicht dazu die eidesstattliche Aussage eines Insassen des KZ Belsen, Herrn E. Müller:

“Ich war vom 12. Jänner 1940 bis 31. März 1945 als politischer Häftling … anfänglich im Stammlager Papenburg und gegen Ende im Stammlager B e 1 s e n.

1. Kleider und Wäsche. Jedermann, der in ein deutsches KZ kam, erhielt Kleidung und Wäsche. Die Kleidung mußte stets ordentlich sein, weshalb rechtzeitig auf den Kammern getauscht wurde. Bis Ende 1944 bekamen wir alle 8 Tage frische Leibwäsche, später alle 14 Tage. Ebenso war es mit der Fußbekleidung bestellt. Im Internierungslager (nach der übernahme des Lagers durch die Alliierten 1945) mußte ich das gerade Gegenteil feststellen. Ich habe noch nie so viele Menschen in so zerlumpten Kleidern gesehen, wie hier (im Internierungslager der Alliierten). Mit Wäsche ist es noch schlimmer bestellt …

2. Unterkunft. Die Unterbringung im KZ Belsen war v o r b i 1 d 1 i c h. Winterfeste Baracken. Tagesräume. Spind für jeden Mann bzw. für zwei Mann zusammen. Schlafraum mit Holz- bzw. mit Eisenbetten, meist mit Sprungrahmen. Gut gefüllte Strohsäcke. Die nötige Bettwäsche, die bis zum Jahr 1944 alle 4 bis 6 Wochen gewechselt wurde. Für Licht, Heizung, Reinigungsmaterial der Räume war stets ausreichend gesorgt. Eine gute Bibliothek war vorhanden.

Im Internierungslager (der Alliierten) ist weder das eine noch das andere festzustellen. Die Art der Unterbringung ist weitestgehend jeder Zivilisation unwürdig.

3. Verpflegung. Die Verpflegung zwischen KZ und Internierungslager hält keinen Vergleich aus. Während im Internierungslager ständig nach Kalorien gerechnet wird, hatte man im KZ eine ausreichende, ständig wechselnde, sogar wohlschmeckende, sättigende Kost

In einer Zeit, wo die Zivilbevölkerung 190 g Fleisch pro Woche bekam, erhielt der KZ-Häftling 280 g zusätzlich 280 g Arbeitszulage, also 560 g Fleisch pro Woche. Die Mittagskost im KZ war stets sehr nahrhaft und anhaltend. Es gab auch täglich 20 g Fett zum Brot und außerdem Wurst oder Fisch und Käse und Marmelade oder Honig. In das Essen kamen jeweils pro Mann 5 g Fett. Außerdem gab es mehrmals morgens in der Woche rohes Sauerkraut wegen seines hohen Vitamingehaltes.

Im KZ war fast ausschließlich eine Zusatzverpflegung nur bei Kranken nötig. Man konnte in den KZ auch zusätzlich Nahrungsund Genußmittel kaufen…”

Darmstadt, den 16. September 1965.

Ludwig Egon Müller”

Es wäre auch gut und notwendig gewesen, daß sich Herr. Prof. Heuß vor seinen unrichtigen Selbstbeschuldigungen auch darüber informiert hätte, wie die Zustände in den alliierten Kriegsgefangenen- und Interniertenlagern nach beendetem Kriege und ungestört von Bombenangriffen aussahen. Dagegen waren die deutschen KZ fast ein P a r a d i e s. Nur Menschen mit sehr starken Nerven werden die in Band 7 dieser Geschichte wiedergegebenen Berichte über die barbarische Behandlung, Unterbringung und Verpflegung der deutschen Kriegsgefangenen durch die Alliierten im Jahre 1945 und die menschenunwürdigen Zustände in den damaligen Kgf.- und Internierten-Lagern lesen können.

Fast zur selben Zeit der unrichtigen Selbstbeschuldigung durch Bundespräsident Dr. Heuß bringt Die Anklage” (Bad Wörishofen) folgenden Bericht:

“Lager Schraufa: Liegestatt in Reihen auf Betonboden mit 3-4 Strohhalmen … 12 Kameraden mit offener Tbc. Unglaubliche WC-Verhältnisse, die im einzelnen zu schildern nicht möglich ist. Monatelang kein Briefempfang. Keine Briefschreiberlaubnis, niemals Bücher … Lager Darmstadt: Holzgestelle ohne Stroh als Schlafstätten in Zelten … Auch dort waren ehemalige KZler. Sie haben den USA-Lagergewaltigen deutlichst zur Kenntnis gegeben, daß die Gesetze der Menschlichkeit hier eine viel geringere Achtung genossen, als einstmals in den deutschen KZ. Dabei ist hier noch nicht von den alliierten Vernichtungslagern die Rede, in denen täglich Hunderte starben. Die Feststellungen Über Remagen, um nur eines dieser Lager zu nennen, hat seinerzeit Bischof von Gelen an Präsident Truman weitergeleitet, der ihm keine Antwort gab, Hier sei nur erwähnt, daß am 8. Mai 1945 die rings um das Lager aufgestellten Maschinengewehre zur Feier des Kriegsendes das F e u e r  a u f  d i e  T a u s e n d e ahnungslosen und wehrlosen, dicht gelagerten deutschen Lagerinsassen eröffneten … Auch im Lager Schraufa wurde rücksichtslos auf Wehrlose geschossen, in diesem Falle auf Frauen und Kinder, die aus der Ferne ihren Gatten und Vater sehen wollten …”

Die ganz gleiche Ungeheuerlichkeit der Ermordung von wehrlosen Kriegsgefangenen durch das amerikanische Lagerbewachungspersonal erzählte mir der ehemalige deutsche Soldat Jakob Dorer, Afritz in Kärnten, der in einem Kriegsgefangenenlager in den USA interniert war:

“Die amerikanischen Wachtposten waren von einem tödlichen Haß gegen alles Deutsche erfüllt. Wir wurden in einen von beiden Seiten mit Stacheldraht bewehrten Durchgang getrieben. Von seinem Wachtturm aus feuerte der Wachtposten auf uns völlig Wehrlose mit seinem Maschinengewehr in unsere dichte Masse. Dieses geschah öfter und ohne Anlaß durch uns; bloß aus durch Haß geweckter Mordlust. Wenn die Wachtposten irgend eine Hetzlüge der Greuelpropaganda in der Zeitung lasen, machte sich ihr Haß gegen alles Deutsche immer in solch blindem Niederknallen der ihnen wehrlos preisgegebenen deutschen Kriegsgefangenen Luft.”

Zur Geschichte des Lagers Bergen-Belsen

Das Lager Bergen-Belsen nimmt in der Greuellügenpropaganda einen so hervorragenden Platz ein, daß wir uns mit ihm etwas näher befassen müssen.

Aus der Denkschrift des Amtsrichters von Bergen, Dr. Ernst von Briese.

“Im Herbst 1935 begann.. . die Anlage des Truppenübungsplatzes Bergen, des größten deutschen Übungsplatzes. Er hatte eine Ausdehnung von etwa 25 km nach Norden und annähernd 20 km nach Osten und Westen. Der Übungsplatz erhielt zwei Gruppenlager, Fallingbostel im Westen und Bergen-Belsen im Osten … etwa 3 km vom Kirchdorf Bergen entfernt … eine richtige große Soldatenstadt, mit mehr als 100 zweistöckigen Kasernen und Verwaltungsgebäuden, mit Dutzenden von Kantinen, Werkstätten, Lazaretten, Kinos, Kasinos, Wohngebäuden usw. Dazu wurden viele Tausende von Arbeitern benötigt … Für diese wurden etwa 7 km vom Dorfe Bergen entfernt, mehrere Kilometer vom Truppenlager, ein Arbeitslager aus Holzbaracken errichtet … Später diente das leergewordene Arbeitslager im Winter 1938/39 zur Lagerung der Waffen der früheren tschechoslowakischen Armee … Nach der Beendigung des Frankreichfeldzuges 1940 wurden in den Baracken des früheren Arbeitslagers französische und belgische Kriegsgefangene untergebracht. Dieses Lager wurde zu einem Musterlager für etwa 500 bis 600 Kriegsgefangene ausgestaltet, mit guter Mannschaftsunterbringung, Kantine, Badeanstalt (Entlausung), großen Saal für Konzerte und Veranstaltungen, Grünflächen und schönen gärtnerischen Anlagen.

Mit Beginn des Rußlandfeldzuges im Sommer 1941 wurde dieses Lager erheblich ausgebaut – in ihm wurden etwa 10.000 Russen untergebracht … Mitte November brach Fleckfieber aus, dem Tausende

von Russen, aber auch viele deutsche Soldaten der Wachtruppen erlagen. Das Lager wurde monatelang unter strenger Quarantäne gehalten Nach Erlöschen der Seuche kamen die kriegsfgefangenen Russen meist zu Bauern zur Arbeit

Im Winter 1943/44 diente es als vorübergehender Aufenthalt für Juden, die dann ins Ausland entlassen wurden; sie wurden schon aus Propagandagründen gut behandelt …

Im Frühjahr (April) 1944 tauchte zum ersten Male der Name ,Aufenthaltslager Belsen, auf. Das Lager war streng abgesperrt … und die Bevölkerung sah und hörte nichts davon. Ich erfuhr dadurch davon, daß das Amtsgericht Bergen das Ersuchen erhielt, einen im ,Aufenthaltslager Belsen, befindlichen Mann zu befragen, ob er ein Testament eines Verwandten anerkennt. Die Lagerverwaltung, die ich ersucht hatte, diesen Mann dem Amtsgericht vorzuführen, erklärte, daß ein Insasse des Lagers nicht aus dem Lager hinausdürfe … Daraufhin fuhr ich mit einem Protokollführer ins Lager und stellte folgendes fest:

Das Lager war das mir bekannte frühere Russenlager. Es lag mehrere Kilometer vom Truppenlager und etwa 7-8 Kilometer von Bergen entfernt. Hauptlager und Vorlager waren scharf voneinander getrennt. Am Eingang lag eine starke SS-Wache; durch Drahtzäune kam man in das sehr weiträumige Vorlager, das die Verwaltungsgebäude und Baracken umfaßte; hier nahm ich meine Vernehmung vor. Ziemlich weit dahinter lag das eigentliche Lager. Es war streng abgesperrt, durch Posten gesichert und durfte überhaupt nicht betreten werden … Vom Vorlager aus sah man in das Hauptlager hinein; es erschien mir leer im Vergleiche zu früher, wo man immer kriegsgefangene Russen gesehen hatte. Ich sah aber mehrfach im Vorlager Insassen des Hauptlagers, die im Vorlager spazieren gingen oder irgend etwas zu tun hatten. Es waren Einzelpersonen oder Ehepaare, die von Kindern begleitet waren. Die Leute machten einen durchaus normalen Eindruck, weder gequält noch verängstigt; die Kinder spielten; aus der mir von früher bekannten Entlausungsanstalt (Brausebäder) hörte man Lachen und Juchzen von Frauenstimmen. Der erste Mann, den ich vernahm, war ein vielfach vorbestrafter früherer Soldat, den man – offenbar wegen seiner vielen Vorstrafen – nicht in den Krieg, sondern in ein KZ geschickt hatte. Auf meine in Abwesenheit der SS-Männer und nach abgeschlossener Vernehmung an ihn vertraulich gerichtete Frage, ,wie es denn hier sei,, sagte er achselzuckend, es sei eben ein KZ. Über etwas Besonderes könne er nicht klagen.

In der Folgezeit bin ich mehrmals zur Vernehmung von Lagerinsassen in familienrechtlichen oder Nachlaß- oder Zivilprozeßsachen im Lager gewesen. Mir ist trotz aufmerksamer Beobachtung nichts aufgefallen, was auf eine schlechte Behandlung der Lagerinsassen hätte

schließen lassen können. Der Verkehr der SS-Männer mit den Lagerinsassen war, soweit ich das beobachten konnte, sachlich und anständig, vor allem freundlicher, als ich es nach den über die SS umgehenden Gerüchten vermutet hätte.

Ich habe die KZ-Insassen nach der Vernehmung, solange ich mit ihnen allein war, immer gefragt, wie die Behandlung sei. Die Leute, die zu mir als Richter und älterem Mann Vertrauen hatten, haben mir gegenüber keine Klagen vorgebracht.

Die letzte Amtshandlung, die ich dort vorgenommen hatte, erfolgte am 15. oder 16. Dezember 1944. Ich vernahm eine junge jüdische Ehefrau, ich glaube aus Magdeburg, deren Ehemann die Scheidungsklage erhoben hatte Auch hier habe ich mich nach der Vernehmung über die Behandlung unterhalten. Auch sie äußerte keine bestimmten Klagen, sagte mir, sie habe solche Angst, ob sie hier lebend wieder herauskäme. Irgendwelche Gründe für diese Angst gab sie nicht bekannt. Mißhandlungen waren hier, wie es mir schien, nicht vorgekommen. Auch zu dieser Frau waren die SS-Männer freundlich und ordentlich. Furcht vor ihnen schien sie auch nicht zu haben

Als ich – wohl Ende Dezember – wieder eine Vernehmung im Lager vornehmen sollte, erhielt das Amtsgericht Bescheid, es könne jetzt niemand dorthin kommen, da über das Lager Quarantäne verhängt wäre im Lager sei die Ruhr ausgebrochen und fordere viele Opfer Im Februar oder März hörten wir von großen Transporten von KZ-Gefangenen

Durch die Rückzüge im Osten und die Räumung der im Osten besetzten Gebiete wurde der Abtransport großer Mengen von Kriegsgefangenen und Internierten notwendig … Die Bewachung der Dauer der einzelnen Transporte erwies sich als unrichtig Die Züge mit den KZ-Insassen blieben liegen und mußten immer wieder umgeleitet werden. Die Bahnstrecken waren überfüllt und durch Bombenangriffe zerstört. Die Züge mit den KZ-Insassen blieben liegen eine Ergänzung der für eine viel kürzere Reisedauer mitgegebenen Verpflegung war unterwegs nicht möglich. So kamen auch die für Belsen bestimmten Transporte mit Verhungerten oder völlig Erschöpften in Belsen an … Das Lager hatte eine Höchstbelegschaft von 15.000 bis 18.000 Menschen … schließlich befanden sich über 50.000 Menschen im Lager. Dort wütete bereits die Ruhr, dazu kamen Typhus und Fleckfieber, alles durch die Neuankömmlinge aus dem Osten eingeschleppt die Wasserversorgung versagte, Abwässer und Unrat wurden zurückgestaut, so daß sich unsagbare Zustände einstellten, denen der Lagerkommandant und das Personal hilflos gegenüberstanden, zumal die Lagerinsassen krank und verhungert waren und, ohnehin wenig diszipliniert, den Anordnungen der Lagerleitung nicht mehr gehorchten …”

Die Zustände waren in diesen Wochen des Zusammenbruches in Bergen-Belsen wie in ganz Deutschland katastrophal. Die ständigen Luftangriffe hatten in Deutschland fast alle Verkehrswege zerstört. Dadurch wurde die Versorgungslage in ganz Deutschland sehr angespannt. Die Zufahrtswege zum Lager waren zerstört; die Versorgung des Lagers mit Lebensmitteln sehr erschwert.

Besonders katastrophal wirkte sich aus, daß die Wasserversorgung des Lagers unterbunden war; die Wasserleitung und die Kanalabfuhrleitungen waren zerstört. Am 5. Februar 1945 brachen in Bergen-Belsen Seuchen aus. Es herrschten gleichzeitig Ruhr, Typhus und Fleckfieber (vgl. The Belsen Trial, Seite 33).

Am 1. März zählte Belson 42.000 Insassen (Fassungsraum maximal 18.000) infolge der ständigen Zuzüge, von denen täglich 250-300 den Epidemien erlagen (The Belsen Trial, Seite 166). Die Zahl der Insassen stieg schließlich bis auf über 60.000 (16. März 1945). Der Flecktyphus forderte so viele Opfer, daß man mit der Verbrennung der Leichen nicht nachkam, Tausende Leichen lagen unbeerdigt umher und boten einen schauerlichen Anblick.

Als die Engländer am 12. April vor Belsen einlangten, sahen sie das entsetzliche Bild von Zehntausenden zusammengepferchter, schwerkranker Menschen, infolge der fehlenden Wasserzuleitung und der zerstörten Abfuhrkanäle in Schmutz starrend, wegen der unterbundenen Versorgung halb verhungert und hilflos; dazu noch Tausende verkohlte Reste von Toten, deren Leichen der Lagerkommandant zu verbrennen versucht hatte, da die Krematorien dazu nicht ausreichten und jede Möglichkeit zu einer Beerdigung fehlte.

Die Engländer waren begreiflicherweise entsetzt und zutiefst erschüttert. Da ihnen die Kenntnis der Ursachen dieser höllischen Zustände völlig fehlte und sie sich nicht pflichtgemäß die Mühe einer Untersuchung machten, schoben sie einfach diese Zustände einem schuldhaften Verhalten des deutschen Lagerkommandos zu.

Die Engländer konnten das Lager nicht betreten. Sie benützten 1400 kriegsgefangene ungarische SS-Leute von der benachbarten Panzerschule, um einen dichten Sanitätskordon um das Lager zu errichten. Erst am 15. April betraten sie das Lager: Sie fanden 28.000 Frauen, 12.000 Männer und 13.000 unbeerdigte Leichen vor. Weitere 13.944 starben binnen kurzer Zeit nach der Befreiung. Dabei war es tragischerweise gerade das Verdienst des Lagerkommandanten gewesen, der sich geweigert hatte, der großen Versuchung zu erliegen, diese verseuchten, verhungernden und verzweifelten Massen feige zu verlassen und sie einfach sich selbst zu überlassen; er hatte auch Versuche dieser Verzweifelten, sich selbst gewaltsam zu befreien, verhindert. Seine größte Sorge war gewesen, daß diese KZ-Insassen, die zum größten Teil in Sicherheitsverwahrung genommene Verbrecher waren, über die Dörfer der Umgebung herfielen und die Seuchen verbreiteten.

Im Lager herrschten gleichzeitig drei Seuchen: Ruhr, Typhus und Fleckfieber. Wenn die Lagerleitung beim Herannahen der Engländer das Lager im Stich gelassen hätte und geflohen wäre, hätten sie dadurch ihr eigenes Leben gerettet, aber die Folgen wären unvorstellbar grauenhafter gewesen als die Lagerzustände waren, wenn die Zehntausende von Seuchenträgern das Land überströmt hätten.

Belsen wurde dann zum Gegenstand eines Haßfeldzuges sondergleichen. Ein Film wurde aufgenommen. Die an sich schon genug grauenhaften Dinge wurden wie üblich noch um ein Vielfaches übertrieben. Man sprach von 50.000 vorgefundenen Leichen. Daß der Kommandant und die übrige Lagerleitung nicht pflichtvergessen desertiert war, kostete sie das Leben.

Der Lagerkommandant, Josef Kramer, hatte das Lager erst 1945 übernommen, das bereits mehrfach von Seuchen heimgesucht war. Alle, die ihn kannten, stellten ihm das Zeugnis aus, daß er redlich bemüht war, das Unmögliche zu tun, der Verhältnisse und der Seuchen Herr zu werden. Die Verhältnisse überstiegen jede Menschenkraft.

Von den Engländern wurde ein Monsterschauprozeß aufgezogen, der erste KZ-Prozeß. Er fand von September bis November 1945 vor einem britischen Militärgericht in Lüneburg statt.

Einer der britischen Pflichtverteidiger, ein Schotte, bestritt die Zuständigkeit des Gerichts. Ein britisches Militärgericht habe kein Recht, über Angehörige einer Nation zu Gericht zu sitzen, mit der England im Kriege liege. Der Anwalt bestand auf der Herbeischaffung alter Prozeßakten, aus denen hervorginge, daß England es im schottischenglischen Kriege abgelehnt hatte, englische Soldaten zu richten, die schottische Gefangene ermordet hatten, weil sich die beiden Länder im Kriegszustand befanden. Das Gericht lehnte den Antrag des Verteidigers ab.

Am 17. November 1945 fällte das englische Kriegsgericht sein Urteil: Von den 47 Angeklagten wurden 30 verurteilt; darunter 11 zum Tode durch den Strang. (Nach Erich Kern, Deutschland im Abgrund, Seite 69.)

Über das Lager Bergen-Belsen und was dort nach der Besetzung durch die Engländer vor sich ging, enthält der von Cyril Conolly herausgegebene Sammelband (“The golden horizon”, London, Weidenfeld and Nicholson) einen Beitrag von Alan Moorehead. Die Londoner Monatsschrift “European” vom März 1945 weist auf diesen Bericht mit folgenden Worten hin:

“Moorehead besuchte kurz nach Einstellung der Kämpfe 1945 das KZ Belsen, zusammen mit einer Gruppe anderer Journalisten. Belsen ist das Lager, wo infolge schwerer Bombenangriffe auf die Zufahrtswege ein Zusammenbruch der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser erfolgte, worauf Typhus ausbrach, durch den Hunderte von Gefangenen umkamen. Die Alliierten erschienen und trafen auf die schauderhaften Zustände. Sie brachten Lebensmittel und Medikamente, sie verbrannten die Toten und die verseuchten Baracken. Sie setzten die Wachmannschaften gefangen und folterten sie. Sie waren so besessen von der Propaganda gegen die deutschen ‘Hunnen’, daß sie selbst geradezu geschwelgt zu haben scheinen in Greuelhandlungen und mit Stolz ihr eigenes Handwerk den besuchenden Journalisten vorwiesen. Moorehead erzählt: ‘Ein junger britischer Militärarzt und ein Hauptmann der Pioniere verwalteten das Lager Der Hauptmann schien in besonders guter Laune Als wir uns den Zellen der gefangenen SS-Wachen näherten, brach beim aufsichtsführenden Sergeanten die Wut aus.

Der Hauptmann sagte: ‘Wir haben heute morgen eine Vernehmung stattfinden lassen. Ich fürchte, die Gefangenen sind nicht gerade hübsch anzusehen.’ Den Journalisten wurden die Zellen geöffnet, wo die stöhnenden und blutenden Gefangenen lagen. Moorehead erzählt weiter: ‘Der Mann, der mir zunächst lag und dessen Hemd und Gesicht blutverkrustet waren, machte zwei vergebliche Versuche, ehe es ihm gelang, in Kniestellung und dann auf die Füße zu kommen. Als er stand, zitterte er heftig und versuchte, die Hand abwehrend auszustrecken… ‘Hoch’ schrie der Sergeant. Alle kamen hoch und hielten sich aufrecht an der Wand. ‘Weg von der Wand!’ Sie stießen sich ab von der Wand und standen frei schwankenden Körpers In einer anderen Zelle hatte der Militärarzt eben eine Vernehmung beendet. ‘Los!’ schrie der Sergeant, ‘steh auf!’ Der Mann lag in seinem Blute auf der Erde… Er stützte seine Arme auf einen hölzernen Stuhl und gab sich einen Stoß, ein zweiter Versuch, und ihm gelang, auf die Füße zu kommen. Er reckte seine Arme uns entgegen. ‘Warum macht ihr mich nicht ganz tot? Ich kann nicht mehr!’ …’Der dreckige Bastard hat das schon den ganzen Morgen gesagt’…

In dem Bericht, den Moorehead über Belsen und die schrecklichen Zustände dort vor der Befreiung gibt, heißt es: ‘War Sadismus am Werk bei den Deutschen? Im großen und ganzen: n e i n! Greuelhandlungen sind in diesem Lager verhältnismäßig s e 1 t e n vorgekommen … was die Häftlinge umbrachte, waren nicht Greuelhandlungen, sondern Vernachlässigung.'”

Die schrecklichen Zustände aber waren die Folge höherer Gewalt, gegen die die Deutschen vergeblich alles Menschenmögliche unternahmen. Die Engländer erschienen im Augenblick der schlimmsten Not. Sie fanden Berge von unbeerdigten Leichen als Seuchenopfer. Unter diesem Eindruck begannen sie, die pflichtgemäß auf ihrem Posten gebliebenen Wachmannschaften erbarmungslos zu foltern. Sie hätten die Pflicht gehabt, erst zu untersuchen, ob und wer von den Deutschen überhaupt eine verbrecherische Tat begangen habe. So aber begannen sie die grausamste Folterung aller Deutschen ohne jede vorgängige Untersuchung. Sie schwelgten geradezu in Folterungsgreueln. Die von den Engländern ohne jeden Unterschied mit kaltblütiger Grausamkeit an den Deutschen begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit können nicht, wie die Zustände in Belsen, mit höherer Gewalt (Bombardierungen und Seuchen) entschuldigt werden.

Es ist eine Infamie, die Dinge so darzustellen, als ob die Zustände der Auflösung in dem KZ in den Tagen des Zusammenbruches im Jahre 1945 schon immer oder auch nur seit langem so bestanden hätten und ihre Ursache im Sadismus der Deutschen gehabt hätten, nicht in einer über jede menschliche Kraft hinausgehenden höheren Gewalt. Nicht nur in den KZ herrschten Versorgungsschwierigkeiten und Seuchen, sondern in ganz Deutschland …

“Im August 1945 verbreitete die BBC einen erschütternden Bericht über die in ganz Deutschland herrschenden katastrophalen Verhältnisse. Wie der Sprecher des BBC anschaulich schilderte, wurde ganz Deutschland, ganz besonders Berlin, geschüttelt von Tod und Hunger und -Seuchen. Seine Stimme verriet allerdings keine Spur von Mißbilligung über die erschütternden Dinge, die er berichtete oder gar von Mitleid mit den verhungernden Deutschen. Der Sprecher war hörbar tiefbefriedigt von diesen entsetzlichen Zuständen und Leiden der Deutschen.”

Die Alliierten ließen Deutschland in Not und Elend und Hunger verkommen, ohne durch höhere Gewalt dazu gezwungen zu sein und obwohl sie leicht Hilfe hätten leisten können. Sie mühten sich nur um die KZ-Insassen. Die entsetzliche Notlage des deutschen Volkes war ihnen nicht nur vollkommen gleichgültig, sondern entsprach ihren Wünschen. Sie taten nichts, um sie zu bessern und den verhungernden deutschen Müttern und Kindern zu helfen, sondern verschlimmerten die deutsche Notlage noch, soweit sie dies vermochten, indem sie deutsche Lebensmittel Deutschland entzogen und zu ihrer eigenen Versorgung verwendeten.

Was die Alliierten auf dem Gebiete der Aushungerung des deutschen Volkes leisteten, davon wird in einem anderen Bande dieser Geschichte noch des Näheren die Rede sein.

Zu den verfälschten Photographien über die deutschen KZ, die die Alliierten damals in aller Welt verbreiteten, gesellten sich die Sensationsberichte, wie sie Menschen, wie Kogon, den Amerikanern bereitwillig lieferten und der Welt ein völlig verzerrtes, falsches Bild von den Zuständen in den KZ boten.

Die Zeitschrift “The European”, London, schrieb im März 1954 zu dem mutigen Bericht des Journalisten Moorehead über das KZ Bergen-Belsen:

“Welches Echo fand der Bericht Mr. Mooreheads? Wo blieben alle die Spezialisten des Weltgewissens? … Wo blieben die Bischöfe, Rabbis, Prediger, Anwälte des Menschenrechts? … Alle schwiegen zu dieser Menschenschinderei … Für alle Zeiten ist durch Zeugnisse, wie das von Dr. Moorehead, nachgewiesen, daß es Grausamkeiten nicht nur auf einer Seite gab … Wahrheitsgetreue Berichte dieser Art dienen der Zukunft; denn Europa kann erst dann wieder frei aufatmen, wenn der Gestank der Heuchelei weggefegt ist. Jedem unabhängigen Denker ist es schon seit langem klar, daß alle Gegner des Zweiten Weltkrieges ihre Ehre durch Greueltaten befleckt haben. Aber nur der Unterlegene wurde dafür gebrandmarkt Ein hervorragender Forscher und tapferer Kriegsteilnehmer auf englischer Seite gab vor kurzem seiner Meinung Ausdruck, daß die Summen des Unrechts sich auf beiden Seiten die Waage halten. Wir wollen über das Ausmaß der Schuld nicht streiten: Selbst wenn die Deutschen mehr Bluttaten begangen haben sollten als die Alliierten, dann geschah dies in der glühenden Wut des Krieges. Die englischen Grausamkeiten aber wurden kalten Sinnes nach errungenem Sieg verübt.

Die deutschen Angeschuldigten in Nürnberg konnten sich darauf berufen, daß sie von völkerrechtlichen Untaten nichts wußten. Die Verantwortlichen auf britischer Seite können dies nicht.

Werden sie nun Gericht halten über die englischen Kriegsverbrecher? Wir zweifeln daran – aber wir zweifeln nicht am Urteil der Geschichte.”

(Vgl. dazu auch “Alliierte Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit”, Dürer Verlag. Buenos Aires. Kern, Kriegsverbrechen, Plesse Verlag, 1964.)

Himmler erklärte am 19. April 1945 gegenüber Dr. Mazur (Norbert Mazur, En Jod talar med Himmler – Ein Jude spricht mit Himmler, Stockholm, 1946).

“Es war meine Absicht, die Lager unverteidigt zu übergeben, wie ich es versprochen hatte. Ich hatte Bergen-Belsen und Buchenwald übergeben lassen, aber keinen Dank dafür geerntet. In Bergen-Belsen hat man einen Wachtposten gefesselt und ihn zusammen mit einigen gerade verstorbenen Gefangenen photographiert. Und diese Bilder wurden dann in der ganzen Welt veröffentlicht. Auch Buchenwald ließ ich unverteidigt übergeben. Von den heranrückenden Panzerwagen wurde jedoch plötzlich geschossen. Das Krankenhaus fing Feuer und die verkohlten Leichen wurden dann photographiert … Die Veröffentlichungen über die KZ als Hetze gegen uns ermutigen mich nicht, meine Politik der Übergabe der Lager ohne Verteidigung fortzusetzen. Deshalb habe ich vor einigen Tagen ein Lager in Sachsen, als die amerikanischen Panzerwagen sich näherten, ausräumen lassen…”

Es ist eine infame Hetzlüge, daß die Zustände, wie sie z. B. die Engländer in Belsen vorfanden, von den Deutschen vorsätzlich und böswillig herbeigeführt waren oder auch nur gewollt wurden. Die deutsche Regierung war daran völlig schuldlos. Sowohl die Ernährung als auch die sanitären Verhältnisse waren in Belsen wie in allen übrigen KZ so lange ausreichend und normal, bis die Luftangriffe der Alliierten das Versorgungssystem in ganz Deutschland und nicht etwa nur allein in den KZ lähmten, ja völlig zerstörten. Erst dadurch und erst dann wurde die Versorgung und Ernährung in ganz Deutschland und auch in den KZ katastrophal. Die Zustände aber waren nicht schuldhaft, sondern durch höhere Gewalt herbeigeführt. Die Zustände in Belsen waren besonders schlimm, weil dort auch die Wasserversorgung völlig unterbunden und die Kanalisation zerstört war und die schlimmsten Seuchen wüteten, die täglich Hunderte von Todesopfern in dem überfüllten Lager forderten, daß man mit der Verbrennung und der Beerdigung der Opfer nicht nachkam.

Noch einige KZ-Lügen entlarvt

In Abermillionen Exemplaren wurden 1945 in der ganzen Welt Hetzpropagandabilder verbreitet, die in den KZ vorgefundene Leichenberge zeigten.

Wir haben schon darauf hingewiesen, welche Umstände diese Leichenberge, soweit sie nicht durch Photomontagen noch verfälscht waren, verursachten. Erste Ursache war, daß in den letzten Wochen vor dem Zusammenbruch durch die jeden geregelten Verkehr lahmlegenden Luftangriffe der Alliierten die Versorgungslage der Lager schwer beeinträchtigt wurde. Infolge der dadurch verursachten Schwächung der Widerstandskraft der Lagerinsassen gegen Krankheiten stieg die Zahl der Todesfälle erheblich an. Dazu kam bei einzelnen Lagern, daß die Todesopfer der alliierten Luftangriffe auf die Städte und Orte in der Umgebung der KZ zu den Krematorien der Lager geschafft wurden, die den an sie gestellten Anforderungen nicht nachkamen. Am katastrophalsten wirkten sich aber in jenen schrecklichen Wochen die furchtbaren Seuchen aus, die Zehntausende von Opfern unter den Lagerinsassen, Häftlingen und Bewachern forderten. Die Krematorien konnten in der Leichenverbrennung mit den Todesfällen nicht Schritt halten. Daher und nur deshalb entstanden die Leichenberge, die es nur in jenen kritischen Tagen gab.

Eine weitere niederträchtige Lüge ist, daß diese Leichenberge alle als “Vergasungsopfer” hingestellt wurden. Charakteristisch aber ist bei diesen Leichenbergen, daß die unglücklichen Opfer alle nur mehr aus Haut und Knochen bestehende Skelette sind. Dadurch allein schon ist erwiesen, daß es sich bei diesen Unglücklichen um Seuchenopfer handelt. Menschen in einem solchen Zustande braucht man nicht erst zu vergasen; man vergast sie schon deshalb nicht, weil man sie in diesem Zustande einzeln zur Vergasungsstätte hätte tragen müssen, wenn es eine solche überhaupt gegeben hätte.

Eine weitere Lüge ist, daß die KZ vom Bewachungspersonal verlassen, teilweise sogar zerstört wurden und in diesem Zustande von den Befreiern vorgefunden wurden. Wie schon aus dem Buche Mazurs hervorgeht, wurden die Lager nicht verlassen, sondern ordnungsmäßig und unversehrt übergeben. Die Übergabe erfolgte sogar oft derart, daß Wochen vor der eigentlichen Übergabe Delegierten des Roten Kreuzes gestattet wurde, im Lager Aufenthalt zu nehmen und die letzten Wochen und Tage vor der offiziellen Übergabe im KZ selbst mitzuerleben.

Das KZ Dachau wurde am 24. April den Amerikanern unversehrt übergeben. Am 6. April 1945 wurde der Vertreter des Roten Kreuzes, Paul Danand, von Eichmann selbst in das Lager Theresienstadt geführt.

In das KZ Ravensbrück (Frauen-KZ mit 17.000 Frauen als Insassen) wurde der Delegierte des Roten Kreuzes am 23. April 1945 eingeführt. Bezüglich der KZ Oranienburg, Sachsenhausen, hatte Heinrich Himmler befohlen, die Insassen von Lübeck nach Norwegen einzuschiffen. In das KZ Mauthausen wurde die Delegation des Roten Kreuzes am 23. April 1945 zugelassen. Sie wohnte dort im KZ bis zur Übergabe des Lagers an die Amerikaner, die am 8. Mai erfolgte. Der Lagerkommandant war nicht geflohen, sondern erwartete die Truppen des Generals Patton, die am 8. Mai das Lager betraten. Ziereis, der in Begleitung der Delegierten des Roten Kreuzes den das Lager betretenden Amerikanern ahnungslos entgegenging, wurde ohne Anlaß sofort durch einen Bauchschuß schwer verwundet. Sein angebliches “sogenanntes” Geständnis kam so zustande: Vor einem amerikanischen Offizier, der kein Wort deutsch verstand, schrieb ein Lagerinsasse, ein Häftling, das angebliche Geständnis des sterbenden Ziereis in polnischer Sprache auf. Zu diesem angeblichen Geständnis Ziereis,, daß er von Kaltenbrunner den Befehl gehabt habe, täglich 1000 Häftlinge zu töten, bezeugte Willy Höttl in Nürnberg, daß dies völlig unrichtig war. Auch der seit 23. April im Lager weilenden Rot-Kreuz-Delegation war von einer Tötung nichts bekannt. (Vgl. IMT XI, Seite 290.)

Zu den KZ-Greuellügen berichtet Frau Dr. Gertrud Klein als Erlebnis- und Augenzeuge (DWZ, Hannover, 17. Jänner 1962, Seite 5):

“Ich war im Dritten Reich Kreisfrauenschaftsleiterin. Und sehen Sie, hier hört meine Geschichte, wenn ich sie jemandem erzählen will, auch schon auf. Mit hochgezogenen Augenbrauen pflegt der Partner aufzuschauen und mit einem ‘Ach soo!’ sich diskret abzuwenden, als wolle er mir peinliche Bekenntnisse taktvoll ersparen.

Ganz Wohlwollende sagen mir etwa: ‘Na ja, jeder kann einmal danebenhauen’ und wechseln das Thema. Aber nun will ich dem Leser ein Geheimnis verraten: Ich habe gar nichts Peinliches zu bekennen! Ich habe nur unsäglich viel Schweres und Schönes und Trauriges und eine von Begeisterung getragene Arbeit erlebt …

Im ‘Anhaltelager’ – so hießen die KZ der ‘Befreier’ spielte man uns Filme vor und erwartete unseren Zusammenbruch… Man versuchte uns noch vieles andere einzureden und versah uns mit haarsträubenden Geschichten. Wir sagten uns damals gegenseitig: Was soll denn das alles? Es muß ja doch jeder wissen, was wirklich sich alles zugetragen hat … Damals erschien uns die (Lügen-)Propagandaflut nur lächerlich; denn wir maßen sie an der Wahrheit unserer eigenen Erfahrungen. Wir dachten auch daran, wie die Greuellägengeschichten aus dem Ersten Weltkrieg geplatzt waren und erwarteten noch ganz selbstverständlich den baldigen Sieg der Wahrheit …

… Ein japanischer Bewacher in amerikanischer Uniform fragte mich einmal: ‘Sag mir: wieviele hast du getötet? Was? Keinen? Ja, warum bist du denn dann hier?’ Ich sagte, ich hätte nur Hilfsbedürftige betreut. Er hat es mir nicht geglaubt.

Als wir 1946 die erste Post ins Lager erhielten, erfuhr ich, daß mein lieber Mann die Haft in der russischen Zone mit ihren qualvollen Schikanen nicht überlebt hat. Ich mußte nun meine v i e r Kinder vom Stacheldraht aus all die langen Jahre hindurch betreuen, die ich in Haft war … Ich habe viele Menschen gekannt: SS-Männer, nicht nur Waffen-SS, von lauterster Gesinnung: einen Bewacher von Dachau z. B., dem sie dann die Stiefel in den Schädel traten, obwohl er ein Mann edelster Gesinnung und tadelloser Haltung gewesen war und bis zuletzt geblieben ist …

… Dann kamen die Verhöre. Ich hatte in meiner Stube ein junges Mädchen, das ohne jedes Zutun ihrerseits als Aufseherin ins Jüdinnenlager nach Lenzig dienstverpflichtet worden war. Sie hatte dort die Jüdinnen in die Fabrik zu führen und wieder abzuholen und für Ordnung zu sorgen. Die Jüdinnen hatten überzogene Betten mit Strohsäcken (oder Matratzen), ich weiß es nicht mehr genau, gehabt, während wir im ‘Anhaltelager’ auf dem bloßen Holz schlafen mußten. Das Mädchen hat diese Dinge bei den stundenlangen Verhören ausgesagt und bestätigt. Weinend und erschöpft kam sie dann immer zurück: ‘Sie wollen Greuel von mir hören! Wenn ich schon selbst keine begangen hätte, müßte ich doch welche gesehen haben! Sie lassen nicht nach!’ – Nun, sie blieb standhaft, sie log nicht. Aber brachten das alle fertig? Hat man damals nicht Augenzeugen, mit recht sonderbaren Methoden gefunden?…”

Ein Kronzeuge der KZ-Verbrechen

im niederbayrischen Straubing erschien am 30. August 1945 ein junger Mann in KZ-Kleidung und mit einem Ausweis auf den Namen Walter Teuber.

Er gab vor Rechtsanwalt Dr. jur. Hans Kellner, Theresienplatz 39, eine eidesstattliche Versicherung auf dreieinhalb Seiten. Der Inhalt seiner eidesstattlichen Erklärung wurde im von der amerikanischen Militärregierung betriebenen Bayrischen Rundfunk unter dem Titel “Der Führer hat es gewußt” gesendet.

Am 31. Oktober 1945 wurde Walter Teuber auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung neuerlich vorgeladen und gab wiederum eine schriftliche eidesstattliche Erklärung über seine grauenhaften Erlebnisse zu Protokoll.

Hier aus dem Wortlaut des langen Protokolls vom 10. September 1945:

“Es erscheint vor dem unterfertigten Rechtsanwalt Dr. Hans Kellner in Straubing Herr Walter Teuber, zur Zeit Straubing, Sandnerstraße 3, und erklärt:

‘Ich wurde am 26. Juli 1828 in Reusendorf, Post Waldenburg in Schlesien, als Sohn der Fabriksbesitzerseheleute Kurt und Marthe Teuber, letztere geborene Zeiske, wohnhaft in Breslau, Schweidnitzer Stadtgraben 4, geboren. Ich hatte noch fünf Geschwister: nämlich drei Brüder und zwei Schwestern; ich war der jüngste Sohn. Mein Vater war geschäftsführender Gesellschafter der Kommanditgesellschaft Schlesischer Textil KG in Breslau. An der Gesellschaft waren außerdem beteiligt: Herr Max Sturm in Bielefeld, Herr Erich Niemeyer in Görlitz, Herr Ludwig Halbweg in Wüstengierstorf und Herr Karl Duschner in Lagenbielen. Die Firma umfaßte zwölf Textilfabriken, und zwar drei in Görlitz, zwei in Wüstengierstorf, zwei in Langenbielen bei Schweidnitz und fünf in Bielefeld in Westfalen. Die Fabriken hatte mein Vater im Jahre 1912 erworben. Die sämtlichen Fabriken beschäftigten insgesamt 12.800 Arbeiter in den Webereien und rund 500 Maschinenarbeiter und 300 Transportarbeiter.

Mein Vater war Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei. Er war ein Gegner der NS-Bewegung und hat sich von Anfang an gegen die Einrichtungen dieser Partei und ihrer Gliederungen, insbesondere auch der DAF, gewehrt. Er war bereits im Jahre 1934 zum erstenmal aus politischen Gründen verhaftet und war bis zum Jahre 1937 in der Festung Glatz in Haft.

Am 2. September 1939 wurde unsere ganze Familie von der Gestapo verhaftet und in das Zuchthaus in Breslau gebracht, wo wir bis Anfang 1940 in Haft blieben. Wir waren ungefähr vier Wochen in Freiheit, als am 2. September 1940 wiederum die ganze Familie in Haft gesetzt wurde in der Festung Glatz; von dort aus kamen wir am 28. Dezember 1940 in das KZ Buchenwald bei Weimar. In Buchenwald wurden wir in verschiedene Baracken aufgeteilt und verschiedenen Außenkommandos zugeteilt. Ich persönlich kam zuerst in das KZ-Lager Riga in Ostpreußen, und zwar um den 1. Jänner herum. Dort blieb ich bis Juli 1941, kam dann ins Lager Auschwitz und von dort im Oktober 1941 in das Lager Mauthausen in Oberösterreich. Von dort kam ich im Juni 1942 in das Lager Sachsenhausen bei Berlin; am 28. August 1944 wurde ich nach Buchenwald zurücktransportiert.

Ich hatte dort ein paar Tage Ruhe und mußte dann einen Scheiterhaufen errichten von zwei Meter Länge, zwei Meter Breite und zwei Meter Höhe. Das Holz dazu mußte ich mir selbst schlagen. Am 2. September 1944 wurde ich nun diesem Scheiterhaufen gegenüber an eine Mauer gefesselt. Es wurde meine ganze Familie: Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Großeltern, insgesamt 27 Personen (!), gefesselt herangeführt.

SS-Hauptgerichtsrat Niemüller verkündete ein Todesurteil, wonach meine sämtlichen Angehörigen zum Tode des Verbrennens verurteilt seien. Es war ferner Hauptsturmführer Karbian Stapfner mit 40 Sanitätspersonen anwesend, welche sich über meine Angehörigen hermachten, ihnen die Därme herausrissen, Benzin eingossen, die Körper mit Benzin übergossen und auf den Scheiterhaufen warfen, der ebenfalls in Brand gesteckt wurde. Meiner Mutter wurde eine Brust abgeschnitten und mir an den Mund gepreßt mit den Worten: ‘Da hast du ein ewiges Andenken!’

Die Körper verkohlten mit dem Holz (27 Körper auf einem Scheiterhaufen zwei Meter im Quadrat!) zu einem kleinen Aschenhaufen, den ich noch am gleichen Tage hinter dem Krematorium vergraben mußte. Bei der Verbrennung meiner Familie war das gesamte Lager Buchenwald in großem Umkreise aufgeboten und mußte dieser schauerlichen Tat beiwohnen. Ganz in der Nähe des Scheiterhaufens waren die Ehrengäste anwesend: Adolf Hitler, Hermann Göring, Himmler, Gauleiter Wächtler, Gauleiter Hanke, Robert Ley und Albert Rosenberg. Der ganze Hergang dauerte von zwölf Uhr Mittag bis gegen Abend sechs Uhr. Ich wurde wieder in meine Baracke zurückgebracht

Weiter waren bei der Verbrennung meiner Familie anwesend auch die vier Geschäftsteilhaber Sturm, Niemeyer, Halbweg und Duschner, welche sich zur Zeit in Regensburg, Stadt am Hol, befinden … ich wurde ausdrücklich über die Bedeutung des Eides und die strafrechtlichen Folgen einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Eidesverletzung hingewiesen und erkläre mich trotzdem bereit, die Richtigkeit und Wahrheit der hier abgegebenen Erklärung mit einem Eide zu bekräftigen.

Nach wortdeutlichem Vorlesen als richtig anerkannt und eigenhändig unterschrieben.

Straubing, den 10. September 1945. Gez. Walter Teuber.,”

“Die obige eidesstattliche Versicherung hat unter Heutigem, nach eingehender Besprechung und Belehrung abgegeben und nach wortwörtlichem Vorlesen unterschrieben Walter Teuber aus Reussendorf, der sich durch Wohnungsausweis mit Lichtbild legitimiert hat.

Straubing, den 10. September 1945. Gez. Dr. Keller.”

Solcher haarsträubender Unsinn wurde ernst genommen und geglaubt und durch Rundfunk und Presse weiterverbreitet. Durch einen Zufall wurde Teuber als Lügner und Betrüger entlarvt. Eines Tages erschien die Rotkreuzschwester Hedwig aus dem Passauer Reservelazarett Internat St. Stefan auf Besuch bei der Familie Adrian in Straubing, Sandnerstraße 3. Sie traf dort den Zwangseinquartierten Walter Teuber, der Schwester Hedwig nicht gleich erkannte, obwohl sie ebenfalls aus Reussendorf stammte. Teuber erzählte der Schwester seine furchtbaren Erlebnisse und gab ihr auch seine eidesstattlichen Erklärungen zu lesen. Schwester Hedwig sagte Walter Teuber ins Gesicht, daß alles, was er hier erzählt habe und was über den Bayerischen Rundfunk gelaufen sei, ein ganz gemeiner Schwindel sei. Sie sei bis zur Vertreibung in Reussendorf gewesen und Teubers Angehörige seien damals alle noch am Leben gewesen. Darauf brach Teuber zusammen und gab am 18. November 1945 in Gegenwart des Ehepaares Adrian eine neue Erklärung ab, in der er die schauerlichen Beschuldigungen seiner eidesstattlichen Erklärungen zurücknahm.

Er versicherte nun, daß er niemals an einen Baum oder an eine Mauer gefesselt gewesen sei; aus seinen Angehörigen wurden niemals Därme herausgerissen, sie wurden niemals mit Benzin übergossen, seiner Mutter wurde keine Brust abgeschnitten, und daß die ganze Geschichte erfunden sei; auch daß die weiblichen Mitglieder seiner Familie vergewaltigt worden wären und alles andere Gräßliche mehr.

Die “DWZ” vom 3. Juli 1964, die ausführlich über diesen Fall

berichtet (Seite 7), bringt auch die Faksimile des Widerrufes von Walter Teuber, in dem er gesteht, daß er alles frei erfunden habe.

Die maßlosen Übertreibungen der Zahlen der Insassen und der Opfer der deutschen KZ

Ein Gebiet, das für die Übertreibungen besonders geeignet war, waren die Zahlen der Insassen und Opfer der KZ. Ein geradezu hysterischer Zahlenrausch erfaßte hier die Haß- und Rachehetzer gegen Deutschland. Auf dem Gebiete der Zahlen der KZ-Insassen herrschen daher übertriebene, geradezu abenteuerliche Vorstellungen. Besonders auf das amerikanische Volk, das für Zahlen ganz besonders empfänglich ist, machten diese Propaganda-Lügenberichte ungeheuren Eindruck. Schon die bisherigen Ergebnisse der inzwischen angestellten objektiven Untersuchungen zeigen die maßlosen Übertreibungen auf diesem Gebiete auf. Auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen soll heute und hier noch nicht näher eingegangen werden. Die Zeit ist für die Wahrheit noch nicht reif. Die Welt ist heute noch nicht geneigt, die Wahrheit zu hören, und jene Kräfte, die Presse und Publizistik beherrschen, sind nicht bereit, sie zuzulassen. Es würde dadurch heute noch nur eine endlose und zwecklose Debatte heraufbeschworen werden.

Daher hier nur einiges Grundsätzliches.

Das Lager Buchenwald, das größte KZ Deutschlands, bestand von 1937 bis 1945. Der Lagerstand war:

1937

6.000 – 7.000 Insassen

November 1938

11.000 Insassen

Dezember 1938

5.500 Insassen

1942

9.000 Insassen

1944

60.000 Insassen (einschließlich der auf Außenkommando Tätigen und der Kriegsgefangenen und der Fremdarbeiter).

1945

80.000 Insassen (davon auf Außenkommando 47.601 inkl. Kriegsgefangener und Fremdarbeitet).

In diesen Zahlen sind also auch die Kriegsgefangenen inbegriffen, und auch die Fremdarbeiter, deren Zahl am 6. April 1945 20.080 betrug.

Während der ganzen Bestandsdauer des Lagers vom Juli 1937 bis April 1945 starben in diesem Lager eines natürlichen oder gewaltsamen Todes insgesamt 51.000 Menschen; von diesen Toten waren 18.295 Kriegsgefangene, 32.705 waren KZ-Häftlinge und Fremdarbeiter.

Das Lager Belsen bestand aus zwei Lagern.

Lager Nr. 1 war ein Barackenlager und ursprünglich zur Aufnahme nur russischer Kriegsgefangener bestimmt (1600 m X 360 m groß). Lager Nr. 2 war ein Musterlager mit festen Gebäuden zur Aufnahme von 7000 Häftlingen. Normal war es mit maximal 8000 Häftlingen belegt. 1944/45 bekamen beide Lager durch die Auflassung der Lager, die wegen der Kriegsereignisse – vor allem im Osten – geräumt werden mußten, einen großen Zustrom. Im März 1945 wiesen beide Lager 42.000 Insassen auf, die sich in den folgenden Wochen noch vermehrten. Die britischen Truppen fanden in Belsen 28.000 Frauen und 12.000 Männer sowie 13.000 unbeerdigte Leichen (Flecktyphusopfer). Der Flecktyphus forderte in den Wochen nach der Befreiung weitere 13.000 Opfer.

Das Lager Dachau war das meistgenannte deutsche KZ. Der Lagerbestand in Dachau war:

1937

1200 bis 1500 Häftlinge

1939

4000 Häftlinge

1942

8000 Häftlinge

1944/45

5500 Häftlinge

Das Lager Auschwitz war das größte deutsche KZ außerhalb Deutschlands. Es bestand von 1941 bis Jänner 1945. Es umfaßte: Buna, Birkenau usw. Der höchste Lagerstand (einschließlich aller Nebenlager und Außenarbeitsstellen) betrug rund 80.000; davon waren etwa 30.000 Kriegsgefangene und Zivilarbeiter.

Im Jänner 1945, im Zeitpunkt der Räumung, betrug der Lagerstand etwa 40.000. In Auschwitz wurden bis zum Oktober 1942 alle bis dahin in den verschiedenen deutschen Lagern verstreut untergebrachten Juden zusammengezogen, um dort in dem in Auschwitz-Buna im Aufbau begriffenen Buna-Werk der IG-Farben als Arbeiter eingesetzt zu werden. In den insgesamt 50.000 Häftlingsarbeitern sind also auch die angeblichen vielen Hunderttausende, ja Millionen Juden inbegriffen, die nach den jüdischen Propagandaberichten dort angeblich inhaftiert waren und dort angeblich vergast wurden.

Die Auschwitzer jüdischen Häftlingsarbeiter, die angeblich alle vergast wurden, machten dann ihre Forderungen für die im Buna-Werk geleistete Häftlingsarbeit gegen die IG-Farben geltend.

Noch im Februar 1957 mußte die IG-Farben 30,000.000 Deutsche Mark an die angeblich vergasten jüdischen Zwangsarbeiter auszahlen. (Wollheim-Abkommen zwischen der “Jewish Material Claims against Germany” und den Liquidatoren der IG-Farben.) (Siehe ,Plattform”, Jahrgang VIII, Heft A 4/7, Mai 1959.)

In Wien hat sich ein sehr merkwürdiges “Internationales Auschwitzkomitee” aufgemacht, mit dem man sich einmal näher befassen müssen wird. Auch dieses Komitee soll angeblich an die Liquidatoren der IG-Farben Lohnforderungen für die in Auschwitz bei den IG-Farben tätig gewesenen jüdischen Zwangsarbeiter gestellt haben.

Die Zahlen der zwei größten KZ, Buchenwald und Auschwitz, und jene von Belsen und Dachau werden nur angeführt, um einen allgemeinen Begriff zu geben. Insgesamt bestanden 1939 sechs KZ, 1942 bis 1945 16 KZ mit einem Gesamtstand von etwa 200.000 Häftlingen (vor 1942 weniger, nach 1942 mehr).

In Mauthausen behauptet die Greuelpropaganda 335.000 Insassen, wovon 122.167 “grausam ermordet” worden sein sollen.

1956 wurde der Mauthausener Friedhof von Frankreich völlig exhumiert. Die identifizierten Toten wurden in die Heimatstaaten gebracht.

2804 Tote wurden nicht identifiziert und dort wieder bestattet (1960). Viele von den Toten waren erst na c h der Befreiung verstorben. In den ersten 14 Tagen nach der Befreiung starben täglich 200 bis 300 Personen.

Die phantastischen KZ-Zahlen der Haßpropaganda sind meist reine Phantasie. überdies werden bei der Zahl der KZ die kleinen Außenkommandos und Außenarbeitsstellen als eigene KZ gerechnet und bei der Zahl der Häftlinge die in den Arbeitslagern und KZ untergebrachten Kriegsgefangenen und Zivilarbeiter unrichtigerweise als Häftlinge mitgezählt.

Eine wichtige Fehlerquelle der Propagandastatistiken sind auch die überaus zahlreichen überstellungen von einem Lager in das andere, die die Propaganda immer als Neueinlieferung und Neuzugang rechnet. Die meisten Häftlinge wechselten sehr häufig das Lager.

Benedikt Kautsky berichtet:

“Eine der wichtigsten Fehlerquellen bei der Schätzung der Bestände und Sterblichkeitszahlen beruht darin, daß manche Häftlinge von Lager zu Lager gingen. Ich selbst habe viermal das Lager gewechselt, erscheine also in der Statistik viermal als Zugang. Andere – und zwar viele Tausende – wurden sechs- bis achtmal in andere Lager überführt.”

Beim “Internationalen Suchdienst” in Arolsen liegen sämtliche Häftlingslisten der KZ vor. Danach waren von 1933 bis 1945 in sämtlichen KZ zusammen

nur 530.000 Personen inhaftiert.

Diese Zahl umfaßt die entlassenen, befreiten und verstorbenen Häftlinge.

Die Phantasiezahlen der KZ-Insassen schwanken zwischen 500.000 und 2.500.000. Dagegen macht Dokument Nr. 129-R in Band 38, Seite 363, in “Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Gerichtshof” folgende authentische Angaben:

Die Zahl der KZ-Insassen betrug am 30. April 1942:

 

Dachau

4500

Sachsenhausen

6500

Buchenwald

5300

Mauthausen

1500

Flossenbürg ..

1600

Ravenbrück

2500

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt befanden sich 1942 21.900 Menschen in den KZ; der überwiegende Teil waren Berufsverbrecher, Asoziale und Homosexuelle.

Die maßlose Übertreibung der KZ-Opferzahlen

Der ehemalige Präsident des Landesentschädigungsamtes von Bayern, Philip Auerbach, war krimineller Häftling in Auschwitz (wurde dort nicht vergast und beging später wegen Unterschlagungen Selbstmord). Er rief am 21. Mai 1948 pathetisch: Ich klage an im Namen der elf Millionen Toten der deutschen Konzentrationslager.”

Nach den von Bonn 1953 verlautbarten Opferzahlen sind laut amtlichen Angaben in den deutschen KZ insgesamt 170.000 Menschen (davon 130.000 Juden) untergegangen,

Die Propagandaangaben über die Sterblichkeitsziffern in den KZ schwanken von 10 bis 5 Prozent.

Da die Gesamtzahl der in den deutschen KZ Umgekommenen mit zehn Millionen und mehr angegeben wird, müßten also 50 bis 100 Millionen Häftlinge durch die deutschen KZ gegangen sein. Diese Zahlen führen sich selbst ad absurdum. Die für eine ruhigere Zeit vorbehaltenen einwandfreien Statistiken zeigen ein wesentlich anderes Bild. Insbesondere sind die Zahlen, die die Juden betreffen, in geradezu phantastischer Weise übertrieben.[1] Die Zahlen der Juden, die während des Krieges ermordet wurden, sind nach den bisherigen Ergebnissen objektiver, verläßlicher Forschung bis um das Tausendfache übertrieben. Am 26. Jänner 1945 besetzten die Bolschewiken das Lager Auschwitz. Am 12. Mai veröffentlichten sie einen Bericht:

“Die technische Sachverständigenkommission hat festgestellt, daß während des Bestehens des Auschwitzer Lagers nicht weniger als vier Millionen Menschen durch die deutschen Henker umgebracht wurden.”

Diese idiotische Zahl war selbst den Juden zuviel. Der Racheapostel Reitlinger (“Die Endlösung”) protestierte gegen diese idiotische Zahl und meinte, daß es nur eine Million waren. Eine Zahl, die ebenfalls noch unrichtig und weit übertrieben ist.

“In Auschwitz, in seinen Gaskammern und Lagern kamen nicht viel weniger als eine Million Menschen um.” (Reitlinger, The Final Solation, The Attempt Exterminates the Jews of Europe. 1939-1945. Ed. Vallentine Mitchell & Co. Ltd., London.)

Diese Übertreibungen sind nicht nur verbrecherisch durch ihre Absicht, die Welt gegen Deutschland aufzuhetzen, sie sind auch ausnehmend dumm.

Durch das Lager Auschwitz gingen in den Jahren seines Bestandes (1941-1945) insgesamt nur 363.000 Menschen. Davon mehr als die Hälfte Kriegsgefangene und Zivilarbeiter – und allerhöchstens kaum mehr als 100.000 Juden, von denen der weitaus größte Teil überlebte.

Das Lager Auschwitz war kein KZ im eigentlichen Sinne; es war ein Arbeitslager. Die Buna-Werke und die synthetischen Benzin-Werke brauchten noch und noch Arbeitskräfte.

Die deutschen Bestrebungen zielten darauf, die Sterblichkeits- und Krankenziffer möglichst zu senken, nicht aber Massenvernichtungen durchzuführen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, daß alle KZ-Häftlinge, denen ich nach 1945 begegnete, die KZ-Haft gut überstanden haben. Es war ausnahmslos nicht ein gebrochener Mann oder gar Wrack darunter; sie sahen alle gut aus und stimmten in den Chor der Greuelhetzer nicht mit ein. Die Greuelberichter von der Sorte Kogon bilden eine verschwindende Minderheit.

Hans Grimm schreibt:

“Nach der Greuelpropaganda von 1945 war ich verblüfft aber die Männer sehr gesunden Aussehens und ganz ungebrochener geistiger Kraft und Rührigkeit, denen man in der Öffentlichkeit begegnen konnte und die eine KZ-Vergangenheit gehabt haben wollten Ein KZ1er aus meinem Bekanntenkreis, ein Edelkommunist,, konnte sich im KZ zu meinem Erstaunen eine ungew6hnliche Literaturkenntnis erwerben.”

Die Täuschung mit den KZ-Opfern geht so weit, daß man Grabmäler und Opfermahnmale über angeblichen Grabstätten errichtet, die gar keine sind. So berichtet Landrat Dr. Gerbl in Der Trommler”, Folge 43, vom 16. März 1961, daß sich unter dem Grab- und Mahnmal für die im KZ Landsberg umgekommenen Häftlinge kein einziges Grab befunden habe.

Die Greuellügner gehen in ihrer Haßpropaganda so weit, daß sie im Vertrauen auf die Leichtgläubigkeit und Unbildung der Leser geradezu gigantische Opferzahlen behaupten und verbreiten. Die Ostberliner “National-Zeitung” vom 19. Februar 1961 geht in der Schändung ihres deutschen Namens so weit, daß sie dummdreist behauptet:

“Zehn Millionen Tschechen starben in den Gaskammern der faschistischen Konzentrationslager, fielen unter dem Henkerbeil.”

Laut statistischem Jahrbuch der CSSR wurden bei der amtlichen Volkszählung 1930 insgesamt 7,406.493 Tschechen gezählt! Es wurden also fast um 2,6 Millionen mehr gemordet” als überhaupt lebten! Und die 8,383.923 Tschechen, die bei der Volkszählung der CSSR im Jahre 1950 registriert wurden, wären demnach erst nach der Ausrottung des tschechischen Volkes auf die Welt gekommen!

Wieder ein neues Lügenmal

Die Zeitungen vom 28. April 1966 bringen folgende Nachricht:

“MAUTHAUSEN. – Zum Gedenken an eine Gruppe amerikanischer Soldaten, die angeblich in den letzten Kriegstagen von SS-Wachmannschaflen erschossen worden war, enthüllte gestern Vormittag der US-Botschafter in Österreich, James W. Riddleberger, im ehemaligen KZ Mauthausen eine Ehrentafel seiner Regierung.”

Dazu ist zu sagen, daß im KZ Mauthausen niemals amerikanische Soldaten weder von SS-Wachmannschaften noch von sonst wem erschossen wurden. Den gewissen Morgenthau-Kreisen in den USA ist es gelungen, die US-Regierung zu mißbrauchen und zur Aufstellung dieser Ehrentafel zu veranlassen und sich damit in den Kreis der Haß- und Greuellügenpropaganda einzuschalten.

Ministerielle Greuelpropaganda

Der sozialistische österreichische Innenminister gab 1965 in einer Rede anläßlich der Enthüllung eines Denkmals die Zahl der österreichischen KZ-Opfer mit 185.000 an.

Das Rote Kreuz gab 1952 die Zahl der österreichischen Toten in den KZ mit 28.000 an!

Die Juden in den deutschen KZ

“Es ist eine Greuellüge, daß man alle oder doch fast alle Juden in den deutschen KZ internierte. Diese Internierung wäre angesichts der mehrfachen formellen Kriegserklärungen des Judentums und seiner prominenten Fahrer an das Deutsche Reich durchaus verständlich und kriegsrechtlich vertretbar gewesen. Zwischen dem Weltjudentum gab es zahllose Querverbindungen untereinander und vor allem auch zwischen den jüdischen Intellektuellen und dem Weltkommunismus.

Ein Parallelfall war das rigorose Vorgehen der US-Regierung gegen die amerikanischen Staatsbürger japanischer Herkunft. In den USA wurden sämtliche Abkömmlinge japanischer Einwanderer bei Kriegsausbruch von der Westküste sofort in Internierungslager gebracht; ebenso zahlreiche politische Opponenten Roosevelts.

Deutschland war nicht so rigoros. Die Juden in Deutschland wurden nicht interniert. Erst lange nach Kriegsausbruch, etwa ab dem dritten Kriegsjahr, begann man, sie systematisch und radikal nach Polen auszusiedeln.”

Die Unzuverlässigkeit der jüdischen Angaben mit ihren geradezu ungeheuerlichen Übertreibungen wird besonders auffällig, wenn man die Angaben über die “Hunderttausende jüdische KZ-Insassen” den authentischen Statistiken gegenüberstellt.

Nach der von der Greuellügenpropaganda verbreiteten Behauptung wäre die Mehrheit der Juden in KZ interniert gewesen. Nach der amtlichen Statistik Dr. Korherrs, Inspekteur für Statistik beim Reichsführer-SS vom 19. April 19 4 3, befanden sich am 3 1. Dezember 1942 in allen KZ zusammen i n s g c s a m t 9127 Juden!

Davon 7324 im KZ Lublin,
1412 im. KZ Auschwitz,
227 im KZ Buchenwald,
79 im. KZ Mauthausen/Gusen,
46 im KZ Sachsenhausen,
18 im KZ Strutthof und
3 im KZ Ravensbrück.

Weder befand sich die Mehrheit der Juden in KZ noch war die Mehrheit der KZ-Häftlinge Juden. Nur eine verschwindende Menge Juden waren KZ-Häftlinge. Es konnten schon aus diesem Grunde nicht Zehntausende und Aberzehntausende Juden in den KZ “abgespritzt” worden sein, noch viele Hunderttausende von Juden in den KZ vergast worden sein, ganz abgesehen von der Tatsache, daß es, wie wir später des Näheren darlegen werden, in den KZ überhaupt gar keine Vergasungsanstalten gab und schon gar nicht Massenvergasungsanstalten mit einem Fassungsraum für mehrere tausend Menschen, in denen Hunderttausende vergast worden sein sollen.

Die Mehrheit der deutschen und österreichischen Juden war ausgewandert. Von dem verbliebenen Rest lebte:

– ein Teil in Theresienstadt;
– der allergrößte Teil frei im Generalgouvernement und anderen Gebieten des Ostens (zum Teil ghettoisiert in den Städten);
– die in Mischehe lebenden Juden lebten überhaupt frei an ihrem Wohnsitz in Deutschland und Osterreich.

Über Theresienstadt berichtet Dr. Norbert Masur (“En Jod talar med Himmler”, Stockholm):

“Theresienstadt ist kein Lager im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern eine nur von Juden bewohnte Stadt, die von ihnen verwaltet wird und in der sie alle Arbeiten zu verrichten haben.

In dieser Art hätte man alle Lager gewünscht!”

Am 23. Juni 1944 wurde Theresienstadt von einer dänischen Rot-Kreuz-Kommission besucht. Der dänische Botschafter erklärte als Delegationsführer nach der Besichtigung, daß er den besten Eindruck erhalten habe.

(Als vor einigen Jahren in Prag ein Film über die KZ-Stadt Theresienstadt aufgefunden wurde, wurde seine Vorführung streng verboten, weil er die Lügenpropaganda über die deutschen KZ auf das eindrucksvollste Lügen strafte.)

Genau dies taten auch die Erzählungen vieler ehemaliger Bewohner von Theresienstadt, die 1945 von dort zurückkehrten. Die nach Wien zurückkehrenden jüdischen Heimkehrer mußten die Transportzüge wegen Zerstörung der Bahngeleise durch die Fliegerangriffe schon etliche Kilometer vor der Stadtgrenze von Wien verlassen. Ganze Kolonnen ehemaliger Parteigenossen waren dort zu ihrem Empfang bereitgestellt. Diese mußten das gesamte Gepäck der jüdischen Heimkehrer, schwere Koffer und Kisten als Lastträger viele Kilometer weit zu Fuß bis in die Stadt tragen. Die Benützung von Handwagen war den Lastträgern nicht gestattet. Das ganze Schauspiel der lastenschleppenden Sklavenkolonne war mit Absicht so entwürdigend und anstrengend wie nur möglich für die Nazi-Lastträger in Szene gesetzt. Die heimkehrenden Juden waren mit dem entwürdigenden Schauspiel, das da veranstaltet wurde, nicht einverstanden. Sie entschuldigten sich bei den Sklavenlastträgern ausdrücklich und gaben ihrer Mißbilligung unverhohlen Ausdruck. jedenfalls waren die Juden in Theresienstadt (wie in allen KZ) unvergleichlich besser daran in jenen Tagen, als die Deutschen, die in den vom Bombenhagel zerstörten und von Bombenangriffen dauernd bedrohten Städten und Orten in licht- und wasserlosen Kellerlöchern unter Trümmern ein wenig beneidenswertes Leben führten.

Auch in Theresienstadt gab es natürlich keine Vergasungsanstalt. (Vgl. hiezu: Adler H. G., “Theresienstadt 1941-1945. Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft.” Tübingen 1956. Jacob jacobson, “Therezin, the daily Life. 1943-1945.” Jewish Central Information Office. London, Juli 1945, Bericht Nr. 6.)

Lederer Zdenek, Ghetto Theresienstadt”, London 1953. – Mannheimer, Max, “From Theresienstadt to Auschwitz”, Jewish Central Information Office. London, Juli 1945. Bericht Nr. 3. – Ferner die Theresienstädter Tagebücher von Ralph Oppenheim, An der Grenze des Lebens”. Rütten und Loening, Hamburg.

Die nach dem Osten verbrachten Juden lebten entweder völlig frei in ländlichen Siedlungsgebieten, oder in den Ghettos der Städte. Die bedeutendsten Ghettos waren jene von Warschau und Lodz (Litzmannstadt). Die Ghettos wurden von den Juden völlig selbst verwaltet. An der Spitze stand der Judenrat”. Es gab eine eigene jüdische Polizei und Gemeindeverwaltung. Die Ghettos waren eigene Stadtteile, in denen die Juden für sich ihr eigenes Leben führten. Sie lebten innerhalb der Ghettos völlig frei; es gab Restaurationen, Geschäfte, Kaufhäuser, Bars, Theater, Kinos, selbst Bordelle.

Die internationalen Organisationen hatten freien Zugang und konnten überall ihre Zweigstellen errichten. So wirkten dort: das Internationale Rote Kreuz, das American Jewish Joint Distribution Committee” und andere. Hilfssendungen und Geschenkpakete wurden frei und kostenlos ohne jede Beschränkung durch die Post befördert. Die amerikanischen Hilfsaktionen zogen sich erst nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour zurück.

Ober das Warschauer Ghetto schreibt j. G. Burg (Seite 82 f.):

“Die Deutschen kümmerten sich nicht allzuviel um das Ghetto. Im Gegenteil. Sie ließen den Juden sogar freie Hand. Im Ghetto gab es rein jüdische Verwaltung, selbstverständlich jüdische Polizei und auch eine Reihe Unternehmungen. Alles in allem war es ein Judenstaat im Kleinen. Die deutsche Kriegsindustrie hatte dazu noch die Zusammenballung dieser Menschenmassen raffiniert ausgenutzt und sogar einen Teil der Kriegsindustrie in das Warschauer Ghetto verlegt. Alles ging seinen zwar nicht erfreulichen, aber immerhin für jene Zeit erträglichen Gang. Genauso wie bei uns in Transnistrien gab es Juden, die hungerten und verhungerten, und andere wieder, die am Handel und namentlich an den Industrien wahre Reichtümer erwarben.”

Noemi-Szas-Wajnkranc berichtet:

“Graue Ghettomauern Hunger, Tod auf Schritt und Tritt und in den Kellergeschossen prächtige Vergnügungslokale.”

Die jüdischen KZ-Häftlinge waren nicht schlechter gestellt und behandelt als die übrigen KZ-Häftlinge.

Nach 1942 gab es jüdische KZ-Häftlinge (mit ganz vereinzelten Ausnahmen) nur im KZ und Arbeitslager Auschwitz. Diese Ausnahmen waren vereinzelte Facharbeiter und Fachkräfte, die in einigen KZ zurückgehalten wurden, statt befehlsgemäß nach Auschwitz abtransportiert zu werden. Das KZ Auschwitz aber verwandelte sich immer mehr in ein reines Arbeitslager, in dem die Arbeitskräfte für die dort im Aufbau befindliche Großindustrie bereitgestellt wurden. Es waren dies keineswegs nur Juden, sondern Menschen aller Art, vorwiegend Kriegsgefangene sowie freiwillige und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter der verschiedensten Nationen. Die dort bereitgestellten jüdischen Arbeitskräfte waren weit in der Minderheit gegenüber den Kriegsgefangenen und den nichtjüdischen Zivilarbeit4räften, Das Arbeitslager Auschwitz umfaßte einen Komplex von 96 Quadratkilometern. Ein Vernichtungslager aber – in dem die Ankommenden am laufenden Band vernichtet wurden – hätte eines solchen Umfanges nicht bedurft. Es ist erwiesen, daß in den deutschen KZ keine absichtlichen oder gar planmäßigen Tötungen von Häftlingen – auch nicht von Juden stattfanden.

Dagegen besteht die Möglichkeit, daß es – etwa ab 1942 – tatsächlich außerhalb Deutschlands ein Lager (Lublin) gab, in dem Juden planmäßig getötet, das heißt ermordet wurden. In den Aufzeichnungen, die Prof. Dr. Friedrich Grimm über seine Nürnberger Gespräche machte, befindet sich auch ein ausführliches Kapitel über “Konzentrations- und Vernichtungslager”: Grimms Gewährsmann war ein gewisser M., der mit Grimm im Zeugenflügel des Gefängnisses Nürnberg saß. M. war, nach seinen Angaben, früher SS-Richter gewesen, von Himmler angeblich abgesetzt worden, weil er nicht so scharf gewesen war, wie er hätte sein sollen. Angeblich sei er dann ins KZ gekommen, aber nach einem Jahr entlassen worden. Himmler habe ihn dann zum Untersuchungsführer beim Reichskriminalamt in Berlin zur Feststellung von Unregelmäßigkeiten in KZ bestellt. Grimm schreibt über ihn:

“Jetzt saß M. in einer Doppelzelle, hatte viele Akten und eine Schreibmaschine und arbeitete den ganzen Tag. Von anderen Zeugen wurde ich darauf aufmerksam gemacht, daß er am meisten über die KZ unterrichtet sei.

M. erzählte, er habe von Unregelmäßigkeiten in den Lagern bei Lublin gehört und sei hingereist. Er habe dort erfahren, daß in einem der vier Lager, die bei Lublin waren, eine skandalös üppige Judenhochzeit, gefeiert worden sei … Er habe dann den Kommandanten, den Polizeikommissar Wirth aus Stuttgart, gefragt. Dieser habe die Richtigkeit der Nachricht zugegeben. Er müsse einigen seiner Gefangenen alle Freiheit lassen; diese Juden dienten dazu, andere Juden zu beseitigen. Das betreffende Lager bei Lublin sei ein Vernichtungslager.

M.s Untersuchung habe angeblich die Richtigkeit dieser Darstellung ergeben. Wenn Transportzüge mit verhafteten Juden in Lublin eingetroffen seien, seien sie sofort von einem jüdischen Kommando umringt worden, das sie freundlich empfangen habe. Wirth selbst sei als Lagerkommandant mit einer Ansprache vor sie getreten, des Inhalts: man habe eingesehen, es sei unrecht, daß die Juden keinen Staat hätten. Sie sollten ihn jetzt in Osteuropa erhalten. Sie, die Ankömmlinge, seien vorgesehen, diesen Staat mit aufzurichten. Sie müßten aber auf diese Aufgabe vorbereitet werden und sollten deshalb in ein besonderes Lager gebracht werden, wo sie umgeschult würden. In Wirklichkeit wurden sie dort ermordet. (Auf welche Weise?)

M. behauptete weiter, daß Rudolf Höss der Schüler von Wirth gewesen sei, und in Birkenau bei Auschwitz nach der gleichen Methode gearbeitet habe, nur mit dem Unterschied, daß hier Gaskammern und Verbrennungsöfen eingerichtet gewesen seien. Die Juden hätten nicht gewußt, was ihnen bevorstand, hätten in den Baracken des Vernichtungslagers einfach ahnungslos ihre Kleidungsstücke abgegeben und Quittungen bekommen, bis man sie zuletzt in Brauseräume führte, wo dann die Türen geschlossen und Blausäureschwaden eingeführt wurden. Das habe in wenigen Sekunden zum Tode geführt..

Wenn die Juden angekommen seien, seien sie in zwei Gruppen (Arbeitsfähige und Nichtarbeitsfähige) eingeteilt worden. Die Nichtarbeitsfähigen seien aufgefordert worden, die bereitstehenden Autobusse zu besteigen. Sie seien ganz froh gewesen, daß sie Autos zur Beförderung gehabt hätten und hätten geglaubt, in, ein besseres Lager (Birkenau, sechs Kilometer entfernt) zu kommen.

Zusammenfassend habe ich aus den Berichten M.s folgendes entnommen: Es ist streng zwischen Konzentrationslagern und Vernichtungslagern zu unterscheiden…”

Die Richtigkeit der Berichte dieses M. ist sehr anzuzweifeln. Es ist sehr auffällig, daß alle anderen Berichte von sonstigen Vernichtungslagern dem Bericht von M. fast wörtlich gleichen. Der Bericht des M. dürfte ein “Musterbericht” gewesen sein, den M. nach den Wünschen der verhörenden “Amerikaner” abgefaßt hat. Interessant ist, daß dieser Kronzeuge sagt, daß nur im Vernichtungslager Auschwitz Gaskammern gewesen seien. Und gerade von Auschwitz ist zweifelausschließend erwiesen, daß es dort keine Vergasungsanstalt gegeben hat.

Prof. Grimm bekennt in seinen schwerwiegenden Aufzeichnungen selbst, daß der Kronzeuge M. eine sehr zweifelhafte Person gewesen sei; daß ihm sein düsterer Gesprächspartner “unheimlich” gewesen sei und daß er die Glaubwürdigkeit M.s sehr anzweifle.

Prof. Grimm schreibt:

“ist M. in allen Punkten glaubwürdig? …

Vielleicht hat er sich auch zur Rettung seiner Person der Gegenseite zur Verfügung gestellt und befand sich im Zeugenflügel (in Nürnberg), um die anderen auszuhorchen und zu beeinflussen!? Trotz der Ruhe, mit der er erzählte, lag in seinem Gehaben etwas Nervöses. Er schrieb den ganzen Tag bis in die späte Nacht hinein auf der Schreibmaschine und hatte eine Doppelzelle, in der viele Akten lagen. Ich hatte leider in den wenigen Tagen in Nürnberg nicht genügend Zeit, um mir über M. ein abschließendes Urteil zu bilden.”

Den einzigen ernst zu nehmenden Hinweis darauf, daß heimliche Judenvernichtungen durch einen oder den anderen verbrecherischen Funktionär auf eigene Faust vorgenommen wurden, finden wir in der Aussage von Dr. Morgen und Dr. Reinicke vor dem Nürnberger Gericht. Doch bedarf auch dieses Zeugnis erst einer einwandfreien Überprüfung. M. E. ist es aus vielen Gründen im wesentlichen ganz unglaubwürdig. Dr. Morgen und Dr. Reinicke waren mit der Untersuchung von Fällen der Korruption und Fällen der Häftlingsmißhandlung in den KZ im Kriege beauftragt. Ihre Ermittlungen und ihre Berichte und Aussagen bilden das wichtigste amtliche deutsche Material über die tatsächlichen Verhältnisse, wie auch über einzelne Mißstände in einzelnen Lagern.

In einem einzigen Fall stießen die beiden Untersuchungsrichter angeblich auf eine geheime Vernichtung von Juden durch den Lagerkommandanten des KZ Lublin, den Kriminalkommissar Wirth. Dr. Morgen und Dr. Reinicke sagten darüber in Nürnberg aus:

“Wirth erklärte den Untersuchungsrichtern, daß er Juden durch Juden vernichten lasse. Er stelle zu diesem Zwecke Judenkommandos zusammen. Mit zunächst kleinen und mittleren Judenkommandos habe er begonnen, die Vernichtungslager aufzubauen. Diesen Stab von luden habe er allmählich erweitert. Wirth hat die Vernichtung von Juden mit und durch diese Juden selbst durchgeführt. Wirth sprach mir gegenüber davon, daß er vier Vernichtungslager habe und daß etwa 5000 Juden die Vernichtung von Juden durchgeführt haben und an der Verwertung und Erfassung der jüdischen Effekter tätig seien. Um diese Juden für das Geschäft der Tötung und Ausplünderung ihrer Glaubens- und Rassegenossen zu gewinnen, habe Wirth ihnen völlige Freiheit gegeben und sie sozusagen an der Ausbeutung der toten Opfer finanziell beteiligt …” (IMT. Bd. XX, S. 538 ff.)

Über die Zeugenaussage des Dr. Morgen schreibt Paul Rassinier in seinem Buch “Das Drama der Juden Europas”, Seite 108:

“Ich sprach mit meinem Besucher (dem Zeugen für die Belzecer Vergasung) über die Zeugenaussage des Dr. Morgen vom 7. und 8. August 1945 (IMT, Band XX, Seiten 520-553). Er kannte sie und erkannte ihr keinerlei Glaubwürdigkeit zu, das Bild, das jener von Wirth entworfen hatte, indem er ihn als einen skrupellosen Verbrecher hingestellt hatte, stimme absolut nicht mit dem überein, wie er ihn selbst kennengelernt habe.”

Im Bericht Rassiniers (Seite 102) heißt es:

“Polizeihauptmann Wirth, ehemaliger Kriminalbeamter aus Stuttgart und Lagerkommandant (von Belzec), der meinen Gesprächspartner bei seiner Ankunft empfangen hatte und sein ihn begleitender Adjutant, ein SS-Offizier, hörten nicht auf, sich über das Kommando zu beklagen, das Globocnik ihnen zugeteilt hatte und ihn zu bitten, bei seiner Rückkehr nach Berlin dafür zu sorgen, daß sie woanders hinkämen.”

“Warum bemüht ihr euch nicht selber um eine andere Verwendung?” fragte sie mein Gesprächspartner … Ihr könntet dann diesen Skandal hier aufdecken …” Das scheint das zu sein, was Globocnik befürchtet”, erhielt er zur Antwort. “Eine andere Verwendung können wir ja nur auf dem Dienstweg erhalten, d. h. über ihn. Aus Furcht, verraten zu werden, wird er sie nicht weitergeben oder er wird uns unter irgend einem Vorwand erschießen lassen. Wir kennen derartige Fälle … Ein Glück, daß Sie hierher gekommen sind. Nun können Sie uns doch hier herausholen und durch Ihre Beziehungen in Berlin diesem Skandal hier ein Ende machen … “

Morgen hatte Wirth zum Kommandanten von vier Lagern gemacht und zum Deus ex machina aller Dinge (op. cit., Seite 528/529). Dabei war er lediglich der verzweifelte Lagerleiter von Belzec und darüber hinaus terrorisiert von Globocnik. Er behauptete, Wirth begegnet zu sein. Wenn er ihm aber begegnet war, konnte dies nur in Belzec gewesen sein. Er verlegte das Datum dieser Begegnung auf “Ende 43” (op. cit., Seite 527). Damals war aber das Lager bereits geschlossen, spätestens im Dezember 1942. Dieser Dr. Morgen war ein sehr wichtiger Mann bei der SS (Chef vom Dienst der Reichskriminalpolizei mit sehr weitreichenden Spezialvollmachten von Himmler persönlich).

Morgen war Höss als Kommandanten des Lagers Auschwitz begegnet “zwischen Ende 1943 und Anfang 1944” (op. cit., Seite 540), der seit November 1943 dort nicht mehr Kommandant war. Er verlegt die Vergasungen nach Monowitz (op. cit., -Seite 540), während die Zeugen sie nach Birkenau verlegten. Er behauptete, Wirth habe direkte Befehle aus der Kanzlei des Führers empfangen (op. cit., Seite 531) usw. usw.


[1] Vgl. hiezu die genauen Untersuchungen im Band 5 dieser Geschichte: .Die Lüge von der Ausrottung der Juden”.

Die Anlage der KZ

Die KZ lagen ausnahmslos in landschaftlich ansprechender Lage. Sie waren sehr geräumig und boten den Insassen einen weiten Bewegungsraum. Nach ihrer Vollendung entsprach jedes KZ allen modernen technischen und sanitären Anforderungen.

über das KZ Dora schreibt der französische Häftling Rassinier:

(Seite 111): “Das Lager umfaßt 15.000 Insassen … Die Häftlingsführung umfaßt allein ein Zehntel der Belegschaft des Lagers: 1400 bis 1800 allmächtige und ihrer Bedeutung und Macht bewußte Nichtstuer herrschen über das niedere Volk der anderen Häftlinge und rauchen nach Belieben Zigaretten, essen Suppe und trinken Bier.

Block 141 ist bestimmt, Theater-Kino zu werden, das Bordell ist bereit, Frauen aufzunehmen. Alle Blocks sind geometrisch und angenehm auf dem Hügel verteilt und durch betonierte Straßen miteinander verbunden. Zementtreppen mit Geländern führen zu den höchstgelegenen Blocks. Vor jedem Block eine Pergola mit Schlingpflanzen, kleine Gärtchen mit Blumen und Rasen, hie und da kleine Rondells mit Springbrunnen oder kleinen Statuen. Der Appellplatz, etwa einen halben Quadratkilometer groß, vollkommen gepflastert und so sauber, daß man keine Stecknadel darauf verlieren kann.

Ein zentral gelegener Fischteich mit Tauchbecken, ein Sportgelände, kühle Schattenanlagen, wie man sie nur wünschen kann, ein wahres Lager für Ferienkolonien. Irgendein Passant, der während der Abwesenheit der Häftlinge zur Besichtigung zugelassen würde, verließe es in der Überzeugung, daß man dort ein angenehmes und beneidenswertes Leben voller Waldpoesie führt, das auf alle Fälle außerhalb jedes alltäglichen Vergleiches mit den Beschwernissen des Krieges liegt, die das Los der freien Menschen sind. Die SS hat die Bildung einer Musikkapelle gestattet. jeden Morgen und jeden Abend begleitet eine Kapelle von etwa 30 Blasinstrumenten, einer großen Pauke und Schallbecken den Schritt der Kommandos, die zur Arbeit gehen oder von ihr zurückkommen. Tagsüber übt sie (die Mitglieder sind von jeder Arbeit befreit) und erfüllt das Lager mit den ungewöhnlichsten Akkorden. Am Sonntagnachmittag gibt sie … Konzerte, während die Gefangenen Fußball spielen oder Kunststücke im Tauchbecken machen.”

Die Zustände in den deutschen KZ

Die eidesstattlichen Einvernahmen und Aussagen von ehemaligen KZ-Insassen – darunter auch Juden – die uns unverfälschte Berichte über die Zustände und Verhältnisse in den KZ geben, unterscheiden sich wesentlich von den Propagandaberichten mit ihren Übertreibungen, Verfälschungen und reinen Lügen.

Auch diese unverfälschten Berichte und die gesammelten authentischen Urkunden sollen als geschichtliche Urkunden in den Archiven ruhen, bis sie späteren Generationen und einer von den heutigen Leidenschaften nicht mehr aufgewühlten Welt zur Feststellung der geschichtlichen Wahrheit dienen werden.

Hier seien nur einige Stellen aus dem Bericht Benedikt Kautskys “Teufel und Verdammte” und anderer KZ-Häftlinge über die deutschen KZ angeführt. Fast durch volle sieben Jahre war Kautsky KZInsasse. Davon verbrachte er sechsdreiviertel Jahre unter Juden. Durch vierdreiviertel Jahre wurde er selbst als Jude betrachtet und behandelt. Im Vorwort zu seinem Bericht erklärt er ganz offen, daß es von vornherein sein Bestreben war, keinen Erlebnisbericht, sondern ein politisches Buch, also ein tendenziöses Buch zu schreiben, das sich überdies zu einem beträchtlichen Teil nicht nur auf selbstgemachte Erfahrungen, sondern auf Mitteilungen aus zweiter und dritter, ja noch weiter zurückliegender Hand stützt. Seine Schilderungen stehen also von vornherein über jedem Verdacht, zugunsten Deutschlands gefärbt zu sein.

Die Einrichtung der Unterkünfte

(Seite 245 ff.): “Die Baracken – Blocks genannt – waren der Lebensraum des Häftlings … Hier aß und schlief er … Hier schrieb und empfing er seine Briefe, hier konnte er lesen, Schach spielen, musizieren …

Mit Ausnahme der Notunterkünfte kannten die Baracken in allen Lagern den Unterschied zwischen Tag- und Schlafraum … Die Baracken in Dachau und Buchenwald gewährten auch bei Überfüllung jedem einen Sitz an einem Tisch und einen Platz im Schrank …” (Kautsky).

In Auschwitz-Buna, wo immer mehr Arbeiter in den Buna-Werken benötigt wurden, daß der Neubau von Unterkünften mit dem Zustrom nicht Schritt halten konnte, herrschte so starke 10berfüllung, daß die Mehrheit der Häftlingsarbeiter im Schlafraum essen mußte.

“Eine normal belegte Baracke in Dachau enthielt vier Stuben mit je 31 Häftlingen … je zwei Stuben verfügten über einen gemeinsamen Vorraum, von dem aus man in den Waschraum und das WC gelangte. Waschraum und WC waren gekachelt. Der Waschraum enthielt zwei große runde Waschbecken mit einer Reihe kleiner einzelner Brausen und etwa ein halbes Dutzend Becken zum Füßewaschen. Tag- und Schlafraum waren mit gebohnerten Hartholzfußböden versehen; es war verboten, sie mit Schuhen zu betreten, so daß beim Betreten und Verlassen des Blocks jeder seine Schuhe zu wechseln hatte. jeder besaß seinen eigenen Schrank und seinen Hocker sowie seinen bestimmten Platz an den tadellos lackierten Tischen. Die Betten standen zu zweit übereinander, die Strohsäcke waren mit blauweiß gewürfelten Leintüchern und Überzugen sowie mit Kopfkissen und drei Decken versehen.”

Die Buchenwalder Baracken waren wesentlich weniger luxuriös, aber immerhin durchaus ordentlich eingerichtet. Sie hatten nur zwei Stuben, auf einen Normalbelag von 85 Mann eingerichtet. Das bedingte, daß die Betten zu dritt übereinanderstanden. Allerdings waren die Baracken wesentlich höher als die Dachauer. Die Spinde (Schränke) waren wesentlich größer, so daß jeder einen Tisch zur Verfügung hatte. Der Fußboden war aus Weichholz und wurde von Zeit zu Zeit geölt. Klosett und Waschraum waren einfacher, aber auch mit Fliesen belegt und im Prinzip gleich eingerichtet, wie in Dachau. In den einstöckigen Steinbaracken war die Einteilung entsprechend. Sie wirkten freier und heller als die Holzbaracken, weil bei ihnen die Stützpfeiler wegfielen.

“Dagegen waren die Baracken in Buna durchaus lieblos … Der größte Fehler dort war, daß die Waschräume und Latrinen – Wasserspülung gab es dort nicht außerhalb des Blocks in eigenen Baracken untergebracht waren. Dagegen gab es in Buna in den Baracken Zentralheizung, die von Fernheizwerken gespeist wurde, während Dachau und Buchenwald Ofenheizung hatten Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, daß die Einrichtung der Baracken im Laufe der Jahre wesentlich schäbiger wurde …” (Kautsky).

Die Häftlings-Selbstverwaltung in den Lagern

Die gesamte Lagerverwaltung lag in den Händen von Häftlingen.

“Die Verantwortung für die Ordnung im Block trug der Blockälteste. Er wurde unterstützt durch den Stubendienst ein Stubenältester für jede Stube und einen Blockschreiber; die Reinigungsarbeiten besorgten ein bis zwei Arbeitskräfte pro Stube, die für die Sauberkeit verantwortlich waren. Meist hielten diese sich wieder illegale, Helfer, die dafür ebenfalls (alle diese Häftlingsfunktionäre waren von der normalen Arbeit befreit) von der normalen Arbeit befreit waren …

Der Blockälteste hatte unumschränkte Macht im Block. Er mußte alles melden und war für den Block verantwortlich … Er hatte auch die innere Disziplin aufrechtzuerhalten, für Sauberkeit zu sorgen, die Verteilung des Essens zu überwachen, die Post einzusammeln und zu verteilen. Dabei hatten die Häftlinge unbedingt zu gehorchen; er besaß unbedingte Strafgewalt …” (Kautsky).

Kogon schreibt (Seite 317):

“Die Selbstverwaltung war so durchgebildet, daß die SS in wichtige lagerinterne Angelegenheiten keinen Einblick mehr hatte … Sie war daran gewöhnt, daß die Dinge von selbst liefen und ließ die Selbstverwaltung der Häftlinge gewähren. Manche SS-Führer waren, da ihre zahlreichen persönlichen Wünsche, von denen sie nicht mehr lassen konnten, ohne die Häftlinge unerfüllbar hätten bleiben müssen, dadurch nahezu völlig in der Hand der Gefangenen … “

Die Sauberkeit

Ordnung vorgesehen … Geschirr und Besteck (aus Aluminium) … Hand- und Wischtücher mußten sauber sein, ebenso die Zahnbürsten. … Schuh- und Kleiderputzen und instandhalten waren in Dachau heilige Handlungen. Der Schuh mußte sauber geschmiert oder geglänzt sein … Daß in den Stuben nicht ein Stäubchen geduldet wurde, daß Klosett- und Waschräume spiegelnd sauber sein mußten, ist selbstverständlich … Es kam auch häufig genug vor, daß Blockführer unangesagt abends oder nachts Kontrollen durchführten, z. B. ob die Füße gewaschen waren … ” (Kautsky).

Die Freizeit

“Im wesentlichen kann ich nur über die Freizeit in Buchenwald berichten … Vom Mai 1938 angefangen war samstags um 11 Uhr vormittags Schluß, also der Samstagnachmittag und der ganze Sonntag frei. ja, im September, nach Fertigstellung des Lagers kam es so weit, daß die Juden praktisch nur noch jeden zweiten Tag arbeiteten und die Arier, soweit sie nicht in den Werkstätten beschäftigt waren, überhaupt nicht. In Buchenwald war, wie alles, so auch die Freizeit völlig ungeregelt. Man war beschränkt auf Spazierengehen in den Lagerstraßen und den Kantineneinkauf … Einzelne veranstalteten Gesangsvorträge und Rezitationen … Es gab Konzerte der Lagerkapelle, manche mit einem guten, meist aber nicht sehr hochstehenden Programm. Die Durchführung war fast immer gut, manchmal ausgezeichnet. Daneben gab es noch Theateraufführungen, Chorgesänge und manches andere.

Die technische Ausstattung der KZ war mustergültig. (Auf Sauberkeit wurde großer Wert gelegt. Die Betten mußten ordentlich gemacht und die Schränke rein und in Ordnung gehalten werden.)

“In Dachau hatte jeder Häftling seinen eigenen Spind, der innen blütenweiß war. Für die Unterbringung der Sachen war eine genaue

Einen wesentlichen Bestandteil der Freizeitgestaltung in Buchenwald bildete das Radio Sperrung des Radios wurde als bittere Strafe empfunden und verhängt Schachturniere wurden abgehalten und Bücher in großer Zahl gelesen

Der Buchenwalder Bibliothek muß ich einen eigenen Abschnitt widmen Die Bibliotheksverwaltung lag ganz in den Händen der Häftlinge, kaum daß sich die SS um die Auswahl der Bücher kümmerte … Eine Veröffentlichung des Katalogs würde beweisen, auf welchem Niveau in literarischer und wissenschaftlicher Hinsicht die Bibliothek stand; sie enthielt wirkliche Schätze geschichtlicher, militärwissenschaftlicher, soziologischer und philosophischer Werke, und zwar nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in fremden Sprachen … An diese Bibliothek schlossen sich Bildungsbestrebungen aller Art an – von Sprachkursen bis zu Fachdiskussionen, vor allem auch aus d m Zeitungen. Was ein Blatt wie die Frankfurter Zeitung, für die Häftlinge bedeutete, ist kaum zu überschätzen …

Neben der Bibliothek ist auch das Buchenwalder Kino zu erwähnen, das vielen eine willkommene Entspannung bot … Wenn man will, kann man auch noch die Lagerbordelle bei der Freizeitgestaltung erwähnen . .. sie waren in allen Lagern, auch in Mauthausen und in Auschwitz eingerichtet … ” (Kautsky).

Sanitäre Einrichtungen in den KZ

Die sanitären Verhältnisse in den KZ ließen nur in der Zeit des Aufbaues -, sanitären ~u wünschen übrig. Nach vollendetem Aufbau waren die sanitären Einrichtungen in den KZ mustergültig und entsprachen allen Anforderungen; es gab Ambulatorien und Zahnstationen. Neben den KZ-Ärzten gab es viele Häftlingsärzte, Häftlingszahnärzte, Häftlingsdentisten und Pflegepersonal.

Die Krankenreviere waren auf das modernste mit medizinischen Behelfen, Apparaten, Operationsräumen und Röntgeneinrichtungen und dgl. ausgestattet.

Kulturelle Einrichtungen in den KZ

Es gab Musikzüge, Lagermusikapellen, Bläserkapellen, Streichquartette. Es gab Bibliotheken und Zeitungen. Die Buchenwalder Bibliothek zählte 16.000 Bände.

Sport wurde in allen Zweigen betrieben. In Buchenwald gab es z.B. allein zwölf Fußballmannschaften, die erstklassig ausgerüstet waren.

Getrieben wurde außerdem: Handball, Faustball, Schlagball, Boxen. Wettspiele wurden regelmäßig veranstaltet.

Daneben gab es Radio und Kino. Sogar Lagerbordelle gab es.

Die Arbeit

(Seite 271 ff.): Die Arbeit erreichte auch in den Zeiten schärfster Disziplin nicht die Produktivität freier Arbeit… Ließ die Überwachung nach – und das erreignete sich infolge der Faulheit der SS schon vor dem Kriege und wurde mit dem Anwachsen der Lager und der sich steigernden Unübersichtlichkeit immer mehr die Regel – dann wuchs die Faulheit der Häftlinge proportional Von der bewußten Sabotage ganz zu schweigen, die im Kriege naturgemäß zunahm, wurde die Arbeit immer unzulänglicher – viele Häftlinge in Auschwitz verdienten mit ihrer Arbeit nicht einmal das warme Wasser, das sie als Buna-Suppe, von der IG-Farben mittags als Zusatz geliefert erhielten.”

Kogon, der auf der einen Seite glauben machen will, daß sich die KZ-Häftlinge in den KZ zu Tode arbeiteten, was offenkundig Greuelpropaganda ist, muß auf der anderen Seite gestehen:

,,Zweifellos ist einer der schlimmsten Schäden, die den Häftlingen zugefügt wurden, daß sie auf diese Weise für Jahre, wenn nicht auf Lebenszeit wirkliches Arbeiten verlernten.”

Charakteristisch für die innere Unwahrheit und die hetzerische Tendenz des Berichtes von Kogon ist, daß er trotzdem an anderen Stellen die Dinge wieder so darstellt, als hätten sich die Häftlinge zu Tode arbeiten müssen. Er berichtet:

,,Gearbeitet wurde meist 14 Stunden täglich ohne Unterbrechung an Sonntagen, von morgens 6 bis abends 8 oder 9 Uhr. Beim Bau der Wasserleitung wurde sogar regelmäßig bis 10 und 11 Uhr nachts unter Scheinwerferlicht gearbeitet, in manchen Fällen bis 3 Uhr morgens. Die Mittagspause betrug eine Stunde, ausgefüllt vorwiegend durch zwei Appelle. Täglich fanden vier Appelle statt, der erste morgens vor dem Ausrücken, der zweite mittags beim Einrücken, der dritte mittags beim Ausrücken und der vierte nachts nach der Arbeit. Zum Essen und zur Körperpflege blieb beinahe keine Zeit Nahezu jeden Sonntag gab es strafweise kein Essen.”

Wie ganz anders lautet der Bericht Dr. Benedikt Kautskys, der zwei Jahre im KZ Buchenwald war. Kautskys und Kogons Bericht widersprechen einander: einer von beiden muß erlogen sein.

Arbeitszeit

(Über die Zeit seines eigenen Aufenthalts in Dachau berichtet Kautsky):

“Vom Mai 1938 angefangen war Samstag um 11 Uhr vormittag Schluß, also der Samstagnachmittag und der ganze Sonntag frei. ja, im September, nach Fertigstellung des Lagers, kam es so weit, daß die Juden nur noch jeden zweiten Nachmittag arbeiteten und die Arier, soweit sie nicht in den Werkstätten beschäftigt waren, überhaupt nicht…”

In Buchenwald variierte die Arbeitszeit unglaublich. Es gab Zeiten, in denen die Arbeitszeit zwölf Stunden und mehr am Tage erreichte … Andererseits blieben wir in dem harten Winter 1939/40 wochenlang im Block ohne jede Arbeit, nicht sosehr wegen der Kälte als auch wegen Materialmangels. Im Jahre 1940 hatten wir nicht nur den Samstagnachmittag und den Sonntag, sondern zeitweilig auch den Mittwochnachmittag frei. Da die tägliche Arbeitszeit zehn Stunden betrug, arbeiteten wir 50 Stunden in der Woche, also kürzer als die Zivilisten in der Freiheit.

Die Zivilarbeiter, besonders die Franzosen, waren alle faul wie die Sünde und sabotierten, wo sie konnten … unter den deutschen Zivilarbeitern waren viele, die sich nicht scheuten, Häftlinge zu schlagen, und es ist eine meiner schönsten Erinnerungen aus Buna, wie ein holländischer Kapo und ich zusammen einen deutschen Zivilisten vor den SS-Kommandoführer zitierten, weil er einen Häftling getreten und gestoßen hatte. Was er dort zu hören bekam, hat ihm diese üble Sitte ein für allemal abgewöhnt. Das war keineswegs der einzige Fall, in dem die SS gegen Zivilisten einschritt. . “

Das Essen

(Seite 284 ff.): “Qualität und Quantität der Nahrung schwankten in den sieben Jahren meiner Haft in den extremsten Grenzen. Dabei muß neben der Lagerkost noch die Häftlingskantine berücksichtigt werden. In Dachau bestand 1938 die tägliche Ration aus 500 g ausgezeichnetem Kommißbrot. Morgens gab es schwarzen Kaffee, mittags einen Liter Eintopf (fast jeden Tag mit Fleisch). Nur sonntags gab es Suppe, Rindfleisch und Kartoffelsalat, abends Tee, Fett, Wurst oder Käse. Ich glaube, es waren 40-50 g Fett (meist Margarine) und 80 g Wurst oder Käse pro Tag. Das Mittagessen war nicht sehr schmackhaft, aber gehaltvoll. Das Dachauer Krautfleisch oder die Bohnen mit Speck bildeten jahrelang den Gegenstand wehmütiger Rückerinnerungen … Das sonntägliche Rindfleisch war ein erstaunlich großes Stück, aber zäh wie Sohlenleder.

Die Häftlinge konnten sich ihre Kost durch Kauf in den Kantinen verbessern. Geldsendungen bis zur Höhe von 30 Reichsmark monatlich an die Häftlinge waren erlaubt. Die Preise in den Kantinen entsprachen den üblichen Handelspreisen. All die Jahre konnten Rot-Kreuz-Pakete unbeschränkt empfangen werden.

Im wesentlichen ist es bei dieser Regelung bis in die letzten Kriegsmonate geblieben. Die Brotration schwankte; auch die Gewährung der Zulagen … Die Kantine wurde für die SS die Quelle glänzender Geschäfte … ein umfangreicher Schleichhandel begann…” (Kautsky).

“Die Ernährung war jedenfalls auch für den Häftling, der die Kantine nicht in Anspruch nahm, vollkommen hinreichend. überdies wurden die Blocks so reichlich mit Essen versorgt, daß für besonders hungrige Mägen stets etwas Zusätzliches vorhanden war.

Aber das Lageressen in Dachau konnte nahezu entbehrt werden, wenn man sich auf die Kantine verlegte. Diese war ein Märchen; kein Mensch … hätte vermuten können, daß dieses Lager einen solchen Schatz barg. Ich werde nie meine Verblüffung vergessen, als ich zum ersten Mal die Kantinenbaracke betrat. Ein ganzer Block von vielleicht 50 bis 60 Meter Länge war der Länge nach durch eine Glaswand unterteilt, in der es etwa zwölf Schalter gab. An den ersten beiden Schaltern gab es Kaffee mit Milch , Zucker, Kuchen, Torten und Süßigkeiten; dann gab es der Reihe nach Schalter für Wurst, Rauchfleisch, Speck, Butter, Fischkonserven, Käse, Obst, Trockenfrüchte, Obstkonserven, Marmelade, Keks, Schokolade und alle erdenklichen Eßwaren. Ferner gab es, was der Häftling sonst noch braucht: Zigaretten und sonstige Tabakwaren, Nähutensilien, Tinte, Federn, Bleistifte, Notizblocks, Bürsten, Schuhcreme, Fußbodenpasta, Wisch- und Scheuertücher – kurz die Kantine war ein Warenhaus. Und an einem Schalter stand der Blockführer (ein Häftling), der die Kantine leitete, in weißer Haube und weißem Kittel … und fragte den vor ihm stehenden Häftling, gleichgültig ob ‘Jude’ oder ‘Arier’ mit derselben Höflichkeit: ‘Was wünschen Sie, bitte?’

Die Preise waren keineswegs übertrieben hoch; jedenfalls konnte man die 15 Reichsmark, die man jede Woche bezog, unmöglich aufessen. Es blieb immer noch genug für die bedürftigen Kameraden übrig; nicht nur, daß niemand Hunger litt, auch an den höheren Genüssen des Lebens, den Süßigkeiten, Torten, Schokolade, Zigaretten, Obst usw. konnten alle teilnehmen.

Die Dachauer Kantine war ein glänzendes Geschäft, das der SS jährlich viele Tausende Reichsmark eingebracht haben muß.

In Buchenwald lagen die Dinge bei unserer Ankunft im September 1938 anders. Wegen irgendwelcher Schiebereien von Häftlingsfunktionären war die Kantine vorübergehend gesperrt. Der Lagerälteste saß im Bunker … Wir waren also die erste Zeit auf die Lagerkost angewiesen. Diese war nach einem anderen Prinzip hergestellt, als die Dachauer, in der das Eintopfgericht mit viel Fett und Fleisch hergestellt war. Der Buchenwalder Eintopf war viel schmackhafter als der Dachauer. Die Buchenwalder Köche müssen Künstler gewesen sein, denn die Kost blieb bis zur Befreiung sauber und schmackhaft gekocht. Dagegen war die Brotration höher – 750 Gramm täglich -… Fett- und Wurst- (oder Käse-)rationen waren etwa gleich wie in Dachau. Dazu gab es täglich etwa 50 Gramm Marmelade oder die gleiche Menge Sirup.

Dagegen blieb die Kantine nach ihrer Wiedereröffnung hinter der Dachauer zurück, deshalb, weil sie sich außerhalb des Lagers befand. Daher konnte nur immer ein Kantineur” ein Häftling aus dem Stubendienst, als Abgesandter einkaufen … In der Gärtnerei konnte man frisches Gemüse, Erbsen, Kohlrabi usw. einkaufen … Zur Erzielung größerer Kantinenumsätze ersann die Lagerverwaltung alle möglichen Tricks … Frisches Obst wurde den Blocks beispielsweise manchmal aufgezwungen … denn wenn Kirschen oder Pfirsiche nicht am gleichen Tag verkauft wurden, konnte ein erheblicher Verlust ein stehen … Nach Kriegsausbruch änderten sich die Verhältnisse in Buchenwald. Die Brotration wurde stufenweise allmählich bis auf 500 Gramm gekürzt, das Fett auf 20 Gramm täglich herabgesetzt. Wurst, Käse und Sirup wesentlich eingeschränkt. Das Argste war die Verschlechterung des warmen Essens … Erst im Jahre 1940 besserte sich die Situation etwas; die Brotration wurde auf 300 Gramm festgelegt, dazu kamen gewisse Zulagen je nach Schwere und Wichtigkeit der Arbeit. Die übrigen Rationen blieben gleich, aber das warme Essen wurde wieder wesentlich besser. Die Kohlrüben verschwanden allmählich und an ihre Stelle traten wieder die Kartoffeln. Auch die Kantine wurde besser …

Im Wesentlichen ist es bei dieser Regelung bis in die letzten Kriegsmonate geblieben. Die Brotration schwankte; auch die Gewährung der Zulagen … ” (Kautsky).

Aus der Schilderung des Zeugen Dr. Morgen in Nürnberg über die Zustände in den deutschen KZ

Der Zeuge Dr. Morgen gab in Nürnberg folgende schriftliche Schilderung als eidesstattliche Aussage über die Zustände in den deutschen KZ:

“Der Verpflegungssatz für arbeitende Häftlinge betrug täglich 2750 Kalorien, hauptsächlich in Form von Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Mehlerzeugnissen, Gemüse und Brot. Die Lager und besonders die Firmen, welche Häftlinge beschäftigten, waren durchwegs bemüht, Zusatzverpflegung zu beschaffen, gelegentlich auch unter bewußter Außerachtlassung der kriegswirtschaftlichen Gesetze. In den Lagerkantinen konnten die Häftlinge … auch zusätzliche Nahrungsmittel kaufen; außerdem konnten sie unbeschränkt Pakete empfangen. Ausländer über oder vom Roten Kreuz. Der allgemeine Ernährungszustand der Häftlinge war gut. Schwer unterernährte Häftlinge habe ich nur in geringer Zahl in Lazaretten gesehen. Dieses war bedingt durch konstitutionelle Körperschwäche oder als notwendige Folge von Erkrankungen, wie Ruhr, Typhus, Tuberkulose.

Die ärztlichen und medizinischen Einrichtungen, die sanitären Anlagen waren gut, zum Teil mustergültig. Außer SS-Ärzten waren Häftlingsärzte, darunter internationale Kapazitäten eingesetzt. Die Versorgung mit Medikamenten war, ähnlich wie bei der deutschen Zivilbevölkerung, kriegsbedingt. Doch haben die SS-Truppen-Apotheken durchwegs im Rahmen der Möglichkeiten ausgeholfen.

Beim Arbeitseinsatz der Häftlinge wurde weitgehend auf körperlichen Kräftezustand, Fähigkeiten und soziale Herkunft Rücksicht genommen. Von Ausnahmen abgesehen, lagen Arbeitstempo und Leistung der Häftlinge erheblich unter der des Zivilarbeiters.

Grundsatz war, die Häftlinge nicht anzutreiben, sondern durch Gewährung von Prämien und sonstigen Entschädigungen einen Anreiz zu geben. Daraus erklärt es sich, daß die Tabakversorgung der Häftlinge während des Krieges erheblich besser war, als die der deutschen Zivilbevölkerung oder auch die der Wachtruppe KZ.

Leben und Eigentum der Häftlinge war auf folgende Weise geschützt:

Strenges Verbot, Häftlinge zu töten oder zu schlagen. Dies ist wiederholt dem Lagerpersonal bekanntgegeben worden. Der Kommandant hatte die Kenntnis dieses Befehles schriftlich zu bescheinigen. Der betreffende Revers befand sich bei seinen Personalakten.

In regelmäßigen Abständen fanden Haftprüfungsverfahren durch das Reichssicherheitshauptamt statt: Nach Einlieferung eines Häftlings erstmalig nach Ablauf von drei Monaten, später nach längeren Zeitabschnitten.

Zur Ermittlung und Verfolgung von Straftaten an Häftlingen befand sich in jedem Lager ein Kriminalsekretär der nächstgelegenen Staatspolizeistelle, der Leiter der sog. politischen Abteilung des KZ.

Zur Ahndung von Straftaten der Häftlinge waren ausschließlich die allgemeinen Gerichte zuständig.

Für Straftaten von SS-Angehörigen an Häftlingen das örtlich zuständige SS- und Polizeigericht. Als dessen Hilfsorgan fungierte im Lager ein dazu bestimmter, eigens vereidigter Gerichtsoffizier.

Jeder Todesfall eines Häftlings war durch Fernschreiben zu melden und bei offensichtlich oder vermutetem unnatürlichem Todesfall Bericht mit Unterlagen, Sektionsprotokoll, Tatortfoto, Lageplan, Zeugenaussagen von Häftlingen und SS-Angehörigen dem SS-Gericht zur Prüfung einzureichen. Häftlingseigentum war gegen Quittung hinterlegt und gesondert aufbewahrt.

Den Häftlingen standen zur Verfügung:

Freie Bewegung innerhalb des Lagers, Lagerradio, große Lagerbibliothek, Briefverkehr, Zeitungs- und Paketempfang, Varieté, Kino, Bordell, Sport und Spiele aller Art einschließlich Wettkämpfen.

Verwaltet und geleitet wurde der Innenbetrieb durch die KZ-Häftlinge selbst. Alle diese Dinge standen nicht nur auf dem Papier.”

Zum Vergleich: Die Zustände in den alliierten Internierungslagern nach der Befreiung 1945

Über die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen und Internierten durch die Alliierten nach der “Befreiung” 1945 und den dabei begangenen zahlreichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bringen wir in Band 6 dieser “Geschichte der Verfemung des deutschen Volkes” erschütterndes Material. Hier nur zum Vergleich einige Aussagen von den unglücklichen Deutschen, damals der barbarischen Behandlung der Sieger ausgeliefert waren.

“Man trieb die entwaffneten deutschen Soldaten zusammen auf Wiesen und Felder. (Möglichst auf recht sumpfiges Gelände). Dort ließ man sie einmal in der Nässe des Frühlings tüchtig hungern: eine Woche, viele Wochen, wie man gerade bei Laune war. Dort ließ man sie liegen, verdrecken, schäbig werden, anfaulen …

… In den riesigen Freilagern, in denen die Amerikaner die deutschen Soldaten wie Vieh zusammentrieben, kam es zu einem entsetzlichen Massensterben. Die Soldaten gingen an Nässe, Kälte und Hunger zu Zehntausenden qualvoll zugrunde. Sie krepierten elend mitten in ihrer Heimat. Dabei befanden sich vollgepfropfte Lebensmittelmagazine aus deutschen Heeresbeständen bei allen Lagern. Es wäre ein leichtes gewesen, mit diesen Lebensmitteln die Zehntausende deutscher Soldaten am Leben zu erhalten, die man erbarmungslos krepieren ließ. Es war die Absicht, möglichst viele deutsche Soldaten krepieren zu lassen. Angesichts der vollen Lebensmittelmagazine zupften die ausgemergelten Gefangenen das Gras, um ihren Hunger damit zu stillen … Zu einer Zeit, wo der Krieg 1ängst vorüber war, mordete man Zehntausende deutscher Soldaten, auf die dann noch jahrelang deutsche Mütter, Gattinnen und Kinder vergeblich warteten.” (Utley)

Major A. P. erklärt eidesstattlich:

“Das erste Erlebnis, nachdem ich mich freiwillig in amerikanische Gefangenschaft begeben hatte, war, daß mir zwei amerikanische Soldaten (nicht Neger) unter Drohungen die Armbanduhr wegnahmen. Das zweite, daß uns unser ganzes persönliches Gepäck und privates Eigentum geraubt wurde. Das dritte, daß man uns unnötigerweise, nur um uns zu quälen, den ärgsten Unbilden der Witterung aussetzte. Man verweigerte uns ein ordentliches Quartier, ja auch nur ein schätzendes Dach über dem Haupte, ja auch nur einen ordentlichen Lagerplatz unter freiem Himmel. Man ließ uns nicht auf trockenem Boden lagern, sondern trieb uns immer in ausgesucht sumpfige Niederungen … Hier mußten wir Tage und Nächte völlig schutzlos im Freien, im strömenden Regen, ohne Dach und ohne Zelt zubringen. Die Beinamputierten mit ihren Stützstöcken waren in diesem Sumpfgelände, in das die Stöcke tief einsackten, besonders hilflos. Wir erlitten Unsägliches!”

Und das von den “Edelmenschen”, die die Deutschen zu bessere Menschen erziehen wollten!

Aussage des Militärtierarztes Dr. K. S.:

“Die Behandlung von uns Kriegsgefangenen durch die Amerikaner war das Barbarischeste und Rücksichtsloseste, was man sich vorstellen kann. Sie war ein einziger Haß- und Racheexzeß und nur darauf abgestellt, den deutschen kriegsgefangenen Soldaten möglichst viele Qualen zu bereiten und möglichst viele von uns zum Krepieren zu bringen.”

Eine andere Aussage:

“Trotz leichtester und weitester Möglichkeit, die deutschen kriegsgefangenen Soldaten unter menschenwürdigen und gesunden Verhältnissen unterzubringen, wurden wir zu Zehntausenden auf sumpfigem Gelände, das absichtlich ausgesucht wurde, auf dem es keinen Fußbreit trockenen Boden gab, zusammengetrieben. Ohne Dach, ohne Zelt, ohne Decken, ohne jede Feuerungsmöglichkeit wurden wir wochenlang gezwungen, auf grundlosem Boden, halb im Wasser zu liegen, dem strömenden Regen, den bitterkalten Nächten und allen sonstigen Unbilden der Witterung ausgesetzt. Und dies alles noch dazu ohne ausreichende Nahrung. Alles war offensichtlich darauf angelegt, uns durch die geradezu mörderischen hygienischen Verhältnisse möglichst zu dezimieren. Dies gelang auch vollauf …”

Diese Art der Behandlung durch die Amerikaner bestand nicht etwa nur an einzelnen Abschnitten; sie war allgemein und ausnahmslos, offensichtlich durch den famosen Soldaten” Eisenhower für kriegsgefangene Soldaten angeordnete Regel. Ohne Ausnahme kehrt auch immer wieder die eidestattliche Aussage:

“Man nahm uns alles. Auch jedes private und persönliche Eigentum. Man plünderte uns alle grundsätzlich aus.”

Die körperliche Behandlung deutscher Offiziere, Soldaten und Zivilisten, die der Partei angehört hatten, durch Schläge und Ohrfeigen bei ihrer Einvernahme durch die deutschsprachigen Emigrantenoffiziere und Morgenthau-Amerikaner war die ausnahmslos und allgemein geübte Regel.

Eidliche Aussage des Universitätsprofessors Dr. med. E. R.:

“Der amerikanische Offizier fragte in ausgezeichnetem Deutsch, ob ich Parteimitglied gewesen sei. Ich bejahte. Daraufhin begann er mich zu ohrfeigen.”

Prof. Dr. med. Otto Gerke, Badgastein, erging es mit einem anderen amerikanischen Emigrantenoffizier ebenso. Die furchtbaren Drangsalierungen durch die neoamerikanischen Verhöroffiziere trieben diesen wertvollen Menschen und hervorragenden Arzt in den Freitod.

Bericht des Ritterkreuzträgers Oberleutnant Helmut Weiß:

“Wir wurden im Mai 1945 in Bad Aibling von den Amerikanern zu Zehntausenden auf freiem Feld zusammengetrieben wie Vieh. Es gab weder ein Dach noch Decken. Wochenlang waren wir völlig schutzlos Wind und Wetter, Regen und Kälte ausgesetzt. Wir litten Hunger und Durst. Die Männer kippten um wie die Fliegen im Herbst. Für eine Schnitte Brot wurden goldene Armbanduhren in Tausch gegeben …”

Man nahm aber nicht nur die deutschen Soldaten gefangen und behandelte sie barbarisch, sondern auch viele Zivilisten. Man trieb ehemalige Mitglieder der NSDAP, Männer und Frauen, zusammen und sperrte sie in Lager hinter Stacheldraht. In seinem Erlebnisbericht schreibt der Lehrer Joseph Hieß (“Glasenbach”, Verlag Welsermühl, Wels, 1956)-.

“Man sperrte alle Parteimitglieder in KZ: Universitätsrektoren und Professoren, weltberühmte Ärzte, Chirurgen, Gelehrte, Künstler, Erfinder, Ingenieure, Chemiker, Lehrer, Priester, Arbeiter und Bauern. Man fing sie zusammen und sperrte sie, ein wehrloser, namenloser, rechtloser Elendshaufen, hinter Stacheldraht und ließ sie erst einmal tüchtig hungern. Man sperrte selbst Mütter mit ein oder zwei Monate alten Säuglingen ins KZ” (Seite 167).

“Eines Tages erschienen zwei Amis mit Maschinenpistolen und trieben zwei splitternackte deutsche Frauen vor sich her und jagten sie durch das ganze Lager. Dies zur Strafe, weil sie versucht hatten, über den Drahtzaun hinweg mit ihrem Gatten und Vater zu sprechen, der im Nachbarlagerabschnitt untergebracht war. Es war aber von den Amis streng verboten, sich über den Drahtzaun mit den Nachbarn zu unterhalten.”

“Franz Brandstätter, Zivilinternierter im Lager Marcus Orr (Glasenbach) saß in seiner Baracke am offenen Fenster und las. Dem amerikanischen Wachtposten dieses Zivillagers bot die ‘deutsche Nazibestie’ ein so verlockendes Ziel, daß er den Deutschen ohne Grund und Anlaß einfach abknallte.”[1]

“Eine Frau wurde bewußtlos geprügelt, weil sie das Eiserne Kreuz 2. Klasse besaß. Sie hatte als Frau eines Eisenbahners durch ihre Umsicht und mit Einsatz ihres Lebens den Zusammenstoß zweier D-Züge verhindert. Dafür hatte sie das Eiserne Kreuz bekommen und wurde nun wegen dieses Kreuzes verhaftet, als Kriegsverbrecherin angeklagt und geprügelt.”

“Man zeigte den Gefangenen einen Hetzfilm ‘Todesmühlen’ , in dem die ‘Opfer des deutschen Sadismus und germanischer Unmenschlichkeit’ gezeigt wurden. Während der Vorführung des Films rief ein norddeutscher Gefangener: ‘Das ist doch meine Heimatstadt! Und den Leichenberg, den sie da zeigen, habe ich selbst mit zusammentragen helfen. Das sind unsere deutschen Toten nach einem britisch-amerikanischen Fliegerangriff. Diese Toten haben die Luftgangster auf dem Gewissen.’ Die CIC-Leute mußten den Film einpacken und damit abziehen.”

Ein anderer Internierter berichtet:

“Die Amis zogen durch die Baracken und ohrfeigten alle Insassen Wir mußten die Unterkünfte verlassen. Draußen standen die Amis und prügelten die Herauskommenden. Es ist bitter, sieh als Erwachsener wehrlos zusammenschlagen lassen zu müssen in mehreren Reihen mußten die deutschen Gefangenen zum Ohrfeigen antreten. Einer nach dem anderen mußte vor die Amis hintreten, die Kopfbedeckung abnehmen, mit der Rechten salutieren, dann bekam er einige wuchtige Ohrfeigen Man hatte Korrektionszellen aus Stacheldraht im Freien errichtet. Es waren dies drei Meter hohe Umzäunungen von kleiner Bodenfläche, daß, wer in diese entwürdigende Behausung ohne Dach gesteckt wurde, darin nur stehen kann. Ein Niederlegen ist völlig ausgeschlossen.

Die Korrektionszellen in den Unterkünften waren nicht humaner. Sie waren 1,1 Meter hoch, ohne Fenster, mit Betonboden man war auf Lebenszeit von der Fehlmeinung befreit, daß sich die amerikanische Strafjustiz von der östlichen auch nur um Haaresbreite unterscheide …”

Der rumänische General und Gesandte in Berlin, Jon Georghe, berichtet in seinem Buch “Automatic Arrest” (Druffel Verlag, 1956) folgenden ungeheuerlichen Vorfall aus dem Zivilinterniertenlager, in dem er selbst interniert war:

“In einem Raum von 5 x 3,5 Metern waren die Gesandten Albrecht, der bulgarische Gesandte Belinoff und der Oberbürgermeister von Berlin, Dr. Lippert, untergebracht Der Blockkommandant Sworobtchine, ein amerikanischer Gefreiter, inspizierte zweimal täglich (um 8 Uhr und um 5 Uhr nachmittags) alle Räume Wenn der Pfiff ertönte, der den Beginn der Inspektion ankündigte, bis zum nächsten Pfiff, der das Ende anzeigte (die Inspektion dauerte gewöhnlich eine halbe Stunde), mußten alle in allen Räumen in Inspektionsstellung, verharren: das heißt, sie mußten auf dem Bett sitzen, die Knie in der Höhe des Kinns angezogen, die Hände auf die Knie legen und bewegungslos geradeaus starren Als Sworobtchine bei den Aborten angelangt war, fragte er: ‘Wer hat heute die Pissoirs gereinigt?’ Ein etwa 35jähriger Häftling, ein Offizier, tritt vor. Sworobtchine brüllt ihn an: ‘Was soll das heißen?’ Er zeigt auf ein winziges Stück Schmutz, das an der Wand hängengeblieben war. Der Offizier entschuldigte sich: ‘Wir hatten keinen Besen!’ Sworobtchine sagt höhnisch: ‘Allerdings, du hast keinen Besen gehabt! Aber deine Zunge hast du doch! Nimm den Dreck augenblicklich weg! Mit deiner Zunge, damit du es dir merkst!’

Der Dolmetscher zögert mit der Übersetzung Als der Offizier versteht, was von ihm verlangt wird, richtet er sich kerzengerade auf. Das genügt dem Amerikaner. Er stürzt sich auf ihn und schlägt ihm ins Gesicht. Noch immer weigert sich sein Opfer, den ungeheuerlichen Befehl auszuführen. Da zieht der Amerikaner seinen Revolver und drückt den Lauf an die Brust des deutschen Offiziers. Der Deutsche zögert noch. Der Amerikaner bohrt ihm den Lauf immer tiefer zwischen die Rippen. Sein Blick ist glasig geworden. Der Deutsche erkennt, daß es um sein Leben geht. Er beugt sich vor einen Augenblick lang sieht man den widerlichen Schmutz auf seiner Zunge, dann spuckt er ihn aus Der Amerikaner steckt den Revolver wieder ein und geht ohne ein Wort weiter…” (Seite 83)

Die Konzentrationslager in den Tagen des Zusammenbruches und bei der Besetzung durch die Alliierten

In den Monaten und Wochen vor dem Zusammenbruch verschlimmerten sich die Zustände und Verhältnisse in den KZ in katastrophaler Weise. Als Folge des totalen Bombenkrieges der Alliierten wurde in einigen Lagern die Versorgung weitgehend zerstört, ja völlig gelähmt. Die Ernährung wurde völlig unzureichend. In Belsen wurde auch die Wasserversorgung und die Kanalisation zerstört. Die Seuchen und Epidemien nahmen unter diesen Verhältnissen einen katastrophalen Umfang an.

Die Sterblichkeit erreichte in ganz Deutschland, vor allem aber in den dicht gefüllten KZ eine nie zuvor gekannte Höhe. Die völlig ungenügende Ernährung, der Mangel an Wasser zur Reinigung, die Ansammlung der Jauche und der Abwässer infolge der zerstörten Kanalisation begünstigten die Ausbreitung der Seuchen, die gerade in den letzten Katastrophenwochen viele Tausende, ja Zehntausende dahinrafften. Die Lagerinsassen starben in jenen Wochen wie die Fliegen. Es war unmöglich, die Massen zu begraben oder zu verbrennen, man kam einfach nicht nach. Die Krematorien vermochten täglich nur eine ganz beschränkte Anzahl von Toten zu verbrennen. Vor den Krematorien der KZ häuften sich daher die Toten in Bergen, besonders dort, wo auch die Opfer der alliierten Luftangriffe in den benachbarten Städten und Dörfern zu den Krematorien der Lager zur Verbrennung geschafft wurden.

Besonders der furchtbare Anblick der vielen Tausende von unbestatteten Leichnamen war es, der – neben der in den letzten Tagen und Wochen vor der Besetzung durch die Alliierten gänzlich ausfallenden Versorgung und Ernährung, auf die anrückenden alliierten Truppen einen so niederschmetternden und erregenden Eindruck machte. Die Alliierten fanden viele Tausende von unbeerdigten Toten in den KZ, die ihnen auf Befehl Himmlers unverteidigt übergeben wurden. Die Hetzpropaganda unterließ es nicht, die vorgefundenen katastrophalen Zustände der Auflösung in den KZ noch weitgehend zu verfälschen.

Himmler erklärte am 19. April 1945 gegenüber Dr. Mazur (Norbert Mazur, “En Jod talar med Himmler”, Stockholm, 1946):

“Es war meine Absicht, die Lager unverteidigt zu übergeben, wie ich es versprochen hatte. Ich hatte Bergen-Belsen und Buchenwald übergeben lassen, aber keinen Dank dafür geerntet. In Bergen-Belsen hat man einen Wachtposten gefesselt und ihn zusammen mit einigen gerade gestorbenen Gefangenen photographiert. Und diese Bilder wurden dann in der ganzen Welt veröffentlicht. Auch Buchenwald ließ ich unverteidigt übergeben. Von den heranrückenden amerikanischen Panzerwagen wurde jedoch plötzlich geschossen. Das Krankenhaus fing Feuer und die verkohlten Leichen wurden dann, photographiert. Die Veröffentlichungen über die KZ als Hetze gegen uns ermutigen mich nicht, meine Politik der Übergabe der Lager ohne Verteidigung fortzusetzen. Deshalb habe ich vor einigen Tagen ein Lager in Sachsen, als die amerikanischen Panzerwagen sich näherten, ausräumen lassen…”

Es ist eine infame Hetzlüge, daß die Zustände, wie sie z. B. in Belsen die Engländer vorfanden, von den Deutschen vorsätzlich und böswillig herbeigeführt oder auch nur gewollt waren. Die deutsche Regierung war daran völlig schuldlos.


[1] Eine ganz ähnliche, vielleicht noch ärgere Barbarei berichtet der deutsche Soldat Jakob Dorer (Afritz, Kärnten) über seinen Aufenthalt in einem Kriegsgefangenenlager in den USA:

“Die amerikanischen Wachtposten waren von einem tödlichen Haß gegen alles Deutsche erfüllt. Wenn irgendeine Hetzlüge in einer Zeitung die amerikanischen Wachtposten erreichte, machten sie ihrem Haß durch blindes Abknallen der ihnen wehrlos ausgelieferten Kriegsgefangenen Luft. Wir wurden in einen mit Stacheldraht bewehrten Durchgang getrieben. Der Posten feuerte von seinem Wachtturm aus mit seinem Maschinengewehr oder seiner Maschinenpistole einige Feuergarben in unsere dichte Menge. Dies geschah öfter und ohne jeden Anlaß, aus bloßer durch Haß erzeugter Mordlust.”


 Die KZ und Judendurchgangslager nach 1945

Nach dem Zusammenbruch wurden die meisten ehemaligen KZ von den Alliierten als Durchgangslager benützt, in denen die aus Osteuropa nach Deutschland strömenden Juden gesammelt wurden, ehe sie von dort in ihre zukünftigen Wohnorte in Europa gingen oder in andere Länder auswanderten, zum kleineren Teil nach Israel, zum größten Teil nach USA oder anderen westlichen Ländern.

Daneben wurden eine Unzahl der besten Hotels, Sanatorien u. dgl. in den deutschen und österreichischen Städten und Kurorten für die Einquartierung von Juden beschlagnahmt. Infolge der unordentlichen, unreinlichen und unhygienischen Lebensweise ihrer Bewohner wurden alle diese Quartiere in kurzer Zeit zu wahren Schweineställen, die von Schmutz und Dreck strotzten. Sie wurden überdies zum Objekt rücksichtsloser Zerstörung und vandalischer Verwüstung und Ausplünderung durch die Benützer.

Vor allem aber waren alle diese Lager und Sammelstellen ohne jede Ausnahme Zentren des übelsten, verbrecherischen Schleichhandels. In dem Bericht eines jüdischen Zeugen aus dieser Zeit heißt es (Arnold Kurnik, “Um der Wahrheit wegen”, Seite 9 ff.):

“Nach 1945 war das Konzentrationslager Bergen-Belsen eine riesige Schmugglerzentrale In einem Bericht über den Kaffee- und Zigarettenschmuggel nach Deutschland behauptet der Korrespondent des holländischen ‘Twentsch Dagblad’ in Enschede (Holland), aus dem DP-Lager Bergen-Belsen seien in den beiden letzten Jahren 23 Do1larmil1ionäre nach Holland eingewandert. Durch fingierte Liebesgabenpakete aus aller Welt betrieben in den DP-Lagern viele Juden einen ausgedehnten Handel und wurden dadurch reich Nach 1945 wurde in Frankfurt am Main die jüdische Industrie- und Handelsbank gegründet ein Schwindelunternehmen Unter anderem wurden 4,2 Millionen Mark an Auszahlungen an 1400 Insassen des DP-Lagers Föhrenwald (Oberbayern) verbucht. Die 1400 Quittungen mit 1400 Unterschriften waren alle gefälscht. Hunderte von Krediten wurden fingiert. Dadurch konnten viele Juden in ihren Büchern große Summen dem Finanzamt gegenüber als Bankkredite führen. Für solche Gefälligkeitsquittungen über in Wirklichkeit nie erhaltene Gelder wurden bis zu drei Prozent der quittierten Summen als Schmiergelder gezahlt .. . Eine vierköpfige jüdische DP-Falschmänzerbande wurde ertappt und in München zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt Aus dem Berliner jüdischen Gemeindeblatt Der Weg, vom 27. August 1948, geht hervor, daß Ostiuden, welche aus den DP-Lagern Mariendorf und Schlachtensee bei Berlin abtransportiert worden waren, mit dem Flugzeug nach Berlin zurückkehrten … Die deutsche Polizei war machtlos gegenüber diesem Gesindel. Sie durfte kein DP-Lager betreten. Deshalb waren Raub, Betrug und Diebstahl bei diesen Juden an der Tagesordnung. Als das jüdische, DP-Camp Föhrenwald, 20 Meilen von München entfernt, liquidiert werden sollte, wollten 600 Insassen Deutschland nicht verlassen. Sie waren aus Rußland gekommen…”

1945 schlug den Juden ein Meer von Sympathie und Mitgefühl von seiten des deutschen Volkes entgegen; viele Juden verstanden es nicht, dieses ungeheure Kapital zu schätzen und zu nützen. Sie fielen wie ein Heer besessener Racheteufel über Deutschland und das deutsche Volk her. Sie beschränkten ihren Haß und ihre maßlose Rache nicht auf jene, die ihnen übles getan, sondern sie erfanden die Kollektivschuld” und wüteten gegen das gesamte deutsche Volk. Sie brachten größeres Leid über das deutsche Volk, als sie jemals selbst erdulden mußten. Dieser maßlosen Rache, verbunden mit der ganz üblen Art des Auftretens und des Benehmens der obengenannten Juden in den Durchgangslagern, gelang es, die Einstellung des deutschen Volkes gegen die Juden gründlich zu ändern.

Die KZ-Prozesse der amerikanischen Morgenthau-Leute

Nach dem Nürnberger Prozeß verzichteten die Alliierten mit Ausnahme der von den Zionisten maßgeblich, entscheidend und bestimmend beeinflußten USA auf die Durchführung weiterer Racheprozesse gegen Deutschland. Nur die ganz unter der Herrschaft der Morgenthau-Leute befindliche amerikanische Justiz und die amerikanische Militärregierung Eisenhowers stellten sich weiter als willfähriges blindes Werkzeug in deren Dienst zur Durchführung ihrer alttestamentarischen Rache. Das Nürnberger IMT (Internationale Militär-Tribunal – Internationaler Militärgerichtshof) bestand nach dem Rückzug der Alliierten aus dem Gerichtshof nur mehr aus Amerikanern. Trotzdem nannte sich das Tribunal aber unter Fälschung durch Verschweigung des wahren Sachverhalts weiterhin IMT, trotzdem es ein rein amerikanisches Rachetribunal war. Die amerikanische Militärregierung Eisenhowers in Deutschland zeigte sich als blindes Werkzeug der rachetrunkenen Morgenthau-Leute; sie führte zur bleibenden Schande der USA die Schauprozesse fort. Unvorstellbare Folterungen, Greuel und Grausamkeiten wurden in diesen KZ-Prozessen (Dachauer Prozesse, Ärzteprozeß, Degesch-Prozeß …) gegen die unglücklichen Deutschen verübt. Die amerikanische Rachejustiz wollte um jeden Preis – selbst um den Preis des Rechts, der Menschlichkeit und der Wahrheit – KZ-Greuel konstruieren. (Vgl. hiezu die eingehende Darstellung in Band 7 dieser Geschichte: “Rachejustiz an Deutschland”.)

Darüber berichtet die anglo-amerikanische Publizistin Freda Utley in “The high cost of vengeance” – “Kostspielige Rache” (H. Regnery Verlag, Chicago):

“Die an den Göring – Prozeß (Nürnberger Prozeß) anschließenden übrigen zwölf Nürnberger Prozesse, die erst 1948 ihr Ende nahmen, waren amerikanische Schaustellungen. Richter und Ankläger waren amerikanische Staatsbürger. Die Verfahren fanden unter der amerikanischen Flagge statt. Die Verhandlungen begannen jeden Morgen damit, daß der Gerichtsmarschall um Gottes Segen für die USA bat, und die ersten Worte jedes Urteils lauteten: Die USA, Kläger, gegen … Angeklagte., Trotzdem wurde unterstellt und vorgegeben, daß es sich um ‘Internationale Tribunale’ handle, und daß sie ihre Autorität vom Alliierten Kontrollrat ableiteten, selbst dann noch, als dieser schon zu bestehen auf gehört hatte.

Es wurden weder die Grundsätze noch die Prozeßvorschriften des amerikanischen Rechts befolgt. Den Angeklagten wurde die Berufung an den Obersten Gerichtshof oder anderen höheren Autoritäten verwehrt. Nur der Militärgouverneur konnte angerufen werden. Der Spruch der amerikanischen Richter, die das Tribunal bildeten, war unwiderruflich, abgesehen von dem Recht des Generals C1ay, die Urteile zu mildern … Die entsetzlichen Konsequenzen aus der Anlegung eines ungleichen sittlichen Maßstabes für Sieger und Besiegte und aus dem Nürnberger Spruch, wir (die Amerikaner) hätten das Recht, in Deutschland zu tun, was uns beliebt, offenbarten sich bei den Dachauer Prozessen, Diese Prozesse fanden vor amerikanischen Militärtribunalen – (im Unterschied zu den zivilen und scheinbar internationalen Schauprozessen von Nürnberg) – statt, und zwar … gegen die Deutschen, die für in Nazi-KZ begangene Grausamkeiten verantwortlich gemacht wurden.

Die bei der Untersuchung und von der Anklage in diesen Fällen angewandten Methoden waren der GPU würdig. Die Angeklagten wurden körperlichen und seelischen Folterungen aller Art unterworfen, um sie zur Niederschrift diktierter Erklärungen zu zwingen. Zeugen wurden gefoltert und bestochen, und das Verfahren dieser amerikanischen Gerichte hält sogar den Vergleich mit den ungarischen und bulgarischen Gerichten aus, in denen katholische und protestantische Geistliche verurteilt werden, die sich dem kommunistischen Terror nicht beugten. Aber da Amerika eben doch eine Demokratie ist, konnten die von den Vertretern der Armee angewandten Methoden zur Herbeiführung von Geständnissen, der in Landsberg bereits zu Hunderten hingerichteten oder zur Hinrichtung bestimmten Männer aufgedeckt werden.”

Der amerikanische Anwalt Caroll bezeichnete die Prozesse gegenüber dem Vertreter der “New York Herald Tribune” als eine tragische Verhöhnung der amerikanischen Justiz”. Der deutsche evangelische Landesbischof Dr. Wurm schrieb an den stellvertretenden Hauptankläger der USA, den deutschen Emigranten Dr. R. M. W. Kempner, (heute Rechtsanwalt in Deutschland), zwei Briefe, in denen er feststellte:

“Bei Vorbereitung der Anklagen in den Nürnberger und Dachauer ‘Kriegsverbrecherprozessen’, die mit Todesurteilen endeten, sind verbrecherische Methoden und abscheuliche Quälereien angewandt worden, um Aussagen und Geständnisse zu erpressen … Es sitzen in diesen Prozessen lediglich Sieger über Besiegte zu Gericht…”

In einer Besprechung des Münchner katholischen Weihbischofs am 24. März 1948 mit amerikanischen Kongreßmitgliedern wurden diesen mehrere “hundert Seiten Material übergeben. Darunter waren einige Dutzend eidesstattlicher Erklärungen von Verurteilten über schwere Mißhandlungen und Täuschungen in der Voruntersuchung, durch welche ihnen Protokolle abgepreßt worden seien.”

Der amerikanische Richter van Roden erklärte in einer Ansprache an den Chester Rotary Club am 14. Dezember 1948:

“Sämtliche Deutschen bis auf zwei in den 139 von uns untersuchten Fällen haben durch Fußtritte in die Hoden unhei1bare Schäden erlitten. Dies war die üb1iche Untersuchungsmethode unserer amerikanischen Untersuchungsbeamten Einem Deutschen zwängte der amerikanische Untersuchungsrichter brennende Streichhölzer unter die Fingernägel In einem anderen Fall hatte sich ein 18jähriger Junge nach wiederholten Prügeln bereit erklärt, ein ihm von den amerikanischen Untersuchungsbeamten diktiertes Geständnis niederzuschreiben. In der Nacht hörten ihn die Mitgefangenen in den Nebenzellen ausrufen: Ich kann nicht weiterlügen!, Als die Gefängniswärter am Morgen kamen, hatte sich der von Gewissensqualen gepeinigte junge am Eisengitter erhängt. Trotzdem wurde die angefangene schriftliche Aussage, deren Unterzeichnung er den Tod vorgezogen hatte, im Verfahren gegen andere als Beweisstück zugelassen.”

Utley berichtet weiter:

“In manchen Fällen wurde ein Gefangener, der die Unterschrift verweigerte, in einen mattbeleuchteten Raum geführt, wo eine Gruppe von zivilen Untersuchungsbeamten in amerikanischen Uniformen an einem schwarzen Tisch saß, in dessen Mitte ein Kruzifix mit brennenden Kerzen an jeder Seite stand. Dem Angeklagten wurde gesagt: Jetzt findet Ihr amerikanischer Prozeß statt., Dieses Scheingericht fällte dann ein Scheintodesurteil. Dann sagte man dem Angeklagten: In einigen Tagen werden sie gehängt, und zwar sobald der General das Urteil bestätigt hat. Unterschreiben Sie bis dahin dieses Geständnis, dann können wir Sie freibekommen., Einige haben auch dann noch nicht unterschrieben. Sie waren entsetzt, wie hier das Kruzifix mißbraucht wurde.

In einem anderen Fall betrat ein als katholischer Geistlicher verkleideter Untersuchungsbeamter die Zelle eines Angeklagten, nahm ihm die Beichte ab, erteilte ihm die Absolution und gab ihm dann einen kleinen freundschaftlichen Rat: Unterzeichne, was die Untersuchungsbeamten Dir zur Unterschrift vorlegen. Du wirst damit Deine Freiheit erlangen. Auch wenn es falsch ist, was Du unterschreibst. Ich kann Dir jetzt schon im voraus Absolution für diese Läge erteilen.,

In einigen Fällen reichten Einzelhaft oder die Androhung von Repressalien gegen die Familie des Gefangenen oder des Zeugen nicht, um ihn zur Unterschrift unter eine vorbereitete, andere belastende Erklärung zu veranlassen.

Es kam aber auch vor, daß die Untersuchungsbeamten Angeklagten eine schwarze Kapuze über den Kopf stülpten, ihm dann mit Schlagringen ins Gesicht schlugen, mit Fußtritten traktierten und mit einem Gummiknüppel bearbeiteten

Es gab keine Geschworenen, das Gericht setzte sich aus zehn Offizieren und einem studierten Berufsrichter zusammen Die Tragödie ist, daß so viele von uns Amerikanern jetzt, nach Besiegung der Deutschen, sagen: ‘Alle Deutschen sollten gehängt werden.’ Wir haben den Krieg gewonnen, aber einige von uns möchten immer noch weiter töten. Das ist kein ehrlicher Kampf, das ist Sünde Die Tatsache, daß es während des Krieges Grausamkeiten auf deutscher Seite gegen Amerikaner gegeben hat, wird nicht im geringsten die Schande für unser Land (Amerika) verkleinern, wenn solche nach dem Krieg an Deutschen verübten Grausamkeiten einfach mit Stillschweigen übergangen würden. Sie wären ein Makel auf dem amerikanischen Gewissen für alle Zeiten.”

Weder der Kommissionsbericht der Richter Roden und Simpson, der wie fast alle anderen Deutschland betreffenden Berichte geheimgehalten wurde – noch die Enthüllungen des Richters Roden in dessen Vorträgen, erreichten die große amerikanische Offentlichkeit. Die amerikanischen Behörden standen unter dem Einfluß der Lügenhetze der Morgenthau-Leute. Sie waren nicht geneigt, ihre Tätigkeit als Rächer der Morgenthau-Leute durch solche Berichte beschränken zu lassen, den schändlichen Verfahren ein Ende zu machen und ordentliche Rechtsverfahren anzuordnen. Dem Hängen der auf Grund solcher “erfolterter Beweise” verurteilten Deutschen wurde kein Ende gesetzt. General Clay sah sich durch den niederschmetternden Bericht nicht veranlaßt, die durch Todesurteile abgeschlossenen Fälle zu einer ordentlichen Überprüfung rückzuverweisen und für die noch laufenden Fälle ein einwandfreies rechtliches Verfahren sicherzustellen.

Utley schreibt dazu:

“Im November 1948 wurden jeden Freitag nicht, wie in den vorangegangenen ,Wochen, sieben, sondern fünfzehn Deutsche gehängt: vermutlich nach der Regel, daß, um so weniger Zeugen des Unrechts verbleiben, je mehr Opfer dieser Fehljustiz beiseitegeschafft werden können. Im ersten Schub der nach der Roden-Simpson-Untersuchung Gehängten befanden sich fünf, die nach ihrer Feststellung auf Grund fragwürdiger Beweise verurteilt worden waren.”

General Clay und diese Morgenthau-Leute ließen sich in ihrem Töten auch durch die Feststellungen und Enthüllungen des amerikanischen Senators McCarthy nicht stören und bewegen, mit dieser Schandjustiz ein Ende zu machen. Am 20. Mai 1949 übergab der amerikanische Senator McCarthy der amerikanischen Presse folgende Erklärungen:

“Ich wünsche bekanntzugeben, daß ich an den Verhören des Armeekomitees, das die Kriegsverbrechen untersucht, mit gutem Gewissen nicht länger teilnehmen kann. Seit dem 16. April 1949 war ich bei den Sitzungen anwesend, habe die Verhandlungen gehört und Kreuzverhöre von Zeugen durchgeführt. Dies hat mich von mehreren Dingen überzeugt: Das Komitee ist nicht aufrichtig in seiner Untersuchung; es ist nicht gewissenhaft in der Verfolgung der Tatsachen. Als praktischer Anwalt und als Richter des Kriegsgerichtes in Wisconsin kenne ich und achte ich das System der amerikanischen Justiz. Ich glaube, die Welt hat eine Demonstration amerikanischer Rechtspflege erwartet, die selbst auf unsere besiegten Feinde angewendet werden soll. Statt dessen sind Gestapo- und GPU-Methoden angewandt worden. Ich habe Zeugenaussagen gehört und dokumentarische Beweise gesehen, die besagen, daß angeklagte Personen Schlägen und körperlichen Mißhandlungen unterzogen wurden in Formen, wie sie nur von kranken Gehirnen erfunden werden könnten. Sie wurden Scheinprozessen und Scheinhinrichtungen ausgesetzt. Man drohte, ihre Familien der Lebensmittelkarten zu berauben. Die Ankläger rechtfertigen dies alles mit der Notwendigkeit, die richtige psychologische Atmosphäre zur Erlangung von Geständnissen zu schaffen. Ich bin fest davon überzeugt, daß unschuldige Personen ebensogut wie schuldige auf diese Weise in die ,richtige psychologische Atmosphäre, versetzt werden und auf jeden Fall alle gewünschten Geständnisse machen und alles und jedes bestätigen werden, was man von ihnen wünscht. Ich will nicht, daß Übeltäter freigesetzt werden. Aber ich will, daß Unschuldige geschützt werden Ich klage das Komitee an des Versuches, eine schändliche Episode in der Geschichte unserer ruhmreichen Armee reinwaschen und vertuschen zu wollen. Ich klage das Komitee an, ein Unrecht gerechtfertigt zu haben, das – von nur wenigen Mitgliedern der Armee begangen – dennoch den guten Namen von Millionen Amerikanern, Männern und Frauen, schändet … Wenn die USA solche schändlichen Handlungen einiger weniger Männer ungesühnt lassen, dann kar7n fortan die ganze Welt für alle Zeiten uns kritisieren und unsere Motive in Frage stellen.” (“Zeit”, vom 2. Juni 1949.)

(Die “amerikanischen Offiziere”, die diese Folterverhöre mit den Deutschen anstellten, waren fast durchwegs deutschsprechende “Emigranten”, die nun – vorübergehend in amerikanischen Uniformen und mit amerikanischen Machtmitteln ausgestattet – ihren orientalischen, alttestamentarischen Haß gegen alles Deutsche freien Lauf lassen und ihre unmenschliche Rache kühlen konnten.)

Ein deutscher Hauptmann sagt aus (Hieß, “Glasenbach”, Seite 133 ff.):

“Ich wurde von Fürth nach Neunkirchen in ein Lager geschafft, dort in Einzelhaft gebracht und unmenschlich behandelt. Um mich zu Geständnissen zu zwingen, die unwahr gewesen wären, wurde ich gemartert. Jeden Abend wurde ich aus der Zelle geholt und eine Stunde lang abwechselnd in eine Wanne mit siedendheißem Wasser gesteckt, dann herausgeholt und geprügelt und wieder hineingesteckt. Diese Prozedur wurde täglich abends eine Stunde lang wiederholt. Dann wurde ich immer splitternackt ins Vernehmungszimmer geführt, wo ich auf einem scharfkantigen Eisenrost knien mußte. Ich bekam entsetzlich schmerzende eiternde Wunden. Sie brannten wie höllisches Feuer, wenn man mich ins heiße Wasser steckte. All mein Brüllen und Jammern störte die amerikanischen Henkersknechte nicht. Sie rauchten und zechten nebenbei. Wurde ich ohnmächtig, dann erwachte ich regelmäßig mit nach hinten gefesselten Händen, an denen man mich mit einer gewöhnlichen Dachdeckerrolle hochgezogen hatte. jedesmal brachte mich der wahnsinnige, stechende Schmerz, der mir die Arme aus dem Gelenk kugeln sollte, zum Bewußtsein zurück. Da ich Englisch konnte, konnte ich – bis auf gewisse Slangausdrücke – alles verstehen, was meine Peiniger sprachen. Bei den verschiedenen Marterungen stand einer mit einer Stoppuhr dabei und berichtete nachher seinen grinsenden Genossen: Heute hat es das zähe Schwein um sieben Minuten länger ausgehalten!, – Manchmal wurde ich von vier Männern gleichzeitig verhört. Sie schlugen mich mit einer Hundepeitsche, bis ich vom Kopf bis zu den Füßen mit Wunden und Striemen bedeckt war. Einige Male wurde ich über den Schreibtisch gelegt und bekam eine regelrechte ‘Bastonade’ … Da ich immer häufiger in Ohnmacht fiel, begannen meine Peiniger, mich zu brennen. Vermutlich mit glühenden Zigaretten. Ich merkte es nachher an den furchtbar schmerzenden Brandblasen Täglich wurde ich um Punkt 9 Uhr abends zu den Folterungen geholt…”

Utley berichtet:

“Die amerikanischen Journalisten Betty Knox und ‘Jose’ von der United Press hatten kurz vor unserer ersten Begegnung in Nürnberg den Hinrichtungen der vergangenen Woche beigewohnt. Beide werden dieses schreckliche Erlebnis wohl nie vergessen. Der evangelische und der katholische Geistliche des Landsberger Gefängnisses, wo die Hinrichtungen stattfanden, waren beide von der Unschuld einiger der Gehängten überzeugt. Sie waren verzweifelt, nichts zu einer Beendigung dieser verbrecherischen Tötung von Männern tun zu können, von denen einige sie von ihrer Unschuld überzeugt hatten und die alle auf Grund von erfolterten Geständnissen oder Aussagen nachweislich meineidiger Zeugen verurteilt worden waren. Einem dieser Männer, die Betty Knox sah, war am Mittwoch gesagt worden, ihm sei im Zuge einer Wiederaufrollung seines Verfahrens Aufschub der Vollstreckung gewährt; aber am Freitag wurde er aus der Zelle gezerrt, um gehängt zu werden. Einem anderen hatte man versprochen, er solle vor seinem Tode noch einmal seine Frau sehen die er drei Jahre nicht hatte sehen dürfen. Als diese zur festgesetzten Zeit im Gefängnis erschien, wurde ihr erklärt. “Tut mir leid; er ist bereits tot. Er ist aus Versehen als Erster statt als Letzter gehängt worden.”

Wieviele von diesen Männern unschuldig waren, die Amerika gehängt hat und Woche für Woche noch weiter hängt, wird man nie erfahren. Nur eines ist gewiß: sie hatten kein gerechtes Gericht. Ihre Verhöre, ihre Verurteilungen und ihre Hinrichtungen sind eine Schande für die amerikanische, demokratische Justiz.”

Die Dachauer Prozesse lösten in weiten Kreisen Deutschlands Entsetzen und Proteste aus, die ungehört von Amerika verhallten. 25 katholische Bischöfe richteten einen erschütternden Appell an die USA, in dem es heißt:

“Werden nicht die Folterungen in den Voruntersuchungen in Schwäbisch-Hall und Oberwesel und die Massenhinrichtungen in Landsberg einst dem siegreichen Amerika mehr Schaden antun als eine verlorene Schlacht?”

Und Prof. Grimm (Seite 487) schreibt:

“Noch in Jahrhunderten werden in der kleinen Stadt Schwäbisch-Hall die wochenlangen nächtlichen Folterschreie gehört werden aus der Zeit, wo dort durch…-Rächer … Bekenntnisse herbeizuführen versucht wurden.”

Aus der eidesstattigen Erklärung des Hans Schmidt vom 25. August 1948:

“Wir wurden aus dem Lager Aibling nach Oberursel gebracht, wo wir splitternackt in kleine Zellen gesperrt wurden. Die Zellen, in denen je drei oder vier Personen eingesperrt wurden, waren 2 mal 3,50 m groß und hatten weder Fenster noch Ventilation. Wände, Decken und Tür waren mit Asbest-Platten abgedichtet. An einer Wand stand ein elektrischer Heizkörper mit vier Heiz-Einstellungen von zusammen 2000 Watt, der von außen eingeschaltet wurde.

Wenn wir zur Toilette gingen, mußten wir zwischen zwei Reihen Amerikaner Spießruten laufen, die mit Besenstielen, Knüppeln, Stöcken, Riemen, Hosenträgern und Pistolengriffen auf uns einschlugen, um uns zu Fall zu bringen. Wir wurden am Kopf, an den Augen, am Körper, am Bauch und an den Geschlechtsteilen schwer verletzt. Im, 7oilettenraum stand ein Mann, der uns schlug und anspuckte. Auf dem Rückweg in die Zelle wiederholte sich das Spießrutenlaufen. Die Temperatur in der Zelle betrug 60 Grad Celsius und mehr. Während der ersten drei Tage bekamen wir nur einen Becher Wasser und eine dünne Scheibe Brot. In den ersten Tagen schwitzten wir dauernd; dann hörte das Schwitzen auf; mit dem Rücken aneinander gefesselt, mußten wir stundenlang stehen. Wir litten fürchterlich unter Durst, Blut-Stagnation und an dem Absterben der Hände. Von Zeit zu Zeit wurde über die beinahe rotglühenden Heizkörper Wasser gegossen, was die Zelle mit Dampf erfüllte, daß wir kaum atmen konnten. Während dieser ganzen Zeit lag die Zelle im Finstern; nur wenn amerikanische Soldaten eintraten, schalteten sie das Licht ein, und zwar mehrhundertkerzige Birnen, was uns zwang, die Augen zu schließen.

Unser Durst wurde immer quälender. Die Lippen sprangen auf, die Zunge wurde steif, daß wir schließlich ganz apathisch wurden oder tobten oder zusammenbrachen. Nach mehreren Tagen gab man uns eine kleine Decke, um unsere Blöße zu verdecken und trieb uns auf derz Hof hinaus. Der Boden war mit Steinen und Schlacken bedeckt. Wir wurden wieder geschlagen und schließlich mit aufgerissenen, blutenden Füßen zurückgejagt. Atemlos, wie wir waren, wurden uns brennende Zigaretten in den Mund gesteckt und jeder von uns wurde gezwungen, drei oder vier Zigaretten zu essen. Dabei schlugen uns die amerikanischen Soldaten weiter auf Augen, Kopf und Ohren. Bei der Rückkehr in die Zelle stieß man uns gegen die glühenden Heizkörper, so daß wir uns verbrannten.

Dreizehn Tage lang wurden wir von Hitze und Dunst gequält und in dieser Weise behandelt. Wenn wir um Wasser baten, machten sich die Wachen über uns lustig Alles war schmutzig, aber Waschen war uns nicht erlaubt. Unsere entzündeten Augen schmerzten uns fürchterlich, und wir wurden dauernd ohnmächtig. Ungefähr alle 20 Minuten wurde unsere Zellentür aufgerissen und die Soldaten beschimpften und schlugen uns. Ging die Türe auf, mußten wir mit dem Rücken zur Tür stramm stehen. Man gab uns täglich zwei Teller Essen, das mit Salz, Pfeffer und Senf stark gewürzt war, um uns noch durstiger zu machen.

Wir mußten im Finstern, auf dem Boden hockend, essen. Der Durst war die schlimmste Quälerei und wir konnten nicht schlafen, In dieser Verfassung wurde ich vor Gericht gestellt. Ich wurde ohnmächtig und in die Zelle zurückgebracht. Ein Sergeant mit schmutzigen Fingernägeln riß mir die Haut an der Brustwarze weg, so daß ich eine Blutvergiftung bekam. Der Arzt behandelte mich brutal und desinfizierte nicht einmal die Wunde…”

Sebastian Schmidt, Landwirt, gab unter Eid folgende Erklärung:

“Ich wurde von Mr. Metzger (einer der berüchtigsten amerikanischen Untersuchungsbeamten, Emigrant?) gefragt, ob ich den größten Sadisten von Dachau, den früheren Gefangenen (KZ-Insassen) Karl Mayer kenne. Dabei legte mir Mr. Metzger eine bereits fix und fertige mehrseitige Erklärung vor, die ich, ohne sie zu lesen, sofort unterschreiben sollte, da Mr. Metzger es sehr eilig hatte. Ich fing trotzdem an, sie durchzulesen, und sah, daß darin stand:

‘Als Capo des Garagenhauses des Lagers Dachau tötete Mayer täglich 100 Personen mit einem Knüppel, die dann beim Straßenbau von einer Dampfwalze e i n g e w a 1 z t werden sollten.’ Ich las nicht weiter und verweigerte die Unterschrift, da sich Derartiges niemals ereignet hatte. Ich machte Mr. Metzger darauf aufmerksam, daß dies unmöglich sei, worauf er mir erwiderte: ‘Das ist ganz egal. Mayer ist schon vor langer Zeit gehängt worden und liegt zwei Meter unter der Erde.’

Ich weigerte mich trotzdem, zu unterschreiben. Da wurde Mister Metzger wütend, krempelte sich die Ärmel hoch, kam drohend auf mich zu und sagte, er würde mich umbringen, wenn ich nicht unterzeichnete. Als er sah, daß diese Drohung bei mir nicht wirkte, fügte er hinzu:

‘Na, ich werde schon eine Anklage gegen Dich finden. Es wird mir schon gelingen, Dich vor ein amerikanisches Militärgericht zu bringen! Und wenn Du dann gehängt wirst, hast Du das mir zu danken, so wahr ich Metzger heiße.’

Ich danke Gott, daß ich Metzgers Drohungen gegenüber fest blieb; denn durch einen Meineid hätte ich einen unschuldigen Mann und seine Familie ins Unglück stürzen können. Ich habe Karl Mayer nur als ruhigen, anständigen Mann gekannt, dessen Verhalten im KZ als einwandfrei bezeichnet werden mußte. Karl Mayer war politischer Gefangener in Dachau.”

Martin H u m m, ein Landsberger Gefangener, enthüllt in seiner am 30. Mai 1948 abgegebenen eidesstattlichen Erklärung, warum Mr. Metzger alles daran setzte, Beweise gegen den unglücklichen Karl Mayer in die Hand zu bekommen.

“Mr. Metzger fragte Humm im Juli 1947, ob er je aus dem Munde Mayers gehört habe, daß er, Mr. Metzger, früher HJ-Führer gewesen, sei, wegen sittlicher Verfehlungen verfolgt worden und später nach Amerika entwichen sei. Humm bejahte, daß er derartige Dinge über Metzger in Dachau gehört habe. Danach fing Metzger an, Humm nach Beweismaterial gegen Mayer auszufragen. Er versicherte ihm dabei aber, daß er es nicht für den Prozeß gegen Mayer wünsche, sondern ‘weil er eine persönliche Sache mit Mayer habe’. Als Humm erklärte, er habe seiner – bereits ein Jahr zuvor in Dachau abgegebenen – Erklärung, daß er nichts gegen Mayer vorbringen könne, nichts hinzuzufügen, stand Metzger auf und sagte: ‘0 Humm! Wie schön ist das Leben und Du wirst doch gehängt, wie jung Du bist!’

Der epileptische und schwindsüchtige Humm hatte nicht die Widerstandskraft eines Sebastian Schmidt. Er brach schließlich zusammen und erklärte sich bereit, alles zu unterschreiben, was man von ihm verlange. Danach wurde er – völlig erschöpft vom Verhör – ins Lazarett zurückgebracht, wo er mit Sauerstoff behandelt werden mußte. Metzger aber bestand darauf, die Erklärung bis zum nächsten Tage zu bekommen. Humm bat deshalb einen Mitgefangenen, ihm das Schreiben abzunehmen, da er selbst zu schwach dazu war. In seiner eidesstattlichen Erklärung vom 30. Mai 1948 hat Humm das ihm von Metzger abgepreßte Zeugnis widerrufen und ausgesagt, er habe niemals gesehen, daß Mayer einen Gefangenen gehängt, Lebensmittel aus Rote-Kreuz-Paketen entwendet oder irgend etwas Unnatürliches oder Unsauberes im Lager begangen habe.

Freda Utley faßte die Erfahrungen ihrer Deutschland-Reise über die amerikanischen Gerichte wie folgt zusammen:

“Ich verzichte darauf, meinen amerikanischen Lesern alle die Schreckensgeschichten zuzumuten, die ich in Deutschland gehört habe; denn ich weiß, daß ‘Greuelgeschichten’ in Amerika nur dann verschlungen werden, wenn die Deutschen die Folterknechte und nicht die Opfer sind. Trotzdem wäre es wichtig, daß die amerikanische Öffentlichkeit Gelegenheit bekommt, Tatsachen zu erfahren, die ihr so lange von der Regierung und der Presse vorenthalten sind …

Die KZ-Prozesse waren noch schlimmer, weil die amerikanische Anklagebehörde hier anscheinend nach dem … kommunistischen Prinzip handelte, man habe eine hinreichend große Anzahl von Menschen an den Galgen zu bringen, statt daß man sich bemühte, wirkliche Verbrecher zu finden. Die Hauptzeugen der Anklage waren hier nämlich die Berufsverbrecher und Kommunisten, die in den KZ als Capos benutzt worden waren. So boten die ‘Dachauer Prozesse’ das abscheuliche Schauspiel, daß frühere politische Gefangene, die für die Grausamkeiten in den Lagern verantwortlich gemacht wurden, angeklagt und verurteilt wurden auf Grund von ‘Beweisen’, die von haßerfüllten Kriminellen oder Kommunisten stammten, denen damit Gelegenheit geboten war, ihre politischen Gegner an den Galgen zu bringen. Man kann unmöglich der Folgerung ausweichen, daß einige der in diesen Prozessen zum Tode oder zu lebenslänglichem Zuchthaus Verurteilten weder ein Verbrechen noch eine Grausamkeit begangen hatten und nur abgeurteilt wurden, weil sie sich als KZ-Insassen die Feindschaft der kriminellen Mithäftlinge zugezogen hatten. Die Unglücklichen konnten aber kaum auf Freispruch hoffen, da die Untersuchungsbeamten den am schwersten Belasteten Straffreiheit versprachen, wenn sie nur andere beschuldigten, und Zeugen Repressalien gegen Familienangehörige androhten, wenn sie ihre Unterschrift unter diktierte Erklärungen verweigerten … Die Namen der Untersuchungsbeamten in diesen Fällen: Kirschbaum, Metzger, Enders (alias Andrews), Colombeck und Egger werden ebenso wie die Namen von Leutnand P e r 1 und Mr. Harry T h o n in Deutschland noch lange im Gedächtnis bewahrt und verflucht werden …

…In einem “berühmten” Falle hatte Kirschbaum einen gewissen Einstein dem Gerichte vorgeführt, um zu beweisen, daß der Angeklagte Menzel den Bruder des Zeugen Einstein ermordet habe. Der Angeklagte aber wies mit der Hand nach der Zeugenbank; d o r t  s a ß  d i e s e r  B r u d e r. Darauf wandte sich Kirschbaum peinlich verlegen an den Zeugen Einstein und zischte ihm zu:

‘Wie können wir dieses Schwein baumeln lassen, wenn Sie so blöd sind, Ihren Bruder zur Verhandlung mitzubringen!'”

Oberst A. H. R o s e n f e l d (sic!) wurde bei seinem Rücktritt von seinem Posten als Chef der Dachauer Verwaltungsabteilung für Kriegsverbrechen 1948 auf einer Pressekonferenz befragt, ob an den Geschichten über die Scheinverfahren in Dachau etwas Wahres sei. Er erwiderte:

“Ja, natürlich! Wie hätten wir diese Galgenvögel sonst zum Singen bringen können!”

Er war stolz auf seine Schlauheit.

Zu den größten und ärgsten Schandflecken der damaligen amerikanischen Justiz gehörten die “Berufszeugen”. Utley schreibt darüber:

“Die Verwendung von Berufszeugen, die in Dutzenden von Prozessen auftraten und deren – durch keinerlei andere Zeugnisse gestützte Aussagen – zu einem Todesurteil ausreichten, machen diese amerikanischen Prozesse so abstoßend für jeden, der auch nur ein elementares Rechtsempfinden hat. Man kann schwerlich dem Schlusse ausweichen, daß die amerikanische Anklagebehörde nur eine möglichst große Zahl von Urteilen wünschte, um die Massenschuld des deutschen Volkes zu beweisen

Die Verwendung von Männern, die zum Tode oder zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt waren, als Zeugen der Anklage war ein besonders abstoßender Zug dieser Prozesse. Natürlich konnten solche Menschen leicht veranlaßt werden, falsches Zeugnis abzulegen, wenn man ihnen Hoffnung machte, damit ihr Leben zu retten oder ihre Freiheit wiederzugewinnen.”

Diese “Berufszeugen” waren noch lange Jahre in den Prozessen gegen ehemalige Parteimitglieder ein Schandfleck der deutschen Gerichte und auch der österreichischen sogenannten Volksgerichtshof-Verfahren. Bezahlte Berufszeugen bevölkerten bei diesen Prozessen die Verhandlungssäle. Sie begleiteten die Verhandlungen mit Zwischenrufen und spielten kochende Volksseele. Sie machten Stimmung gegen die Angeklagten und legten gegen sie jede von ihren Auftraggebern gewünschte Aussage ab. Meist kannten sie die Angeklagten überhaupt nicht und in der Regel sahen sie sie gelegentlich der Verhandlung zum ersten Male. Ich selbst erlebte folgenden Fall-

“Ein angesehener Wiener Antiquitätenhändler, Hans Fürst, war nach dem Kriegsverbrechergesetz angeklagt, bei der Arisierung von Judengeschäften mitgewirkt zu haben. Die Anzeige war von einem Juden P. erstattet worden, der selbst unter der Anklage stand, 1945 das Geschäft des nunmehr von ihm Beschuldigten ausgeräumt zu haben. Ich, wohnte der Verhandlung gegen den mit mir befreundeten Angeklagten vor dem Volksgerichtshof als Zuhörer und Zuschauer bei. Sie war lehrreich und interessant genug. Etwa ein Dutzend Juden nahmen im Verhandlungssaale verteilt an der Verhandlung teil. Sie machten den Angeklagten belastende und gegen ihn Stimmung machende Zwischenrufe. Zwei von ihnen meldeten sich während der Verhandlung im Verhandlungssaale als Zeugen. Der eine beschuldigte den Angeklagten, ihn durch Verfolgungen und schließlich durch die Wegnahme seines Geschäftes ruiniert und seine Frau ins Grab gebracht zu haben. Er schilderte mit bewegten Worten und tränenerstickter Stimme seine Begegnung mit dem Angeklagten am Friedhofstore nach dem Begräbnis seiner Gattin und wie er den Angeklagten dabei verflucht habe. (Wie der Angeklagte zu dieser Zeit auf den jüdischen Friedhof kam, erklärte der Schwindler nicht.) Ein zweiter Zeuge aus dem Zuhörerraum meldete sich und bezeugte diese Erzählung. Dabei war alles von A bis Z erlogen. Angeklagter und Zeuger7 sahen einander gelegentlich dieser Verhandlung zum ersten Male.

Das Rätsel um die Herkunft dieser stimmungmachenden Zuhörer und Belastungszeugen und die Ursache ihrer Anwesenheit bei der Verhandlung löste sich für mich während einer Verhandlungspause, als einige dieser Zuhörer und Zeugen sich höchst interessiert an mich wendeten und mich angelegentlich auszufragen begannen, ob auch ich von der Kultusgemeinde nur 5 Schilling für die Teilnahme an der Verhandlung bekomme. Es war einfach grauenhaft, in diesen Abgrund blinder Rachsucht und menschlicher Verworfenheit zu blicken.”

Eine besondere Gruppe von Zeugen in diesen Kriegsverbrecher-Prozessen waren die sogenannten “Opfer-Rentner”. Sie waren genauso fragwürdige und bedenkliche Zeugen wie die oben erwähnten “Berufzeugen”. Oberbürgermeister Dr. Lippert schreibt über die “Opfer-Rentner” (in “Erlebnisse eines deutschen Kriegsverbrechers” Druffel Verlag, Seite 19):

“Sie hatten sich als ‘Opfer der Nazi’ 1945 in Belgien (wie in anderen Ländern) Renten verschafft. Ihre Rentenansprüche hatten sie in den bewegten Zeiten des Zusammenbruches der deutschen Herrschaft ungeprüft mit den schauerlichsten Erzählungen begründen können: man habe sie in den KZ systematisch gefoltert, Streichhölzer unter die Fingernägel getrieben, sie an Fleischerbaken aufgehängt und dgl. mehr, wie es 1945 von jedem gerne geglaubt wurde. Davon war kein Wort wahr. Schlimmstenfalls hatten der eine oder andere von ihnen ein paar Ohrfeigen bekommen, wie es auf sämtlichen Polizeistationen der Welt üblich ist. Nun wurden sie in den späteren Kriegsverbrecherprozessen immer wieder als Zeugen aufgerufen und mußten sich – sozusagen – ihre Opfer-Renten durch ihre ZeugenaAussagen erst wirklich verdienen. Wenn sie nun das Maß ihrer Leiden auf den wahren Umfang beschränkt hätten, mußten sie den Verlust ihrer schönen “Opfer-Renten” befürchten, die man ihnen 1945 im ersten Vergeltungsrausch so großzügig ohne Nachprüfung ihrer Angaben gewährt hatte. Man kann ohne Übertreibung behaupten: noch n i e m a 1 s, seit es eine Justiz gibt, sind so viele Meineide am laufenden Band geschworen worden, wie von diesen “Renten-Jägern” und “Berufs-Zeugen” in diesen Kriegsverbrecher-Prozessen. Einmal trat in einem Verfahren eine aufgeregte, hysterische Französin auf, die unter Eid bekundete, man habe sie nackt in eine Badewanne gesetzt und mit heißem Ammoniak übergossen…”

Der rumänische Gesandte, Jon Gheoghe, berichtet (in seinem Buche “Automatic Arrest” Druffel Verlag, 1957):

“Polnische, tschechische, holländische, belgische, französische, jugoslawische und bolschewistische Kommissionen suchten in den verschiedenen KZ der Sieger ihr Schlachtvieh aus Daneben fanden in der Theaterbaracke des KZ täglich sonderbare Vorführungen statt. Hier wurden ehemalige KZ1er, ehemalige KZ-Wachesoldaten und Lagerfunktionäre vorgeführt. Einzeln mußten sie auf die Bühne des Theaters steigen, ein Scheinwerfer beleuchtete sie, sie müssen sich auf Verlangen nach allen Seiten drehen und wenden, wie Mannequins bei einer Modevorführung auf dem Laufsteg. Die Zuschauer sind dazu da, die Vorgeführten zu identifizieren Steigt einer der ehemaligen Wachsoldaten auf die Bühne, so gibt ein Regisseur die Erläuterungen zur Person des Vorgeführten ab Wenn jemand aus der Zuschauermenge behauptet, der Vorgeführte habe einem Häftling eine Ohrfeige gegeben, so genügt das, um ihn auf diese bloße vage Angabe hin ohne weiteren Beweis eines Kriegsverbrechens oder eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit als überführt anzusehen. Behauptet der Beschuldigte eine Verwechslung, er sei gar nicht dort gewesen, so ist ein solcher Protest völlig zwecklos. Der Beschuldigte ist erledigt. Tausende sind auf diese Weise, bloß auf die fragwürdige Beschuldigung dieser Berufszeugen hin, verurteilt oder an Rußland, Polen, Jugoslawien usw. ausgeliefert worden. Was das bedeutet, kann man sich ausmalen …”

Helmut Sündermann berichtet, was er als Augen- und Ohrenzeuge miterlebte (DWZ vom 27. November 1964, Seite 2):

“Im Frühjahr 1945 war ich im ehemaligen KZ Dachau interniert. Dort erlebten wir mehrere Wochen hindurch täglich das Schauspiel des Einmarsches einer größeren Gruppe wohlgenährter Zivilisten, die in die Theaterbaracke zur sogenannten “Modenschau” geleitet wurden. Ein Herr Kirschbaum von der amerikanischen Anklagebehörde für Kriegsverbrecher-Prozesse hatte sich diese Sache ausgedacht: Der Gruppe einstiger KZ-Häftlinge, die wir durch das Lagertor hereinmarschieren sahen, wurden auf der Bühne mit Scheinwerfern beleuchtete internierte SS-Männer der einstigen KZ-Lagerwache vorgeführt, auf daß ihre Untaten von den versammelten Zeugen, gemeldet und für die bevorstehenden Prozesse verwendet werden konnten. Wie wir hörten, soll es dabei stets sehr lebhaft zugegangen sein. Diese Szenen, von denen auch der ehemalige rumänische Gesandte in Berlin, General Jon Gheorghe, in seinem Buch ‘Automatic Arrest’, Druffel-Verlag, Seite 206 ff., anschaulich berichtet, endeten überraschend. Eines Tages machte ein junger, blonder und hochgewachsener Leutnant der amerikanischen Lagerkommandantur die Probe aufs Exempel. Er zog eine alte SS-Montur, Hose, Schaftstiefel und Winterjacke an und erschien so auf der Bühne des Herrn Kirschbaum. Der Erfolg war verblüffend: unter johlendem Geschrei erhoben sich auch gegen den amerikanischen Leutnant mehrere ‘Zeugen’, die ihn als ‘Bluthund’ und ‘KZ-Schergen’ kennzeichneten.

Nach diesem denkwürdigen Tag fand keine ‘Modenschau’ mehr statt.”

Ober die schändliche Art der Behandlung der zugelassenen Verteidigung gibt die Eingabe des deutschen Rechtsanwaltes Dr. Georg Fröschmann vom 30. Juli 1948 an General Clay empörenden Aufschluß.

Freda Utley berichtet hierüber:

“Die Angeklagten wurden meist erst wenige Stunden, bestenfalls einige Tage vor Prozeßbeginn über die gegen sie erhobenen Anklagen unterrichtet; sie hatten keine Möglichkeit, Entlastungszeugen zu benennen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hatten sie keine deutschen Verteidiger, entweder sie konnten sie nicht bezahlen oder die amerikanischen Behörden ließen sie nicht zu. War ein deutscher Verteidiger erlaubt, war er an die Weisungen des amerikanischen Offizialverteidigers gebunden und durfte nicht einmal mit seinem Klienten beraten, abgesehen von den kurzen Pausen während der Verhandlung.

In den KZ-Prozessen waren in den Anklageschriften nicht einmal die Verbrechen im einzelnen angegeben, deren die Gefangenen beschuldigt wurden und ebensowenig Ort und Zeit der Tat

In der überwiegenden Mehrzahl der ‘KZ-Prozesse’, führt Doktor Fröschmann in seiner Eingabe aus, ‘beschränkte sich die Anklage darauf, in einem einzigen Satz von zwei bis vier Tippzeilen die Angeklagten einfach ganz generell der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beschuldigen’.

Die amerikanischen Offiziere, die zur Verteidigung bestimmt waren, hatten gewöhnlich keinerlei juristische Ausbildung, konnten nicht Deutsch und machten sich auch gar nicht die Mühe, den Fall mit den Angeklagten auch nur zu besprechen. Die Angeklagten konnten keine Fragen an die Zeugen der Anklage richten, weil das Verfahren ja in einer vielen unverständlichen Sprache ohne ausreichende Dolmetscher geführt wurde. Das ganze Verfahren ähnelte den Moskauer Schauprozessen.”

So schreibt Dr. Fröschmann:

“Viele Angeklagte mußten annehmen, daß die ihnen von ihren Verteidigern erteilten Ratschläge nur deren Wunsch entsprach, den Wünschen des Tribunals auf Beschleunigung des Verfahrens entgegenzukommen. Einige der Verteidiger hielten engen Kontakt mit der Anklagebehörde. Sie ließen sich zu sehr eigenartigen Kompromissen mit ihr herbei. Sie versäumten die notwendigen Vertagungsanträge, um der Verteidigung Gelegenheit zur Prozeßvorbereitung zu geben und ihre Plädoyers schienen in Übereinstimmung mit der Anklage abgefaßt, in einigen Fällen sogar Plädoyers der A n k 1 a g e  s e 1 b s t zu sein.

Während die Anklage hinreichend Zeit und Gelegenheit hatte, Zeugen aus ganz Europa herbeizuholen und deutsche Zeugen durch Folter zu den gewünschten Aussagen zu zwingen, waren die in Dunkelzellen eingesperrten Angeklagten von jedem Kontakt mit der Außenwelt abgeschlossen und nicht in der Lage, irgend jemand zu ihrer Entlastung kommen zu lassen. Und nicht nur das: die VVN hatte auch durch Presse und Rundfunk allen ehemaligen KZ-Insassen v e r b o t e n, als Zeugen der Verteidigung aufzutreten

Die KZ-Schauprozesse der USA in Deutschland waren eine juristische Farce; es lohnt sich gar nicht, im einzelnen auf ihre juristischen Mängel einzugehen. Utley erwähnt einige dieser Mängel:

“Die größte aller Behinderungen, unter denen die Verteidigung zu leiden hatte, war die Schwierigkeit, Zeugen ausfindig zu machen, Zugang zu ihnen zu erlangen und sie zur Zeugenaussage zu veranlassen. Die Ankläger hatten alle Mittel der Militärregierung zur Ausfindigmachung der Zeugen. Sie hatten das Recht, die Zeugen einsperren zu lassen, sie endlos zu verhören und einen intensiven Druck auf sie auszuüben, sie zu Aussagen nach ihren Wünschen zu veranlassen.

Die Zeugen, deren Freilassung aus dem Gefängnis von der Gunst der amerikanischen Militärregierung abhing, hatten ein ganz natürliches Widerstreben gegen Zeugenaussagen, die den Wünschen der

Anklage entgegengesetzt waren Die von einem Zeugen gewünschte und verlangte Aussage konnte man meist dadurch erlangen, daß man ihn zwei oder drei Jahre einsperrte oder indem man ihm androhte, ihn selbst als Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen, wenn er belastende Aussagen gegen die Angeklagten verweigerte. In einigen Fällen wurde auch die nur allzu notorische Waffe der amerikanischen Militärregierung in Deutschland angewendet: die Drohung, einen nicht gefügigen Zeugen an die Sowjets auszuliefern. Diese Methode wurde in dramatischer Weise im Wilhelminenstraße-Prozeß im Herbst 1948 enthüllt Es gab eine Sensation im Gerichtssaal, als der Verteidiger Mr. Waren Magee, die Niederschrift des ersten Verhöres mit dem Zeugen Friedrich Gaus verlas, aus der sich ergab, daß Herr Kempner, der berüchtigte amerikanische Ankläger (ein deutsch-jüdischer Emigrant) gedroht hatte, den Zeugen den Russen auszuliefern, falls er der Anklage nicht behilflich sei.

Die anmaßende Art, in der amerikanische Tribunale in den verschiedenen Prozessen die Verteidigung behandelten … haben die amerikanische Justiz in deutschen Augen endgültig diskriminiert Die amerikanischen Richter ließen es zu, daß die Ankläger (meist Israeliten) die Zeugen und die deutschen Verteidiger anbrüllten und anschrien. Die entwürdigende Behandlung der deutschen Verteidiger führte im Krupp-Prozeß zu einem der größten Skandale

Unglücklicherweise haben aber die meisten Amerikaner und die meisten Engländer keine Kenntnis von den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die w i r begangen haben, oder die mit unserer Zustimmung von unseren Verbündeten begangen wurden. Die amerikanische Presse hat außer den Anklagen und den Erklärungen der Ankläger wenig über die Nürnberger Prozesse berichtet. Ich habe selbst festgestellt, daß im amerikanischen Public Information Office im Nürnberger Justizpalast Exemplare der Anklageschrift, der Urteile und der Plädoyers der Anklagebehörde in unbegrenzten Mengen verfügbar waren, daß aber Vervielfältigungen der Plädoyers der Verteidigung nicht zu haben waren. Ich mußte Stunden damit zubringen, sie von dem e i n z i g e n im Büro vorhandenen Exemplar abzuschreiben.

Die Haltung der Beamten dieses amerikanischen Informationsbüros machte den Eindruck, als hielten sie es für eine Frechheit, daß die Deutschen sich überhaupt verteidigen. Auf eine Frage, wann Prozeß Nr. 11 wohl zu Ende sein werde, lautete die Antwort: ‘Sobald die lausigen Kraut-Anwälte mit ihren dreckigen Tricks fertig sind.’ Kraut ist ein amerikanisches Schimpfwort für die Deutschen.

Als ich den Leiter des amerikanischen Informationsbüros, der die Verabredung für die Korrespondenten treffen sollte, bat, mich mit einem der deutschen Verteidiger in Verbindung zu bringen, erklärte er, er wisse nicht, wie er einen erreichen könne. Er gab mir zu verstehen, daß ich eines Verstoßes gegen die guten Sitten mich schuldig mache, wenn nicht gar selbst ein verdächtiges Individuum sei, weil ich wünsche, mit deutschen Anwälten zu sprechen.

Betty Knox, eine amerikanische Journalistin aus Kansas, die jetzt Korrespondentin der Beaverbrook-Presse ist (die konservativen Londoner Blätter: ‘Daily Express’, ‘Evening Standard’, ‘Sunday Express’) und drei Jahre in Nürnberg zugebracht hat, erzählte mir, daß während des IMT Hunderte von Exemplaren der Anklagedokumente der Auslandspresse vor der Verhandlung zur Verfügung standen, daß aber die deutschen Verteidiger (35!) nur zwei deutsche Exemplare erhielten und auch diese erst n a c h Abschluß der Sitzung. Als Betty Knox Richter Jackson nach dem Grund dieser Beschränkung fragte, wich er aus. Als sie aber nicht locker ließ und sagte, daß dies bei einem internationalen Gericht doch nicht üblich sei, wurde Jackson wütend und rief: ‘Das wäre viel zu gut für diese Bastarde!’

Die Nürnberger Prozesse sind jetzt (1949) zu Ende. Die einzige Funktion, die sie erfüllt haben, ist, die amerikanische Justiz zum Gespött gemacht und die Deutschen mit Haß und Verachtung gegen unsere Heuchelei erfüllt zu haben. Es ist zu hoffen, daß der Kongreß, der angefangen hat, sich für diese Rechtsbeugung in Deutschland unter amerikanischer Flagge zu interessieren, eine Revision der in Nürnberg ergangenen Urteile anordnet.” (Seite 163)

Das letzte Wort ist auch in diesen Prozessen noch nicht gesprochen. Niemand kann Ankläger und Richter zugleich sein. Nur wenige Jahre werden vergehen und die große Revision der deutschen Geschichtsschreibung der letzten 30 Jahre wird beginnen, um auch dem deutschen Volk wieder zu Recht und Gerechtigkeit zu verhelfen; denn auch ein besiegtes Volk hat ein heiliges Recht auf Wahrheit und Klarheit. Dieses Buch und diese Geschichte sind ein erster Schritt auf dem Weg zu diesem sittlichen Ziel.

Endlich wird doch der Zeitpunkt kommen, wo es möglich sein wird, auch an das amerikanische Volk mit der Wahrheit heranzukommen. Heute ist die amerikanische Bevölkerung noch die ahnungslose und willenlose Beute der Morgenthau-Leute und jener Gruppe von Emigranten und Neuamerikanern, die über das amerikanische Volk ein so

dichtes Propagandanetz der Lüge, der Haß- und Rachehetze geworfen haben, daß die Wahrheit nicht bis zu ihm durchdringt. Das amerikanische Volk ist heute noch in tiefster Unkenntnis der Wahrheit, so daß es den Prozeßakten der Scheingerichte von Nürnberg und Landsberg und der vielen Spruchkammern blinden Glauben schenkt, die sich so schön gedruckt und u n w i d e r s p r o c h e n der getäuschten Öffentlichkeit präsentieren.

Freda Utley schreibt:

“Im Buchenwald-Prozeß wurde behauptet, die Frau des Kommandanten (Ilse Koch) habe sich Lampenschirme aus Menschenhaut machen lassen. (übrigens ein Greuelmärchen, für das selbst die amerikanischen Anklagebehörden mit ihren Foltermethoden keine Beweise vorbringen konnten. Den Deutschen wurde diese Greueltat angedichtet, den Amerikanern ist sie geschichtlich nachgewiesen!) Als 1813 der bekannte Häuptling der Shawnee-Indianer, Tecumseh, getötet wurde, verstümmelten die Amerikaner seine Leiche, zogen die Haut ab und machten Andenken daraus in Form von Abziehriemen für Rasiermesser. Sind die Amerikaner deshalb Barbaren?

Sicherlich nicht. Denn das einzige, was dadurch bewiesen wird, ist, daß wenn ein Volk von Haß besessen ist, liebenswürdige und freundliche Menschen zu Ungeheuern werden.

Die Nürnberger Prozesse bedeuten einen klaren Rückschritt; sie haben keineswegs den Standard der Moral, wiederhergestellt, sondern im Gegenteil einen Präzedenzfall geschaffen, den wahrscheinlich alle zivilisierten Völker eines Tages verfluchen werden – daß nämlich Macht Recht ist und das schwerste aller Kriegsverbrechen das ist, einen Krieg zu verlieren.

Was sind die Folgen für die Zukunft? Daß in künftigen Kriegen die Grausamkeiten jedes bisherige Maß überschreiten werden. Es kommt nicht darauf an, daß die Kriegführenden kämpfen – denn völlig können Ausschreitungen in einem Krieg nie vermieden werden. Selbst wenn also die Verlierer wie ein Heer von Engeln gekämpft haben sollten, müßten sie doch mit der Rache der Sieger ex poste facte rechnen. Folglich werden alle wie die Teufel kämpfen. Die Folge der Nürnberger Prozesse ist die Barbarisierung der Kriege. Die Annahme, daß Rache zum Frieden führen könne, ist von der Geschichte noch immer widerlegt worden

Wenn man die Anklagen und Urteile der zwölf amerikanischen (Anm. d. A.: und nicht internationalen) Prozesse: Vereinigte Staaten Kläger gegen Angeklagter…, liest, ist man betroffen ob des Widerspruchs, daß wir so viel Zeit, Geld und Energie aufwandten und Amerikas Ruf einer unparteiischen Justiz so beschmutzten …”

Es ist völlig unbegreiflich, daß sich die amerikanische Justiz von den von alttestamentarischem Racherausch besessenen Morgenthau-Leuten in eine so hemmungslose und besinnungslose Rachejustiz hineinhetzen ließ, die völlig der barbarischen, politisch kurzsichtigen Behandlung gleicht, die kriegsführende Völker vor 2000 Jahren gegeneinander übten. Als Opfer der Propaganda und der Rachsucht der amerikanischen Morgenthau-Leute haben diese Amerikaner, die sich als Werkzeuge dieser Rache hergaben, die Entwicklung des Rechts um 2000 Jahre zurückgeworfen und dem Namen Amerikas einen heute noch gar nicht abschätzbaren Schaden zugefügt. Die Schauprozesse gegen das deutsche Volk, die die USA durchführten, gleichen aufs Haar jenen Schauprozessen, die die UdSSR in ihrer weit zurückliegenden stürmischen Zeit so häufig ihren Bürgern und der Welt vorführte. Sie hatten auch genau denselben Zweck, hatten genauso wenig Wert und dienten genausowenig der Feststellung der objektiven Wahrheit.

Im amerikanischen Falle dienten sie der Befriedigung der Rache der Morgenthau-Leute und wurden gegen ein ganzes Volk geführt.

Man kann auch ganze Völker so in die Zange nehmen und seelisch so fertigmachen, daß sie – ausgebombt, ausgebrannt, ausgehungert, zu Bettlern ausgeplündert, von Haus und Heim verjagt, obdachlos, arbeitslos, rechtlos, alles und noch mehr gestehen, was man an Geständnissen von ihnen nur erpressen will. Sie gestehen in diesem Zustande bereitwilligst:

wir sind ganz allein an allem schuld;

wir haben allein die Katastrophe herbeigeführt;

wir sind die einzig Schuldigen, Verworfenen, Verbrecher unter lauter Engeln und Gerechten, Friedfertigen und Sanftmütigen. Auch unsere ganze Vergangenheit liefern wir Euch, Ihr Guten, Ihr Engel, auf Wunsch aus.

Auch in der Vergangenheit waren wir und immer nur wir, seit eh und je, immer Verbrecher.

Ja, ihr gerechten Heuchler, zerschneidet nur unsere Geschichte und stellt sie nach euren Wünschen dar, stürzt unsere Denksteine und schreibt uns vor, was wir verdammen müssen und was wir verehren dürfen.

Wir geben euch alles preis.

Bei diesen Schauprozessen fragt man sich immer wieder, welche teuflischen körperlichen und seelischen Folterungen angewendet wurden, um Unglückliche, der schamlosesten Rache ausgelieferte Menscheii, zu so selbstvernichtenden, entehrenden und offensichtlich unwahren Geständnissen zu bringen. Die UdSSR haben uns kennen gelehrt, wie man Einzelmenschen mürbe und fremdem Willen gefügig macht. Die Morgenthau-Leute der USA haben uns gezeigt, wie man ein ganzes Volk behandelt, um es kirre zu machen. Es wird der Tag kommen, wo die Amerikaner selbst ihre Morgenthau-Leute zur Rechenschaft ziehen werden dafür, daß sie die USA in einen solchen Abgrund der Barbarei gestürzt haben.

Der Fall Kogon

Fast unübersehbar ist die Reihe der KZ-Greuellügensammlungen, in t der die Haß- und Hetzpropaganda der alttestamentarischen Hasser und Rächer die Welt überschwemmte und heute noch überschwemmt; leider ist auch die Reihe der deutschen Selbstbeflecker unübersehbar, die sich der Greuelpropaganda gegen Deutschland und das deutsche Volk zur Verfügung stellte. Mit diesem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, den deutschen Selbstbeschuldigern, befaßt sich ein eigener Band dieser Geschichte. (Band 8, Die deutschen Selbstbeflecker.) Heute und hier wollen wir uns nur mit einem Manne befassen, der unter all diesen Selbstbeschuldigern und Selbstbefleckern nach meiner Auffassung den ersten Rang einnimmt. Es ist ein unerquickliches und unappetitliches Kapitel, an das ich nur mit tiefstem seelischen und körperlichen Ekel herangehe.

Es gibt wenige Deutsche, den ich so verabscheue als Kogon und kein Buch eines Deutschen, das ich verabscheuungswürdiger finde, als Kogons Greuelsammlung. Er ist – nach meinem Urteil – der rührigste und geschäftstüchtigste Sammler und Verbreiter ungeprüfter, ja offenkundig von den Todfeinden des deutschen Volkes böswillig erfundener oder verfälschter Greuelbehauptungen. Sein Buch ist -für mich – die größte Sammlung von Unrat, die je ein Deutscher über das deutsche Volk gegossen hat.

Das deutsche Volk, unwissend darüber, was in der Nazizeit in den deutschen KZ geschah und von dem Verlangen nach Wissen und Wahrheit über das Geschehen in dieser Zeit erfüllt, hat dieses für rnich ekelhafte Buch in 150.000 Exemplaren gekauft. Ich habe diese Greuelsammlung mit tiefstem seelischem Abscheu und körperlichem Ekel gelesen. Ich hatte dabei jede Sekunde das Gefühl, eine scheußliche Kloake zu durchschwimmen. Nie habe ich ein tiefer empfundenes, befreienderes “Pfui Teufel” ausgerufen als damals, als ich dieses Machwerk wieder aus der Hand legen konnte. Solche Scheußlichkeiten für die Öffentlichkeit, und noch dazu gegen das Land und Volk zu schreiben, die einen aufgenommen haben, wäre selbst dann sittlich nicht erlaubt und verwerflich, wenn diese Scheußlichkeiten wahr wären. Das ist aber nicht der Fall. Nie las ich ein Buch, das mir barer jeder nationalen und menschlichen Würde, jedes nationalen und menschlichen Schamgefühls und Ehrgefühls schien. Nie las ich ein Buch, das mir einen gewissenloseren Eindruck machte, nie ein Buch, das mir sittlich verantwortungsloser und mehr auf die niedrigsten Instinkte, auf die niedrigste Sensationsgier, abgestellt erschien. Nach meinem Urteile ist es ausgerichtet auf den Beifall der politischen Machthaber zur Zeit seines Erscheinens, d. h. also auf den Beifall der Todfeinde Deutschlands und des deutschen Volkes. Wer ein solches Buch schrieb, kann meinem Erachten nach kein Deutscher sein; alles in mir sträubt sich gegen die Annahme einer solchen Möglichkeit.

Ober Kogon lesen wir bei RASSINIER (“Die Lüge des Odysseus”, Seite 199):

“Die Zeitung ‘Reichsruf’ vom 21. Februar 1959 schreibt: ‘In Wien behauptet man, Kogon sehr gut zu kennen. In der Zeit, da Hitler Österreich angeschlossen hatte, war ein Dr. Eugen Kogon Redakteur des parteiamtlichen nationalsozialistischen ‘Österreichischen Beobachters’. Die Schriftleitung der vorgenannten Zeitung bestätigte dem Herausgeber dieser Ausgabe von ‘Die Lüge des Odysseus’ (Herrn C. H. Priester, Wiesbaden) am 3. Juni 1959 schriftlich, daß Herr Kogon gegen diese Feststellung keinen Widerspruch erhoben habe.”

Die “Europa-Korrespondenz”, Wien, Ausgabe 49/59 – Februar 1959 – berichtet auf Seite 5 wie folgt:

“Und was den Verfasser, Eugen Kogon, betrifft, so wird dieser nicht leugnen können, daß er, noch ehe Hitler an die Macht gekommen war, in Wien Redakteur des Kampfblattes der österreichischen Nationalsozialisten, ‘Österreichischer Beobachter’, war, wie dies auch im Buche ‘Presse im Kampf’ von Hans Schopper, R. K. Rohrer Verlag, nach 1938 auf Seite 38 vermerkt ist.”

Kogon hat bis heute gegen diese charakterlich vernichtenden Feststellungen nichts unternommen, was zu dem Schluß zwingt, daß diese stimmen. Kogon hat es auch bis heute unterlassen, gegen andere Behauptungen des französischen KZlers Prof. Paul Rassinier Stellung zu nehmen, die den Charakter Kogons in sehr schlechtem Licht erscheinen lassen. Sein Buch ist kaum anders als eine teils offene, teils indirekte Werbung für die Kommunistische Partei aufzufassen. Die prokommunistische Haltung Kogons erhellt besonders auch daraus, daß er vor der Veröffentlichung seines Buches die Zustimmung ihm kompetent erscheinender Kommunisten förmlich als Druckerlaubnis einholte. Er bekennt (Seite 111):

“Um gewisse Befürchtungen zu zerstreuen, mein Bericht könnte sich zu einer Art Anklageschrift gegen führende Lagerinsassen gestalten, las ich ihn Anfang Mai 1945 einer Gruppe von 15 Männern vor…”

Diese 15 Zensoren waren Kommunisten oder mit dem Kommunismus Sympathisierende. Und Seite 311 versteigt sich Kogon zu dem ungeheuerlichen Bekenntnis:

“Das Verdienst der Kommunisten um die KZ-Gefangenen kann kaum hoch genug eingeschätzt werden.”

Das wagt Kogon über die kommunistischen Lagerfunktionäre zu sagen, die die Folterknechte, die Räuber und Mörder der Lagerinsassen waren; hauptsächlich sie waren es, die unendliches Leid über ihre Mithäftlinge brachten und den Tod so vieler von diesen verschuldeten. Nur wenig weiter nach diesem ungeheuerlichen Ausspruch muß Kogon selbst eingestehen:

“Die Beweggründe der Kommunisten entsprangen selten reiner Uneigennützigkeit Den Hauptvorwurf, den man der KP in den KL machen muß, galt ihrem Widerstreben, Säuberungen in ihren eigenen Reihen vorzunehmen, während sie rasch bei der Hand waren, wenn es galt, Andersgesinnte ,auszuschalten,. Nur in den seltensten Fällen hat sie richtige Verbrechertypen von kommunistischen Blockältesten oder Kapos anders beseitigt als durch Entsendung in Außenkommandos, wo sie erst recht unkontrolliert ihr Unwesen treiben konnten. Man schob sie einfach vom Stammlager ab und überantwortete ihnen Hunderte, ja Tausende anderer Mithäftlinge…”

Erschütternd ist das Urteil Rassiniers über Kogon, den er schlicht und einfach der Charakterlosigkeit bezichtigt:

“Seite 242: … In Deutschland ist Eugen Kogon in derselben Weise und aus denselben Gründen umgeschwenkt (wie David Rousset in Frankreich); nach dem er (Kogon), als der Krieg zu Ende war, seine Feder sogleich in den Dienst der Kommunisten gestellt hat, hat er sie, als er davon nicht mehr leben konnte, ohne jegliche Besorgnis um den Unterschied, in den Dienst der Amerikaner gestellt. Es genügt dazu, zu erfahren, daß der bedürftige Journalist aus Vorkriegszeiten heute Professor an einer Hochschule in Hessen ist. Dies erklärt alles und damit ist alles gesagt.”

Wir wundern uns, daß Kogon gegen eine solche vernichtende Beurteilung nichts unternommen hat und die Fristen, innerhalb der gegen Rassinier hätte vorgehen können, schweigend verstreichen ließ. Kogon hat es unternommen, alles üble, jede Behauptung der Greuellügenpropaganda über die deutschen KZ zusammenzutragen; sein Buch ist – nach meiner Auffassung – eine einzige Haßorgie gegen Deutschland, eine Kakophonie des Hasses, ein teufliches Konzentrat alles dessen, was Deutschland schadet und seinen Namen in den Kot zieht.

Der Verlag C. H. Priester brachte folgende Mitteilung:

“Bemerkenswert ist das Verhalten des Belastungszeugen Kogon, der heute im Kulturleben der BRD eine vielbeachtete Rolle spielt. Kogon stellte … seine belastende Aussage nicht nur so dar, als handle es sich um S e 1 b s t e r 1 e b t e s (bis er schließlich im Kreuzverhör der Verteidigung einschränken mußte, daß seine Aussagen fast ausschließlich vom Hörensagen Dritter und Vierter stammen), sondern er machte auch über ein- und dieselbe Angelegenheit, nämlich über das sogenannte Ding’sche Tagebuch im Ärzteprozeß vom 6.-8. Januar 1947 und im Prozeß gegen Pobl und andere im April 1947 beeidete Aussagen, die sich völlig widersprechen.

Ebenso machte derselbe Belastungszeuge Kogon völlig widersprechende Angaben in zwei Prozessen bezüglich der sogenannten illegalen Häftlingslagerleitung, des KZ Buchenwald. Während er im Ärzteprozeß unter E i d aussagte, darüber nichts zu wissen, erklärte er, ebenfalls als vereidigter Zeuge, vor einem amerikanischen Militärgerichtshof im Buchenwaldprozeß in Dachau im Sommer 1947, daß er selbst der illegalen Häftlingslagerleitung, angehört habe.”

In Wirklichkeit war nicht die geringste “illegale Leitung” vorhanden.

Kogon gibt in seinem Buche weder etwas über die Ursache, noch über die Art und Dauer seines KZ-Aufenthaltes an, noch unterscheidet er erkenntlich zwischen eigenen Erlebnissen und anderwärts gesammeltem Unrat, noch belegt er seine Haß- und Hetzberichte durch überprüfbare Quellenangaben. Selbst dort, wo er eigene Erlebnisse oder über einen wirklichen Vorfall berichtet, ist sein Bericht innerlich unwahr; dies deshalb, weil er verschweigt, daß es sich hiebei um ein vereinzeltes Geschehen handelt, indes er den Vorfall verallgemeinert und so darstellt, daß die Meinung entsteht, solch abscheuliche Vorfälle seien allgemein und die Regel gewesen. Soweit sich aus dem Sensationsreißer selbst ergibt, hat er die von ihm gesammelten und weiterverbreiteten Greuelberichte auf ihre Wahrheit hin n i c h t überprüft; er sammelte, was er nur an Jauche und Schmutz, an Unrat und Unflat, finden konnte und gießt es vor aller Welt über das deutsche Volk aus. Ungeheuerlich ist, daß Kogon, der nur im KZ Buchenwald war, über die anderen KZ Berichtet, wo er niemals war.

Von welcher Qualität und Beschaffenheit muß die Moral eines Menschen sein, dem die deutsche akademische Jugend zur Unterrichtung und Erziehung ausgeliefert ist, der dem deutschen Volke und der Welt – trotzdem er nie in Auschwitz war – Berichte, wie etwa den folgenden, von einer Glühgrube” vorzusetzen wagt.

“Die große Vergasungsanlage in Auschwitz umfaßte zusammen mit fünf modernen Krematorien vier in die Erde gebaute Gasbunker mit einem Fassungsraum von je durchschnittlich 1200 bis 1500 Menschen. Das fünfte Krematorium hatte keine Ofen, sondern nur eine riesige Glühgrube. Die Opfer wurden nackt davor aufgestellt und von der SS abgeknallt, so daß die Kadaver – oder die Verwundeten – gleich in die Glut fielen. Der Lagerkommandant, SS-Hauptsturmführer Kramer, ließ sich keine dieser Massenexekutionen entgehen; er stand mit strahlendem Gesicht dabei und schlug sich bei besonders aufregenden Szenen vor Vergnügen auf die Schenkel. Das Bedienungskommando umfaßte etwa 1000 Häftlinge, ausschließlich Juden…”

Und so etwas sagt ein Deutscher, ohne es selbst gesehen oder auch überprüft zu haben. Es ist unvorstellbar, daß vernünftige Menschen eine solche Greuellüge glauben können; noch unvorstellbarer, daß deutsche Menschen so etwas weiterverbreiten können.

Von ganz gleicher Qualität sind die übrigen Greuelberichte. Die Geisteshaltung Kogons zeigt sich auch in seiner KZ-Statistik. Er hat die Stirne, folgende Zahlen zu nennen:

Gesamtzahl der KZ-Häftlinge

7.210.500

überlebender Rest

530.000

getötet …

6.580.350

Unvorstellbar, daß er diese phantastischen Millionenzahlen bis auf 50 genau angibt! Dies allein schon beweist die Unseriosität, Unverantwortlichkeit und Dummheit seiner Aussagen.

An anderer Stelle (Seite 45) phantasiert er von noch höheren Zahlen:

“Ohne allen Zweifel sind Millionen Menschen durch die KL gegangen. Nimmt man die Zahl der Toten von Auschwitz, die allein zwischen 3,5 und 4,5 (1) Millionen liegen sowie anderer Lager zum Ausgangspunkt eines Berechnungsversuches, so ist leicht zu ersehen, daß es insgesamt 8-10 Millionen Menschen gewesen sein müssen.”

Jedenfalls eine tolle Rechnung: Man nimmt eine phantastische Opfer-Hausnummer – eine selbst von den ärgsten Hetzern längst aufgegebene Lügenopferzahl – und erfindet darnach eine Berechnung der Insassenzahl. Diese muß schon deshalb phantastisch sein, weil sonst die Zahl der Opfer höher wäre als die Zahl der Insassen.

Eine Zahl von 10 Millionen KZ-Insassen ist so dumm, so aus der Luft gegriffen und bar jeder Grundlage, daß sie einer ernstlichen Widerlegung nicht bedarf. Kogon straft sich und seine phantastischen Insassen- und Opferzahlen selbst Lügen durch eine Tabelle, die er selber über das größte deutsche KZ, das KZ Buchenwald, bringt (Seite 254):

Zugänge

Todesfälle

1937

2.912 …

48

1938

20.122 …

771

1939

9.553 …

1.235

1940

2.525 …

1.772

1941

5.890 …

1.522

1942

14.111 …

2.898

1943

42.177 …

3.516

1944

97.866 …

8.644

1945

43.823

13.056

Insgesamt

238.979

33.462

Also ein wesentlich anderes Bild.

Auch in der Tabelle, die er selber auf Seite 157 errechnet, entlarvt Kogon die idiotische Zahl von 8-10 Millionen KZ-Häftlingen, von denen er auf Seite 45 und 281 spricht, selber als Hetzlüge.

1933 bis Kriegsausbruch:

3 große KZ zu je

 

20.000 Häftlingen

 

 

25 kleinere KZ zu je

 

1.500 Häftlingen

 

 

Insgesamt

 

85.999 Häftlingen

1939 bis 1942:

 

 

16 große KZ zu je

 

20.000 Häftlingen

 

 

50 kleinere KZ zu je

 

1500 Häftlingen

 

 

insgesamt

 

395.000 Häftlingen

1942 bis 1945:

 

 

25 große KZ zu je

 

25.999 Häftlingen

 

 

65 kleinere KZ zu je

 

1.500 Häftlingen

 

 

insgesamt

 

600.999 Häftlingen

 

Dabei sind auch alle diese Zahlen reine dumme Phantasiezahlen; unseriös, tendenziös, ohne den geringsten wissenschaftlichen Wert. Wie in allen anderen Einzelheiten ging es ihm – nach meiner Meinung – auch hier nur darum, den Hassern Deutschlands nach dem Munde zu schreiben; dabei mußte Kogon – vor mir liegt die 4. Auflage – die Zahlen der KZ-Opfer gegenüber den irrsinnigen Angaben in der 1. Auflage bereits reduzieren. Wie wahnsinnig dumm, solche Zahlen bis auf die Einer genau anzugeben!

Wie soll man einen Deutschen näher bezeichnen, der vor aller Weltöffentlichkeit folgende Worte über Deutschland schreibt:

“Die d e u t s c h e  S c h a n d e kann durch dieses Buch nicht offenbar werden …”

“Deutsche Wehrkreisbefehlshaber in Frankreich oder im Osten – haben zur Sühne eines zivilen Angriffs auf einige, Wehrmachtsangehörige ein ganzes Dorf ausrotten oder anderswo Alleen von Galgen errichten lassen.”

Wenige Zeilen danach nennt Kogon das “deutsche Volk” “blutbeschmiert und selbstbeschmutzt” und

“unter der Anfährerschaft erklärter Verbrecher in ein Unrecht verstrickt, das über alle geschichtlichen Maße hinausgeht, hartnäckig spekulierend darauf wartend, bis sich andere finden, die schlecht genug sind, ihm ein neues Bündnis der Schandtaten anzutragen”.

Nach dieser niederträchtigen, infamen Behauptung fragt Kogon: ,Wie hat das deutsche Volk auf dieses Unrecht reagiert?”, um selbst folgende Antwort darauf zu geben:

“Als Volk überhaupt nicht!”

Das deutsche Volk lehnt eben, ohne zu wissen, was damals wirklich geschah – solche wahnsinnige, verbrecherische Anschuldigungen der Lügenpropaganda, die nur von pathologisch haßkranken oder sittlich verantwortungslosen Gehirnen ausgedacht worden sein können, instinktiv ab.

Das deutsche Volk kennt sich selbst zu gut, um derartige Haßlügen nicht instinktiv als solche zu erkennen und abzulehnen, auch wenn ihm anfangs noch die Beweise fehlten, sie als solche vor aller Welt zu entlarven. Umgekehrt aber können wir an die Feinde Deutschlands und Herrn Kogon die Frage richten:

Wie hat die Welt auf die wirklichen und wahren Greuel der Westmächte reagiert?

Auf die Hungerblockade gegen Deutschland im Ersten Weltkrieg, die Hunderttausende unschuldige deutsche Frauen und Kinder zum Hungertode verurteilte (und damals gab es keine Nationalsozialisten).

Auf die grauenvolle Aushungerung – nicht nur der Nationalsozialisten -, sondern ganz Deutschlands mehr als d r e i Jahre nach dem siegreich beendeten Zweiten Weltkrieg, was den Hungertod ungezählter Tausender von deutschen Frauen und Kindern zur Folge hatte?

Auf die Ausradierung ganzer deutscher Städte und Orte mit Hunderttausenden ziviler deutscher Bürger?

Auf die verkohlten Überreste Hunderttausender deutscher Frauen und Kinder, die den scheußlichen Verbrennungstod durch die grauenhaften Napalbomben erlitten?

Auf die Maschinengewehrjagden amerikanischer und britischer Flieger, auf die in den Straßen der brennenden Städte, zwischen den unter der Wirkung Zehntausender Sprengbomben einstürzenden Häusern, verzweifelt und wahnsinnig vor Angst flüchtenden deutschen Frauen und Kinder?

Auf die erbarmungslose Ausrottung der Deutschen in der CSR, in Polen, in ganz Ost- und Südosteuropa?

Von diesen grauenhaften, w i r k l i c h e n, nicht erfundenen Verbrechen erfahren wir durch Kogon und Konsorten mit keinem Wort, mit keiner Silbe. Und zu allen diesen himmelschreienden Verbrechen am deutschen Volk schwieg das Weltgewissen und schweigt noch heute. Nur die deutschen Verleumder schweigen nicht und das Weltgewissen heult bei den Behauptungen ihrer Propagandalügen auf.

Warum schweigt das Weltgewissen? Warum schweigt Kogon zum d e u t s c h e n Leid? Sollte das vielleicht deshalb sein, weil man mit der Darstellung und Weiterverbreitung von Greuellügen über Deutschland glänzende Geschäfte macht, mit der Darstellung deutschen Leides hingegen aber keinen Pfennig verdienen kann?

Zur Illustration nachstehend einige dieser Greuelpropagandalügen aus Kogons Büchse der Pandora:

Kogon entblödet sich nicht, der Welt folgendes Greuelmärchen über Kommando “Pferdestall” aufzutischen:

“Im KZ Buchenwald hatte die SS eine eigene Liquidationsanstalt neben der Reithalle a u ß e r h a l b des Stacheldrahtbereiches. Dort wurde nur erschossen … Wenn die ahnungslosen Opfer – fast durchwegs russische Kriegsgefangene – in den Stall kamen, hielt der leitende Offizier des Mordkommandos eine kurze Ansprache, die übersetzt wurde: ‘Sie sind in einem Sammellager. Um die Ansteckungsgefahr zu vermeiden, müssen Sie vorher untersucht, desinfiziert und gebadet werden.’ (Anmerkung des Autors: Warum eine Ansprache? Warum untersucht v o r dem Baden?) Die Scharführer gingen in weißen Mänteln umher, um Ärzte vorzutäuschen. Dann hieß es: ‘Die ersten sechs Mann zum Baden!’ Ein Lautsprecher wurde auf volle Lautstärke eingeschaltet, der Grammophontnusik brachte, während durch einen anderen Lautsprecher Namen und Nummern laut gerufen wurden. Zur selben Zeit spielte sich in den nächsten Räumen die blutige Tragödie ab. Die zum Baden bestimmten Opfer gingen in einen kleinen Raum, der schalldichte Wände und Türen hatte; er war als Baderaum ausgestattet, mit Fliesen am Boden und an den Wänden und acht Duschen. In der Tür befand sich ein drei Zentimeter hoher Schlitz. Der SS-Mann schloß die Tür fest zu und schoß die auf das Bad Wartenden mit einer automatischen Pistole zusammen. Lagen alle am Boden, oftmals nicht tödlich getroffen, so wurden sie auf ein Lastauto geworfen, das mit Zinkblech ausgeschlagen war. Die Duschen wurden aufgedreht, das Blut weggespült – die Nächsten konnten antreten. Auf diese Weise wurden an manchen Tagen von neun Uhr abends bis fünf Uhr morgens 500 Mann gebadet,.

Anfangs bediente sich die SS einer Maschine (die aber wieder abgeschafft wurde, weil sie nicht rasch genug arbeitete): auf einem Holzpodium war eine Latte zum Messen der Körperlänge angebracht, mit einem Schlagbolzen in der Höhe des Genicks. (Anmerkung: Das war doch je nach Körpergröße ganz verschieden hoch!) Wenn sich der ahnungslose Delinquent auf das Podium stellte, schnellte der Bolzen heraus und zertrümmerte Genick oder Hirnschale. (!) Die Maschine tötete nicht immer, die Halbtoten wurden trotzdem auf den Leichenwagen zum Krematorium gefahren. Dort erhielten sie den Gnadenschlag mit einer großen Eichenkeule. Der Krematoriumsgehilfe, Ebigniew Fuks, hat erlebt, daß ein russischer Kriegsgefangener, der mit einer Fuhre Leichen eingebracht wurde, ihn noch ansprach: Gib mir die Hand, Kamerad!, Er war wie alle Erschossenen nackt und blutig und hatte auf einem Haufen blutiger Leichen gelegen. Er wurde von dem hervorspringenden SS-Oberscharführer Warnstedt, dem Leiter des Krematoriums Buchenwald, mit einem Revolverschuß getötet.

Waren die Exekutionstransporte zu groß, so mußten sich die Gefangenen vor dem Pferdestall im Freien ausziehen. Sie wurden dann in größeren Trupps in die Reithalle geführt; dort in einer Reihe aufgestellt und mit einem Maschinengewehr niedergemäht. Auf die blutigen Stellen wurde frisches Sägemehl gestreut und die nächsten Opfer kamen herein… Sämtliche SS-Angehörigen des Kommandos 99 haben das Kriegsverdienstkreuz erhalten.”

In allen Lagern gab es nur modernste sanitäre Anlagen; meist waren sie gekachelt. Abortgruben gab es nur während der Bauperiode) während der Errichtung eines Lagers, also nur in den ersten Wochen. Trotzdem schreibt Kogon, als wären Abortgruben dauernd die Regel gewesen:

“Die Abortgruben waren etwa acht Meter lang, vier Meter breit und vier Meter tief. Zwei Stangen waren an jeder Längsseite angebracht. Auf jeder Stange hatten etwa 12 bis 15 Mann Platz. Die SS machte sich häufig ein Vergnügen daraus, plötzlich mit Knüppeln heranzustürzen und die Gefangenen selbst bei dieser armseligen Verrichtung aufzuscheuchen – ein Spaß, den sie in allen Aufbaulagern j a h r e 1 a n g trieb. Wer nicht rechtzeitig davonrennen konnte, wurde zusammengehauen und stürzte in die Kloake. Im Oktober 1937 sind in Buchenwald allein zehn Gefangene auf solche Weise im Kot erstickt.” (Seite 58.)

Über den Empfang von Neuankömmlingen schreibt Kogon:

“Der Ankunft folgte die Empfangszeremonie. Ein Rudel herumlungernder Scharführer stürzte sich lüstern auf die neue Beute. Es regnete Schläge und Fußtritte. Die ‘Neuen’ wurden mit Steinen beworfen und mit kaltem Wasser begossen; Krawattenträger hatten ebenfalls nichts zu lachen, wenn sie gewürgt wurden. Dann hieß es stundenlang mit dem ‘Sachsengruße’: die Arme hinter dem Kopf verschränkt, häufig noch in Kniebeuge, vor der politischen Abteilung auszuharren – in Kälte und Regen oder Sonnenglut, ohne Essen, ohne Trinken, ohne austreten zu dürfen. Dabei konnte jeder SS-Mann mit den Erschöpften treiben, was ihm beliebte. Ein Mann namens Heribert Froböß, als Franziskanermönch verhaftet, obgleich er keiner war, und in Schutzhaft stets als solcher behandelt, wurde im KZ Sachsenburg von Unterscharführer Kampe … bei der Einlieferung, als er mit dem Sachsengruß dastand, zum größten Gaudium der versammelten SS und insbesondere des Blutordensträgers Rödl, der sich beinahe krank lachen wollte, von oben bis unten angepißt … In solcher Weise mürbe gemacht, wurden die Neulinge unter Ohrfeigen und weiteren Fußtritten der Politischen Abteilung zur ersten Aufnahme der Personalien zugeleitet.” (Seite 73/74.)

Man vergleiche mit dieser widerlichen, gehässigen Schilderung, die aus einigen möglichen getrennten Einzelvorkommnissen ein unwahres Gesamtbild komponiert und dieses als das lObliche ausgibt, den Bericht, den die fanatische Gegnerin der Nazi, Grete Buber-Neumann, von ihrer Einlieferung und Aufnahme in das KZ Ravensbrück gibt, wo sie fünf Jahre verbrachte: (“Als Gefangene bei Stalin und Hitler.” Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart. 1958. Seite 205 ff.)

“Am Sonnabend, den 2. August 1940, trat ich zusammen mit 50 Frauen im Gefangenenwagen die Fahrt ins KZ Ravensbrück an Dann knarrte ein Tor und wir fuhren ins KZ ein. Da standen wir in Fünferreihen am Rande eines Blumenbeetes vor einer sauber angestrichenen Holzbaracke. Eine Aufseherin bewachte uns und rief in regelmäßigen Abständen: ‘Ruhe da! Hände herunter! Ausrichten!’ Ich blickte über den großen Platz und wollte meinen Augen nicht trauen. Er war umsäumt von gepflegten Rasenstreifen mit Beeten, auf denen leuchtend rote Saivien blühten. An einer breiten Straße, die auf den Platz mündete standen junge Bäume und am Straßenrand liefen schnurgerade Blumenbeete, so weit das Auge blickte. Der Platz und die Straße schienen frisch geharkt – links sah ich einen großen Käfig, ähnlich einem Vogelhaus in einem zoologischen Garten. Darin stolzierten Pfauen, an einem Kletterbaum hangelten Affen und ein Papagei kreischte Gegenüber dehnte sich eine große Rasenfläche mit Edeltannen bepflanzt Und das sollte ein KZ sein! Man riß mich aus meinem entgeisterten Starren, wir Zugänge wurden in die Schreibstube geführt. Eine Aufseherin und zwei Häftlinge nahmen die Personalien auf und stellten für jeden Zugang eine Karteikarte aus, die dann später, mit einer Photographie versehen in die Häftlingskartei eingereiht wurde. In Ravensbrück ging es wahrhaft preußisch-bürokratisch zu. Ein Häftling durchlief eine Kette verschiedener Instanzen, bis er schließlich fix und fertig uniformiert und eingereiht war.

Nach der Schreibstube führte man die 50 Frauen ins Brausebad. Zuerst nahm man uns alle Privatsachen ab, Kleider, Wäsche und Schuhe. Das taten weißbeschürzte Frauen, die auch Häftlinge waren Dann begann die gefürchtete Prozedur, die suche nach Kopfläusen. Diese Funktion verrichteten zwei Bibelforscherinnen . – -Ebenso gründlich forschte ein anderer Häftling nach Filzläusen. Im Brausebad gab es heißes Wasser, Handtuch und ein Stück Kriegsseile. Auch hier herrschte ein Häftling. Nackt und aufgeregt, teils mit Haaren, teils glattgeschert, saßen wir auf einer Bank im großen Badesaal und erwarteten angstvoll frierend die nächste Prozedur. SS-Arzt Dr. Sonntag erschien zur Aufnahmeuntersuchung. 50 Frauen standen nackt in langer Schlange. Manche verdeckten sich schamvoll mit dem Handtuch Einzeln trat man vor den SS-Arzt. Der kommandierte: ‘Mund auf!’ und leuchtete mit einer Lampe in den Schlund Fertig war die ärztliche Untersuchung und die Häftlingsgarnitur wurde uns ausgehändigt. Hemd aus derbem Nessel, Hosen mit lächerlich langen Beinen, ein Streifenkleid, blaue Schürze und ein weißes Kopftuch. So aufgeputzt marschierten wir Fünfzig zur Zugangsbaracke jeder Zugang erhielt eine Schüssel, einen Teller und einen Becher aus Aluminium, Messer, Gabel, Löffel, ein Zahnglas, dann ein Körper- und ein Geschirrhandtuch. Aber das war noch nicht alles. Das Schuhputzzeug darf ich nicht vergessen Mit all diesen Schätzen am Arm betraten wir den Tagesraum. Dort saßen an zehn weißgescheuerten Tischen lauter solche gestreifte Wesen, teils mit Haaren, teils ohne, und strickten feldgraue Socken. Eine Stubenälteste wies immer je zwei Zugängen ein schmales Kasernenspind an. Dahinein waren nach fester Vorschrift das Geschirr zu stellen, das Besteck zu legen und die Tücher zu hängen.

Man schleifte große metallene, hermetisch verschlossene Eßkübel herbei Wir mußten in langer Schlange, die sich um die Tische wand, antreten, um die Suppe einzeln in Empfang zu nehmen. Mein erstes deutsches Lageressen war ein süßer Brei mit Backobst. Mein Staunen kannte keine Grenzen. Als aber anschließend jeder Hältling eine große Ration hellen Brotes, ein Stück Wurst, etwa 25 Gramm Margarine mit einem Löffel Schmalz erhielt, wandte ich mich sprachlos an einen alten, Häftling und sagte: Sagen Sie, bitte, kommt vielleicht morgen eine Besichtigung nach Ravensbrück? Oder ist irgendein Fest?, Sie schüttelte ihren Kopf und ihr Blick schien an meinem Verstande zu zweifeln. Nein! Wieso denn?, Gibt es immer solches Essen hier?, – Ja, ist Ihnen das etwa zuviel?, – Ich schwieg verlegen Jede Baracke hatte einen Waschraum mit Waschbecken und Fußwannen und eine Toilette 4300 Frauen lebten 1940 in 16 Wohnbaracken in Ravensbrück.”

Nun wieder Greuelpropaganda von Kogon:

“Am 1. Mai 1943 mußte in der Gärtnerei Buchenwald wieder einmal ‘Scheiße’ getragen werden. Als Ersatz für die Maileier. Wer unter der Last zusammenbrach, wurde von den Begleithunden der betrunkenen Scharführer angefallen. Zwei Russen, Sergej Nikolaiew aus Woronesch und Fedja Fedorkim aus Stalingrad, schleppten zusammen einen Tragkasten … Um nicht aufzufallen, verbrauchten sie an Kraft, was sie hergeben konnten. Aber sie entgingen ihrem Schicksal nicht. Der im Laufschritt völlig ermattete Fedja strauchelte und fiel hin, dabei kippte die Trage mit ihrem scheußlichen Inhalt um und bespritzte den in der Nähe stehenden SS-Rottenführer Fritz Schulz. Sofort erschoß er den auf dem Boden liegenden Russen, während über seinen Kameraden die Hunde herfielen und ihn niederrissen. Der beinahe tobsüchtige SSler zertrampelte ihn mit den genagelten Kommißschuhen. Den Rest zerfleischten die Hunde. Niemand konnte und durfte den Beiden helfen. Im Gegenteil. In unmittelbarer Nähe spielte sich gleich eine andere Szene ab. Wladimir Scheznit, ein Pole, war einer Gruppe von Steinträgern zugeteilt, die ihre Last aus der Gärtnerei zur Kläranlage schleppen mußten, Ein SS-Posten befahl dem Polen, eine Steinplatte von erheblichem Gewicht aufzunehmen, was dem Mann einfach nicht möglich war; er konnte sie nicht einmal von der Stelle rühren, geschweige denn aufheben. ‘Los’, brüllte der Posten und warf einen Ziegelstein nach dem Polen. Blutüberströmt brach der Häftling zusammen. ‘Nimm den Stein auf, du polnischer Hund! Den Stein sollst du aufnehmen!, Mehrere SS-Leute brachten den Ohnmächtigen mit einem Kübel voll Wasser, den sie über ihn ausschütteten, zur Besinnung, zerrten ihn hoch, lehnten ihn an einem Baum und exekutierten ihn – wegen ‘Sabotage’, indem sie ihn als Zielscheibe benutzten und langsam erschossen. In der gleichen Nacht sind drei Häftlinge an den Folgen der in der Gärtnerei erlittenen Prügel und Hundebisse gestorben, sechs weitere waren erschlagen …” (Seite 95.)

“Frühjahr 1944…Eine Kolonne von Juden und Polen verrichtet Erdarbeiten auf steinigem Grund. Der Bauführer erspäht zwei Juden, deren Kräfte schwinden. (Anmerkung des Autors: 1944 gab es im KZ Buchenwald keine Juden!) Er geht hin und erteilt einem Polen (Strzaska war sein Name) den Befehl, die beiden, die sich kaum mehr auf den Beinen halten können, einzugraben! Der Pole erstarrt – und weigert sich. Daraufhin nimmt der Scharführer einen Schaufelstiel, prügelt den Polen und veranlaßt ihn, anstelle der Juden sich in eine der beiden Gruben zu legen. (Anmerkung: Wo kommen auf einmal die Gruben her?) Dann zwingt er die Juden, den andern mit Erde zu überschütten, was sie in Todesangst und in der Hoffnung tun, selbst dem grausigen Schicksal entgehen zu können. Als von dem Polen nur mehr der Kopf sichtbar ist, befiehlt der SSler: ‘Halt!’ Er läßt den Mann wieder herausbuddeln. Nun müssen sich die beiden Juden in die Grube legen und Strzaska erhält neuerlich den Befehl, sie mit Erde zuzuschütten. Langsam füllt sich die Grube. Als sie endlich voll ist, trampelt der Bauführer selbst lachend die Erde über den beiden Opfern fest. Alle anderen Häftlinge arbeiten währenddessen ununterbrochen wie toll weiter, um der Bestie nur um Gotteswillen in keiner Weise aufzufallen, und nicht etwa ihren Blick auf sich zu lenken. Fünf Minuten später werden zwei von ihnen gerufen; sie müssen die Eingegrabenen sofort wieder freilegen. Die Schaufeln fliegen, vielleicht sind die Kameraden noch zu retten. Einem der Juden wird in der Hast des Grabens durch eine Schaufel das Gesicht aufgerissen, aber er ist schon tot. Der andere gibt schwache Lebenszeichen von sich. Darauf der Befehl des SS-Mannes: ‘Beide zum Krematorium bringen!’

Die Steinbrüche werden in allen Lagern die wahren Himmelfahrtskommandos. Manche KZ, wie Mauthausen bestanden fast n u r aus Steinbrüchen Täglich wurden abends auf Tragbahren und Karren die Toten, Schwerverletzten und Invaliden ins Lager geschafft (Anmerkung: Der Steinbruch war im Lager!), an manchen Tagen bis zu zwei und drei Dutzend. Unbeschreiblich die Mißhandlungen: Steinschlag, Hiebe, ‘Unfälle’, bewußtes Hinabstoßen in den Abgrund, Erschießen und jede Art von Quälerei kostete Tausenden von Kameraden in allen Lagern das Leben. Eine beliebte Art der Scharführer war es, Todeskandidaten leere oder sogar beladene Loren den Steilhang hinaufschieben zu lassen, was für zwei Mann zusammen gar nicht möglich war, so daß sie unter der zurückrollenden Lore und den Prügeln der Antreiber erschlagen wurden An dem erwähnten 1. Mai 1943 gingen in Buchenwald die SSler untereinander um sechs Zigaretten oder zwei Gläser Bier Wetten ein, wer aus einer Gruppe von Strafarbeitern einen Häftling durch von oben geworfene Steine töten könne; warfen sie allzusehr daneben, so verloren sie die Geduld und schossen einfach. 17 Tote und Verwundete waren das Ergebnis dieser ‘Belustigung’…”

Man kann aus Kogons Buch keine Seite zitieren, ohne daß einen tiefster Ekel und Abscheu ergreifen. Welch weltweiten Unterschied zwischen Kogons Greuellügensammlung und Dr. Benedikt Kautskys Buch, der sieben Jahre in deutschen KZ saß!

Bei den KZ-Ärzten macht es sich Kogon besonders leicht. Er zählt Namen auf und erhebt ganz allgemein gehaltene, vage Beschuldigungen gegen sie. Er kann das ruhig tun in dem Bewußtsein, daß die Ehre aller Menschen, die irgendwie mit einem KZ verbunden sind, – meinem Eindruck nach – vogelfrei ist und von niemandem geschützt wird. Einer dieser KZ-Arzte, die Kogon ganz allgemein begangener Grausamkeiten beschuldigt, Dr. Hans Müller, hat gewagt, sich gegen diese Gemeinheit zur Wehr zu setzen. Er hat natürlich nicht Kogon wegen Verleumdung geklagt – das wäre ja heute noch aussichtslos -, aber er hat ein Strafverfahren gegen sich selbst beantragt. Kogon mußte seine Angaben über Dr. Müller zurücknehmen. Dr. Müller hat dabei mit seinem Leben gespielt. Wenige Jahre später waren für jede Beschuldigung die Zeugenaussagen so organisiert, daß sich wahrscheinlich ein Heer von israelischen Zeugen zur meineidlichen Bestätigung für jede nur gewünschte Beschuldigung gefunden hätte. Kogons Machwerk hat meinem Urteil nach mit Suche nach Wahrheit aber auch nicht das Mindeste zu tun; ebensowenig mit der ernsten Absicht, überprüfte Behauptungen zu bringen. Meinem Urteile nach ist es ein in eigennütziger Absicht tendenziös zusammengetragener Haufe von Hetzberichten der Greuellügenpropaganda, die – nur auf Sensation berechnet – meist dumm und voller Widersprüche sind. Allein schon daraus, daß das Buch sie trotzdem bringt und, trotzdem sie noch dazu gegen das eigene Volk gerichtet sind, weiterverbreitet, erhellt für mich seine schlimme und verabscheuungswürdige Tendenz. Noch offenbarer wird diese böse Tendenz durch die von mir als überaus gehässig empfundene und mich tief verletzende Ausdrucksweise. Kogon überschlägt sich förmlich in seinem Eifer, gewollt oder ungewollt im Dienste der Morgenthau-Leute – so wenigstens sehe ich sein Werk – das deutsche Volk im allgemeinen und die SS im besonderen als eine Horde lüsterner, verworfener Mörder und Sadisten, als den Abscheu und Auswurf der Menschheit darzustellen. Das ist mein Eindruck. Das ist die Wirkung dieses ganz abscheulichen Buches auf mich.

Restlos wird der Charakter Kogons durch die geradezu entsetzliche Tatsache klargestellt, daß er sich selbst der Mitwirkung an einer offenkundig verbrecherischen Sabotage rühmt, die das deutsche Volk, die kämpfende Truppe, wirksamer Seuchenschutzmittel beraubte.

Kogon rühmt sich der in meinen Augen ungeheuerlichen Gewissenlosigkeit, mit der er an der Sabotage gegen die kämpfende Truppe bei der Herstellung des Fleckfieber-Impfstoffes mitwirkte. Die Fleckfieberepidemien wüteten in jenen Jahren mit unvorstellbarer Heftigkeit und rafften Zehntausende, ja Hunderttausende Opfer dahin. Kogon prahlt:

“In Wahrheit und ohne Wissen Dr. Ding-Schulers (des Leiters) wurden zwei Sorten Impfstoff hergestellt: Eine Produktion erster Qualität in verhältnismäßig geringen Mengen, die nur für die Häftlingskameraden verwendet wurde, und eine Erzeugung zweiter Qualität, die zwar nicht schadete, aber auch nichts nützte, in erheblichen Mengen für die SS.”

Das heißt für die kämpfende Truppe. Kogon rühmt sich dadurch nicht weniger als seiner und seiner Komplizen teuflischer Mitschuld am Tode so vieler Tausender, ja Zehntausender deutscher Soldaten, die den verheerenden Seuchen zum Opfer fielen und die durch einen gewissenhaft hergestellten Impfstoff hätten gerettet werden können. Ist das nicht Mitschuld am vorsätzlichen Morde an Zehntausenden deutscher Soldaten? Wahrhaftig: Nicht bald wird man einen würdigeren Menschen als Lehrer der deutschen akademischen Jugend finden, darunter wahrscheinlich Söhne jener deutschen Soldaten, an deren Tod er sich – nach seiner eigenen Schilderung auf in meinen Augen so verdammenswerte und verabscheuungswürdige Weise -mitschuldig gemacht hat.

Sehr aufschlußreich ist, wie Kogon nach seinem eigenen Geständnis (Seite VI) zu seinem abscheulichen Buche kam:

“Ein amerikanisches Team hatte das Lager Buchenwald zu studieren und zu berichten, wie ein deutsches KZ eingerichtet war, welche Rolle es im NS-Staate hatte und wie die Verhältnisse dort waren. Kogon erzählt, daß er diesem Team, bestehend aus Leutnant Albert G. Rosenberg (!), Max M. Kimental (!), Ernest S. Biberfeld (!), Richard A. Axelrad und Alfred D. Sampson die Arbeit abnahm und ‘mit Hilfe einiger verläßlicher, nicht einseitig orientierter Häftlinge (!)’ den Bericht in der gewünschten Weise schrieb.”

Preisfrage hiebei ist, was nach Ansicht Kogons “nicht zuverlässige und einseitig orientierte Häftlinge” sind. Vielleicht solche, die nur die Wahrheit sagen wollten und nicht bereit waren, die von den amerikanischen Morgenthau-Leuten gewünschten Greuelberichte zu liefern! Kogon war für die amerikanischen Racheteufel: Rosenberg, Kimental, Biberfeld und Konsorten offensichtlich der zuverlässige” und geradezu ideale Lieferant von KZ-Greuelberichten in der von

den Morgenthau-Leuten gewünschten Art; der richtige Mann für eine Arbeit gegen Deutschland und das deutsche Volk.

“Dieser Bericht ging dann von Rosenberg als ,amerikanischer, Bericht an verschiedene hohe und höchste Stellen. Der durchschlagende Erfolg seines Berichtes bei seinen amerikanischen Auftraggebern brachte Kogon, wie er selbst sagt, auf den Geschmack, seinen Sensationsbericht zu einem Sensationsreißer in Buchform zu erweitern.”

Ich halte dieses Buch für die ungeheuerlichste Verunglimpfung und Verleumdung des deutschen Volkes. Der erwartete Lohn blieb nicht aus: 150.000 verkaufte Exemplare und – als geradezu unfaßbare Ungeheuerlichkeit: ein Ordinariat an einer deutschen Hochschule! Für mich ist Kogon unter allen Haßaposteln gegen Deutschland einer der übelsten. Ich verabscheue ihn tief. Nach meiner Ansicht und nach meiner Auffassung kann es durch niemanden und durch nichts verantwortet werden, einem Menschen, wie er uns – als Handlanger der Todfeinde Deutschlands und des deutschen Volkes nach meinem Eindruck – in diesem Buche entgegentritt, die akademische Jugend dieses deutschen Volkes, gegen das er sich – nach meiner Auffassung der Dinge – so schwer vergeht, zur Erziehung und Unterrichtung anzuvertrauen.

Hoffentlich ist in Deutschland bald die böse, die würdelose Zeit vorüber, daß man ungeprüft und unbewiesen jede Greuelnachricht und jeden Lügenbericht über das deutsche Volk verbreiten und ihm unbehindert und ungestraft die Ehre abschneiden kann. Es ist für jeden, dem der deutsche Name, dem deutsche Ehre und Würde noch ein Begriff und einen verteidigungswürdigen Wert darstellen, unfaßbar, daß Kogon ein solches Werk, das in meinen Augen kalter Mord am deutschen Namen in aller Welt ist, der Welt darbieten und dabei noch wagen kann, es als “Ordinarius für wissenschaftliche Politik an der Technischen Hochschule für Darmstadt” zu zeichnen.

Armes, armes Deutschland! Noch ärmere deutsche akademische Jugend, die solchen Professoren” ausgeliefert ist. Es ist mein heißer Wunsch, daß Menschen, wie Kogon, als Lehrer der deutschen akademischen Jugend – wenn nicht besser überhaupt ganz aus Deutschland – verschwinden, wohin sie niemals gehört haben. Sie mögen dorthin gehen, wo ihr gesinnungsmäßiges Vaterland ist. Wenn solche Menschen überhaupt ein Vaterland haben, was für mich gar nicht so sicher ist. Sicher ist nur, daß Deutschland nicht ihr Vaterland sein kann.

Die unerwünschte Person und Tätigkeit des Herrn Wiesenthal

Die Person Wiesenthals (und anderer Personen mit gleichgerichtetem Metier wie ein gewisser Langbein u. a.) werden zu gegebener Zeit einer gründlichen Durchleuchtung bedürfen. Wiesenthal soll Jude von irgendwoher und erst 1945 oder später in Osterreich aufgetaucht sein. Er nennt sich Ingenieur, kein Mensch weiß, wo er sein Diplom erwarb. Er soll auch keiner einschlägigen Beschäftigung, ja überhaupt keinem geordneten Beruf regelmäßig nachgehen (jedenfalls von 1945 bis Februar 1964). Sichtlich lebt er in wirtschaftlich angenehmen Verhältnissen. Seine einzige Beschäftigung scheint Nazi-Jagd zu sein. Er wurde für diese sehr umstrittene Tätigkeit bis Mitte Februar 1964 indirekt vom österreichischen Staat bezahlt. Bis zu dieser Zeit war er Leiter der sogenannten “Jüdischen Dokumentationszentrale” der Jüdischen Kultusgemeinde in Wien, einer israelischen Einrichtung, die hauptsächlich der Lebendighaltung der Verfemung des deutschen Volkes dient. Der Etat für die Angestellten der Wiener Jüdischen Kultusgemeinde wird ungeheuerlicherweise vom österreichischen Staat bezahlt. Wiesenthal wurde demnach für seine Schnüffeltätigkeit vom österreichischen Staat bezahlt. Anscheinend recht gut bezahlt, so daß er zusammen mit der Wiedergutmachung, die er sehr ausgiebig erhalten haben bzw. noch erhalten soll, ein recht angenehmes und reiselustiges Leben führen konnte. Nach den Zeitungsnachrichten finden wir ihn in aller Welt: beim Eichmann-Prozeß in Israel, in den USA, in Holland, in Deutschland … In der Wiener Kultusgemeinde scheint man sich von ihm abgesetzt zu haben; man wird dort wohl wissen warum. Daraufhin bombardierte er die Zeitungen mit Sensationsmeldungen, deren Unrichtigkeit meines Erachtens nur von ihrer Dummheit übertroffen wird.

Was er über Schloß Hartheim erzählt, ist keiner Richtigstellung wert. Wiesenthal soll auch wiederholt erklärt haben, seine ganze Familie sei vernichtet (vergast) worden; andererseits wird gemeldet, daß er seine Frau und seine erwachsenen Kinder in seinem schönen Wagen herumführt.

Das Tun und Treiben Wiesenthals, Langbeins und ihrer Genossen dient dazu, Unruhe in unser Gemeinwesen zu tragen. Die “Presse” Wien vom 29. Februar/l. März 1964 bringt auf Seite II einen Leserbrief, der die Ansicht der Allgemeinheit über Herrn Wiesenthal gut zum Ausdruck bringt:

“Bei Ihrer Berichterstattung über den ‘Eichmann-Jäger’ Simon Wiesenthal erwähnen Sie mit keinem Wort die Problematik, die darin liegt, seit Jahrzehnten nur Vergeltung und Rache zu suchen. Die Preisfrage, ob durch solche ‘Jagden’ der Antisemitismus unterdrückt oder gefördert wird, kann sich jeder Einsichtige selbst beantworten. Wir wollen doch nach all den furchtbaren Jahren endlich wieder Ruhe und Frieden. Ich versichere Ihnen daß die fortgesetzte fanatische Wühlerei der Eichmann-Jäger, deren Rach- und Vergeltungssucht dem Alten Testament alle Ehre gemacht hätte, keineswegs zur Befriedung beiträgt.”

Dieser Leserbrief löste unter den zionistischen Vergeltungsaposteln größte Aufregung aus. Die “Presse” brachte ein halbes Dutzend erbitterter zionistischer Leserbriefe als Erwiderung. Einhellig betonen alle diese leidenschaftlichen Erwiderungen, daß kein Mensch, der liebe Angehörige verloren habe, je Versöhnung und Vergebung predigen könne.

Abgesehen von den maßlosen Übertreibungen des wirklichen Geschehens (es gibt heute praktisch fast keinen europäischen und amerikanischen Juden, der nicht behauptet, alle oder viele seiner Angehörigen seien “vergast” oder sonstwie ermordet worden) zeigt sich schon in der Auffassung, daß man von keinem Juden Verzicht auf Vergeltung verlangen könne, daß diese Vergeltungsapostel eine von der unseren so wesentlich verschiedene Sprache sprechen, daß man mit ihnen nicht zusammenkommen kann.

Fast jeder Jude behauptet, Dutzende seiner Angehörigen seien vergast worden; wenn man aber auf konkrete Angaben und auf Namensnennung besteht, um die Angabe zu kontrollieren und nachzuprüfen, bringt man die Greuelhetzer in größte Verlegenheit und zum Verstummen.

Schon die Greuelbehauptungen, daß noch niemals in der Geschichte der Menschheit Menschen ein so großes Leid widerfahren sei, wie den Juden im jüdisch-deutschen Kriege, der 1933 begann und praktisch heute noch nicht zu Ende ist, ist unrichtig. Es ist ganz unrichtig, daß dieses Leid einmalig und erstmalig in der Geschichte ist; es ist – fast möchte man sagen, das übliche Kriegsgeschehen und gehört zu den üblichen Begleiterscheinungen eines Krieges. Noch dazu handelt es sich im vorliegenden Kriege um einen von den Juden selbst erklärten und auf ihrer Seite rücksichtslos geführten Vernichtungskrieg. Zehntausende noch viel ärgere Katastrophen sind im Laufe der Geschichte über viele Völker hereingebrochen. Man mußte sich – was Furchtbares auch immer geschehen sein mochte – immer bemühen und bemühte sich auch immer, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen, weil anders ein gedeihliches Zusammenleben der Menschen und jede Fortentwicklung und jeder Fortschritt unmöglich gemacht worden wäre.

Gewisse israelische Kreise sind blind für diese uralte Staats- und Lebensweisheit. Vielleicht stehen sie auf dem besonderen Standpunkt der Unsühnbarkeit jedes Juden zugefügten Leides gemäß dem talmudischen Spruch: “Wer einen Juden schlägt, hat Gott geschlagen” (Talmud. Traktat Sanhedrin f 58 b) und “Wer einen Juden antastet, tastet Gottes Augapfel an” (Sacharja 2, 12 f.).

Wiesenthal scheint zu jenen zu gehören, nach deren Ansicht Vergehen gegen jüdisches Leben und Eigentum überhaupt nie gesühnt werden kann; er könnte jene ungeheuerlichen Worte gesprochen haben, die der jüdische Richter Leier Steinbrink (New York) 1950 auf einer Tagung der B’nai B’rith sprach:

“Nach amerikanischem Recht ist ein Verbrechen gesühnt, wenn der Schuldige seine Strafe bekommen hat. Wir denken anders darüber. Wer immer dem Judentum Schaden zugefügt hat, soll niemals Verzeihung finden. Wir werden alles tun, um diesem Feind der Juden das Leben unmöglich zu machen.”

Allen solchen Menschen ist der Gedanke unerträglich, daß eine den Juden jemals zugefügte Übeltat gar unbestraft und unvergolten bleiben könnte.

Es ist geradezu Wahnwitz, zu verlangen, daß nach einem Kriege jedes im Kriege begangene Unrecht und verursachte Leid gesühnt und bestraft werden muß. Auch der jüdisch-deutsche Krieg macht davon keine Ausnahme, selbst wenn eine Kriegspartei dabei Juden gewesen sind. Wenn das die gewissen Rachejuden nicht einsehen wollen oder können, dann um so schlimmer für sie. Der Wille und Wunsch der Welt, insonderheit des deutschen Volkes, nach endlicher Befriedung wird schließlich doch stärker sein als der unstillbare Wunsch dieser Racheteufel, daß jeder Übeltäter an Juden der Justiz zugeführt werden und auf ewig verfemt bleiben müsse.

Wer heute noch – nach so vielen Jahren – sich unablässig bemüht, unter allen Umständen dem Recht gegen jeden deutschen Übeltäter – wohlgemerkt nur gegenüber den deutschen Übeltätern – zu einem, wenn auch noch so verspäteten Durchbruche zu verhelfen, verschüttet mit diesem sturen Beharren auf Recht und Gerechtigkeit viel wertvollere Rechtsgüter. Auch um gerechter Sühne und Strafe und Vergeltung willen darf man nicht Haß- und Rachegefühle dauernd aufputschen und lebendig erhalten. Dieser Preis wäre zu hoch. Es gibt heute für uns höhere und wichtigere Rechtsgüter zu schützen als das Rechtsprinzip, daß kein Übeltäter der verdienten und gerechten Strafe entgehe. Dieses höhere Rechtsgut ist die Befriedung der von Haß zerrissenen und zerfressenen Menschen, die Zusammenführung der durch Haß auseinandergerissenen Menschen, die Ermöglichung eines gesunden Zusammenlebens und Zusammenwirkens dieser Menschen durch Gesundung der Beziehungen.

Darum gehören die Wiesenthals und Langbeins und diese trostlosen KZ-Prozesse endlich weg. Ganz abgesehen sei dabei von der fragwürdigen und anfechtbaren Art, in der diese Prozesse geführt werden.

Man möge auch nicht übersehen, daß das deutsche Volk heute mehr in und nach dem Kriege an ihm verübte Kriegsverbrechen zu vergeben und zu vergessen hat als jeder seiner Kriegsgegner, einschließlich der Juden.[1]

Wiesenthal ist eine der wirksamsten Ursachen der Wiederbelebung des Antisemitismus bei vielen anständigen Menschen der Gegenwart. Seine Tätigkeit wird von mir und vielen anderen als eine der verächtlichsten Tätigkeiten angesehen, die ein Mensch überhaupt ausüben kann. Dabei ist dieser geschäftstüchtige Gernegroß, der aus der Verfolgung ehemaliger “Nazi” ein anscheinend ergiebiges und einträgliches Geschäft macht, in Wahrheit nur ein großer Bluffer. Die sogenannte “Dokumentationszentrale” ist in Wahrheit nichts als ein großer und unverschämter Bluff, der aber genügt, die Hasser und Todfeinde Deutschlands und des deutschen Volkes tüchtig zu schröpfen und zu tüchtigen Spenden für den sogenannten “Wiesenthal-Fonds” zu veranlassen, der seinem Herrn ein angenehmes und sorgenloses Leben mit Vergnügungsreisen in aller Welt zu ermöglichen scheint.

Wiesenthals sogenannte Dokumentationszentrale besteht, wie Besucher berichten, in Wahrheit aus Nichts, aus Luft. Ein Besucher berichtet (“NZ” vom 5. Mai 1967. Seite 2):

“Wir sahen Herrn Wiesenthal hinter seinen Schreibtisch gepflanzt. Wir durften sogar einen Blick tun in seine ‘Dokumentationszentrale’. Was wir dort sahen, waren zwar keine Dokumente, sondern nur Kritzeleien von der Hand Wiesenthals, die er Zeichnungen, nannte.”

Wiesenthal lebt nicht von seinen Dokumenten, die er gar nicht hat, sondern – nach seinem eigenen Geständnis anläßlich des Falles Stangl – von den deutschen Denunzianten, das sind Menschen, die ihr zufälliges Wissen um den Aufenthaltsort des einen oder anderen Nazi, dem Herrn Wiesenthal gegen gutes, klingendes Judasgeld bestmöglich verkaufen wollen. Ohne diese Lumpen, die ihm Material liefern, könnte Herr Wiesenthal sein einträgliches Geschäft gar nicht ausüben; denn seine “Dokumentationszentrale” ist nichts als Luft und Bluff ohne Dokumente.

Um seiner Person, die in Wahrheit nach meinem Dafürhalten nur eine große Luftblase ist, künstlich den Anschein von Bedeutung zu geben, behauptet Wiesenthal manchmal Todesdrohungen” erhalten zu haben; diese dürften genau derselbe Schwindel sein wie die Dokumente, die er nicht hat. In Wahrheit fällt es keinem Menschen ein, für diese meines Erachtens bedeutungslose absolute Null, die Wiesenthal darstellt, durch ein “Attentat” Reklame zu machen, die Herr Wiesenthal so notwendig brauchen würde, um ein paar Deutschenhasser zu fetten Spenden für den “Wiesenthal-Fonds” zu veranlassen.

Einige unangenehme Fragen an Herrn Wiesenthal

Ist Wiesenthal Ihr richtiger Name? – Wie lautet Ihr richtiger Name? Sind Sie wirklich “Ingenieur” und an welcher Technischen Hochschule haben Sie das Ingenieurdiplom erworben?

Von woher sind Sie nach 1945 wirklich gekommen: aus Rumänien, Polen oder aus der UdSSR? In einer September-Nummer 1967 brachte die “NZ” einen sehr aufschlußreichen Artikel über die Person Wiesenthals.

In den deutschen KZ herrschte Ordnung und Disziplin

Durch die Greuellügenpropaganda wurde den Menschen die Überzeugung eingeimpft, daß die KZ Höllen der Grausamkeit und der Menschenquälerei gewesen wären. In der Tat herrschte in den KZ strenge Ordnung und Disziplin. Die Disziplin mußte strenge sein, weil die KZ Gefängnisse und die Insassen zur überwiegenden Mehrheit asoziales Gesindel und kriminelle Verbrecher waren. Die Disziplinarvorschriften waren wohl streng, aber sie waren frei von jeder unnötigen Härte und Quälerei. Verstöße gegen die Lagerordnung, Überschreitung der Befugnisse der Lagerorgane, standen unter strengster Strafandrohung und diese Strafandrohung stand nicht etwa nur auf dem Papier.

Vor allem zog die Tötung eines Sträflings unnachsichtige Verfolgung und exemplarische Bestrafung nach sich. Die für die KZ geltenden Disziplinarvorschriften regelten auch peinlich genau die Zulässigkeit und die Art der Ausführung der Prügelstrafe. Sie durfte nur in Ausnahmefällen verhängt werden. Bei mehr als 20 Schlägen mußte bei Vollzug der Prügelstrafe ein Arzt anwesend sein.

Niemand im Lager hatte das Recht, über Leben und Tod der Häftlinge zu entscheiden. Auch der Lagerkommandant hatte dieses Recht nicht. Dieses Recht hatten nur die Gerichte. In allen Lagern wurden Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Korruption und Mord schwerstens geahndet. In den meisten Lagern waren auf Anordnung des Obersten SS-Richters Untersuchungskommissionen tätig, die Fälle von Humanitätsverbrechen, Korruption und Menschentötung genau untersuchten.

Verhaftet wurden die Kommandanten der Lager Buchenwald, Lublin, Warschau, Krakau, Hertogenbosch, Palszow. Schwere und schwerste Strafen wurden gegen Angehörige aller Dienstgrade verhängt. Zum Tode verurteilt und erschossen wurden die Kommandanten von Buchenwald und Lublin. Zur Zeit des Zusammenbruches schwebten etwa 800 Verfahren. Darunter die eingeleiteten Verfahren gegen Eichmann und den früheren Kommandanten von Auschwitz, Rudolf Höß.

Die Deutschen aber schwätzen die Greuellügen über die KZ gehorsam nach und tun alles Menschenmögliche, um das von den Todfeinden Deutschlands in die Welt gesetzte Bild von den KZ nur ja lebendig zu erhalten. Man veranstaltet Wallfahrten in die ehemaligen KZ. Man veranstaltet Gedenkfeiern für die Opfer der KZ und multipliziert die Opferzahlen um ein Vielfaches. Man errichtet Mahnmale jeder Art, um das scheußliche Bild, das die Haßhetzer von den KZ gezeichnet haben, lebendig zu erhalten. Feiern mit Reden von den höchsten deutschen Regierungsvertretern werden in den KZ abgehalten. Die Festreden strotzen von den würdelosesten Selbstbezichtigungen, obwohl die Redner keine Ahnung haben, wie sich das Leben und die Geschehnisse in den KZ wirklich abspielten, und daß die Mehrheit der Lagerinsassen kriminelle Verbrecher und asoziales Gesindel war.

Höchste geistliche Würdenträger beider Konfessionen wetteifern miteinander, bei solch verlogenen Gedenkfeiern mitzuwirken und sie mit kirchlichem Glanz zu versehen. Auch diese geistlichen Würdenträger sind im wesentlichen ahnungslos, wie sie im Dienst der allgemeinen Deutschenhetze mißbraucht werden. Den Deutschen aber wird mehr und mehr übel bei diesen “kirchlichen Gedenkfeiern”.

Graf Plettenberg gab diesem Unmute und inneren Widerstand gegen diese verlogenen KZ-Feiern und gegen die mißbräuchliche Mitwirkung geistlicher Würdenträger in einem Offenen Briefe Ausdruck, den er an Kardinal Döpfner richtete.

Dieser Offene Brief hatte folgenden Wortlaut:

Offener Brief des Grafen Plettenberg an Kardinal Döpfner

Eminenz!

Am Sonntag, den 2. Mai des Jahres (1965) übertrug das Fernsehen eine Gedenkfeier im ehemaligen KZ Dachau. Eure Eminenz hielten dabei den Gottesdienst.

Diese Feier, zu der viele ehemalige KZ-Insassen des In- und Auslandes eingeladen waren, ist nicht die einzige. In den letzten Jahren erfolgte eine ganze Reihe ähnlicher Gedenkstunden.

Eminenz! Dem deutschen Volke fällt es auf, daß schon seit zwanzig Jahren immerfort von deutschen, sprich NS-Verbrechen, gesprochen, der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und seit zirka acht Jahren nun auch ehemalige NS-Verbrecher verfolgt und ständig abgeurteilt werden! (Inzwischen schon über 80.000!)

Von den ungeheuerlichen, kaum zu schildernden Verbrechen aber, die die ehemaligen Feinde Deutschlands – welche Deutschland wieder einmal einen Vernichtungskrieg aufgezwungen hatten – am deutschen Volke begingen, wird nie von offiziellen Stellen, weder von seiten der Kirche, noch von seiten des Staates gesprochen!

Hierdurch entsteht in weitesten Kreisen der heranwachsenden Jugend in aller Welt der falsche Eindruck, als wenn nur von deutscher Seite Verbrechen begangen worden wären und als wenn unsere ehemaligen Gegner alle “Gentlemen” gewesen wären.

Diese offenbar bewußte Ignorierung der gegnerischen Verbrechen führte zur alleinigen Verurteilung Deutschlands, welche um so grotesker ist, als Deutschland niemals einen Krieg, geschweige denn einen Weltkrieg wollte.

Außerhalb Deutschlands gibt es über die Kriegsschuldfrage eine ganze Anzahl sehr ernst zu nehmender Veröffentlichungen, wie zum Beispiel von dem Engländer Russel Grenfell; A. J. P. Taylor; den Amerikanern Harry Elmer Barnes; David Leslie Hoggan; Frederic R. Sanborn; William Henry Chamberlin; William L. Neumann; Charles Callan Tansill; den Franzosen Maurice Bardèche; Rene d’Argile; J. Ploncard d’Assac; Jacques Warn; Henri Cocton; Pierre Antoine Cousteau; Raymond Geouffre de la Prasell; Henri Lebre und Michel de Menny. Hier darf man auch die bedeutenden Werke des zur Zeit sicherlich größten lebenden europäischen Historikers, Jacqes Bénoist-Méchin nicht vergessen, der sich leidenschaftlich um die Wahrheit bemüht.

Alle diese Autoren entlasten auf Grund ihrer geschichtlichen Forschung Deutschland von der Anklage der Alleinschuld am Kriege.

Im übrigen dürfte ja schon das Wort Churchills, das er in seinen Erinnerungen niederschrieb, genügen: “Dieser Krieg (der Zweite Weltkrieg) war ein englischer Krieg und er galt der Vernichtung Deutschlands!”

Der sogenannte Überleitungsvertrag”, welchen die westlichen Alliierten mit der BRD abschlossen, wurde am 23. Oktober 1954 in Paris unterzeichnet und am 31. März 1955 im BGBl. II, Seite 405 ff. veröffentlicht. Der Artikel 3 dieses Vertrages wurde für die BRD von Konrad Adenauer, für die USA von Dean Acheson, für Frankreich von Robert Schumann und für England von Anthony Eden unterzeichnet. Dieser Vertrag verbietet schlicht und einfach, daß Verbrechen, welche im Kriege und nach dem Kriege von westlichen Alliierten an Deutschen begangen wurden, von deutschen Behörden verfolgt oder bestraft werden.

Diese Ungeheuerlichkeit, die Ungerechtigkeit seinem eigenen Volke gegenüber hat der deutsche Kanzler unterzeichnet! Man fragt voll Entsetzen: “Wie ist es möglich, daß ein Kanzler etwas unterzeichnet, was sein eigenes Volk zum einzigen Verbrechervolk der ganzen Welt stempelt!? ja daß er etwas unterzeichnet, was die Möglichkeit nimmt, daß seinem eigenen Volk Gerechtigkeit widerfährt?!”

Man fragt sich voll Schauer: “Wo bleibt das Christentum, wenn ein christlicher Politiker einen sein ganzes Volk diffamierenden Vertrag unterzeichnet!? Man fragt sich weiter in tiefer Sorge: was wird aus einem Volk, dessen Bischöfe sich nicht schützend vor ein Volk stellen, um der christlichen Liebe und Wahrhaftigkeit willen!?

Man fragt sich, was aus einem Volke wird, dessen Vertreter nicht bereit sind, Gerechtigkeit für ihr Volk zu fordern, genauso, wie sie im Übermaß bereit sind, Verbrechen der eigenen Staatsführung des vergangenen Systems andern gegenüber zu sühnen?! Ein solches Volk muß sich verlassen vorkommen von der eigenen Führung! …

… Eminenz! Wenn die kirchlichen Behörden diesen ihr Volk einseitig belastenden Vertrag stillschweigend gutheißen … und solange nicht genauso wie bisher in den ehemaligen KZ Buchenwald, Dachau usw. von seiten der Kirche und des Staates in aller Öffentlichkeit der Millionen deutscher Kinder, Frauen und Männer, Greisinnen und Greise, welche zum Beispiel in der Hölle der anglo-amerikanischen Bombenangriffe grauenhaft ums Leben kamen oder verstümmelt heute noch ein qualvolles Dasein führen, ehrend gedacht wird, solange ist das praktische Christentum tot! Eminenz! Warum gedenken die deutschen Bischöfe nicht der deutschen Menschen, welche schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg in Oberschlesien und Polen, um nur zwei Gebiete zu nennen, gefoltert und gemordet wurden? Warum nicht -um nur einige Beispiele aufzuzählen, welche alle offenkundig sind -der Hitlerjungen, welche in Königsberg von den Russen zwischen Pferde gespannt und auseinandergerissen wurden? Warum nicht der vielen hundert Frauen und Mädchen, denen nach dem Einmarsch der Russen in Neustettin – laut Augenzeugenbericht – lebend die Brüste abgeschnitten wurden und denen der Unterleib mit Eisenstangen zerstört wurde, daß sie unter entsetzlichen Schmerzensschreien unter dem johlen ihrer Peiniger in einem Blutbad starben? Warum nicht der weiblichen Bevölkerung von Landsberg/Warthe, Kinder mit eingeschlossen, welche laut Feststellung eines italienischen Arztes, nach dem Einmarsch der Russen, bis auf ein Prozent mit den gewissen grauenhaften Krankheiten angesteckt wurden? Warum nicht der deutschen Kinder, Frauen und Männer aller Altersklassen, die von den Tschechen auf öffentlichen Plätzen (zum Beispiel Sportplätzen) grauenhaft geschändet, gefoltert und ermordet wurden? Warum nicht der Frauen, Männer und Kinder, die von den Tschechen gekreuzigt wurden? Warum nicht der deutschen Flüchtlinge Ost- und Westpreußens, Schlesiens und Oberschlesiens, welche von russischen Panzern einfach plattgewalzt wurden? Warum nicht der deutschen Säuglinge, die während der Flucht in den Armen ihrer Mütter erfroren? Warum nicht der Tausende von wehrlosen deutschen gefangenen Landsern, welche von Titos Horden in Höfen zusammengetrieben und mit Haken bei lebendigem Leibe auseinandergerissen wurden? Wobei Militärkapellen verhindern sollten, daß die schrecklichen Schmerzensschreie allzuweit gehört wurden. Warum nicht der verwundeten, ja amputierten gefangenen deutschen Soldaten, die sowohl von den Jugoslawen, als auch von Italienern in tiefe alte Bergwerksstollen, Felsspalten und Schluchten zusammengebunden geworfen wurden, worin sie elend umkamen? Man fand später ihre zu Bergen aufgestapelten Skelette! Warum nicht der zahllosen deutschen Soldaten, zum großen Teil noch ganz junger Burschen von 17 und 18 Jahren, welche von den Amerikanern bei lebendigem Leibe entmannt wurden? Warum nicht der zahllosen deutschen Männer und Frauen, welche in alliierten KZ verhungerten?

Wahrlich Schreie, die nie verhallen!

Ihrer aller Blut schreit zu Gottes Thron nach Wiedergutmachung! Und nicht einmal die Bischöfe gedenken dieser besonders schweren Opfer ihrer Landsleute!

Mein Gott, so könnte ich Euer Eminenz die grauenhafte Passion der deutschen Menschen noch beliebig lange vor Augen führen! … (Man rechnet insgesamt mit zirka 20 Millionen deutscher Menschen, die dieser ungerechte Krieg gegen Deutschland gefordert hat!) … Außerdem lag der Morgenthauplan bereits vor Beginn des 2. Weltkrieges vor und schon gleich nach dem 1. Weltkriege forderte der Jude Ilja Ehrenburg pausenlos die Tötung aller Deutschen. (Und zu jener Zeit gab es bekanntlich noch kein nationalsozialistisches Deutschland!)

Zur weiteren Orientierung Euer Eminenz erlaube ich mir auf das kürzlich erschienene Buch von Erich Kern: “Verbrechen am deutschen Volk”, Verlag K. W. Schütz, Göttingen, und auf das Buch “Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen”, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung sudetendeutscher Interessen, aufmerksam zu machen.

Ich bitte Euer Eminenz mir zu glauben, daß das schamhafte Verschweigen der Grausamkeiten, die am eigenen Volke begangen wurden, falsch ist. Es ist ungerecht dem Volke gegenüber, weil es dadurch in ein falsches Licht kommt.

Es kommt noch eine Übersteigerung hinzu, welche den Namen des deutschen Volkes ungeheuerlich und fälschlich belastet: Es wird seit Jahren von 6 Millionen Juden gesprochen, welche wir Deutsche umgebracht haben sollen! Israel hat Wiedergutmachung dafür von der Bundesregierung verlangt und bereits mit Sachwerten (umfangreiche Waffenlieferungen und Ähnlichem) zusammen über 45 Milliarden dafür erhalten und bekommt nun außerdem noch Entwicklungshilfe! Dabei betrugen am 31. März 1965 die Schulden der BRD 35 Milliarden DM und die Schulden der Bundesländer und Gemeinden ein Vielfaches davon.

Und wer, Eminenz, zahlt Deutschland die Wiedergutmachung? Abgesehen davon, daß es eine Frage des Geschmackes ist, ob man sich seine Toten bezahlen läßt, ist die Zahl von 6 Millionen falsch, Das IRK in Genf, das hiefür zuständig ist, hat festgestellt, daß die Zahl nicht genau zu fixieren sei, es handle sich aber um etwa 300.000 bis 600.000. Natürlich eine schreckliche Zahl! Aber noch lange keine 6 Millionen!

Welch eine ungeheure Summe würde, wenn das Bezahlen von Toten üblich wäre, Deutschland von seinen Gegnern fordern müssen, vor allem von denen, die ihm den Krieg erklärt haben!? Für die Millionen-Zahlen, die es in zwei Weltkriegen einbüßen mußte, die Churchill und im letzten Kriege auch Koosevelt und der Bolschewik Stalin gegen Deutschland führten! (Rußland ist nicht ungerechterweise von Deutschland überfallen worden. Der gewaltige russische Aufmarsch war längst in vollem Gange, als deutsche Divisionen hineinstießen. Wir waren eben schneller.)

Aber das Schlimmste ist, daß sogar der Heilige Vater in der Beurteilung Deutschlands durch die falsche Angabe der Zahl von 6 Millionen Juden irregeführt wird! Es führte sogar zur fälschlichen offiziellen Belastung Deutschlands durch die höchste kirchliche Behörde, indem Seine Eminenz Kardinal Tisserand seinerzeit im sogenannten “Keller der Märtyrer” in jerusalem 6 Kerzen anzündete zur Ehrung der uns fälschlich angelasteten 6 Millionen Juden. Als ich ihm daraufhin die richtige Zahl vom Roten Kreuz in Genf angab, war es ihm offensichtlich peinlich, aber er lehnte es ab, sich mit mir in eine Diskussion einzulassen und meinte nur, es seien damit alle Juden gemeint, die im 2. Weltkrieg umkamen! Es seien auch viele in Frankreich und in Rußland vernichtet worden. Als ich ihn daraufhin fragte, warum denn ausgerechnet die Juden von höchster kirchlicher Stelle geehrt worden seien und nicht auch die 20 Millionen Deutschen oder die Angehörigen anderer Nationen, antwortete er nicht mehr.

Die Auffassung, daß die NS-Prozesse eine “läuternde Wirkung” haben würden, ist eine völlige Fehlspekulation… . Wo bleibt der Rechtsstaat! Man fragt sich? Kann man nach 20-25 Jahren überhaupt noch ein klares rechtliches Bild über die damaligen Ereignisse bekommen? Man fragt sich weiter, ob die Herren Parlamentarier, die auf den Druck des Auslandes hin – gegen den Willen des eigenen Volkes – für die Verlängerung der Verjährungsfrist gestimmt haben, ob diese Herren, wenn sie an der Stelle der nunmehr Verurteilten oder noch zu Verurteilenden gewesen wären, vor allem die jüngeren unter ihnen, ob sie wohl zu Märtyrern geworden wären und die entsprechenden Befehle auszuführen sich geweigert hätten!? Auf Befehlsverweigerung stand nämlich damals die Todesstrafe oder schwerste Zuchthausstrafen!

Eminenz! Der hochwürdigste Herr Kardinal Frings hat, sehr mit Recht, die “Entnazifizierung” seinerzeit als die Inquisition Deutschlands bezeichnet und gesagt, sie sei ein Schandfleck für die deutsche Geschidite, weil nämlich Menschen wegen ihrer politischen Überzeugung vor Sondergerichte gestellt wurden! D a s, Eminenz, haben nicht einmal die Nationalsozialisten getan, als sie zur Macht kamen! Im Gegenteil! Sie nahmen die ehemaligen Gegner sogar schon vorher in ihre Partei auf, wobei diese allerdings zum großen Teil das Gute, das anfänglich daran war, zersetzten!

Das, was heute mit der gesetzwidrigen Verlängerung der Verjährungsfrist geschieht, ist bereits die zweite Inquisition in Deutschland! … Und kein Bischof erhebt in der Öffentlichkeit seine Stimme dagegen! … Weil immer wieder fälschlich behauptet wird, daß die Greuel, die an uns begangen wurden, nur die Folgen unserer Untaten seien und daß wir den Krieg geplant und begonnen hätten, muß noch auf Folgendes hingewiesen werden:

1. Am 24. März 1933 (also ganz kurz nach Hitlers Machtergreifung) veröffentlichte der Daily Express, dessen Millionenauflage bekannt ist, folgende Zeilen:

“Das israelische Volk erklärt Deutschland wirtschaftlich und finanziell den Krieg … 14 Millionen Juden stehen wie ein Mann zusammen, um Deutschland den Krieg zu erklären. Der jüdische Großhändler wird sein Haus verlassen, der Bankier seine Börse, der Kaufmann sein Geschäft und der Bettler seine Elendshütte, um sich in einem Heiligen Krieg gegen Deutschland zusammenzuschließen!”

So befand sich also, laut der eigenen Kriegserklärung, das Weltjudentum noch v o r dem Beginn des 2. Weltkrieges mit Deutschland im Kriege, und dies, bevor noch einem Juden in Deutschland ein Haar gekrümmt wurde!

2. Bereits lange vor dem Kriege, so schreibt Churchill, der angeblich “große Europäer” …, in seinen Erinnerungen, habe er für den Fall eines neuen Krieges gegen Deutschland den Bombenkrieg auf deutsche Städte zwecks Demoralisierung” vorgeschlagen, da die Hungerblockade im 1. Weltkrieg nicht wirksam genug gewesen sei! (Dieser Maßnahme fielen jedoch damals schon 4 Millionen deutscher Zivilisten, darunter 800.000 Säuglinge zum Opfer!)

Diese Planung Churchills für den 2. Weltkrieg wird bestätigt durch den Engländer J. M. Spaight in seinem Buche “Bombing vindicated” 1944. Er sagt, daß England schon 1936 den Aufbau der Luftwaffe auf die Bombardierung der Zivilbevölkerung ausgerichtet hatte! Das ist geplanter Völkermord! Geplant schon drei Jahre, bevor er eigentlich begann.

Und noch etwas, Eminenz! Zu den schrecklichsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit in unserer Zeit gehört die Tatsache, daß immer noch, von den Siegermächten verurteilt und von diesen in unserem Lande bewacht, die drei Minister Rudolf Heß, Albrecht Speer und Baldur von Schirach im Gefängnis in Spandau sind. – Sie haben nachweislich nichts verbrochen. Sie gehörten zur Führungsschicht des Reiches, das ist ihr ganzes Verbrechen! Besonders himmelschreiend und empörend ist die “Verurteilung” des Reichsministers Rudolf Heß unter der Begründung, er sei gegen den Frieden gewesen! Dieser honorige Mensch …, der nur deshalb seinen tollkühnen Flug nach England unternahm und dabei sein Leben aufs Spiel setzte, um einen letzten Versuch zu unternehmen, um einen letzten Versuch zu machen, den bösen Willen eines Churchill zum Kriege umzustimmen, um im letzten Augenblick noch den Frieden zu retten, nachdem es einem Göring, trotz der Vermittlung eines Schweden, mißlungen war!

Und jetzt, Eminenz, ist es so weit, daß Baldur von Schirach sein Augenlicht verliert. Angesichts dieser Tragödie … – welcher Kulturstaat sperrt schon Reichsminister seines ehemaligen Gegners auf Lebenszeit oder überhaupt ein – müßten auch für diese wieder Versuche von seiten der Kirche, wenn staatliche Stellen es nicht wagen, unternommen werden, um eine Freilassung im Namen des Christentums zu erwirken! …

…Meine inständige Bitte geht nun dahin, daß Euer Eminenz Euer Eminenz großen Einfluß dahingehend geltend machen möchten, daß die alleinige Verurteilung unseres Volkes … aufgehoben werde! Daß erreicht werde, daß bald endgültig unter das Thema “Kriegsverbrechen” oder “NS-Verbrechen” ein Strich gemacht werde durch eine Amnestie, wie es ihrerseits die anderen Staaten für sich schon längst gemacht haben! … Außerdem bitte ich Euer Eminenz, nach 20 Jahren, die Millionen Märtyrer unseres Volkes in das öffentliche Gebet und Gedenken aufzunehmen.

In der Hoffnung, mich in meinem Vertrauen zu Euer Eminenz nicht getäuscht zu sehen, bitte ich um Euer Eminenz Segen für meine Familie und mich und bin Euer Eminenz sehr ergebener Bernhard Graf Plettenberg.”

(Veröffentlicht in “Deutsche Hochschullehrer-Zeitung” Nr. 2, 1965.)


[1] Es hat den Anschein, als wollte Wiesenthal seine Tätigkeit als Nazi-Jäger zu einem mit einem guten Dauereinkommen verbundenen Hauptberuf ausbauen wollen.

Er hat im Haag der Welt verkündet, daß er in Wien ein “Parlament der NS-Verfolgten” gründen will, das jährlich “mindestens einmal” zusammentreten soll. Ob dieser anscheinend hauptberufliche “Nazi-Jäger” hofft, geschäftsführender Präsident dieses Parlaments zu werden, darüber verlautet nichts.

Wie lange noch … ?

Holland scheint überhaupt das Paradies der Deutschenhasser zu sein. Der niederländische Sender Hilversum rief seine Hörer auf, Geld für den sogenannten “Wiesenthal-Fonds” zu spenden, der die Mittel für die Nazi-Jagd bereitstellen soll. Die Holländer spendeten postwendend eine Viertelmillion holländische Gulden (etwa 275.000 DM).

Für die Holländer ist Wiesenthal auch bereits “Doktor” geworden; er wird als “Dr.” bezeichnet.

>>>>>Zu Aufklaerung ueber die Konzentrationslager II

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