Yugoslawische Ungeheuer

germanvictims.com – Massenmorde von Deutschen in Yugoslawien – Yugoslawische Ungeheuer…

DIE DEUTSCHEN WAREN ERST UNTER UNGARISCHER REGIERUNG UND DANN UNTER JUGOSLAVISCHER REGIERUNG!!!

Die Titelseiten des Buches welches man wo anders beziehen muss:

Verbrechen an den Deutschen in Jugoslavien-Donauschwaben – Pdf

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Lieber in den Tod gegangen

Vor 61 Jahren wurde der »Vater der Kriegsgefangenen«, Abt Adalbert von Neipperg, ermordet

Die Überlebenden nannten ihn respektvoll »Vater«, seine kommunistischen Widersacher einen »Klerikalfaschisten«: Adalbert von Neipperg, Graf und Benediktinerabt, marschierte freiwillig gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in jugoslawische Kriegsgefangenschaft. Er wollte seine Kameraden nicht verlassen – und wurde dabei zum Märtyrer. Die DS erinnert aus gebotenem Anlaß an diesen mutigen Priester.

Karl Graf von Neipperg wurde 1890 in Meran geboren, wuchs in Heilbronn auf. Nach dem Abitur studierte er in München und trat nach Erreichen der Volljährigkeit unter dem Namen Adalbert als Novize in das Kloster Beuron ein. Die Priesterweihe empfing er am 10. August 1920. Anfang 1929 wurde er zum ersten Abt des gerade gegründeten Klosters Stift Neuburg bei Heidelberg ernannt.
Weil die finanziellen und personellen Schwierigkeiten des Klosters seine Gesundheit angriffen, verzichtete er nach fünf Jahren auf sein Amt. Er zog sich ins Kloster Seckau in der Steiermark zurück, wo er sich der Seelsorge und Verkündung widmete. Nach dem »Anschluß« Österreichs 1938 ging er in die jugoslawische Untersteiermark, um dort als Seelsorger der Volksdeutschen und seit 1941 auch der slowenischen Bevölkerung tätig zu sein.
Im Herbst 1944 war er Standortpfarrer für das dort stationierte deutsche Militär. Er wollte den Soldaten nicht nur Seelsorger, sondern auch Kamerad sein; deshalb ließ er sich zusätzlich als Sanitäter ausbilden. Als sich die Ostfront näherte, schloß er sich einem Treck von Militär und Zivilisten an. Vor der österreichischen Grenze wurde der Konvoi von Partisanen entwaffnet und von bulgarischen Einheiten gefangengenommen.
Deren Oberst sah den Abt in der Kutte: »Sie Pope (Priester)?« Als Neipperg bejahte und ihm angeboten wurde, zu gehen, meinte er: »Ich bleibe bei den Soldaten, denn sie haben keinen Arzt und keinen Priester.« So wurde der Benediktinerabt kriegsgefangener Offizier.

Hungermarsch

Er war Lazarettchef, Lagergeistlicher, Beichtvater in einer Person. Ärzte gab es nicht, nur wenige Sanitäter für ein halbes Tausend verwundeter und kranker Gefangener. Der Abt war ihr geistlicher und organisatorischer Mittelpunkt: Überall sah man seine hohe Gestalt in der schwarzen Kutte. »Unser Abt« sagten die Soldaten. So kam es, daß er einen 1000 Kilometer langen Hungermarsch, zum Teil barfuß, mitmachte. Dieser führte durch halb Jugoslawien bis an die rumänische Grenze nach Werschetz, einer alten Stadt der Donauschwaben.
Die Soldaten waren unsäglichen Strapazen, Schikanen und Quälereien ausgesetzt; sie wurden beschimpft, getreten und mit Gewehrkolben zu Tode geschlagen. Abt Neipperg kümmerte sich um die Sterbenden, schloß betend manches Auge, in aller Schwäche noch Ruhe und Kraft für die anderen ausströmend. Im Lager angekommen, war er unermüdlich um die Kranken bemüht, von denen in den ersten Wochen über tausend an Entkräftigung und Ruhr starben.
Bald war er der Trost spendende, hilfreiche Vater aller. Jeder ging zu ihm, wenn die Qual der Gefangenschaft verzweifeln ließ; seine Worte halfen besser als Medikamente. Er brachte für die Kranken Heilkräuter, er schleppte Kannen mit Milch ins Lager, er bat bei den Bauern um Speck für die Kameraden.

Der Lagerleitung ein Dorn im Auge

Diese Strapazen ließen den Mittfünfziger kränkeln, er litt an Tuberkulose und Herzmuskelschwäche. Lazarettaufenthalte wurden notwendig; er kehrte jedoch immer wieder in das Lager Werschetz zurück. Die einzige Rettung hätte es durch die Entlassung in die Heimat gegeben. An seine 90jährige Mutter schrieb er: »…daß ich hier nicht weg kann, solange kein anderer Geistlicher hier ist.« Als sich die Entlassung immer wieder verzögerte, hielt er in der »Stacheldraht-Universität« des Lagers eine größere Vorlesung über »Das christliche Menschenbild heute«.
Übermüdet lag er abends mit geschlossenen Augen auf seinem Ratz. In seinen gefalteten Händen hielt er das Kreuz: »Ich persönlich ergebe mich ganz in den Willen Gottes. weil ich so einen winzigen Teil der großen Schuld (Deutschlands) mit abbüßen kann.« Sein hohes Ansehen, seine offene Kampfansage an den kommunistischen Materialismus, dessen Gegensatz zur Kirche er darlegte, waren dem Lagerkommissar ein Dorn im Auge. Die Lagerleitung versuchte, ihn der Spionage zu bezichtigen – er sei »Klerikalfaschist«, und schließlich sollte er einen goldenen Kelch gestohlen haben.
Als ihm seine Vorlesungen verboten wurden, blieben ihm Aussprachekreise und Gottesdienste, zunächst im Freien, dann in stillen Winkeln oder Baracken. »Wir standen dichtgedrängt und hörten die Stimme des Priesters, der einer der Unseren war«, schreibt ein Überlebender. Am 23. Dezember 1948, dem Tag vor Heiligabend, wurde Graf Neipperg zum jugoslawischen Stab bestellt, dessen Hauptquartier in der Stadt war. Von diesem Ausgang in die Stadt kehrte er nicht zurück.
Nach Tagen des Bangens kam die schreckliche Wahrheit ans Licht. Ein Schweinehirte entdeckte die unbekleidete Leiche unter einem Misthaufen; im Leichenhaus wurde der Abt identifiziert. Seine Kehle war durchschnitten, am ganzen Leib waren grüne und blaue Flecke zu sehen, die großen Zehen waren abgerissen. Der Totengräber, der den Abt verehrte, bewahrte die Leiche vor dem Verscharrtwerden. Er schob den Sarg zwischen die Särge seiner Familiengruft.

Standkreuz gerettet

»Wir haben unseren Vater verloren«, sagten die Gefangenen. Einer von ihnen gab später einer Einwohnerin von Werschetz ein Standkreuz mit dem Hinweis, es sei das Kreuz des ermordeten Priesters, das er bei seinen Krankenbesuchen trug und mit dem er die heimlichen Messen zelebrierte. Dieses befindet sich heute in Wien, wo es der Ortsgemeinschaft Werschetz sehr viel bedeutet.
Es gibt seit Jahren Bemühungen, Adalbert von Neipperg, ähnlich wie Maximilian Kolbe, Rupert Mayer oder Edith Stein, offiziell zu ehren; verwirklicht doch seine Hingabe bis zum Tode das, was christliche Tradition schon immer Martyrium zu nennen pflegte.
Ein anderer Abt, der in seiner Jugend Graf Neipperg begegnete. schrieb: »Als ich vom Märtyrertod erfuhr, war für mich dieses Sterben die Vollendung eines Lebens, das geprägt war von einer sehr bewußten, absolut lauteren Hingabe an Christus und sein Heilswerk, das er fortsetzen wollte in priesterlichem Mühen für alle, die in Not sind und den Trost des Glaubens brauchen. Ich hoffe, in Abt Neipperg einen Fürsprecher am Throne Gottes zu haben.«

Peter Berrenberg

Textende

Quelle: http://unglaublichkeiten.com/

VERBRECHEN GEGEN DIE DEUTSCHEN IN UNGARN BEI PARTISANEN UND DEN JUGOSLAVEN:

– DIE AUSTREIBUNG DER DEUTSCHEN AUS JUGOSLAWIEN –

Franz Scheidl – Auszug aus dem Buch “Das Unrecht an Deutschland” 1968

 

Aus Jugoslawien wurden 750 000 Deutsche ausgetrieben und nackt beraubt. Die Serben töteten soviel Deutsche, wie  sie  nur  konnten. Man  zählte  etwa  400 000  Todesopfer.  Auch  den  Jugoslawen   war zwar die Austreibung der Deutschen nicht offiziell  zugestanden  worden, aber niemandem fiel es ein, gegen die barbarische Ermordung, Austreibung und Beraubung zu  protestieren.  Vor  allem  wurden  auch die sich aus Griechenland, Rumänien und Bulgarien zurückziehenden deutschen Truppen, soweit dies nur möglich war, von den Serben erbarmungslos niedergemetzelt.

Auch hier in Jugoslawien wurden die Deutschen,  nachdem  man  sie aller ihrer Habe beraubt hatte, zusammengetrieben und an die Bolschewiken als Sklaven ausgeliefert.

Aus einem Bericht:

„Am Heiligen Abend 1944 mußten sich in  allen  Orten  der  Batschka und des Banates die deutschen Männer von 18  bis  40  Jahren  versammeln und die Frauen von 18  bis  30.  Eine  bolschewikische  Kommission  prüfte  sie  auf  ihre  Arbeitsfähigkeit.  Sie  wurden  dann  in   Viehwagen verladen und nach dem Osten abtransportiert.“

Über die Ermordung und Ausrottung der Deutschen in Jugoslawien berichtet Joß-Pauer:

„Frau  Anna  T.  am  Palanka  berichtet:   Es   herrschte   wüstes   Plündern und Morden  . . Karl  Cerveny  wurde  in  die  Donau  geworfen  und ersäuft.  Sein  Bruder  erlitt  einen  noch   gräßlicheren   Tod.   Es   wurden ihm die  Hände  zerbrochen,  die  Augen  herausgestochen,  die  Nasenlöcher aufgerissen,  die  Geschlechtsteile  abgeschnitten  und  ihm  in  den Mund gesteckt  . . .  Die  Deutschen  wurden  tagelang  systematisch  ge- foltert und getötet . . . Nach einigen Tagen wurden alle überlebenden Deutschen zusammengetrieben. Nach einer Nacht  im  Freien  im  strömenden Regen traten sie den Todesmarsch von 60 Kilometer in  das Lager Batschki Jarek an. Ständig angetrieben,  blieben  die  Greise, Kranken und Krüppel zurück und wurden erschlagen und erschossen. Säuglinge und Kleinstkinder lagen mit ihren Großmüttern  am  Straßenrand. Die Straße war von Hunderten von Leichen umsäumt . . .“

In der Gemeinde Werbaß wurden  rund  600  deutsche  Männer  erschossen. Die Opfer wurden an die Gräber herangeführt und durch Genickschuß getötet . . .

In dem Bezirksort Kula verloren wohl nur  200  Deutsche  das  Leben, doch waren die Niedermetzelungen dort bedeutend  brutaler  als  in Werbaß. Ganze Familien wurden einfach totgeschlagen . . .

In Klein-Ker (Backo Dobropolje) wurden 4000 Deutsche zusammengetrieben und ermordet . . .

Sofort nach der Errichtung der Militärverwaltung wurde mit der Niedermetzelung der deutschen Bevölkerung begonnen . . . In der Doppelgemeinde  Werbaß   wurden   die   Deutschen,   soweit   sie   nicht gleich  erschlagen  wurden,  nackt  ausgezogen,  an  die  Gräber   herangeführt und mit Genickschuß erschossen . . .

Im Bezirksort Kula waren die Niedermetzelungen noch  bedeutend brutaler. Ganze Familien wurden einfach totgeschlagen . . .

In  Klein-Ker  (Backo  Dobropolje)  wohnten  früher  4000   Deutsche   . . . Man  trieb  die  Familien  —  die  Hälfte  darunter  waren  Frauen  und Kinder  —  um  3  Uhr  früh   aus   dem   Hause.   Alle   mußten   sich   bis aufs Hemd ausziehen. Die  Hände  wurden  ihnen  mit  Draht  gefesselt. So trieb man sie aus der Gemeinde . . . Sie mußten sich hinlegen und wurden mit Genickschuß getötet . . .

Filipova war der Schauplatz der größten  Massenerschießung  in  der Batschka . . .

In Syrmien wurde vor allem die  Stadt  Ruma  eine  Richtstätte  des deutschen            Donau-Schwabentums  . . .  Die  Deutschen   mußten   sich nackt   ausziehen. . .,   dann   wurden   die   nackten   Männer,   Frauen   und Kinder der Ortschaft in die Gruben  einer  Ziegelei  getrieben  und  dort von Titoisten niedergemetzelt. Die nächsten  mußten  sich  auf  die Leichen der Getöteten legen. Wer sich weigerte, dem wurde  mit Bajonetten  nachgeholfen.  Viele  von  diesen  Unglücklichen  lebten   noch und gingen erst  unter  der  Last  der  nachfolgenden  Opfer  elend  zugrunde. Nicht besser erging es der  deutschen  Bevölkerung  aller  anderen Orte. Der Vorgang war überall  der  gleiche.  Unvorstellbare  tierische Grausamkeiten wurden an den  unglücklichen  deutschen  Opfern, Frauen und Kindern, verübt.

Die  Hinmetzelung  und  Austreibung   der   Deutschen   in   Jugoslawien ist  eines  der  düstersten  Kapitel   der   Geschichte.   Vernichtungskommandos  erschienen  in  den  deutschen  Städten,   Dörfern   und   Siedlungen  und  führten  dort  ihr   furchtbares   Werk   durch.   In   Syrmien   und im  Banat  fiel  fast  die  Gesamtheit   der   dort   wohnenden   Deutschen den Massenerschießungen und Morden  zum  Opfer.  Wer  nicht  ermordet wurde, wurde deportiert, aber nicht nach Deutschland oder Österreich,   sondern   den   Bolschewiken   als   Arbeitssklaven    für    Sibirien ausgeliefert. Von den 16 000 in Werschetz  im  Banat  lebenden Deutschen  wurden  6000  Männer,  Frauen  und  Kinder   ermordet,   der Rest ausgetrieben.“

Vgl. hiezu den Bericht von Dr. Joß-Pauer „Organisierter Völkermord — Blutbilder vom deutschen Kreuzweg“ in der Zeitschrift Die Grenzmark, 1957 und 1958.

Über die Massenermordungen von Deutschen in Jugoslawien, die Zwangsarbeitslager und die Verschleppung und Auslieferung von Deutschen an die Bolschewiken und ihre Deportation nach Sibirien berichtet das erschütternde Buch von Leopold Rohrbacher Ein Volk wurde ausgelöscht — Die Ausrottung der Deutschen in Jugoslawien 1944—1948, Verlag des Forschungs-Institutes für Fragen der Hei- matlosen, Salzburg, Ignaz-Harrer-Straße 2.

siehe auch : UNGARN

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Hager Landkriegordnung – PDF

Lebendig Eingemauert – Bild von dem Massengrab

Island-Rab-Yugoslavia

3,500 Deutsche Soldaten egaben sich im Mai 1945 auf der Insel Rab, Jugoslawien. Einer von Titos Partisanen gab in 1986 in Kanada das Folgende zu: “Die Deutschen Soldaten wurden auf alle moeglichen Weisen gequaelt und gefoltert. Danach wurden sie in einen Bunker gefuehrt aus alten Zeiten des Koenigreiches. Die Haende wurden hinter ihrem Ruecken mit Draht gebunden und dann wurde der Eingang zugemauert und noch mit Beton ueberzogen. Das Gruft liegt in der Naehe des Hotels “Imperial” in einem Fichtenwald auf der Urlaubsinsel Rab. Ich halte es fuer meine Pflicht diese Verbrechen zu entbloessen.”

Ca. 200,000 Deutsche Soldaten fielen in die Haende der Jugoslawischen Partisanen welche ausserhalb der Hague und Genfer Konvention einen verbrecherischen Partisanenkrieg fuehrten. Die Deutschen Soldaten hielten sich streng an die Konventionen. Hunderttausende von Deutschen Zivilisten und Soldaten wurden in Jusgoslawien auf die grausamste Weise ermordet. President Karl Carsten hat sich nicht geschaemt president Tito, diesen Massenmoerderer auf dessen Beerdigung in 1980 ZU EHREN!

Excerpt from Rolf Kosiek Commentary, Historian, “Der Grosse Wendig, Grabert verlag

Paul Carell, “Die Gefangenen,” Ullstein Verlag, 1980

Kurt Boehme, “Die Deutschen Kriegsgefangenen in Jugoslawien, Muenchen 1962

Donauschwaebische Kulturstifung, Muenchen 1991 “Leidensweg der Deutschen im kommunistischen Jugoslawien.”

Die jugoslawischen KZ

Jugoslawien konnte nur mit der weitgehenden Unterstützung und Hilfe des Westens sein kommunistisches Regime errichten. Dieses erschlug alle deutschen Mitbürger und vertrieb die überlebenden. Der gesamte Besitz wurde geraubt und beschlagnahmt.

Die Regierung errichtete 30 KZ, in die alle deutschen Mitbürger gesperrt wurden, die nicht rechtzeitig hatten fliehen können. Viele Insassen dieser KZ wurden ermordet oder fielen der unmenschlichen Behandlung zum Opfer. Der überlebende Rest wurde ausgetrieben.

(Vgl. hiezu: Die deutschen KZ in Jugoslawien, Bd. I 94-197, Bd. II 1949-1954, Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld. Weitere Literatur siehe Scheidl, Zur Hölle mit allen Deutschen.)

Bild: Todesmarsch Deutscher Soldaten

death march german soldiers yugoslavia

Auszug aus dem Buch

 “Verbrechen am Deutschen Volk – eine Dokumentation Alliierter Grausamkeiten”

Erich Kern, 1964 – Verlag Schuetz, Goettingen – Buch unten als PDF

Deutsches Massensterben in Jugoslawien Eine Volksgruppe wurde fast ausgerottet

Noch grausamer und sadistischer gingen die Titopartisanen gegen alle Deutschen vor, die in Jugoslawien in ihre Hände fielen. Fast ist man außerstande, diese blutige Wahrheit wiederzugeben.

Dr. Wilhelm Neuner, vormals Oberlandesgerichtspräsident in Betschkerek und Abgeordneter im Belgrader Parlament, der das erschütternde Schicksal seiner Landsleute mit erleiden mußte, berichtete:

»Die Volksdeutschen, die bis gegen Kriegsende in Jugoslawien lebten, waren beim Rückzug der deutschen Truppen in ihrer Mehrheit der Meinung, daß kein Grund zum Verlassen der Heimat bestehe. Daher sind auch, als die Sowjettruppen in das Land einrückten, gegen 300 000 deutsche Zivilpersonen in Jugoslawien geblieben. Auch ich gehörte zu diesen.

Zunächst schien es, als hätten wir richtig gehandelt. Die ersten Sowjettruppen, die ins Banat und am 2. Oktober 1944 in dessen Hauptstadt Groß-betschkerek einmarschiert sind, haben die deutsche Zivilbevölkerung anfangs im allgemeinen nicht schlechter behandelt als die übrigen Nationalitäten. Am gleichen Tag bildete sich unter der Bezeichnung “Volksbefreiungsausschuß” in der genannten Stadt auch schon eine jugoslawische Behörde, welche, da Belgrad und der größte Teil des übrigen Jugoslawien noch von den deutschen Truppen besetzt war, die lokalen Regierungsgeschäfte in die Hand nahm, mit den Russen zu verhandeln begann und von diesen anerkannt wurde. Dieser Behörde gehörten auch angesehene serbische Bürger an, von welchen wir wußten, daß sie keine Kommunisten, sondern Anhänger des Königs seien. In diesem Ausschuß befanden sich auch Vertreter der  ungarischen,  rumänischen  und  slowakischen  Minderheit.  Als  deutscher  Vertreter  wurde  der  einstige Obmann des “Schwäbisch-deutschen Kulturbundes” Johann Keks, dessen demokratische Gesinnung noch aus der Vorkriegszeit allgemein bekannt war, in den Ausschuß berufen.

Leider dauerte die friedliche Zusammenarbeit nicht lange. Am 10. Oktober 1944, nach dem Abzug und weiteren Vormarsch der russischen Kampftruppen, schickten die obersten kommunistischen Machthaber Verbände kommunistischer Partisanen ins Land. Mit dem Erscheinen dieser rissen die Kommunisten überall die ganze Macht an sich. Die nationalen Jugoslawen, die Anhänger des Königs Peter, wurden ausgeschaltet und zum Teil auch eingesperrt. Es wurde eine kommunistische Diktatur eingeführt, womit auch das bisherige erträg- liche Verhalten der Serben uns Deutschen gegenüber sein Ende fand.

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Diese kommunistischen Partisanen haben schon gleich am ersten Tag ihrer Militärdiktatur im ganzen Land Massenerschießungen von Deutschen durchgeführt. In der Hauptstadt Großbetschkerek, wo gegen 12 000 Deutsche lebten, ging dies so vor sich, daß sie zuerst den westlichen Stadtteil, wo hauptsächlich die deutschen Bauern wohnten, umstellten. Sie drangen in jedes Haus ein und legitimierten alle Männer.

Wo sie hierbei einen deutschen Mann antrafen, wurde er sofort in den serbischen Stadtteil getrieben, worauf alle zusammen – ohne Verfahren und grundlos – noch am selben Tag erschossen worden sind.

Nur verhältnismäßig wenige deutsche Männer blieben damals verschont. Auch ich war mit einem 84jährigen Nachbarn zur Liquidierung abgeführt worden. Nur durch einen glücklichen Zufall kam ich dabei mit dem Leben davon. Jedoch mein Schwiegervater und fünf weitere Verwandte, alles Landwirte, welche in meiner Nachbarschaft wohnten und gerade mit der Einbringung der Ernte beschäftigt waren oder in ihren Wirtschaften arbeiteten, wurden ahnungslos von der Arbeit weggetrieben und mit allen übrigen erschossen. Die damals am Leben gebliebenen Deutschen wurden einige Zeit danach, der eine früher, der andere später, geholt und ins KZ gebracht. Ins Großbetschkereker Lager brachte man auch täglich Leute aus den umliegenden deutschen Ortschaften. Fast täglich fanden dann Erschießungen von Gruppen deutscher Menschen statt. Im ganzen Banat betrug die Zahl der deutschen Zivilpersonen, die in jenen ersten Tagen der kommunistischen Diktatur erschossen wurden, gegen 10 000.

So hat das neue jugoslawische Regime seine Herrschaft begonnen. Erst am 21. November 1944 trat dann in Belgrad der “Antifaschistische Rat der nationalen Befreiung” (Avnoj) als die oberste Regierungsbehörde des neuen Jugoslawien zusammen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Beschluß erbracht, daß allen Personen deutscher Volkszugehörigkeit die Bürgerrechte und das gesamte Vermögen entzogen werden. Dies geschah ohne Rücksicht darauf, ob diese Deutschen in Gebieten lebten, welche während des Krieges unter ungarischer, kroatischer, italienischer, bulgarischer oder deutscher Verwaltung standen.

Die  Behandlung  der  Deutschen  wurde  in  einer  Verfügung  zusammengefaßt,  die  von  dem  politischen Kommissar Titos, Moscha Pijade, in Jajce veröffentlicht wurde und seither die »Verfügung von Jajce” heißt.  Die drei Punkte der Verfügung lauteten:

  1. Alle in Jugoslawien lebenden Personen deutscher Abstammung verlieren automatisch die jugoslawische Staatsbürgerschaft und alle bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte.
  2. Der gesamte bewegliche wie unbewegliche Besitz aller Personen deutscher Abstammung gilt als vom Staat beschlagnahmt und geht automatisch in dessen Eigentum über.

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Personen deutscher Abstammung dürfen weder irgendwelche Rechte beanspruchen noch ausüben, noch Gerichte oder Institutionen zu ihrem persönlichen oder rechtlichen Schutz anrufen.

Mit diesem Beschluß wurde die gesetzliche Grundlage für die Liquidierung aller Deutschen geschaffen, und die bereits geschehenen Gesetzwidrigkeiten und Massenerschießungen wurden damit sanktioniert. Daß dieses Gesetz auch so aufzufassen sei, wurde uns später in den Lagern auch immer und immer wieder nachdrücklichst betont bzw. unter Beweis gestellt.

Für diese ungeheuerlichen Maßnahmen hat man ursprünglich nicht einmal versucht, eine plausible Begründung zu geben. Auf der Sitzung, auf welcher der erwähnte Beschluß über die Ausbürgerung der Deutschen am 21. November  1944  in  Belgrad  erbracht  worden  ist,  hat  der  jugoslawische  kommunistische  Minister  Zarko

Veselinoo eine Rede gehalten, in welcher er als Regierungssprecher lediglich ausführte, daß die Deutschen das Land verlassen müßten, weil man mit ihnen nicht mehr zusammenleben wolle. “Svabama medja nama vise nema mesta! ” (Deutsche haben unter uns keinen Platz mehr!) lautete die betreffende Stelle in seiner durch das Belgrader Radio übertragenen Rede.

Auch diese Regierungserklärung wurde überall so verstanden, daß ohne Rücksicht auf ihre Staatsbürgerschaft alle  Deutschen  vogelfrei  seien  und  liquidiert  werden  könnten.  Darum  wurden  ohne  Rücksicht  auf  die Staatsbürgerschaft auch die letzten Deutschen, welche noch in Freiheit lebten, also auch diejenigen, von welchen man wußte, daß sie keine “Faschisten” waren, von Haus und Hof vertrieben und in Lager gebracht. Gegen 50 Lager wurden für die annähernd 300 000 im ganzen Land noch lebenden Deutschen errichtet. Wo aber  in  den  Lagern  die  Lagerkommandanten  oder  einzelne  Kommunisten  oder  Partisanen  Lust  hatten, Menschen umzubringen, konnten sie ungehindert Deutsche liquidieren.

In Großbetschkerek, in dessen KZ auch ich zuerst gehalten worden war, gab es abgesehen von unzähligen Einzelliquidierungen, bei denen auch der einstige Präsident des Kulturbundes, Johann Keks, den Tod gefunden hat, gegen zehn Massenerschießungen, bei welchen insgesamt etwa 750 deutsche Menschen getötet worden sind. Die Anzahl derer, welche jeweils gemeinsam zu liquidieren waren, wurde sowohl für dieses wie auch für die übrigen Lager jedesmal von der Regierung bzw. von einer von ihr bestellten Stelle anbefohlen. Wie unselig leichtsinnig darauf die untergeordneten Stellen bei der Auswahl der Opfer vorgegangen sind, ist aus einigen Beispielen ersichtlich:

Einmal sollten in unserem Lager auf höheren Befehl 150 deutsche Lagerleute liquidiert werden. Der Lagerkommandant hat darauf alle Lagerleute antreten lassen und hat, ohne sich um die Namen der einzelnen Opfer zu kümmern, ganz einfach diejenigen, welche in der aufgestellten Kolonne zufällig

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vorne standen, zur Erschießung bestimmt und an Stelle der verlangten 150 sogar 154 ausgezählt und in zwei Gruppen erschießen lassen.

Ein großer Teil der Erschossenen war damals schwäbische Landsleute aus dem rumänischen Banat. Diese waren auf der Flucht vor den Russen aus ihrer Heimat schon am 2. Oktober 1944 durch das jugoslawische Banat bis an die Theiß gekommen, über welche sie wegen Zerstörung der Brücke nicht mehr weiter konnten. Sie sind von den jugoslawischen Partisanen in das Großbetschkereker Lager gebracht worden. Auch der frühere deutsche Parlamentsabgeordnete Prof. Peter Weinrich aus Hatzfeld in Rumänien wurde in dieser Gruppe erschossen.

Als ein andermal wieder der Befehl eintraf, daß 70 Deutsche zu liquidieren seien, wurden nur alte Leute und solche, die kränklich waren, umgebracht. Diese ausgewählten Opfer wurden damals nicht erschossen, sondern in kleinen Gruppen aus der Baracke in den Lagerhof geführt und dort von Partisanen erschlagen.

Dabei machten andere Partisanen auf einer Ziehharmonika Musik. Auch der pensionierte Gerichtsrat Dr. Karl Lux aus Großbetschkerek wurde bei dieser Gelegenheit im Lagerhof erschlagen. Die 70 verstümmelten Leichen wurden von italienischen Kriegsgefangenen, die während der Liquidierung auf Befehl der Partisanen laut italienische Lieder singen mußten, auf Wagen weggeschafft.

Als eines Tages die Liquidierung von 30 Deutschen anbefohlen worden war, wurden hierfür meist Kaufleute und solche Männer ausgesucht, welche Intelligenzberufe hatten.

Auch solche Gruppenerschießungen, von welchen eine fertige Liste mit den Namen der ausgewählten Opfer von der Regierung mit dem Auftrag, dieselben zu liquidieren, einlangte, sind vorgekommen. Auf diese Weise war auch bezüglich des einstigen deutschen Abgeordneten Dr. Julius Ellmer die Anweisung eingetroffen, daß er mit einer Gruppe namentlich genannter angesehener deutscher Männer zu töten sei. Da ihn aber der Lagerkommandant in einer Gruppe von 70 Landsleuten schon früher hatte liquidieren lassen, wurde diesmal ein anderer an seiner Stelle genommen und erschossen, damit die für den betreffenden Tag vorgeschriebene Zahl voll wurde.

Auffallenderweise war zur selben Zeit im Lager Pantschowa, wo insgesamt in jenen Tagen 1666 deutsche Lagerleute, in mehreren Partien gefesselt, fortgeführt worden und für immer verschwunden sind, auch die Erschießung des früheren deutschen Abgeordneten Dr. Simon Bartmann auf Grund einer Liste von der Regierung ausdrücklich verfügt worden. Er ist darauf in einer Gruppe von 84 Deutschen, unter welchen sich

auch elf Frauen befunden hatten, gefesselt aus dem Lager hinausgeführt und am nördlichen Stadtrand Pantschowas erschossen worden. Als eines Tages die kommunistischen Partisanen der Banater

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Ortschaften Menlenci und Baschaid ein Fest feierten, wurden hierzu aus dem Großbetschkereker Lager 30 deutsche Lagerleute dorthin gebracht.

Alle dreißig wurden während dieses Partisanenfestes bei Musik und Wein erschossen.

Bei einer anderen Gelegenheit wurden wieder 35 deutsche Männer und vier Frauen den Partisanen in die Gemeinde Ernsthausen geschickt. Diese Lagerleute wurden dort sogleich nach der Ankunft in einem Tanzsaal des dortigen Wirtshauses Georg Schlitter eingesperrt und in der Nacht darauf während einer Partisanenunterhaltung von den betrunkenen Partisanen auf grausamste Weise umgebracht. Deutsche Lagerleute haben danach den Partisanen bei der Wegschaffung der verstümmelten 39 Leichen noch helfen müssen.

Wieder einmal war die Liquidierung von 70 Deutschen befohlen worden. Der größte Teil der Volksdeutschen Männer war jedoch schon zeitig in der Frühe aus dem Großbetschkereker Lager als Arbeitssklaven für den betreffenden Tag an freie Menschen und Unternehmungen verkauft oder sonst auf Zwangsarbeit weit außerhalb des Lagers geschickt worden. Der Lagerkommandant hat daraufhin die auf die Zahl 70 fehlenden 26 Volksdeutschen Männer in der Weise ergänzt, daß er aus der “Abteilung Kriegsgefangene” reichs-deutsche Wehrmachtsangehörige nahm und sie an Stelle der Volksdeutschen Zivilpersonen erschießen ließ. Ein Österreicher, der noch heute in der Steiermark lebt, hat den Kommandanten bei dieser Gelegenheit ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß es sich hierbei um Kriegsgefangene und österreichische bzw. deutsche Staatsbürger handle. Die verächtliche Bemerkung “Svaba je Svaba” (alle Deutschen sind gleich) war das einzige, womit der Kommandant reagierte.

Am 15. Mai 1945 wurden wir alle gezwungen, der mutwilligen Erschießung eines deutschen Kindes zuzusehen. Ungefähr 300 deutsche Männer waren an jenem Tage im Großbetschkereker Lager nicht auf Arbeit. Dazu brachte man noch 700 Frauen aus der Frauenabteilung. Wir mußten je einen Halbkreis bilden, auf der einen Seite die Männer, auf der anderen die Frauen. Der im Lager erschienene Chef der “0zna” hieß den deutschen Knaben Walther Minges aus Detta in Rumänien, also einen rumänischen Staatsbürger, welcher seine Mutter auf der Flucht verloren hatte und als Waise auch in unserem Lager gehalten wurde, in die Mitte des Kreises treten. Das Kind mußte niederknien und wurde vor unser aller Augen von einem Vertreter der Ozna durch zwei Pistolenschüsse in das Genick getötet. Wir alle aber waren gezwungen worden, ganz nahe heranzutreten und genau zuzuschauen, wie man Deutsche umbringe. Die Frauen, welche sich schluchzend abwendeten, wurden von den hinten stehenden Partisanen mit Gewehrkolbenstößen zum Zuschauen gezwungen.

Der höchste Ozna-Vertreter hielt uns danach eine serbische Rede, in welcher er darlegte, daß er das Recht habe, jeden einzelnen von uns auf genau dieselbe Weise liquidieren zu lassen, denn wir Deutsche hätten keine Bürgerrechte, für

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uns gäbe es keine Freiheit mehr, und wir hätten nur noch zu arbeiten und im Lager zu sterben. Damit wir uns dies ja gut einprägten, mußte ein Landsmann, der heute in Reutlingen in Westdeutschland lebt, diese serbische Rede des höchsten behördlichen Vertreters uns noch einmal Wort für Wort ins Deutsche übersetzen. Gegen 50 Zeugen dieses ganzen Vorganges leben noch heute.

Auch noch bei späteren Gelegenheiten sind die Lagerkommandanten zur Härte gegenüber den Deutschen immer wieder von Vertretern der Regierung angespornt worden. So war z.B. auch im Lager Großbetschkerek am 15. Juli 1945 eine größere Zahl von hohen Regierungsvertretern eingetroffen. Wir haben daher wieder alle antreten müssen. Der Sprecher dieser Kommission verkündete uns dann im Namen der neuen jugoslawischen Regierung, daß bei den Besprechungen der Großmächte in Jalta die Aussiedlung der Deutschen aus Ju- goslawien nicht beschlossen worden sei. Das neue Jugoslawien habe dort vielmehr das Recht erhalten, mit seinen Deutschen zu machen, was es wolle. Man könne uns alle erschießen lassen. Wir seien vogelfrei. Auch erklärte er ausdrücklich, daß wir aus dem Lager nie mehr entlassen würden und hier sterben müßten.

Es ist daher kein Wunder, wenn einzelne Lagerkommandanten angesichts der geschilderten Einstellung der höchsten staatlichen Stellen die schnelle Liquidierung der deutschen Zivilpersonen sogar als patriotische Tat ansahen.

Im Lager Rudolfsgnad an der Theiß, wohin man mich im Jahre 1946 gebracht hatte, gab es damals außer einigen wenigen arbeitsfähigen Männern auch 23 000 deutsche Frauen und Kinder. Diese Zahl wurde, sobald einige Tausend hinwegstarben und wieder Platz war, durch neue Transporte aus anderen Lagern, welche auf diese Art nach und nach “aufgelöst” werden konnten, immer wieder ergänzt. Auch aus der Untersteiermark brachte man nach Auflösung der dortigen Lager 400 überlebende Deutsche, unter denen ein großer Teil österreichische Staatsbürger gewesen sind, hierher. Diese Leute haben das ihnen ungewohnte Sumpfklima an der Einmündung der Theiß in die Donau, wo eben das KZ Rudolfsgnad errichtet worden war, nicht ertragen, und es sind viele von ihnen bald umgekommen.

Im übrigen hat man in diesem Lager hauptsächlich durch Aushungern die Zahl der Deutschen zu vermindern getrachtet. Man hat den dortigen KZ-Häftlingen an vielen Tagen überhaupt nichts zu essen gegeben. Im Jänner 1946 verabreichte man den Lagerleuten an fünf unmittelbar aufeinanderfolgenden Tagen keinen Bissen Nahrung.

Auch die kleinen Kinder bekamen nichts, desgleichen auch gar nichts vorher, an den vier unmittelbar aufeinanderfolgenden Weihnachtstagen, nämlich vom 24. bis 27. Dezember. Daher sind dort in einigen Wintermonaten auch 7400 deutsche Kinder und Frauen gestorben.

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An einem einzigen Tag wurden 113 verhungerte Kinder und Frauen aus dem Lager hinausgeführt und, wie alle Opfer dieses KZ, auf der Hutweide in einem langen Graben eingescharrt, weil auch noch zwei und drei Jahre nach dem Krieg auf ausdrückliche Verfügung der Regierung Deutsche als Menschen ohne Bürgerrechte nicht wie freie Menschen auf einem Friedhof begraben werden durften. Auch der einstige deutsche Abgeordnete des rumänischen Parlamentes in Bukarest, Dr. Peter Kausch aus Modosch, ist hier verhungert und liegt in so einem Massengrab.

Ein Lagerkommandant aber, welcher nur drei Monate hier sein Amt versah und danach versetzt wurde, hat am Ende dieser seiner Tätigkeit sogar offen mit den Worten geprahlt, er sei stolz darauf, daß es ihm im Lager Rudolfsgnad durch seine Methode gelungen sei, ohne Schuß in ganz kurzer Zeit 5000 “Schwaben” unter die Erde zu bringen.«

Aus den offiziellen Dokumentationen einige wenige Zeugenaussagen: Johann Wann aus Startschowa (Starcevo), Bezirk Pantschowa im Banat:

»Am l. Oktober 1944 traf die erste russische Patrole in Startschowa ein. Ein Offizier der Patrole hat eine Rede gehalten. Alle Deutschen wurden fortgetrieben, damit sie nicht anhören können, was der Befreier spricht, wo die Serben und Kroaten doch auch nur ganz wenig davon verstanden haben.

Schon am 2. Oktober holten die einheimischen Serben, Kroaten und Zigeuner aus unserem Haus Heu, Stroh, Hafer, Mais und alles, was sie brauchten. Alles, was weggeholt wurde, wurde im Namen der Partisanen und des Volksbefreiungs-Ausschusses gefordert. Als mein Vater eine Bestätigung verlangte, sagten sie ihm, er soll seinen Mund halten, wenn er sein Leben liebhat. Tag für Tag, unter Drohung, wurde das Haus leer gemacht und die Sicherheit schwieriger. Tag für Tag – unter Vorgabe, man suche Waffen und Militärausrüstung – folgten Hausuntersuchungen. Wo so etwas nicht gefunden wurde, fragten sie halt, was ihnen lieb war. Auch Kinderschuhe wurden als Militärausrüstung behandelt und fortgetragen. Damit sie den Deutschen noch mehr Angst eintrieben, wurden auf den deutschen Häusern Parolen angeschrieben, so z. B. auf dem Hause der Brüder Müller: “Alle schwäbischen Schweine müssen aufgehängt werden!” – “Tod für den Schwaben!” Bei uns am Hause stand es: “Hier wohnt der Hitler, er muß totgeschlagen werden!” (Mein Vater wurde noch vor dem Krieg “Hitler” gespottet.) Und: “Alle deutschen Huren müssen sterben.”

Damit die Parolen kein totes Wort bleiben sollen, holten sie die ersten Deutschen in der Nacht am 18. Oktober und trieben sie ins Gemeindehaus. Dort wurden sie geprügelt, verstochen, die Hände gebrochen und dann in den Ortspark geschleppt und erschossen. Mein Vater mußte sie auf den Pferdefriedhof

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führen, wo er sie beerdigen mußte. Die Partisanen drohten ihm, er solle ja nicht verraten, wo sie begraben sind! Unter den Opfern waren: Ulrich Hans, Jehl Josef, Beck Josef und noch vier Personen, denen ihre Namen ich vergessen habe. Unter den Mördern befand sich ein Angehöriger der russischen Armee und einer des ersten Volksbefreiungs-Ausschusses, ein gewisser Kljukalo (Spottname), der auch heute noch in Startschowa lebt.

Am 21. Oktober traf eine Einheit der Sremer Brigade im Dorfe ein. Erst später haben wir es auf der eigenen Haut erfahren, daß es eine Liquidierungsab-teilung war. Von denselben ist mein Vater auf gefordert worden, er soll nachmit-tags gegen 15 Uhr einige Partisanen mit den Wagen nach den Gütern Omoljica und Ban. Brestovac führen. Wo wir ohne Pferde geblieben sind, konnte er die Aufforderung nicht gut machen. So blieb er halt zu Hause. Die Angewohnheit der lärmenden Partisanen hat in unserer Familie schlechtes Gefühl geweckt. Doch die Nacht ist gekommen, und wir gingen schlafen.

Wir waren kaum eingeschlafen, und schon klopfte jemand an der Küchentür. (Das Haustor wurde nie gesperrt, weil der Volksbefreiungs-Ausschuß solchen Befehl ausgegeben hat.) Es war ungefähr 21 Uhr. Mein Vater fragte, wer so spät klopft. Die Antwort darauf war: “Im Namen des Volkes, macht die Tür auf! ” Als mein Vater die Tür aufgeschlossen hat, traten drei bewaffnete Partisanen in die Küche. Sie fragten, ob er der Hausherr ist. Mein Vater sagte ja. Der eine Partisan fragte, ob wir Waffen oder militärische Sachen haben. Mein Vater soll nur richtig Antwort geben, weil wenn sie das Haus durchsuchen und etwas finden, so geht es der ganzen Familie schlecht. Mein Vater versicherte sie, daß wir nichts haben und daß in den letzten Tagen schon vielmals Untersuchung war. Da fragte der Partisan, ob noch ein Mann im Haus wäre. Ja, es war noch mein Bruder, der als Mann gerechnet werden kann, weil er 21 Jahre alt ist. Ob noch ein Mann im Haus ist, fragte derselbe Partisan. Meine Mutter, die auch aus dem Zimmer in die Küche kam, sagte nein, es wäre nur noch ein Kind von 15 Jahren. Also, auch er soll kommen. Als ich auch in die Küche gekommen bin, sagte der eine Partisan ganz froh: “Auch er ist gut für den Kopf! ” Mutter, Großmutter und Schwestern fingen an zu weinen. Einer der Partisanen beruhigte sie mit den Worten: “Sie brauchen ja nicht weinen. Sie sollen sich nur gut anziehen, weil sie nicht die Möglichkeit haben werden, bald zurückzukommen^ Wir haben das Beste angezogen und alles doppelt. Als wir fertig waren, gingen wir in den Hof hinaus. Erst da sahen wir, daß das ganze Haus mit Partisanen und einheimischen Zivilisten ringsum bewacht war.

Mein Vater, Bruder und ich waren die ersten, die von den Partisanen in unserer Gasse ausgehoben wurden. Mit ungefähr zwanzig bewaffneten Partisanen und einigen Zivilisten gingen wir durch unsere Gasse. Als wir in die Nähe eines deutschen Hauses gekommen sind, mußten wir stehenbleiben. Einige Partisanen blieben bei uns, die anderen machten es ebenso wie bei uns. Unsere Ko-

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lonne wuchs langsam. Als wir schon sechs Personen waren, durften wir nicht mehr sprechen.

Als wir an das Ende unserer Gasse kamen, blieb noch ein Haus, wo Deutsche wohnten. Es war das Haus der Familie Großecker. Als wir näherkamen, hörten wir Lärm im Hof. Im Hause wohnten nur Frauen und der Sohn Fritz. Er war erst 14 Jahre alt und ging noch in die Volksschule. Wie die Partisanen ihn zu uns gebracht haben, fragte der eine Partisan, warum sie so großen Lärm machten, wenn der Befehl doch lautete: Alles in größter Ruhe durchführen. Da sagte eine Partisanin: “Ja, der Rotzkerl wollte davonlaufen, und erst im Stall haben wir ihn gefangen. Da hat er mich auch noch gebissen.”

Ihn haben sie gleich gefesselt. Wie sie uns in der Kolonne zurechtgebracht haben, da sagte einer der Partisanen: “Ich bin ein Offizier; hier habe ich meine Pistole und meinen Dolch, mit welchem ich schon viele deutsche Schweine geschlachtet habe. Wer nur ein Wort spricht, den schlachte ich; wenn nur einer aus der Kolonne tretet, der stirbt – und jetzt los! ”

Sie haben uns der Gasse entlang getrieben. Auf vielen Plätzen hörten wir Parolen zurufen. Daraus wurde uns klar, daß der ganze Ort belegt war mit Partisanen.

Erst als wir vor das Gasthaus Stimac gekommen sind, fingen sie uns an zu schlagen mit Riemen, Gabeln, Stöcken und Gewehrkolben. Als wir durch die Tür geschoben worden sind, sahen wir im Gasthaus unser Schicksal beendet. Bei einem gewöhnlichen Gasttisch saßen drei Angehörige des Volksbefreiungs-Aus- schusses. In der Mitte saß der Sekretär, Namens Zivulj Lazar, ein ewiger Student, der Sohn eines Bauern aus Startschowa, Er fragte nur nach den Namen, und schon schoben sie uns weiter von dem Tisch. Da warteten einige Partisanen, bewaffnet mit Stöcken, und befehlten, uns auszuziehen, aber die Unterhose können wir anlassen. Ja, deutlich gesagt, aber schwer ausführbar. Wie sich einer rührte, schlagten sie mit den Stöcken. Als ich mir die Schuhe ausziehen wollte, haute mir einer mit dem Stock über den Rücken, daß ich hingefallen bin. Mit Füßen haben sie mich getreten und fluchten. Meine Schuhe waren doch eine schöne Kriegsbeute -, da lasten sie mir zuletzt doch Zeit, daß ich sie ausziehen kann. Als ich nur in der Unterhose war, bekam ich von neuem an Prügel. Als ich schon genug spürte von der Befreiung, schoben sie mich gegen die Wand. Dort waren schon einige Deutsche, manche auch ganz nackt, aufgestellt. Weh dem, der in der ersten Reihe war! Mit Gewehrkolben oder Stöcken schlugen sie uns über Bauch und Gesicht. Auch mit Messern wurden einige ge- stochen, wie Franz Hirschl, der über 70 Jahre alt war. Der Hintermann war auch nicht in viel besserer Lage, weil die Partisanen den Reihen nach gegangen sind und mit Gewehren und Ketten über die Reihen schlagten. Einige wurden so hart geprügelt, daß sie bewußtlos zamgebrochen sind, dann aufgewaschen wurden (mit Wasser überschüttet wurden), nur damit sie nochmals geschlagen

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werden, wie z. B. Ellinger Paul, Sturm Franz und Wann Stefan. Der letzte hat Brillen getragen. Einer der Partisanen hat ihn so übers Gesicht geschlagen, daß er das Augenlicht verloren hat von den Glassplittern seiner Brille.

Als wir schon genug geprügelt, getreten und gestochen worden sind, mußte jeder, wer hatte, den Ehering vor sich hinwerfen; dann zu zwei antreten. Jetzt wurden wir gefesselt. Die Jüngeren mußten vor. Wo ich der kleinste war, mußte ich mit Großecker Fritz als erster antreten. An der Türe zählten sie uns. Wenn der Partisan gut gezählt hat, dann waren wir insgesamt 82 Personen. Darunter war auch ein Reichsdeutscher, Angehöriger der Wehrmacht. – Also, am 22. Oktober 1944 sind insgesamt 82 Deutsche von den Partisanen erschossen worden, von welchen der jüngste 14 Jahre alt war und der älteste über 70 Jahre.

Als die Partisanen uns auf die Gasse getrieben haben, unter ständigem Prügeln und Fluchen, ist Wann Stefan bewußtlos zamgebrochen. Zwei Martierer mußten ihn tragen. Der Schuster Blaznek Paul starb am Wege. Sie haben uns durch den Ortspark getrieben, hinunter in den Ried. Als wir in den Ried angekommen sind, mußten wir uns alle in das kalte Wasser eines Baches legen. Nur der brauchte es nicht tun, der laut “Es lebe der Tito!” schreit. Keiner machte es! Es war sehr finster, und ich sagte zu Großecker: “Komm, wir laufen!” Er traute sich nicht, ich wieder konnte ihn nicht mitschleppen. So ging ich halt mit. Nicht weit vom Dorfe, am Bache Ponjavic, mußten wir halten. Auf der einen Seite des Baches haben die Zigeuner schon einen knietiefen Graben ausgegraben und warteten auf uns mit einer Wetterlampe. Fritz Großecker, ich, Josef Rupp und Franz Pichner wurden als erste an den Graben geschoben. Ohne ein Wort, ohne Urteil schoß ein Partisan mit der Maschinenpistole auf uns.

Ich weiß heute noch nicht, ob ich vor Angst zamgebrochen bin, oder hat mich Großecker Fritz mitgerissen, nur ich fiel in den Graben. Erst als der Partisan schrie: “Wenn einer von euch deutsche Schweine noch lebt, so soll er auf-stehn!” Erst dann denkte ich: »Wenn ich auf steh’, so schießt er wieder. Also bleibst liegen.” Ich schaute, wie es die anderen machten, die getroffen worden sind, und machte es halt auch so. Auch ich streckte mich und zuckte mit den Gliedern. Wieder knallte es! Vier Deutsche sind auf mich gefallen. Der eine, namens Laban Stefan, drückte mir den Kopf so fest an die Wand des Grabens, daß ich meinte, er reißt mir den Kopf ab. Als der Graben voll war, treibten sie die überbliebenen Deutschen über den Bach, wo mein verlassener Ziegelofen war. In die Löcher des Ziegelofens schössen sie die anderen hinein.

Als es meinerseits des Baches still geworden ist, löste ich die Fessel und wollte davonlaufen. Da sah ich zwei Partisanen kommen. Ich kroch schnell nochmals unter die Toten und wartete. Wie sie in die Nähe des Grabens gekommen sind, schmeißten sie drei Granaten auf die Toten und gingen zurück.

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Erst als ich hörte, daß sie auf der anderen Seite des Baches wieder schießen, kroch ich aus dem Graben und laufte davon. Es war ungefähr 3 Uhr, den 22. Oktober 1944.

Die Nacht war finster. Ich laufte ohne Ziel und traf wieder ins Dorf ein, sprang über Zäune und blieb bei Verwandten im Hof stehen. Das Haus war leer. Es ist mir nichts übriggeblieben, wie nach Kleiderstücken zu suchen. Leider war das ganze Haus leer. Ich frierte in der blutfeuchten Unterhose und fand nichts, was ich anziehen könnte. Mein Leib, mein Haar war von Blut überron-nen, und da suchte ich Wasser. Als ich mir Leib und Haare ein wenig abwaschte, durchsuchte ich das Haus nochmals. Ein großes Glück! Ich habe einen alten Frauenrock gefunden, der mir als Hemd diente, und eine alte Hose, die ich später mit einer Schnur flickte und zurechtmachte. Wo die Hausuntersuchungen häufig waren und auch hier eintreffen können, blieb mir nichts übrig, als in den Misthaufen ein Loch zu graben. Ich kroch ins Loch und deckte es zu. Die Wärme des Mistes brachte es, daß ich eingeschlafen bin.

Spät nachts bin ich aufgewacht. Zur Mutter traute ich mich nicht. Ich ging wieder über Zäune und blieb bei einem Bekannten stehen. Ich wollte, daß er mich versteckt.«

 Landwirt H. B. aus Sartscha (Sarca), Bezirk Alibunar im Banat:

»Am 2. Oktober früh wurde durch Trommelschlag verlautbart, daß alle Waffen und Uniformstücke sowie Radioapparate in deutschem Besitz abgeliefert werden müssen. Dieser Befehl wurde von den Deutschen bereitwillig befolgt. Wer den Russen bei der Ablieferung dieser Sachen mißfiel, wurde eingesperrt.

Der Dorflehrer Edmund Geist, der hätte flüchten können, blieb daheim, weil er sich sagte, daß ihm durch die Russen gewiß nichts geschehen werde, war er doch während des ersten Weltkrieges in russischer Kriegsgefangenschaft, woher er der russischen Sprache mächtig war. Geist wurde bereits am ersten Tag festgenommen, mißhandelt und verhört über die Deutsche Mannschaft. Da er keinerlei Aussagen machte, wurde er gefoltert und eingekerkert.

Die Frau des Arztes Dr. Massong wurde über einen Tag lang gefoltert, da man bei ihr die Kleiderbestände der Frauenschaft – die in Wirklichkeit gar nicht existierten — erfahren wollte. Ihr Sohn Richard begleitete Frau Massong ins Gefängnis und ließ sich auch dort nicht von seiner Mutter trennen. Er mußte daher alle Mißhandlungen, die seiner Mutter widerfuhren, mit ansehen.

Ein gewisser Dengel Johann wurde bei der Ablieferung seines Radioapparates ohne eine Ursache verprügelt und daraufhin eingekerkert. Die Frau des Johann Eck folterte man ebenfalls, um von ihr den Aufenthaltsort ihrer Tochter zu erfahren, die aber geflüchtet war, so daß sie keinerlei Angaben machen konnte. Auch sie wurde eingekerkert. Anna Neuhaus, 30 Jahre alt, wohnte

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allein im Hause, in dem zehn Russen einquartiert waren. Sie ging ins Gemeindehaus und bat, man möchte die Russen anderwärts einquartieren, da es unschicklich wäre, wenn die Russen bei ihr als alleinstehender Frau blieben. Sie wurde dafür verspottet, mißhandelt und eingesperrt. Der Kaufmann Sotrell Matthias wurde mit seiner Frau festgenommen, gefoltert und eingesperrt, da man von ihm das Versteck seines Geldes erfahren wollte. Dem Molkereibesitzer Josef Wagner und seiner Frau wurde ein gleiches Los zuteil. – Bis zum Abend des zweiten Tages waren 19 Personen eingekerkert worden.

Am 3. Oktober, um 4 Uhr morgens, hörte ich einen Trupp an meinem Hause vorübergehen. Später hörte ich viele Schüsse aus der Richtung des Bahnhofes. Ich konnte mir nicht vorstellen, was da geschehen ist. Später am Morgen kam der Gemeindediener zu mir und beauftragte mich, mit Schaufel und Hacke in das Gemeindehaus zu kommen. Als ich dort ankam, fand ich bereits sieben andere Ortsbewohner mit gleichen Werkzeugen vor. Dann kamen noch vier Partisanen mit schußbereiten Waffen und sagten, wir sollten in der Richtung des Bahnhofes vorausgehen. Als wir auf unserem Wege zum Friedhofstor kamen, befahl ein Partisan: rechts auf den Friedhof schwenken. Als wir auf den Friedhof kamen, sahen wir gleich links einen Menschenhaufen, das heißt einen Haufen von Leichnamen, die aneinandergebunden waren. Sie waren erschossen worden. Da befahlen uns die Partisanen, die Leichen in das bereits vorbereitete Loch zu geben und sie dort zu verscharren. Ich wurde dazu bestimmt, die Opfer auseinanderzuschneiden. Die anderen begruben sie. Da sahen wir, daß es sich um die am Vortag eingekerkerten 19 Personen handelte: Wagner Josef und Wagner Magdalena, Sotrell Matthias und Sotrell Maria, Massong Anna und ihr Kind Massong Richard (15 Jahre), Metzger Georg, Geiser Josef, Neuhaus Anna, Kimmel Josef, Eck Elisabeth, Lehn Nikolaus, Dekreon Michael, Lefrang Stefan, Dengel Johann, Hermann Peter, Geist Edmund, Kaip Wilhelm, Krieger Michael.

Als die russischen Soldaten nach 10tägiger Besatzung abgezogen, blieb ein russischer Leutnant, namens Arthur, bei uns zurück. Diesem gaben die Partisanen und Rumänen schöne Frauen im Orte an. Jede Nacht wurden dann solche Frauen von ihm vergewaltigt. Oft führte er auch nächtliche Verhöre durch, wobei er seine Opfer eigenhändig durch Genickschuß ermordete. Folgende Ortsbewohner sind ihm auf diese Weise zum Opfer gefallen und erschossen worden: Weißmann Josef, Wiume Franz, Pfeiffer Matthias, Christmann Jakob, Mayer Nikolaus.

Eines Vormittags Ende Oktober kamen in das Haus des Nikolaus Silier einige Russen und wollten vor den Augen des Vaters die Tochter vergewaltigen. Der Vater ließ das nicht zu und beschimpfte die  Russen. Daraufhin erschossen sie den Vater und riefen zwei Nachbarn, Merle Adam und Schäffer Johann, um Silier in den Friedhof zu tragen. Dort war ein Knabe von 16 Jahren, namens

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Georg Engeldinger, der zu den Russen sagte, daß die beiden Mitglieder der Deutschen Mannschaft waren. Auf das hin erschossen sie auch Merle und Schäffer. Den Knaben Engeldinger erschossen sie ebenfalls.

Im Oktober gingen zwei Männer, Johann Christmann und Josef Schneider, gegen die Bahnstation, da kamen Russen und Partisanen des Weges. Ein Partisane sagte zu den Russen, daß die beiden Männer bei der Deutschen Mannschaft gewesen sind. Die beiden Deutschen begannen dann zu laufen, wurden von den Russen verfolgt, im Garten des Josef Steier eingeholt, erschossen und auch begraben.

Am 24. Dezember 1944 wurden von Sartscha ca. 30 junge Frauen und Mädchen nach Rußland verschleppt. Es handelte sich dabei um arbeitsfähige und kinderlose weibliche Personen. – Damals glaubte man, daß von diesen niemand mehr zurückkehren werde. Glücklicherweise kamen alle bis auf eine nach Deutschland zurück. – Lediglich ein Mann wurde nach Rußland deportiert.

Im März 1945 wurden abermals 25 Frauen und Mädchen nach Sremska Mitrovica geführt. Da sagten wir, die haben Glück, daß sie nicht so weit kommen; die werden gewiß am Leben bleiben. Es kam jedoch anders, denn 21 starben davon.«

Frau Margarethe Themare aus Deutsch-Zerne, Bezirk Modosch im Banat:

»Am 3. Oktober 1944 kamen Partisanen in unsere Ortschaft. Russische Turppen erschienen am 5. Oktober. Am

  1. Oktober kamen noch einmal deutsche Truppen gegen Zerne, aber nur bis zum Schwabenhof, dem Gute des damaligen Obergruppenführers Neuhausen, ansonsten auch Juliamajor genannt, und holten von dort Vieh und Lebensmittel, worauf sich die Partisanen wieder zurückzogen. Es waren keine regulären Partisanen, sondern die Ansiedler aus  den  umliegenden Kolonistendörfern, die  teilweise in den letzten Tagen zu den Partisanen geflüchtet waren, teilweise aber bis zum Abzug der Deutschen ihrer ordentlichen Beschäftigung nachgegangen sind. Die Anführerin war eine Batschkaer Serbin namens Ljubica. – Sie hatte dann ihre Wohnung in der katholi- schen Pfarrwohnung, da der Pfarrer schon am 5. Oktober erschossen worden war, mit noch 6 anderen deutschen Männern. Der Pfarrer hieß Franz Brunet, gebürtig aus Modosch, die anderen waren: Nikolaus Neumayer, Maurer; Bela Köstner, Holzhändler; Josef Dekreon, Riemermeister; Michael Wurmlinger, Schmied; Anton Krettler, Windmühlenbesitzer und Matthias Schleimer, Bauer. Diese Männer wurden festgenommen, gleich nachdem die Russen eingezogen waren. Sie wurden im Gemeindehaus erschossen. Begraben wurden sie am Schinderplatz.

Bevor die Russen da waren, geschah nichts Auffallendes. Die Serben hatten sich aber gleich nach dem Abzug der Partisanen geeinigt mit den Deut-

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sehen und im Orte verlautbart, daß auf keinen Fall jemandem was geschehen darf. Kommt wieder die Wehrmacht, so soll keinem Serben was geschehen, wofür sich die Deutschen einzusetzen haben, kommen Partisanen oder Russen, so sollen die Serben dafür sorgen, daß keinem Deutschen was geschieht. Je ein Deutscher und ein Serbe gingen von Haus zu Haus und gaben dies zur Beruhigung bekannt. Bei uns ging Hans Jost mit einem mir unbekannten Serben. Diese Vereinbarung wurde am 4. Oktober getroffen, da kein Militär im Orte war.

Tags darauf wollten die Serben die Russen bei ihrem Einmarsch erwarten und waren dazu versammelt. Gegen 9 Uhr, da diese noch versammelt waren, kam deutsches Militär in den Ort und schoß in die auseinanderlaufenden Serben. Dabei kamen 11 Serben ums Leben. Die Deutschen kamen mit Autos, und da auch die Partisanen in den verschiedensten Uniformen herumliefen, dachten die Serben von den kommenden Autos, es seien Partisanen, liefen ihnen mit russischen Fahnen entgegen, worauf die Schießerei begann.

Um 11 Uhr kamen die Russen, und gleich nachher nahmen sie die sieben Mann fest, die dann gegen Abend erschossen wurden. Ob die Männer vorher verhört wurden, weiß ich nicht, bezweifle es aber schon nach dem, was sich später alles zugetragen hat.

Am Tage sind die Russen nur durchgezogen. In der Nacht fielen sie aber in deutsche Häuser ein und plünderten. Die Serben plünderten aber schon vorher. Es hat sich dabei aber niemand widersetzt. Die Russen haben schon in der ersten Nacht Frauen vergewaltigt. Die ortansässigen Zigeuner haben am Anfang nicht geplündert, aber auch Frauen geschändet. Zu uns ins Haus kamen auch die erste Nacht Russen. Ich aber war bei der Nachbarin im Stroh versteckt. In der Wohnung war niemand, sondern in der Spenglerwerkstätte meines Mannes. Von dort nahmen sie die vorhandenen Lebensmittel und Bettwäsche von einem dort stehenden Bett. Die restlichen Sachen wurden alle durcheinandergeworfen. Daß es die Russen waren, sagte mir meine andere Nachbarin, E. S., bei der sie auch waren, plünderten und die Frau vergewaltigten. Es waren zwei Russen, die beide die Frau mißbrauchten, wozu sie sie mit vorgehaltener Waffe zwangen.

Nächsten Tag, Freitag, kamen mit den Russen die Einwohner der umliegenden Kolonistendörfer, welche 1921 auf dem ehemaligen Gute des Grafen Csekonich angesiedelt waren. Sie begannen unter russischer Assistenz zu plündern, wobei aus manchen Häusern buchstäblich alles weggeschleppt wurde. In den betreffenden Häusern haben sie die Pferde vor die Wagen eingespannt und damit alles weggeführt. Die ortsansässigen Serben haben sich dabei nur sehr schwach beteiligt. Angeblich auf Intervention ortsansässiger Serben wurden die Plünderungen noch am selben Tage eingestellt.

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Am selben Tage wurden deutsche Männer weggeführt und im Gemeindehaus erschossen. – In der Nacht waren die Vergewaltigungen seitens der Russen wesentlich geringer.

Samstag nachmittag kamen zwei ortsansässige Serben, bewaffnet mit Gewehren, mit einer Frau aus der Nachbarschaft und nahmen uns drei Frauen, die wir im Hofe waren, mit in das Gemeindehaus. Als wir dort hinkamen, waren bereits 11 Frauen anwesend. Gerade als wir hinkamen, brachten sie den ersten Toten aus dem Keller heraus, welcher auf den Wagen geschmissen wurde. Ein etwa 17jähriger Serbe und ein Zigeuner forderten uns auf, zu singen, widrigenfalls werden wir erschossen. Daraufhin sangen wir ein Lied, dann sangen wir ein zweites, und das wiederholten wir, bis alle Toten auf dem Wagen verladen waren. Es waren 5 Mann. Wir durften aber nicht schauen, wer sie sind, und haben erst nachher gehört, beim Rückweg, von einem Begleitmann, daß sich darunter auch Josef Hoffmann, Schlosser, befand. Später, daß die anderen vier Heinrich Tides, Arbeiter (erschossen, well er Geschworener war), Anton Schulz, Bauer, Heinrich Schulz, Bauer, und Stefan Bischof, Bauer, waren.

Als die Toten aufgeladen waren und wir mit dem Gesang aufhörten, zwangen die beiden uns, hinter dem Wagen in die Hände zu klatschen; kam ein Serbe, schlug dem jungen Serben ins Gesicht und schob ihn weg, gegen den Ausgang, ohne ein Wort zu sagen. Ein anderer, in brauner Uniform, forderte uns auf, aufzuhören. Sieben Frauen mußten auf den Wagen klettern, die anderen mußten die Blutspuren im Hofe beseitigen. Ich war auf dem Wagen. Zwei Serben und ein Zigeuner gingen neben dem Wagen, am Wagen waren nur die Toten und wir Frauen. Wir fuhren auf den Schinderplatz, wo die Kadaver der Pferde früher eingegraben wurden, luden die Toten ab und fuhren zurück, wobei die Begleiter wieder neben dem Wagen gingen, bis in das Gemeindehaus. Draußen hatten wir gesehen, daß schon wahrscheinlich drei Vergrabungen stattgefunden haben müssen, was sich an der Erde deutlich zeigte. Als wir die Toten abluden, war eine ganze Meute Zigeuner draußen, mit Schaufeln, von welchen einer gleich einen Toten entkleiden wollte. Als ein Begleitmann ihn daran hinderte, bat er, nur für sich eine Hose nehmen zu dürfen, was dieser verweigerte. — Daß die Toten aber nackt eingegraben wurden, wird wohl niemand bezweifeln, da unsere Begleiter mit uns wieder weggingen.«

Schlossermeister Mathias Wehner aus Heufeld, Bezirk Modosch im Banat:

(Protokoll im Original mit allen Fehlern übernommen.)

»In der Nacht vom 20. Oktober 1944 wurte [sic] ich mit noch 29 Mann von den Partisanen verhaftet, man sagte uns, wier gingen auf Arbeit und sollen uns auf zwei Tage zu essen mitnehmen; auch 7 Frauen und Mädchen wahren unter uns. Über Nacht wurten wier im Gemeintehaus eingesbert, in der Früh wurten wier mit noch zirka 30 Mann von der Schwestergemeinte Mastort über St. Hubert,

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woh noch zirka 30 Mann St. Huberter zu uns kahmen, mit Wägen nach Kikin-da abgeführt (unter den St. Huberter wahren schon Männer darunter, die Schwarz und Blau verhauen waren).

In Kikinda wüsten uns die Partisanen scheinbar nicht los zu griegen, fuhren uns von einem Blatz aufs antere (Lager wahr noch keines und die Erschieser wahren sicher nicht zur Stelle), bis wier am Abend in der Kuria lanteten; dort nahm man uns alles ab und wurten wier eingespert, 20 – 30 Mann in eine Zelle.

Dann ging’s los: Die ersten Schläge bekahmen wier, als Sie uns fragten, wehr bei der SS-“PrinzEugen” wahr. Ich meldete mich auch und bekam auch meine ersten Schläge. Da sah ich, das man sich zu nichts melten darf; die sich nicht melteten, bekahmen keine Schläge. – Neben uns in einer Zelle wahren uns bekante Kikindaer reiche Serben eingesbert, bekahmen auch Schläge und musten krähen wie die Hähne. – Da kahmen sie mal herein in unsere Zelle und suchten sich 15 Mann heraus (die nicht bei der SS oder Polizei wahren) und führten sie ab, die gingen das zukünftige KZ (Lager) herrichten …

Nach drei Tage Qual (wier durften nicht mal hinaus aufs Glo) musten wier Abens alle hinunter in den Hof; wier dachten, nun geht’s zum erschiesen, dort lagen auch die Manilla Schnür (Hanfseile) für uns hinten, wier wurten aber nicht gebunten, sontern unter schwerbewafneter Eskorte in die Milchhalle (von uns Bluthalle getauft) abgeführt, woh wier als die ersten das Kikindaer Konzentrationslager eröffneten. (Dort trafen wier auch wieter unsere 15 Kameraten.) So lagen wier zum erstenmahl am 23. 10. 44 im KZ Velika Kikinda auf wenig Stroh am Aspfalt; und wir sahen am Stroh, das vor uns schon viele auf dem Stroh gelegen wahren. – Das grose neie Mllchhallen-Gebäute wahr ganz unterkellert, und wier staunten uns antern Tags nur so, als am 24. 10. 44 Nach- mittags 220 Mann Reichsdeutsche Soldaten aus dem Keller heraufgeführt wurten, mit Hilfe von einem Dolmetscher (von uns) aufgeschrieben und abgeführt wurten; einige Italienische Gefangene lies man zurück in der Milchhalle. Was mit den Gefangenen geschah, wüsten wier nicht. Ob sie noch leben?

Nun ging das grose Elend für uns an. Am 25. 10. 44 kahmen die ersten Bestien in Menschengestalt an (4-5 Mann Licsaner). Sie suchten sich (wallos) zirka 20 Mann von uns raus, nahmen Sie einen nach dem andern in die Mitte der Halle und hieben und stiesen Sie mit Gewehrkolben, sogar mit Gewehrlauf sties man den Männern in den Leib. – Das keiner Tot liegenblieb, wuntert mich Heute noch, und wen die meisten nicht später erschossen werten währen, hätte sicher mancher ein Leiten davongetragen. – Nur wenige kahmen diesmal ohne Haue davon, unter den wenigen wahr ich, aber schon das zuzusehen wahr furchtbar. Und so ging die Qual nun alle Tage fort.

Antern Tags kamen Einheimische Partisanen, diese kannten auch einige von uns und suchten sich Ihre Opfer unter uns heraus. Es wahren mittlerweile

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auch Männer aus Selesch und Kikinda zu uns gekommen; da wahr Herr Weber aus Selesch, der Vater von Anton Weber (des Polizeiführers in Kikinda in der Hitlerzeit). Herr Weber wurte so geschlagen (mit Ochsenzentner), das seine Rückenhaut total blau wahr; es wahr furchtbar, das zuzusehen (ich sas drei Meter davon), und fast unglaublich, das die Haut eines Menschen 50 Hiebe mit Ochsenzentner aushelt, ohne aufzublatzen (Weber bekahm zweimal 25 Hiebe). Dann wahr als zweiter (mir bekanter) Pitinger Franz aus Mastort. Er wahr Polizist (Wache) gewesen in der Hitlerzeit im Internierungslager Csoga, man hatte Ihn in Kikinda erkannt. Der wurte so geschlagen und mit Füsse getreten, bis Er wie Tot liegen blieb, dan warfen sie ihm eine Rübe hin und sagten: Da fress! Das sahen wier alles zu; es wurten auch noch mier unbekannte geschlagen, es wahr furchtbar. – Pitinger erholte sich wieder, so das er mit Krankentransbort abgehen konnte. – Es wahren in paar Tagen zirka 500 Mann ins KZ gekommen. Da suchte man die Alten, die Kranken und die sich noch melteten heraus. Man sagte Ihnen, Sie kommen auf ein leichten Blatz, so gingen zirka 80 Mann ab. Es wahren viele Bekannte darunter, so auch mein Bruder, auch Herr Weber und Pitinger wahren dabei sowie auch mein 81 jähriger, in Kikinda lebenter Pensionierter Volgsschullehrer Mathias Mayer (aus Heufeld). Man sah Sie alle niemals wieter; wier hörten aber gleich, das Sie erschossen werten wahren.

Die wütenste Schlägerei wahr nun vorrüber, wier gingen alle Tage hinaus auf die Bahnstrecke arbeiten. Küche hatten wier die ersten 14 Tage keine, bekah-men als alle Tage einmal ein Stück Brot und Wurst; nach 14 Tage bekamen wier Abens eine lere Suppe und Brot.

In der Nacht vom l. November kahm wieter ein großer Transbort zirka 100 Personen, Männer und Frauen, im KZ an aus Heufeld, Mastort und St. Hubert, darunter wahr auch meine 18jährige jüngste Tochter Lene Wehner. Die Milchhalle wahr umsäumt mit einem hohen Drahtzaun und Stacheldraht. Hinaus durfte in der Nacht niemant. Man kann sich vorstellen, über 500 Menschen in einem Gebaute, kein Glo und drinnen alle Ihre Not verrichten in Eimer; es wahr schrecklich. – Die Frauen wahren in einem Nebengebäute untergebracht und wurten Menschlicher behandelt.

In der Nacht vom 2. November schos ein Posten von ausen durchs Fenster herein; er sagte, es wollte einer durchgehn. Für das wurten am 3. November Abens 20 Mann herausgesucht und öffentlich drausen vor der Milchhalle erschossen; wir wahren trinnen und hörten drausen die Schüsse, es wahr zwischen Tag und Nacht.

Nach dem Erschiesen kahmen einige Partisanen herein, schauten herrüber und hinnüber in den Reihen; ich dachte gleich, die suchen welche heraus für die Toten fortzuschaffen. So wahr es auch. Sie suchten 4 junge Burschen aus, mier gegenüber, kahmen dan zu mier und nahmen auch mich, führten uns hinaus.

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Und da lagen die 20 Mann in zwei Reihen, nackt, erschossen durch Genickschuß; ein Bauernwagen stand hier, woh wier die Toten hinauf luten. Unter den Toten wahr ein bekannter Mastorter (Namens Deni), der wog zirka 250 Pfd, den zwangen wier nicht; da sagte ich zu den Burschen, verlangt noch einen starken Mann (ich konmte nicht Serbisch); nun brachten sie noch Peter Heidenfelder aus Selesch als sechsten Mann. Nun luten wier 10 Mann auf und fuhren sie hinaus auf ein leeres Gelänte neben dem rö. k. Friedhof, warfen die Toten in ein Zimmergroses Massengrab und fuhren zurück. Wier gingen zwei und zwei (eingehengt) hinter dem Wagen her, neben uns und hinter uns Partisanen mit MP. Ich hatte meinen Neffen Hans Schneider aus Mastrot (Student) im Arm hängen. Als wier gegen die Milchhalle kahmen, ging meinem Neffen die Schuhsohle los vom Schuh (es regnete fürchterlich, und man hatte uns auch das gute Fußzeig abge-nommen und schlechtes gegeben), Hans Schneider blieb stehen, um den Schuh zu richten; ich wollte Ihn nidht lassen, aber er riss sich aus meinem Arm los und blieb stehen. – Ich wußte, das man hier keinen Fehltritt machen durfte. – Ich hatte sowieso wenig Hoffnung, das wier bei dem Begräbnis mit dem Leben dafon kommen. – Also, H. Schneider blieb stehen, der Partisaner machte Krach und trieb H. Schneider vor. Als wier an Ort und Stelle wahren, trug d«er Postenführer den Hinten gewesenen Posten, was da hinten wahr. Der Posten sagte, H. Schneider wollte durchgehen. H. Schneider (mein Neffe) muste sich sofort auf Bauch legen (ein Schritt von mier) und be-kahm von dem Postenführer mit Karabiner zwei Schüsse ins Genick. Nun luden wier die Toten, H. Schneider als elften, auf und fuhren sie hinaus. Auf dem Wege trug mich Heide nfelder (leise), ob ich glaube, das wier mit dem Leben da von kommen; ich sagte: Wenn nicht ein Wunter geschiet, nein. Ich dachte, nach dem Begräbnis werten wier ins Loch geschossen. Als es so weit war, schaute ich:

na? Sie schiesen nicht, sagten aber, alle hinunter ins Loch (wahr ein 2meter tiefes Loch). Als wier umten wahren, schaute ich hinauf: na, schiesen noch immer nicht? Sie sagten, die Toten alle in eine Ecke schichten; dann sagten Sie, alle wieter heraus. Ich wahr nun fertig, die Kameraten musten mich an den Hänten hinaufziehen. Zu Heidenf eider sagte ich am Heimweg: Siehst, es geschehen noch Wunder! – Nun blieb mier noch zu sagen meinem Schwager Anton Frauen-hoffer, woh sein Enkelbu H. Schneider geblieben ist (Anton Frauenhoffer wahr auch bei mier im KZ seit l. 11. 44).

Am anteren Tag, 4. 11. 44, gings – so blutbeschmiert, wie wier wahren -auf Arbeit auf der Bahnstrecke. Als wier am Abend heimkamen, ankamen in der Bluthalle, musten wier uns aufstellen; und Sie fragten: Wer hatt bei der “Prinz-Eugen” getient, austreten! Ich trat nicht aus, mein Kamerat Peter Wehner neben mier trat ams, es traten zirka 100 Mann aus. Sie zählten vom End an 50 Mann ab, die übrigen konnten zurücktreten, mein Kamerat auch. Die 50 Mann von der “Prinz-Eugen” wurten am Abend erschossen, wier sahen durchs

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Fenster zu, 12 Heufelder Kameraten wahren dabei. Um nicht wieter helfen zu müssen begraben die Toten, versteckte ich mich im Keller bei Kameraten. Da kahm wieder ein Partisaner in Keller und suchte was; ich sas neben einem Heufelder Kameraten, Peter Stüber, der kante gut Serbisch, glaubte gut zu machen, indem er zu dem Partisanen sagte: Hier sind lauter Alte Leute! Na, dan komm! sagte der Partisane, und Stüber wurte gleich noch erschossen. -Die 50 Toten fortschaffen und begraben thaten Ungarn, die sich auch bei uns im KZ befanten; die sagten auch, dass das Loch, woh wir am Abend vorher die 21 Mann hineinwarfen, noch in jener Nacht voll gemacht wurte und Sie für 50 Mann ein frisches Loch gruben.

Am antern Tag, Sontag, den 5. 11. 44, musten wier von früh bis Abend im Hof am Aspfalt sitzen; gegen Abend kamen die Mörterbande angefahren und schrien: Wehr bei der Polizei wahr, austreten! Es traten viele aus und gingen in die Reihen der Totgeweiten. Neben mier sas ein junger St. Huberter Mann, er stand auf. Ich frage Ihn: Was thust du? Er sagte: Ich wahr doch bei der Polizei. Ich sagte: Setz dich doch, es ruft dich doch niemant. Er setzte sich wieter, in einer Weile hob er sich witer und trat in die Reihe der Zuerschiesenten. Es wurten auch viele ausgesucht, aber in meiner Nähe keiner (und der junge Mann lebte vieleicht Heute noch, wenn er gute Nerven gehabt hätte und nicht aufgestanden währe). An dem Abend wurten 110 Mann erschossen, Sie wurten aneinander gebunten und musten selbst hinausmarschieren ans Grab.

Wier gingen nun alle Tage auf Arbeit. Am 6. 11.44 wahren wier 20 Mann eingetheilt für auf dem Bahnhof den Treck der Durchziehenten Russen wek-putzen, ein noch junger St. Huberter Mann wahr auch bei uns 20 Mann, ich hörte an seiner Rede, das er Lebensmüde wahr, ich wollte Ihm’s ausreten. Er sagte, wier werten doch alle erschossen. Er warf sich unter einen herankommenten Zug, 4 leere Wagons gingen über Ihn. Der uns beigegebene Posten lief hinzu uns schoss ihm noch eine Kugel in den Kopf. — Wier wahren immer auf- merksam gemacht: wenn einer durchgeht, werten die antern alle erschossen. Man wollte uns auch gleich alle so ins Lager führen, aber der Russische Unter-ofizier, dem wier unterstellt wahren, lies es nicht zu, sonst währen wier 19 Mann erschossen werten. – Der Tote wurte von uns neben den Bahngeleise eingeschalt.

Am nächsten Freitag, 10. 11. 44, wurten wieter 100 Mann ausgesucht und erschossen. – Am 11. 11. 44 wurten wieter 160 Mann ausgesucht, unter denen wahr auch ich.

So ging es zu: Wier wahren gegenseitig in zwei Vierer-Reihen aufgestellt, in der Mitte der beiten Reihen liefen die Mörter hin und her und suchten sich Ihre Opfer (Wahllos) heraus, mit Vorliebe die besser angezogenen. Diejenigen, welche Sie heraussuchten, wurten von Partisanen ans End der breiten Reihe geführt, woh die zum Tode verurtheilten aufgestellt wahren; auf dem Wege in

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die Totesreihe wurten alle gleich durchgehauen. So ging das schon eine ganze Weile, da rief man auch Mich heraus; ich sagten zu meinem neben mier stehenten Schwager (Anton Frauenhoffer) Gute Nacht und ging, bekahm auch gleich zwei Hiebe mit Ochsenzentner über den Kopf, hatte aber eine gute Pelzkappe auf. Ich marschierte auf die Totesreihe zu, als ich am Ende der Vierer-Reihen ankam, schaute ich mich mal um, well alle bisher bis in die Totesreihe gehauen wurten und ich nur zwei über den Kopf bekam, da sah ich, das kein Partisaner hinter mier ist. Kurz entschlossen sprank ich am End wieter in die Viererreihe hinein. Ich dachte: So bin ich Tot, und wenn sie mich sehen, bin ich auch nur Tot. Ich zog meine Kappe tief in Kopf, schlug mein Rockkragen um und wurte nicht erkannt, obwohl man auch noch einen neben mier herausrief. Nachtem sie 160 Mann hatten, durften wier wieter hinein in Bluthalle. – Mein Schwager hatte den Kameraten schon gesagt, das ich nicht mehr sei (auch meiner Tochter); als ich später unter die Kameraten trat (denn idi hielt mich eine Weile versteckt), trugen Sie: Woh kommst du her – was wahr – wie wahr’s? Als ich Ihnen sagte, wie es wahr, sagte ein Kamerath: Gott hatt Matz den guten Gedanken gegeben. – Nein, sagte Michael Wehner (Heufeld), Matz hatte den richtigen Gedanken im richtigen Moment. Beim Nachtmahl sagte meine Tochter durchs Küchenfenster: Na Vater, bist du noch da!

Antern Tags, am 12. 11.44, Sontags, sasen wier wieter den ganzen Tag im kalten Hof. Am Abend kahmen die Mörter angerast (mit Motorrath). Wier dachten nun gehts wieter los, und ich wunterte mich, als man uns hineintrieb in Bluthalle. Man hatte 112 Mann gebracht aus Baschahit, und diese wurten an dem Abend erschossen. Darunter wahren zwei mier bekannte, Mathias Beierle (geb. in Heufeld) und Jakob Konrad aus Topola. Diese wurten drausen neben der Milchhalle erschossen und auch auf dem Gelänte der Milchhalle bekraben. Die Männer wurten zuerst durchgehauen, wier hörten die Schreie der Männer, dan fiel in kleinen Abständen immer ein Schuß, ich zählte bis 72 Schüsse, dan schlief ich ein. – Andern Tags in der Früh kam ein (l 2 jähriger) Bub unter uns und trug ängstlich: Darf man mit Euch reden? O ja, sagte ich, woh kommst denn du her? Ei, sagte er, ich bin von den Baschahitern Gestern Abend allein übriggeblieben.

Diejenigen welche kräng wahren oder Arbeitsunfähig, wurten unter Tags, wenn wier Andern auf Arbeit wahren, Zuhause erschossen; so wurten am 7. 11. 1944 Nachmittags ein Transport erschossen, darunter wahren 4 Heufelder:

Johann Wehner, Nik. Blocher, Josef Hari und Franz Leutner. Sie wurten auf den Bluthallengelände erschossen und auch begraben (meine Tochter, die an dem Tage gerate nicht auf Arbeit wahr, schaute dem erschiesen durchs Fenster zu).

Das wahren so die grosen Erschiesungen im KZ Kikinda, aber auserhalb wahren auch noch welche… Hier im Lager wurten nur noch die Krangen alle

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paar Abende hinausgetragen und erschossen. Und eines Abens wurten aus einem gemischt-sprachigen Dorf (Sanad) 28 Frauen erschossen, wier sahen die Frauen und hörten die Schüsse.

An Weihnachten 1944 wahren wier nicht auf Arbeit, aber da suchten sie heraus die Männer von 18-45 Jahre und die Frauen von 18-30 Jahre, darunter wahr auch meine Tochter Lene Wehner. – Die aus den KZ Jugosla- viens kommenten wurten in Rusland für schweren Dienst verwendet, meine Dochter wahr 5 Jahre in Rusland in Kohlengrube 800 m tief unten.

So ging das Leben im KZ Kikinda weiter. Ich kahm nun als Schlosser in die Eisenbahn-Werkstätte, wurten jeden Abend abgeholt und Morgens hingeführt, das rettete mich vor den Strabazen des Winters. Es kahm auch die Ruhr ins Lager, viele starben daran, die ganze Nacht wurte Reihe gestanden für auf die grose Noth, das ist unvorstelbar wie das wahr; erst im Frühling kahm eine Latrine im Hof, woh man dan hingehen konnte.«  Lehrerin Frau A. E. aus Mastort:

»Am Allerseelentag 1944 durfte kein Mensch seine Wohnung verlassen. Fremde Partisanen zogen durchs Dorf. Als sie bei uns eindrangen, war ihre Begrüßung: “Bas smo ubili vasu komsinicu!” (Eben haben wir Ihre Nachbarin ermordet!)

Es war Frau Schwarz, die im Hause ihrer Mutter von rückwärts erschossen wurde, weil sie sich den Zorn eines Arbeiters zugezogen hatte. – Ich mußte mit ins Gemeindehaus zum Verhör! Meine Tasche war schon gepackt, seitdem viele Männer, unter ihnen auch Lehrer Schneider und zwei Mädchen, nachts geholt und nach Kikinda ins Lager gebracht wurden. – Zum Gemeindehaus wurden außer mir die angesehensten Mädchen, viel Männer, eine der reichsten Bäuerinnen, ihr 14jähriger Sohn und unser Arzt, Dr. Gerhardt, getrieben. (Dr. Gerhardt durfte wieder nach Hause. Er war der einzige Arzt in der Umgebung. Einige Dobrovoljci setzten sich für ihn ein.) Fräulein Jasper, die Kindergärtnerin, wurde auf der Straße erschossen. Über die Schwester des Jungen fielen einige Partisanen her. Vom Gemeindehaus in Mastort trieb man uns, etwa 20 bis 25 Personen, darunter zwei 14jährige (zwei schüchterne, stille Jungen, die in der Jugend überhaupt keine Rolle spielten), nach Heufeld ins Gemeindehaus. Unterwegs mußten wir laufen, “Ziveo Tito!” und “Ziveo Stalin!” rufen. Im Hofe des Gemeindeamtes in Heufeld wurden wir gezwungen, uns auf die Erde zu setzen, obzwar es regnete. Durch einen Mauervorsprung war mir die Sicht zum Eingang des Hofes versperrt; plötzlich hörten wir dumpfe Schläge und eine Stimme, die hochdeutsch sprach: “Was hab ich denn getan?” Darauf einen Partisanen: “Pucaj, ubij ga!” (Feuer! Töte ihn!) Einige Schüsse, ein schwerer Fall, ein paar Seufzer. – Da schlugen die Glocken an, es läutete zu Mittag. – Vier

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starke Männer mußten vortreten und den Erschossenen wegschaffen. Es war unser Pfarrer Adam Steigerwald (über 70 Jahre alt).

Am Nachmittag brachte man uns, zusammen mit den Heufeldern, nach St. Hubert zur Bahnstation. Auf dem Wege stellten uns einige Partisanen mit hämischen Worten die größten Erniedrigungen in Aussicht. Abends kamen wir erst in Kikinda an. Als Lager war die große Käsefabrik und Molkerei, in der Nähe des Bahnhofs, eingerichtet. Der ganze Bau war mit unseren Menschen überfüllt. In den Fabrikräumen lagen die Männer eingepfercht, die Mädchen und Frauen in den Wohnräumen. In diesem Lager verbrachte ich die grauenvollste Zeit meines Lebens.«

Das Gefangenenmassaker 1945

Gegen Kriegsende begannen die Titopartisanen überall die deutschen Kriegsgefangenen, aber auch die antikommunistischen Kroaten, Serben und Slowenen, die ihnen in die Hände gefallen waren oder die der britische Marschall Lord Alexander auf Befehl der Churchill-Regierung den Titopartisanen auslieferte, abzuschlachten.

200 000 Mann der Deutschen Wehrmacht, Polizei, Waffen-SS, des Arbeitsdienstes fielen in die Partisanengefangenschaft. Über 80 000 gingen zugrunde. Dabei sind diese Zahlen wahrscheinlich sehr vorsichtig und überaus optimistisch.

Als die verzweifelte deutsche Garnison von Belgrad, die eingeschlossen war, am 18. Oktober 1944 ausbrach, fielen allein hier etwa 30 000 Mann zum Teil verwundet in Gefangenschaft. Über ihr Schicksal berichtet unter anderem der Band I/l »Die deutschen Kriegsgefangenen in Jugoslawien 1945 bis 1949«:

»Während der ersten Tage meiner Gefangenschaft waren wir sogenannten Reichsdeutschen vogelfrei (16. Oktober bis 20. Oktober 1944)«, berichtet einer der Gewährsmänner. »Unzählige Kriegsgefangene und auch Volksdeutsche wurden in Belgrad während dieser Tage erschossen. Ich habe im Hof der Tobcider-Kaserne, wo unser Lager war, vom Fenster aus mehrere Reihen Massengräber gesehen. Wenn Erschießungen stattfanden, durften wir uns an den Fenstern nicht blicken lassen.« Ein anderer hat gehört, die deutschen Gebirgsjäger seien in die Panzergräben im Vorort Topcider getrieben, dort erschossen und verscharrt worden. Mehrere andere haben von jugoslawischen Zivilisten gehört, daß 1944 etwa 25 000 bis 30 000 Mann erschossen worden sind.

»Nach Angaben von Kameraden sollen auf einem Vorplatz des Lagers 3 Belgrad zu Anfang 5000 Kameraden erschossen worden sein.« Über diesen Vorgang sagt ein anderer, die Kriegsgefangenen seien jeweils zu 100 Mann füsiliert worden, »bis der Russe eingegriffen« habe. Die Höhe, wo dies geschehen sei, wurde von den Kriegsgefangenen »Berg des Leidens« genannt. Der Aussagende war selbst nicht dort. Der größte Teil scheint im Gefängnis Banjica und am Avala-Berg,

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aber auch auf »einer naheliegenden Insel« (gemeint ist vermutlich die sogenannte Zigeuner-Insel, auf der später auch ein Kriegsgefangenenlager stationiert war) ums Leben gekommen zu sein.« …

… Einen besonderen Hinweis gibt der Heimkehrer, der berichtet, bei der Einnahme Belgrads seien »mehrere Hundert deutsche Soldaten erschossen und verscharrt« worden, »dort, wo im Jahre 1956 der Ortsausschuß erbaut wurde. Die bei den Erdarbeiten gefundenen Skelette bestätigen die Tatsache.« Die Angaben hat er von einem Bekannten, der erst nach 1956 aus Jugoslawien in die Bundesrepublik gekommen ist. Er sagt ferner, »im Oberteil der Straße Juzni Boulevar in Belgrad wurden ebenfalls . . . ungefähr 100 Soldaten der Wehrmacht bei ihrer Gefangennahme auf der Straße erschossen«. »Wie mir ein jugoslawischer Augenzeuge vor meiner Entlassung erzählt hat, sollen bei der Einnahme Belgrads durch die Russen und Partisanen Hunderte von deutschen Nachrichtenhelferinnen und Soldaten auf spitzen Pfählen aufgespießt worden sein, ebenfalls Hunderte wurden als Zielscheiben aufgestellt und erschossen.« Ein anderer Heimkehrer weiß aus Schilderungen von Kameraden, die bei dem betreffenden Vorfall selbst dabei gewesen seien, daß die Wehrmachtshelferinnen und Rotkreuz-Schwestern teilweise nackt in Schaufenster gestellt, später mit  einem Boot auf die Donau hinausgeführt und dort ins Wasser geworfen worden sind. Oft wird betont, sowjetische Offiziere hätten schließlich den Erschießungen Einhalt geboten. In den Wällen der burgartigen Befestigungsanlagen Kalemegdan sollen — wiederum nach Angaben Belgrader Zivilisten – etwa 10 000 ermordete  deutsche Soldaten verscharrt worden sein. Die Kriegsgefangenen wurden häufig durch Maschinengewehrsalven »ganz planmäßig« erschossen. Eine Rotkreuz-Schwester hat einem anderen Gewährsmann erzählt, bei der Einnahme Belgrads sei auf dem Hauptbahnhof ein vollbesetzter Lazarettzug »vollkommen mit Messern niedergemacht« worden. Eine weitere Einzelheit befaßt sich mit dem Tod von etwa 150 bis 180 deutschen Soldaten, von denen gesagt wird, die Partisanen hätten sie nach ihrer Erschießung »durch Sprengung einer Lehmwand verschüttet… Das Massengrab befindet sich an der Ziegelei zwischen der Sternwarte auf dem Friedhof, ca. 3 km von der Sternwarte.«

Diejenigen, die den Erschießungen entgingen, wurden nahezu insgesamt in die Sowjetunion abtransportiert, was indessen nicht bedeutet, daß sie ihre Zielorte auch tatsächlich erreichten. So blieben z. B. auf einem Marsch nach Calafat in Rumänien, das neben Focsani als Durchgangsstation für die Transporte nach dem Osten eingerichtet war, von 6000 Kriegsgefangenen unterwegs ca. 3000 zurück. Sie waren den Strapazen nicht gewachsen, da viele von ihnen barfuß, nur mit Hemd und Unterhose bekleidet, marschieren mußten. Entkräftung, Verwundungen, Ruhr und Erschießungen der Marschunfähigen durch die Be- wachungsmannschaften (bis zur bulgarischen oder rumänischen Grenze Partisa-

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nen, danach Rotarmisten) forderten weitere Opfer. Von Calafat ging es meist nach Vidin in Bulgarien und von dort (teilweise) per Schiff nach Reni in Bessarabien. Auch die in Velika Plana versammelten Kriegsgefangenen aus dem Kampfraum Belgrad kamen später in die Sowjetunion. Etwa 350 von ihnen, die krank oder schwerverwundet waren, blieben zurück. Die Fußmärsche betrugen oft bis zu 800 km. Von einer ursprünglich 5000 Mann starken Marschgruppe kam nur die Hälfte in Vidin in Bulgarien an. Ein anderer berichtet, im Lager Sofia (Bulgarien) seien schließlich noch 700 Mann übrig gewesen. Die Marschverpflegung erreichte nicht das Existenzminimum und beschleunigte daher den physischen Zusammenbruch vieler Kriegsgefangener. »Die Zurückbleibenden wurden von der Begleitmannschaft erschossen.«

Am stärksten betroffen hiervon waren die Angehörigen der Waffen-SS-Division »Prinz Eugen«, der Division

»Handschar«, der Polizei, der Feldgendarmerie und ein Teil der deutschen Offiziere. In Reichenburg (Brestanica) »mußten wir im Juni 1945 300 deutsche Soldaten, welche in dem Bach im Wald erschossen wurden – wahrscheinlich von Partisanen – ausgraben und in ein Sammellager umbetten. Einige hatten noch Erkennungsmarken umhängen. Eine Feststellung der Personalien wurde durch die Posten verhindert.« Ein anderer Gewährsmann sagt hierzu: »Auf dem rechten Sawe-Ufer bei Reichenburg befindet sich ein Massengrab mit 450 erschossenen deutschen Soldaten, die immer 6 Mann stark mit einem Telefondraht an den Armen zusammengebunden waren. Sämtliche waren durch Genickschuß erschossen worden, und zwar am Pfingstsonntag 1945.« Ähnliche Beobachtungen wurden in Rann (Brezice) gemacht. Dort »habe ich im Park … Leichen in deutscher Uniform ohne Rangabzeichen, ohne Papiere in Splittergräben beerdigt. Waren in Gruppen zu 2-5 Personen, mit Draht Hände gefesselt, in den Morgenstunden am Splittergraben erschossen worden. Nach meiner Ansicht Gefangene des Ortskommandos Rann und auf dessen Befehl erschossen. Insgesamt waren es 15 bis 20 Leichen, erschossen (Genickschüsse MP) an 5 bis 6 verschiedenen Tagen im Sommer 1945. Leichen sollten später wieder umgebettet worden sein, weil Verwesungsgeruch durch die Faschinen der Splittergräben in den Park drang. Vor meiner Tätigkeit war der Graben schon zum Teil verschüttet und vermutlich mit Leichen gefüllt.« Ein zweiter Heimkehrer aus Rann gibt an, in der Zeit vom 20. 5. 1945 bis 19. 6. 1945 seien täglich 5 bis 10 Mann erschossen worden. Ferner wird festgestellt, daß bei Rann 1945 etwa 1800 Volksdeutsche Soldaten der Division »Prinz Eugen« aus den Gemeinden Lazarfeld, Enrsthausen, Setschan, Molidorf und anderen erschossen worden seien. Nur Kraftfahrer und einige junge Kriegsgefangene seien herausgezogen worden. Einer der Augenzeugen berichtet: »Vielleicht ist… schon bekannt…, daß eine Gruppe von ungefähr 1600 Mann am 18. 5. 1945, Angehörige der Waffen-SS, 7. SS-Division “Prinz Eugen”,

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erschossen sind von Partisanen der I. Armee, II. Partisanen-Brigade, im Ort Sveti Georg (Sv. Jurij), das ist zwischen Cilli und Agram. Bei diesem Haufen war ich auch dabei und wurde auch mit fortgeführt zum Erschießen, aber uns paar Männer gelang es durchzugehen und kam so glücklich in Kriegsgefangenschaft, in Lager Kragujevac.« Die Erschießung von Angehörigen der SS-Division »Prinz Eugen« und anderer Einheiten wird auch aus Krusevac gemeldet. Dort sollen bereits nach der Einnahme der Stadt etwa 2000 Mann füsiliert worden sein, von denen etwa 400 bis 500 Deutsche gewesen sind. Die Toten wurden westwärts der Stadt auf dem Hügel Bagdala bestattet. Zwischen Unter-Kötsch (Sp. Hoce) und Marburg (Maribor) gibt es einen 6 km langen  Panzergraben,  »in  dem  einige  Nächte  lang  Erschießungen  stattgefunden  haben.  SS-Angehörige, wehrmachtsangehörige und Zivilisten. Laut Angaben von Partisanen sollen es ca. 20 000 gewesen sein.« An Titos Geburtstag wurden in Neu Cilli (Novo Celje) »ca. 20 bis 25 verwundete SS-Männer aus den Betten geholt und in der nächsten Waldgegend ohne jedes Urteil umgelegt. Man hat die Salven im Krankenhaus gehört, und die beiden Lkw kehrten in ca. einer halben Stunde leer in das Krankenhaus zurück.« Ein Untersteiermärker,

»der alles miterlebt hatte«, erzählte einem Kriegsgefangenen 1947, in Marburg seien viele Soldaten »durch MG-Feuer an den Panzergräben vernichtet worden, am laufenden Band… Die Gräben sind alle voll von Toten, man schätzt auf 20 000 bis 30 000.« Ebenfalls auf die Vorgänge in Marburg bezieht sich ein Heimkehrer, der sagt: »Auch kann ich mitteilen, daß Tausende von SS und Polizei in Felsenbunker einbetoniert und gesprengt oder in Panzergräben geschossen wurden, die wir dann auffüllen mußten. Alles nach Berichten von Kameraden und selbst mitgemacht.« Auch in Reichenegg (Rifnik) »hatten Partisanen unsere Gefangenen in einen Bunker getrieben und dann den Bunker gesprengt. Aus dem gesprengten Bunker kam ein sehr starker Verwesungsgeruch. Wir mußten deshalb vom Lager… dorthin und Erde vom Berg graben, damit wir den Bunker besser mit Erde decken konnten.« Nach Aussagen eines Heimkehrers ereignete sich am 22. Mai 1945 in Podsused folgendes:

»Gegen 22 Uhr abends wurden in Abständen von je 10 Minuten jedesmal 15 Deutsche, zusammen 90 Mann, aus der Lagerhalle geholt, mit der Begründung, es gäbe Essen und sie würden dann in das Lager Samobor befördert… Die herausgetretenen Soldaten wurden über die Sawebrücke geführt, links am Flußrand aufgestellt, sie mußten sich entkleiden und Gepäck ablegen. Hinter jeden Soldaten trat ein Partisan und erschoß den Deutschen durch Genickschuß. Die Leichen wurden dann in die Sawe geworfen, die an dieser Stelle ver- hältnismäßig tief und reißend ist. (Die Sawe ist nicht reguliert und bildet viele Sandinseln an dieser Stelle.) Von den gesamten 90 Mann konnten 8 durch vorher in das Wasser springen sich retten. Einige wurden noch durch Schüsse der Partisanen verletzt. Diese Leute habe ich später persönlich nach meiner Über-

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führung in das Lager Precko, ca. 3 km westlich von Zagreb, gesprochen… Während des Herausforderns der Leute aus der Lagerhalle wurden wir aufmerksam, da einer der Angeschossenen in die Halle zurückkam, uns den Vorfall schilderte, wir daraufhin vom Dach des Lagers aus die weiteren Vorgänge beobachteten. Der bei uns anwesende Stabsarzt Dr. M. aus Düsseldorf forderte uns auf, im Sprechchor zu protestieren, andernfalls zu versuchen, gemeinschaftlich, ca. 330 Mann, auszubrechen. Daraufhin hörten die Partisanen mit den Erschießungen auf. Am nächsten Morgen wurden wir dann in das Lager Precko gebracht, wo die vorerwähnten 8 Geretteten mit Schußverletzungen und ohne Kleidung ankamen.«

90 Mann einer Sanitätssammelstelle wurden von der Brückenwache der Partisanen bei Susedgrad (8 km westwärts von Agram) »am 22. 5.1945 entkleidet und beraubt in die Sawe gejagt. Drei Mann – darunter ich – entkamen lebend.« Im Sammellager Laufen (Ljubno), am Fuße der Karawanken, »wurden alle Offiziere und Beamten gesammelt, einem strengen Verhör unterzogen und nach einigen Tagen des Nachts erschossen. Zeuge dafür war ein junger Leutnant, der sich befreit hatte und später wieder unter uns war. Der Name ist mir nicht bekannt.« Im Hafen von Fiume (Rijeke) sind »400 Mann abgetrennt worden und so aufgestellt, daß sie abgeschossen gleich in die Adria fielen.« Am 4. April 1945 wurden »etwa 45 Soldaten – Kranke und Verwundete – auf der Insel Pag erschossen und sehr wahrscheinlich auf dem Friedhof der Stadt Pag in einem Massengrab beerdigt«. In der Nähe von Ilirska Bistrica, dem früheren Villa del Nevoso, sind »am 7. 5. 1945 nach der Gefangennahme 17 bis 20 Offiziere der 237. I. D. von Partisanen erschossen worden«. Ein anderer be- richtet: »Nach der Gefangennahme wurde ich einem Partisanenführer in Susak zum Verhör vorgeführt. Auf dem Wege dorthin mußte ich längere Zeit auf der Straße warten. Während dieser Zeit wurde aus dem Hof ein Flachwagen mit toten Kameraden beladen vorbeigefahren. Auf diesem Wagen erkannte ich die obenliegenden erschossenen Soldaten meines Zuges wieder. Denselben waren die Hände mit Draht auf dem Rücken zusammengebunden. Ich war überzeugt, daß dies alle Kameraden meines Zuges und auch die vom Magenkranken-Bataillon waren.« Am 21. April 1945, morgens 8.00 Uhr, wurden »die Angehörigen der 3. Batterie in St. Anna/Kroatien erschossen«. Am 22. 4. 1945 sollen 9 km südostwärts Raamanders 1400 Mann erschossen und dort begraben worden sein. Unter den Toten befindet sich ein großer Teil der ehemaligen SS- Division »Handschar«. Im Lagerbereich 101 Agram (Zagreb) gibt es nach Aussagen eines Heimkehrers 6 Massengräber, die durch Erschießungen nach dem Kriege entstanden sind. Einwohner dieser Gegend schätzen die Zahl der Erschossenen auf 800 Mann. Drei dieser Massengräber liegen »10 m links vom Schloß Kerestinec, zwei Massengräber 350 m vom Schloß am Wege zum Flugplatz (rechts), ein Massengrab 120 m hinter der Serumfabrik Kalinovatsch«.

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In Smederevo wurden 1945 »20 Kameraden vom Partisanen-Kommando erschossen. Wurden unter Vorwand, zur Arbeit eingesetzt zu werden, abgeholt und im Blutrausch erschossen. Muß noch bemerken, daß es sich um Kameraden handelte, die mehr oder weniger krank und verwundet waren.« Wiederholt wird aus Dubrovnik (Ragusa) berichtet, dort seien etwa 200 Mann »wahllos herausgegriffen und abtransportiert« worden. »Diese jungen kräftigen Männer bis zu 35 Jahren waren nur mit einer Hose bekleidet… und durften Gepäck nicht mitnehmen. Nach Aussagen eines Partisanenfeldwebels sollen sie erschossen worden sein.« Nach Aussagen von Zivilisten »befand sich auf der Insel Krk ein Marinestützpunkt von 420 Mann, welche eines Morgens um 10 Uhr kapitulierten und am selbigen Tage des Abends restlos erschossen wurden«. Nach einem Bericht der Bewachungsmannschaften sollen in den Luftschutzgräben auf dem Flugplatz Zirklach (Cerklje) etwa 2500 Mann erschossen worden sein. In einer Schlucht bei Windisch Feistritz (Slovenska Bistrica) sollen 10 000 Tote liegen. Die Schlucht wurde später gesprengt. Weitere 250 Soldaten sind vermutlich in einer Schlucht bei Eisenkappel an der steierischen Grenze liquidiert worden. Nach Mitteilung der italienischen Bevölkerung auf der Insel Cherso (Cres) sind die Überlebenden des Marine-Nachrichten-Offizier Triest der Außenstelle Cherso nach ihrer Gefangennahme »umgebracht worden«.

»Ich war ehemaliger Angehöriger der Feldpost-Nr. M 53 183 (11. Sich. Div. der Marine) mit dem Sitz in Triest, Div.-Stab. Über das Schicksal der Besatzung der Festung Pola kann ich nur insoweit Auskunft geben, wie mir zu Beginn der jugoslawischen Gefangenschaft ein entronnener Augenzeuge von der schrecklichen Bluttat in Pola folgendes erzählt hat. Dieser Augenzeuge ist mir heute namentlich nicht mehr bekannt und somit auch nicht seine Anschrift.

Nach Aufgabe der Festung von Pola wurden alle Soldaten und Angehörige der Marineeinheiten geschlossen in einem Sammellager zusammengepfercht. Die Offiziere wurden von den Mannschaften gesondert und kamen in ein anderes Lager. Etwa 2 bis 3 Tage lang hat man kurz darauf während der Nacht Arbeitsgruppen in Stärke von ca. 100 Mann hieraus mit Lastkraftwagen geholt mit dem Bemerken, sie andererorts zur Arbeit besser einsetzen zu können. In Wirklichkeit wurden sie nur bis zu einer tiefen Schlucht in Nähe von Pola gefahren und wurden dort hinterrücks (mit dem Gesicht zur Schlucht) erschossen. Dies wiederholte man bis zum 20fachen, d. h., bis ca. 2000 Mann ihr Leben lassen mußten. Hierbei dürften in erster Linie die Offiziere erschossen worden sein. Eine Aufzeichnung der Personalien der Erschossenen durch einen unserer Gefangenen war ganz ausgeschlossen … «

1957 unternahmen die italienischen Behörden Versuche, verschiedene zugemauerte Höhlen im Karstgebirge der Halbinsel Istrien zu öffnen, die 1945 von den Titopartisanen vierzig Tage lang im Besitz gehalten worden waren.

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Die in Innsbruck erscheinende katholische Wochenzeitung »Der Volksbote« schrieb damals darüber:

»Bekanntlich wurde die noch von deutschen Truppen gehaltene Hafenstadt Triest in den letzten Apriltagen des Jahres 1945 fast gleichzeitig von Partisanenverbänden Titos und einer neuseeländisch-alliierten Division besetzt. Den Oberbefehl über die Stadt übernahm jedoch nicht der Kommandant der neuseeländischen Division, General Fryberg, sondern die militärische und zivile Verwaltung wurden den jugoslawischen Partisanen überlassen. Erst nach 40 Tagen mußten sich die Verbände Titos wieder von Triest auf eine inzwischen festgelegte Demarkationslinie zurückziehen.

Während der 40 Tage aber übten die Titopartisanen ein unvorstellbar grausames und blutiges Regiment der Rache und Vergeltung. Innerhalb weniger Wochen verschwanden über 7000 Italiener und Deutsche, über deren Schicksal man bis heute noch nicht genau Bescheid weiß. Der größte Teil dieser Opfer der blindwütigen Rachejustiz  der  Titopartisanen,  darunter  auch  nach  den  bisherigen  Erhebungen  über  1100  deutsche Kriegsgefangene, wurde bestialisch ermordet und in die nur wenige Kilometer von Triest entfernten Karsthöhlen geworfen.

Während in der Zwischenzeit aufgrund privater Initiative der Angehörigen schon aus zahlreichen kleineren Höhlen die Leichen der Ermordeten herausgeholt, identifiziert und bestattet wurden,  blieben merkwürdigerweise die beiden größten Massengräber, nämlich die “Foiba 149” bei Opicina und die “Miniera” bei Basovizza, unberührt. In der ersteren befinden sich schätzungsweise die Leichen von 1300 Ermordeten, darunter 350 deutschen Soldaten, die gesamte Belegschaft des von den Titopartisanen “übernommenen” deutschen Feldlazaretts von Triest. In der “Foiba Miniera” hingegen dürften sich nach bisherigen Ermittlungen die sterblichen Überreste von etwa 3600 Italienern und 800 deutschen Soldaten befinden.

Schon seit jenen Tagen bis zum Jahre 1954 wurde von italienischer Seite bei der anglo-amerikanischen Militärregierung des “Freistaates Triest” immer wieder auf die Öffnung dieser Höhlen gedrängt. Die anglo- amerikanische Triest-Regierung widersetzte sich jedoch dieser Forderung mit der Begründung, daß man über dieses grausige Geschehen der ersten Nachkriegswochen am besten das Gras des Vergessens wachsen lassen solle, um die gespannte politische Atmosphäre an der oberen Adria nicht zur Explosion zu treiben. Die anglo- amerikanische Triest-Regierung ordnete darüber hinaus noch an, daß jahrelang über die Leichen der ermordeten Italiener und deutschen Soldaten die Müllabfuhr der Stadt Triest geschüttet wurde.«

Das Geheimnis dieser Massengräber ist bis zum heutigen Tag bewahrt worden.

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Verbrechen am Deutschen Volk – Erich Kern 1964

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Titos Kriegsgefangene – Folterlager, Hungermärsche – und Schauprozesse

Roland Kaltenegger:

In keinem anderen Land wurde das Kriegsende so blutig geschrieben wie im neu erstandenen Staate Titos. Seine Partisanen ermordeten nicht nur fast 80% der im Land verbliebenen Volksdeutschen und einige hunderttausend slowenische, kroatische, bosnische, albanische und serbische Regimegegner, auch Zehntausende Kriegsgefangene fielen Massenerschießungen zum Opfer. Andere starben auf sogenannten “Sühnemärschen” oder unter unmenschlichen Bedingungen in den Lagerkomplexen, die auf eine gezielte Dezimierung der dort internierten Menschen abzielten.

Von den rund 194.000 Soldaten der Wehrmacht, die zum Teil noch kurz vor Kriegsende in jugoslawische Gefangenschaft gerieten, kam die Hälfte ums Leben, teils massakriert unter bestialischen Umständen, teils auf endlosen Todesmärschen systematisch dezimiert. Die Überlebenden wurden entweder deportiert, oder man machte ihnen in öffentlichen Schauverhandlungen den Prozeß.

Verbrechen am Deutschen Volk – Erich Kern 1964 – Kern

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Kriegsverbrechen gegen Deutsche – picture video

http://www.youtube.com/watch?v=2B7kWIL55b8

Alliierte Kriegsverbrechen – website

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