Eine Andere Rachejustiz

 germanvictims.com – Wo bleiben die internationalen Gerichtshöfe  bei  den  Hunderttausenden deutschen Kindern, die bei der Austreibung der Deutschen aus Polen, der CSSR, aus Ungarn, Jugoslawien und Ostdeutschland zurückbehalten wurden, um dann zu Parteigängern  der  dort  herrschenden Doktrinen erzogen zu werden?
 

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ENGLISH: ANOTHER JUSTICE

DIE RACHEJUSTIZ IN DER CSSR, IN POLEN UND IN JUGOSLAWIEN

Franz Scheidl – Auszug aus dem Buch “Das Unrecht an Deutschland” 1968

Sie entbehrte genauso wie Nürnberg  der  rechtlichen  Basis  und  war nur noch um vieles grausamer.

Vgl.  hiezu  auch  Justiz  im  Dienste  der   Vergeltung   —   Erlebnisberichte und Dokumente, Verlag C. Wolf & Sohn, München, Herausgegeben vom Sudetendeutschen Rat, eine Dokumentation der furchtbaren Rachejustiz der tschechoslowakischen  Volksgerichte  1945 bis 1948.

„Unglücklicherweise  haben  aber  die  meisten   Amerikaner   und   die meisten Engländer keine Kenntnis von den Verbrechen gegen die Menschlichkeit,  die  wir  [die  Amerikaner]  begangen   haben   oder   die mit  unserer  Zustimmung  von  unseren  Verbündeten   begangen   wurden  . . .  Ich  weiß  auch,  daß   bei   uns   [in   den   USA],   Greuelgeschich- ten‘  nur  dann  verschlungen  werden,  wenn  die  Folterknechte   und nicht die Opfer Deutsche sind . . .

Man  wird  die  Deutschen  niemals  ‚Demokratie  lehren‘,  solange   wir nicht  damit  anfangen,   unsere   eigenen   Taten   mit   dem   gleichen   Maß zu messen wie die  ihren.  Tun  wir  dies  nicht,  müssen  wir  als  Heuchler  dastehen  und  die  Deutschen  überzeugen,  daß  Hitler   eben   doch recht hatte mit seinem Glauben, ‚Macht geht vor Recht‘,  und  Demokratie sei nur Lug und Trug . . .

Das amerikanische Publikum erfuhr nichts über die durch unsere Vernichtungsangriffe   herbeigeführten   grausamen    Zerstörungen    deutscher Städte . . . Die Kenntnis davon würde wahrscheinlich einen Stimmungsumschwung in Amerika herbeigeführt haben und die Durchführung  der  Washingtoner  Politik   gegen    Deutschland   verhindert   haben.   Unsere   Kriegsverbrechen   durften   nicht    bekannt    werden . . . Keine amerikanische  Zeitung  berichtete  über  die  Schrecken unserer Bombenangriffe und die schaurigen Verhältnisse der  Überlebenden in den Ruinen voller  Leichen.  Die  amerikanischen  Leser wurden nur mit deutschen Greueln satt gefüttert.“                       (Freda Utley)

Wo bleibt das alliierte Gericht bei den KZ, die  die  Sieger  in gigantischen Ausmaßen unterhielten, ja heute noch unterhalten?

In Jugoslawien sind von 600 000 Deutschen in KZ, gegen die die deutschen KZ Erholungsheime waren, über 200 000 auf bestialische Weise umgekommen.

In der Tschechoslowakei wurden  Hekatomben Deutscher,   Männer und Frauen, in den KZ ermordet.

In Polen war das Schicksal der Deutschen noch grauenhafter, von Rußland ganz zu schweigen.

Wo bleiben die internationalen Gerichtshöfe  bei  den  Hunderttausenden deutschen Kindern, die bei der Austreibung der Deutschen aus Polen, der CSSR, aus Ungarn, Jugoslawien und Ostdeutschland zurückbehalten wurden, um dann zu Parteigängern  der  dort  herrschenden Doktrinen erzogen zu werden?

Alle  Welt  weiß,  daß  in  Korea,  in  Vietnam,  in  Nordafrika  und überall dort, wo die Sieger seither Krieg führten und noch führen, Kriegsverbrechen über Kriegsverbrechen begangen wurden und noch werden, und zwar von Menschen,  die  für  USA-Justiz  und  die  Justiz der anderen Sieger sehr greifbar sind. Wann werden diese Kriegsverbrecher zur Verantwortung gezogen und bestraft werden?

Wo bleibt das IMT bei der Zerstörung ägyptischer Städte und der Massentötung ägyptischer Zivilisten, Frauen und Kinder, durch die britisch-französische Luftwaffe 1956 — mitten im Frieden? Die dokumentarischen  Berichte  der  ägyptischen  Regierung,  vor  allem  die Bilddokumente, sprechen eine entsetzliche Sprache.  Die  Bilder  und der Bericht des schwedischen Bildreporters Per Olow Anderson sind ergreifend.

Per Olow Anderson berichtet:

„Mein  Augenzeugenbericht  über  die   Bombardierung   von   Port   Said ist keine Geschichte für Kinder und schwache Herzen. Ich kam einige Stunden nach dem Bombardement nach Port Said. Ich fand ein brennendes,   rauchendes   Inferno.   Ich   begegnete    Kindern,    die    unter den Ruinen ihre Eltern suchten.  Ich  sah  Eltern,  die  wie  wahnsinnig mit blutenden Händen in  den  Trümmern  wühlten,  die  von  ihren Heimen  übriggeblieben  waren,  um  ihre  getöteten  Kinder   auszugraben.  Ich  sah  Tausende  tote  Körper   in   den   schwelenden   Ruinen,   in den Hinterhöfen der Spitäler, die nach dem Bombardement noch übriggeblieben waren. Zwei Hospitäler waren mitsamt ihren 900 Patienten in die Luft  geblasen  worden.   Die   Flugzeuge   flogen   die  Straßen  ab  und  feuerten  mit  ihren  Maschinengewehren   in   die   Straßen und in die Häuser. Das nenne ich Terror und Mord! . . .

Es ist eine Schande für England und ein  schwerer   Flecken,   der  nie mehr weggewischt werden kann.  Ich  bin  Bildreporter  seit  dem  Bürgerkrieg  in  Spanien.  Ich  finde  schwer  etwas,   was   mit   dem   Horror und Terror gegen die zivilen  Bürger   von  Port  Said  verglichen  werden kann . . . Ich sah die  Leichen  der  Zivilisten,  Kinder  und  Frauen, mit den Löchern in ihren Rücken.  Sie  waren  von  Maschinengewehren von den Flugzeugen aus  niedergemäht  worden,  als  sie  durch  die Straßen   flüchteten.   Ich   zählte   Hunderte   solche   Tote.   Darüber   ist nichts  mehr  zu  sagen!  Es  kann  nicht  in   Worte   gefaßt   werden. Aber meine Bilder: der Vater, der sich über sein kleines, totes Töch- terchen beugt, die verwundete Mutter, die ihr kleines  totes  Baby fassungslos in ihren Händen hält  —  das  sind  Dokumente,  die  nie vergessen werden können.“

Dabei überfielen England und Frankreich Ägypten  nicht  aus  Lebensnot, sondern allein um des Mammons willen! Bis  heute  hat  die Welt nichts von der  Einberufung  eines  Nürnberger   Gerichtshofes für die zahllosen Kriegsverbrechen der „anderen“ gehört.

Die deutschen Aggressoren wurden  gehenkt; die britischen  Staatsmänner kamen für ihre  Aggression  nicht  vor  einen  Weltgerichtshof; sie erhielten 82 Millionen Dollar Zinsennachlaß dafür, daß sie ihre Aggression einstellten. England und Frankreich überfielen Ägypten nicht aus Lebensnot, sondern um des Geldes willen. Deutschland führte  Krieg,  um  sich  aus  den  Fesseln  von  Versailles  zu  befreien, um den Wahnsinn des Danziger Korridors  aus  der  Welt  zu  schaffen, um das ihm entrissene Land wiederzugewinnen und seine unter drückender  Fremdherrschaft  lebenden  Bürger  zu  befreien.   Dafür ließ man Tausende deutsche Staatsmänner, Generale, Offiziere und Soldaten am Strick baumeln.

Kein internationaler Gerichtshof rührte sich bei der russischen Aggression in Europa, bei der chinesischen in Korea und Tibet, bei der indischen gegen Haiderabad usw. usw.

Grenfell schreibt in Bedingungsloser Haß, S. 246:

„Man  wird  sich  des  Geschreis  erinnern,   das   1940   in   England   über den  versuchten  deutschen  Angriff  auf  Norwegen  ausbrach.   In   Nürnberg  wurde  1946  der   deutsche   Großadmiral   Raeder   der   Teilnahme an  der  Vorbereitung   dieses   Angriffs   angeklagt.   Das   fürchterliche Urteil lautete auf lebenslängliches Zuchthaus — er wurde  zum  Tod verurteilt.

Die 1952 veröffentlichte Amtliche Britische Geschichte enthüllte die beschämende Tatsache, daß schon im November 1939 unter dem Deckmantel  einer  Unterstützung  der  Finnen   gegen   die   Russen   Pläne für   eine   englischfranzösische   Besetzung   Norwegens   ausgearbeitet waren.

Die Pläne wurden nur deshalb  nicht  ausgeführt,  weil  der  russisch-finnische  Krieg  unerwartet  früh  endete,  bevor  noch  alles  vorbereitet war.“

Kordt teilt in seinem Buch Wahn und Wirklichkeit mit, im Resolutionsentwurf des Obersten Rates der Alliierten (England und Frankreich) vom 28. März 1940 sei „eine angebliche Minderung der Neutralitätsrechte der skandinavischen Staaten“ beschlossen  worden  mit der Begründung, daß diese Rechte von Großbritannien und  Frankreich als „contrary of their vital interests“ (als feindlich den Lebensinteressen Englands und Frankreichs) betrachtet wurden.

Wo bleibt der Internationale Gerichtshof bei den  israelischen  Aggressionen 1948, 1956 und 1967, die Hunderttausenden Arabern ihren Besitz und das Leben  kostete?  Wann  werden  die  Verbrechen  gegen die Menschlichkeit untersucht, deren die ägyptische Regierung die Israelis mit belegten Dokumenten beschuldigt und von denen die Weltöffentlichkeit, insbesondere das amerikanische Volk, nichts erfährt?

Wo bleibt das  IMT  bei  den  unsagbaren  Greueln  der  Kriegführung in Algerien?

Die  Unterschrift zur  Legalisierung  des  größten  Verbrechens  der  Neuzeit, der Massenaustreibung Millionen Deutscher aus ihrer angestammten Heimat, steht auf dem Potsdamer Morddokument. Warum schweigt die Welt dazu? Ist es das Schweigen der Schuld? Ist es Charakterlosigkeit? Es ist der völlige Bankerott  christlichen  Denkens und Handelns!

Ungeheuerlich an Größe und Zahl sind die an Deutschen verübten Kriegsverbrechen. Kern bringt  hiefür  erschütterndes  Material  bei:  so in der fundierten Broschüre Das große Kesseltreiben über die bestialischen Verbrechen von Offizieren und Soldaten der amerikanischen Regenbogendivision in Oberpframmern, in Eberstetten,  in  Tralsheim bei Ruderting, in Eggstädt bei Rosenheim, in Risenheim bei Abtenau, in Obersberg, in Kreuzberg, in Siebenhausen, in Hengersberg, in Orlach-Jungholzhausen, bei Schwäbisch-Hall, in Erlau, in Titting bei Passau, in Kleinweil, in Keilenhofen und Zell bei Eichstatt, in Utting am Ammersee, im Lazarett Dachau 1  und  vielen  anderen  Orten. Vor allem aber in seinem großen Werk  Verbrechen   am   deutschen Volk (Schütz Verlag, Göttingen).

Die Deutsche Nationalzeitung (München) und die Deutsche Wochenzeitung (Hannover) bringen seit Jahr und Tag fortlaufend erschütternde Berichte über die Kriegsverbrechen „der anderen“ am deutschen Volk.

Wir greifen aus dem schier unerschöpflichen Material aufs  Geratewohl einen solchen Bericht  heraus. Die  DWZ brachte  am  7.  Februar 1964 folgenden Bericht:

„Von  der  Völkerbundsbibliothek  in  Genf  wurde  zum  Prozeß   gegen Erich  Deppner  in  München  folgendes  Dokument  zur  Verfügung   gestellt, aus dem hervorgeht, daß die gesamte Belegschaft  des deutschen Lazaretts in  Feodosia  im  Winter  1941/42  beim  Einmarsch  der  russischen  Soldaten  buchstäblich  abgeschlachtet  wurde.  Verwundeten wurden die Arme und Beine abgehackt,  die  Leiber  aufgeschlitzt  und ihre  Kopfhaut  skalpiert.  Man  warf  Soldaten   in   eiskaltes   Wasser   und ließ sie bei lebendigem  Leibe  einfrieren.  Andere  Berichte  sprechen davon,  daß  deutsche  Gefangene  geblendet,  entmannt,  an   Bäume genagelt und  in  größeren  Gruppen  in  Scheunen  und  Häusern  verbrannt wurden.“

Erich Kern berichtet in seinem Erlebnisbuch  Der  große  Rausch  (Tho- mas Verlag, Zürich), S. 42:

„In den Bäumen hingen die deutschen Soldaten. Die Arme rückwärts gebunden  und  an  den  Ästen   hochgezogen.   Die   Stiefel   ausgezogen, die   Beine   bis   zu   den   Knien   verbrannt   und   verkohlt.   Die   Gesichter entsetzlich verzerrt. Das waren die berüchtigten ‚Stalin-Socken‘ der Bolschewiken  . . .  Die  Füße   mit   Benzin   übergössen,   angezündet   und im Übermaß der entsetzlichen Schmerzen gestorben. 98 Männer und Unteroffiziere, drei Feldwebel und zwei Leutnants.“

Über die entsetzlichen Grausamkeiten  der  jüdischen  Kompanien,  die im alliierten Verband in Italien kämpften,  gegen  deutsche  Soldaten und Offiziere, muß hier geschwiegen werden, um die Erbitterung gegen diese Racheteufel in Menschengestalt  nicht  bis  zur  Siedehitze zu bringen. Diese  reinen Mördergruppen  machten  keine  Gefangenen; sie brachten keinen deutschen Soldaten, der ihnen übergeben wurde oder den sie selbst gefangennahmen, lebend ein. Sie  ermordeten alle.

Auch nicht ein einziger Kriegsverbrecherprozeß gegen die Alliierten wurde durchgeführt.

Nach den Petersburger Gesprächen veröffentlichte die Alliierte Hochkommission am 26. November 1949 ein Gesetz, in dem es u. a. heißt:

„Deutsche Gerichte dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung des zuständigen Hohen Kommissars keine Gerichtsbarkeit über die alliierten Streitkräfte, Personen oder deren Angehörige ausüben.“

Tatsächlich haben die deutschen Staatsanwaltschaften wiederholt Anzeigen gegen alliierte Kriegsverbrecher mit dem Hinweis zurückgewiesen, daß diese Verbrechen nicht verfolgt werden dürfen.

Auszug aus:

Das Unrecht an Deutschland – Scheidl 1968

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