Stunde Null

germanvictims.com – Verbrecherische Bomben auf Deuschland um die Zivilbevoelkerung zu vernichten – die Frauen mit ihren Kindern – der Nachwuchs Deutschlands. Die Maenner an der Front und in den Gefaengnissen zu Tode gequaelt, verhungert und ermordet, die Frauen und Kinder zuhause in ihren Wohnungen umgebracht. Das war der Plan und die Ausfuehrung der “Christlichen, Internationalen Friedenskaempfer fuer Gott und die Freiheit.”

Warum werden die Deutschen unterdrueckt wenn sie einen Trauermarsch halten wollen fuer die armen Menschen die in den Bombenangriffen auf Zivilisten umkamen?

   Stunde Null

„Die verworrene Welt steht in brausendem Brand.
Und der brennenden Städte breitqualmendes Band
Ist blutig zerfetzt über Deutschland gespannt.
Fast alle sind tot, Mann, Kind und auch Weib.
Es bleibt uns nicht Kraft mehr für’s Herzeleid.
Und verzerrten Gesichts für den Schrei himmelan.
Sind wir’s denn allein, die Unrecht getan?”

Borries von Münchhausen

 *

Der Untergang von Dresden

(Nach dem Bericht eines Augenzeugen)

Auf Raedern, Hufen, Achsen kriecht ein Wurm.
In abertausend Wagen, Kutschen, Karren
Kommt’s angefreucht, gekrochen und gefahren –
einhergetrieben von dem grossen Sturm.

Die Elbestadt nimmt all die Menschen auf!
Sie lagern sich in Strassen, Plaetzen, Gaerten,
mit Kindern, Karren, Kochgeschirr und Pferden.
Aus kleinen Feuern sickert feiner Rauch.

Um jede Stunde, um Huegel und Rain
ringen fern indessen deutsche Soldaten-
die Frist zu erkaufen im Feuerschein
der Schlacht, die da giert nach Tod und nach Taten.
Der Fliehenden aber lauert schon Kain.
Am Himmel nahen schon duestere Schatten.

Da heulen ploetzlich die Sirenen auf!
Doch sinnlos schein ihr Jammern dieser Staette.
Im Schoss der Kirchen und der Lazarette
nimmt gnadenlos das Schicksal seinen Lauf.

Droehnt nicht im Westen jetzt ein fremder Laut?
Kling weit und ferne nicht ein leises Summen?
Schon schwillt es an zu boesem, lauten Brummen,
das – wachsend – sich zu wildem Tosen staut.

Das groesste Heer, das je am Himmel zog –
die Flotte der “Vereinten Nationen”-,
trat an zum Morde an Zivilpersonen,
da es die Elbe brausend ueberflog.

Vom Himmel hoch, da heulen nun herab
Brandbomben – tausendfach – und sausen nieder,
und drueber hin, auf silbernem Gefieder,
kreist kalt der Moerder, der das Nest zertrat.

Ein qualvoll Stoehnen spaeter: “Dresden brennt!”
Da taumeln Haeuserzeilen hin wie Plunder
und Phosphor sprueht, und Stein verglueht wie Zunder!
Es wankt die Erde und das Firmament.

An hunderttausend sterben in der Wucht
des Ersten Schlages noch an Ort und stelle.
Doch angebrandet kommt die naechste Welle
und trifft ins Herz der wuesten, irren Flucht.

Der Ordnung unsichtbarer Zuegel reisst:
Da jagen Rosse, die zerfetzten Straenge
mit nach sich reissend in die Menschenmenge,
die eilt und rast und doch kein Ziel mehr weiss.

Vom Bombenbersten ist die Luft durchgellt.
In Panik tobt die Masse durch die Strassen,
verbrannt, verstuemmelt ueber alle Massen,
und trampelt nieder was da strauchelnd faellt.

Der Kinder blondes Haar wird schwarzer Staub,
und blaue Augen schmelzen aus den Hoehlen.
Gedankenschnell verkohlen und verschwelen
der Menschen Haeupter in der Hitze Raub.

Es stellte sich dem siedenden Orkan
Die Feuerwehr der Stadt getreu entgegen.
Vierhundert Maenner wagten drum ihr Leben!-
Sie sind gefallen bis auf einen Mann.

Nach einer Puppe flennt ein kleines Kind,
in einem Hausflur steht’s, verirrt, vergessen –
begreift nicht mehr und kann noch nichts ermessen,
und seine Augen sind vor Traenen blind.

Bald brennen Haeuser, Baeume und Asphalt,
die ganze Stadt scheint schon ein Raub der Flammen,
und Menschen brennen, hilflos, jung und alt,
und in den weiten, oeden Himmel bahnen –
aus Qualm und Asche, riesig von Gestalt –
den Weg sich kriechend schwarze, zaehe Fahnen.

Indessen Phosphor auf sie niederspritzt,
da folgten hunderttausend einem Rufe
und stuerzten rasend nun hinaus zum Flusse.
“Zur Elbe,” gellt es, “dort sind wir geschuetzt.”

Da draengen Loewen in der Kinder Lauf!
Es brennt der Zoo, es barst das Raubgehege,
und Tier und Menschen folgen einem Wege,
denn Qualm und Tod hebt alle Schranken auf.

Die sich gerettet waehnen auf dem Feld,
hat laengst der Moerder aus der Luft gesichtet,
und schnelle Jaeger haben bald gerichtet
die Fliehenden und um die Flucht geprellt.

Vom Feuerscheine ist der Strom umloht!
Die Silbervoegel stuerzen immer wieder
auf dieses Meer von Weibern, Kindern nieder,
und Bordgeschuetze spenden reichen Tod.

Hoch ueber allen Tosen steht ein Schrei
aus hunderttausend Kinderkehlen: “Mutter!”
Doch laengst sind sie schon zu Kanonenfutter
verdammt und hingemaeht wie duerre Spreu.

Und Muetter schreien, herzzerreissend, wild,
nach Hans und Gretchen, Walter, Fritz und Liese.
Fort faehrt das Morden auf der grossen Wiese,
Wo Blut in Baechen auf den Rasen quillt.

Da werfen Frauen schirmend ihren Leib
zehntausenfach – gehorchend dunklen Trieben,
im Wahn, zu retten – ueber ihre Lieben!
Den Heldentod stirbt hier das deutsche Weib.

Des Reiches Untergang, des Fuehrers Fall –
der nahe Sturz der ringenden Armeen –
genuegte nicht! Der Muetter Hoellenqual,
das letzte Schluchzen deutscher Kinderseelen,
das unersaettlich hier der Feind befahl,
mag fuerderhin sein Mordgesicht erhellen.

Im Herz des Feuers viele tausend Grad,
erklimmt des Flaechenbrandes wildes Gluehen,
und senkrecht rasend in den Himmel fliehen
vergluehte Luefte – einen roten Pfad.

Das Maul des Feuers giert nach neuem Frass,
und unersaettlich reisst es nah am Boden
Gebirge frischer Luft in seinem Odem,
herbei sich schluerfend ohne Unterlass.

So stiehlt ein fremder Moerder sich zum Raub:
Wie ein Geschosse prescht durch die Schlucht der Strassen
der Feuersog, um Menschen und Ross zu fassen,
und fegt sie mit wie Herbstwind morsches Laub.

Es krabbelt jetzt in wilder, toller Hast
ein Meer von Menschen abwaerts in die Keller!
Der heisse Tod jedoch ist heute schneller:
Die Atemluft wird sacht von im verprasst!

Man findet spaeter sie – wie unversehrt
und kaum beruehrt von Feuertodes Faengen –
aufrecht in vollgepferchten Kellergaengen,
die Muender aufgesperrt, den Blick verstoert.

Im Stehen sind ganz langsam sie erstickt!
Da war nicht Raum, um sterbend hinzusacken,
und angeklammert an der Muetter Nacken,
da haengen Kinder, frisch vom Tod gepflueckt.

Die geile Zunge hat die Feuerbrust
nach der Geburtenklinik nun gestreckt:
Hochschwangere Frauen, auf den Tod erschreckt,
die tauchen – halbnackt – auf aus Qualm und Dunst.

Da regt sich Leben, laengst verdammt zum Tod!
Es kreissen kniend – gleich an Ort und Stelle –
vereinzelt Weiber in der Flammenhoelle –
gebaeren Kinder, winzig, nass und rot.

Sie hasten weiter mit der zarten Brut,
doch Frost und Hitze kennen kein Erbarmen:
Erfror’ne Neugebor’ne in den Armen –
so sterben Muetter in der Flammenglut!

Da – wieder taumelt eine aus der Spur!
Ein Spritzer Phosphor schlug ihr tiefe Wunden.
Dem Kind im Arme ist sie noch verbunden
Im Todeskampfe durch – die Nabelschnur.

Das Laecheln das wir liebten, das Gesicht,
was Vaeter, Brueder, Soehne heilig waehnten,
zermalmt, zertreten unter Feuerbraenden,
erdrueckt vom Schutt, der prasselnd niederbricht.

Jetzt birst das Lazarett im Bombenschlag,
und tausend Krueppel humpeln, hasten, kriechen!
Am Ruecken schleppt ein Blinder einen Siechen,
der ihm den Weg weist nach – dem Juengsten Tag!

So wie die Wespen aus versengtem Nest,
so quellen Kriegsversehrte aus den Fenstern
und krabbeln, huepfen, tanzen, gleich Gespenstern,
mit blut’gen Stuempfen auf das wueste Fest.

Als sie die Feuerwand rundum umbuhlt,
da wird ihr Zucken, Draengen, Trachten leiser,
das erst verstummt, als sich der Brand schon heiser
grollend als Sieger auf der Wallstatt suhlt.

Zur selben Seit, zum Schlossteich auf dem Platz
da draengen Menschen her aus allen […]
Ins Wasser taumeln […]

Sie suchen Kuehlung der verschorten Haut –
doch Phosphorbrand, den kann kein Wasser daempfen.
An hebt ein Ringen, Draengen und ein Kaempfen,
und Weiberschreie gellen irr und laut.

Es fuellt der Teich sich quellend bis zum Rand.
Die untersten zerquetscht, zerdrueckt, ertrunken,
die oben schon erstickt im Sturm der Funken,
und um den Riesenkochtopf bruellt der Brand.

Ein Dutzend Kilometer im Quadrat,
des heissen Brand und Tod zuletzt ihr eigen.
Wo noch vor Stunden eine deutsche Stadt,

da schwelen Truemmer, und Ruinen zeigen
aufwaerts zum Tor, durch das der Moerder trat,
und klagen an als schamhaft stumme Zeugen.

Ringsum das Tagwerk grauenhafter Wut:
Verschmorte Kinder an verkohlten Bruesten,
verrenkt – ein Meer von Gliedern, Schultern, Hueften,
gegart, gesotten in gekochtem Blut.

Noch viele Tage hat’s geglost, geschwelt
hier auf dem Schlachtfeld, nach dem grossen Brennen.
Unstillbar aber blieben Schmerz und Traenen
fuer alle jene die der Tod verfehlt.

Warum sie alle, fragt ihr, tot und stumm?
Warum die Jugend Deutschlands hier getoetet?
[…] Sprache, in der sie gebetet, […]

Nicht um den Glauben ging’s in diesem Krieg:
Aus zog die Welt im Schatten edler Fahnen –
doch Neid war es und Missgunst, was sie trieb.

Da sie dem Reiche Raum und Einheit nahmen,
schlug Kain den Abel, und der Moerder Sieg,
traegt tief im Schloss der Rache eis’nen Samen.

Als tag darauf, mit ruhig festem Schritt,
getreu der Pflicht und voller bangem Ahnen,
die Bergungstrupps aus der Umgebung kamen,
hielt ich als Kriegsversehrter muehsam Schritt.

Da lag ein Heer von Leichen hingestreut,
umarmend sich im Tode, Kinder, Frauen,
und ich, bestellt – ein Zeuge all des Grauen –
ihr Grab zu schaufeln, lange vor der Zeit.

Gekommen war ich in der Locken Blond –
doch meine Jugend brach! Brach nicht am Tode,
sondern am Leide, das der Tod verschont.

Weiss ward mein Haar, als ich dem Aufgebote
endlich entrann und wieder heim – zur Front –
und vor den Feind kam, der von Osten drohte.

 Von “Der Blumenkrieg” Gerd Honsik

Dresden Angel

 13 Februar 1945 – 22 Uhr – Dresden hatte 600,000 Einwohner und 500,000 Deutsche Fluechtlinge von den Ost Bloc Laendern in der Stadt – 1,100,000 Menschen, fast alles Frauen, Kinder und aeltere Menschen. 400,000 verlieren ihr Leben innerhalb von ein paar Stunden in den aller furchtbarsten Schmerzen, lebend brennend, schreiend in Qual. Am 22. Maerz 1945 wurden 200,000 Tote gezaehlt. Die anderen waren unter den Truemmern.

Zuerst warf die RAF Sprengbomben auf die Innenstadt. Unmittelbar danach 570,000 Stabbrand und 4,5000 Flammenstrahlbomben. Nach ca. 2.5 Stundenkamen sie zurueck, am 14. Februar gegen 1:30 Uhr mit der zweiten Bombenwelle  von 4.500 Sprengbomben.
Die  von der Innenstadt gefluechteten und die Osbloc Fluechtlinge auf den Wiesen wurden dann von der 8. U.S. Luftwaffe angegriffen. Um 12:15 Uhr warfen mehr als 760 Maschinen unter anderem 50,000 Stabbrandbomben ueber dise Fluechtlinge ab.
 
Danach kamen die ca. 200 Jagdbomber die im Tieffliegerangriff mit Maschinengewehre die Zivilbevoelkerung niedermetzelnden.
 
Und dafuer wurde keiner von ihnen zur Rechenschaft gezogen. – Dr. Claus Nordbruch – 

 

Hager Landkriegordnung – PDF

Dresden 13./14.Februar 1945

Genozid an 400.000 Deutschen

Von Dr. Claus Nordbruch

Vor 65 Jahren verwandelten die angloamerikanischen Luftstreitkräfte in drei Angriffen die Stadt Dresden in ein Flammenmeer. Mit einem Regen aus Phosphor-, Brand- und Sprengbomben, die orkanartige Feuerstürme verursachten, wurden mindestens 400.000 Zivilisten, Frauen und Kinder jeglichen Alters, Greise, Verwundete und Flüchtlinge aus dem Osten und Südosten des Deutschen Reiches, die mit ihren Trecks Schutz in Elbflorenz gesucht hatten, unter furchtbarsten Qualen getötet. Während die Masse dieser wehrlosen Menschen zu lebenden Fackeln entzündet, von giftigen Rauchgasen erstickt und zu Brandleichen von der Größe eine Hundes verstümmelt worden waren, wurden in der Nacht und tags drauf Tausende Opfer von Tieffliegern, als sie im Großen Garten und auf den Elbwiesen eiskalt zusammenschossen.[1]

Am 13. Februar 1945 hatten sich in Dresden, einer der schönsten und kulturell bedeutungsvollsten Städte Deutschlands und damit Europas, neben 600.000 Einwohnern auch etwa 500.000 Flüchtlinge aufgehalten. Die bis zu diesem Datum vom Bombenkrieg weitgehend verschont gebliebene und zur »Lazarettstadt« erklärte Metropole, verfügte über fast keine Flugabwehr oder Nachtjäger. Gegen 22.00 Uhr kam es zum ersten Donnerschlag, oder Thunderclap, wie die anglo-amerikanischen Bomberverbände ihren Terrorangriff nennen sollten. Die britischen Bomber der Königlichen Luftwaffe (Royal Air Force) warfen in diesem Angriff zunächst Sprengbomben auf die Innenstadt. Unmittelbar danach wurden 570.000 Stabbrand- und 4.500 Flammenstrahlbomben auf Dresden abgeworfen. Dieses Bombardement von Brandbomben verursachte einen verheerenden Feuersturm, der den Tod der Kunst- und Lazarettstadt einläutete. Bis zu diesem Zeitpunkt waren noch relativ wenige Menschenverluste zu beklagen. Den meisten Menschen war es gelungen, sich in den Kellern in Sicherheit zu bringen. Nach dem Bombenangriff gingen sie auf die Straßen zurück und wurden Zeugen der gewaltigen Brände. Jedoch kehrten die Briten zurück – ohne Vorwarnung: Nun etwa 2½ Stunden später, am 14. Februar gegen 1.30 Uhr, rollte die zweite Bomberwelle an. In rascher Folge detonierten zunächst 4.500 Sprengbomben, die unzählige Häuser zum Einsturz brachten. Tausende von Menschen wurden von Stahl und Beton begraben und verschüttet. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Briten eines Kriegsverbrechens schuldig gemacht, da sie zielbewußt den von Zivilbevölkerung bewohnten Stadtkern bombardiert hatten, und nicht etwa militärisch-strategische Ziele oder Industriezentren. Das wichtigste militärische Ziel lag etwa 1,5 Kilometer vom zerstörten Stadtkern entfernt: der Hauptbahnhof. Auf diesem tummelten sich Zehntausende Flüchtlinge und Ausgebombte. Die Gleise, die weitgehend unbeschädigt geblieben waren, waren mit Hunderten von Waggons verstopft, so daß sich eine gewaltige Menschenmasse auf engstem Raume ansammelte. Auf diese Menschen ließen die Briten vor allem Brand- und Flüssigkeitsbomben nieder regnen. Die Bahnsteige und das nähere Umfeld des Bahnhofs waren mit Toten, Sterbenden, Verbrennenden und Menschenteilen übersät. Die Zehntausenden, die das Inferno überlebt hatten, flüchteten auf die Elbwiesen und in den Großen Garten. Hier wähnten sie sich nach dem Grauen der Nacht sicher. Es blieb den Amerikanern, genauer gesagt der 8. US-Luftflotte, vorbehalten, diesen hilflosen Frauen und Kindern, diesen wehrlosen Männern und Greisen den Garaus zu bereiten. Um 12.15 Uhr warfen mehr als 760 Maschinen unter anderem 50.000 Stabbrandbomben über diese Flüchtlinge ab. Danach gingen etwa 200 Jagdbomber zum Tieffliegerangriff über und eröffneten mit ihren Maschinengewehren das Feuer gegen die Zivilbevölkerung.

Die anglo-amerikanischen Bomberverbände hatten einen Massenmord begangen, freilich ohne je hierfür zur Rechenschaft gezogen worden zu sein. Nicht nur das: »Mit den Menschen gingen schöne und weltberühmte Gebäude und Anlagen Dresdens unter, so der Zwinger, die Hofkirche, das Schloß, die Oper, das Grüne Gewölbe, Bellevue, das Italienische Dörfchen, das Landtagsgebäude, das Palais Cosel und viele andere. Das Japanische Palais, die größte und wertvollste Bibliothek ganz Sachsen, war ausgebrannt. Die Brühlsche Terrasse hatten schwere Bomben zerrissen. Das Belvedere lag mit leeren Fensterhöhlen da. Die Kuppel der Frauenkirche war eingestürzt und der Schloßturm sowie ein Turm der Sophienkirche waren ausgebrannt. Vom oberen Teil des Rathausturmes stand nur noch das Gerippe.«[2] Bei dem dreifachen Terrorschlag gegen Dresden, als nichts anderes kann er bezeichnet werden, handelte es sich mitnichten um eine militärische Notwendigkeit. In der angegriffenen Innenstadt hatte es weder nennenswerte Industrie noch Ansammlungen von Waffen und militärischem Gerät gegeben. Die Tatsache, daß die Infrastruktur verhältnismäßig wenig zu Schaden gekommen war – von den Verkehrswegen war nur der Hauptbahnhof zerstört worden, die Elbbrücken waren allesamt heil geblieben -, deutet ebenfalls eindeutig daraufhin, daß der anglo-amerikanische Angriff auf Dresden ein ebenso sinnloser – der Krieg wurde hierdurch ja nicht verkürzt -, wie durch nichts zu rechtfertigender Akt der Zerstörung und des Mordes war.

Dem Bericht der Ordnungspolizei zufolge waren bis zum 22. März 1945 insgesamt mehr als 200.000 Menschen tot geborgen worden. Diese Zahl konnte wegen weiterer Bergungsarbeiten jedoch noch nicht als die endgültige gelten. Spätere Schätzungen bzw. Zählungen gehen von bis zu 400.000 Toten aus. Von den geborgenen Toten konnten nur 35.000 identifiziert werden. Es widerspiegelt das fragwürdige Verständnis von Wissenschaftlichkeit und das Verhältnis zu authentischer Geschichtsschreibung in der BRD, offiziell lediglich diese relativ kleine Anzahl von Toten als Gesamtzahl der zu beklagenden Opfer anzugeben. Strafrechtlich gesehen handelt es sich hier offensichtlich nicht um den Tatbestand der Verunglimpfung Verstorbener.

Dabei handelte es sich bei dieser Art des ethnic cleansing keineswegs um eine Ausnahme, sondern um die Umsetzung eines vom Luftkriegsberater Churchills, Frederick A. Lindemann, penibel ausgetüftelten Planes zur Flächenbombardierung deutscher Städte.[3] Die Alliierten gingen dabei gleichsam nach Schema F vor, wie beispielsweise stellvertretend auch die Zerstörung Stettins im August 1944 aufzeigt: Gezielte Treffer auf Wohngebiete und historische Bauten nach menschenverachtender Methode. Zuerst werden Luftminen und Sprengbomben, danach Phosphorkanister abgeworfen. Diese Taktik verfehlt ihre hundertprozentige tödliche Wirkung nie: Um sich zu retten, klettern die wehrlosen Menschen aus zertrümmerten Kellergewölben, werden im Freien jedoch von dem Feuersturm erfaßt und winden sich vor Schmerzen brüllend als lebende Fackeln bis der Tod sie endlich erlöst.[4] In diesem Zusammenhang müssen neben vielen anderen auch die kriegsvölkerrechtswidrigen Bombardierungen beispielsweise auf Köln, Ulm, Magdeburg, Aachen, Graz, Kiel, Dortmund, Hamburg, Nürnberg, Klagenfurt, Würzburg, Kassel und Potsdam, aber auch viele andere, vor allem kleinere Städte, wie z.B. Hanau, Pforzheim, Bingen, Darmstadt, Heilbronn, Villach, Nordhausen, Hildesheim, Freiburg i. Br., Halberstadt, Emden, Frankfurt/Oder, aufgeführt werden, die keinerlei militärischen Nutzen hatten, sondern ausschließlich der Vernichtung von Menschen dienten.

Der österreichische Historiker und Luftkriegsexperte Maximilian Czesany hat bezüglich dieser Terrorangriffe dankenswerterweise die gröbsten der durch die Anglo-Amerikaner begangenen Rechtsbrüche in knapper Form zusammengestellt: »Mit ihrer Luftkriegsführung verletzten die USA und Großbritannien die folgenden von ihnen erst Jahrzehnte zuvor ratifizierten Bestimmungen und Normen des Kriegsrechtes […]:

·        die allgemeinen Grundsätze des Kriegsrechtes, wonach militärische Kampfhandlungen direkt nur gegen Kombattanten, Quasikombattanten und militärische Objekte gerichtet werden dürfen, und alle Kampfmittel verboten sind, die unnötige Leiden oder Schäden verursachen […]

·        der Artikel 27 HLKO, demzufolge verschiedene Gebäude und Bauten, wie Kirchen, Lazarette, geschichtliche Denkmale u.a., soviel wie möglich zu schonen sind, wenn diese nicht militärische Verwendung finden; der Artikel 46 HLKO, wonach das Leben der Bürger und deren Privateigentum zu achten sind;

·        das Genfer Protokoll 1925, welches unter anderem die Verwendung von giftig oder erstickend wirkenden Flüssigkeiten, Stoffen oder Verfahrensarten untersagt.«[5]

Mit dem uneingeschränkten Luftkrieg der Alliierten gegen wehrlose Zivilbevölkerung machten sich insbesondere die Anglo-Amerikaner des Genozids, des Ausrottungskrieges schuldig.

Quelle: Claus Nordbruch, Der deutsche Aderlaß, Tübingen 2003 (2. Aufl.), S. 91ff.

 

Zusatzmaterial:

Am 13. Februar 1945 haben sich über eine halbe Million Flüchtlinge in Dresden aufgehalten. Zusammen mit 600 000 Einwohnern waren schließlich 1 100 000 Menschen den Bombenangriffen an 3 Tagen ausgesetzt (vgl. Rodenberger und Veale). Die großen Trecks stellten ihre Pferdefuhrwerke im „Großen Garten“ und auf anderen Grünflächen ab oder hatten sie noch in den Straßen und auf den Plätzen der Stadt stehen, wo es vielfach zu Verstopfungen kam. Andere Flüchtlinge hatten im Ausstellungspalast mit seinen riesigen Hallen, in Schulen, Sälen oder Privathäusern Unterschlupf gefunden.

Am Abend des 13. gab es um 21.15 Uhr Luftwarnung, darauf die furchtbare Meldung: „Bomberströme im Anflug auf Sachsen mit Spitzen bei Zwickau und Ende bei Göttingen.“ Plötzlich Vollalarm und kurz darauf die sog. „Lichterbäume“ der feindlichen Flugzeuge zur Erhellung des Abwurfraumes. Gegen 22 Uhr brach die Hölle los. Tausende Häuser standen in kürzester Zeit in Flammen. Viele Menschen verließen noch während des Angriffs die Keller der brennenden Häuser und stürzten sich auf die Straßen, wo sie jedoch häufig der nächsten Bomberwelle zum Opfer fielen. Viele gingen aber schon in den Kellern zugrunde. Andere konnten die Häuser, die zu Feueröfen geworden waren, nur mehr als brennende Fackeln verlassen. „Hunderte brennende, schreiende Fackeln stürzten zusammen, verstummten. Und immer neue folgten, und keiner kam mit dem Leben davon.“ (Rodenberger Axel, Der Tod von Dresden, 1953) Bald kam der Feuersturm auf und brachte zum Brennen, was noch nicht brannte.

Furchtbar wütete auch der Tod unter den Flüchtlingen, die bei ihren Pferdefuhrwerken im „Großen Garten“ geblieben waren. In den Hallen des Ausstellungspalastes am Rande dieses Parkes gab es weder Keller noch Splittergräben, noch weniger einen Bunker. Durch die leichten Dächer sausten die Bomben und zerfetzten die Menschen. Große Kanister mit Phosphor gefüllt, zerplatzten unter den Menschen , die, von wenigen Spritzern getroffen, sofort in Flammen standen. (Rodenberger S. 67 ff.)

Grauenvolles ereignete sich auch in den Dresdner Lazaretten und Krankenhäusern, die alle, genau nach den Vorschriften, mit dem roten Kreuz im weißen Feld in riesigen Dimensionen auf den Dächern gekennzeichnet waren. In einem dieser Lazarette lagen Blinde und an beiden Beinen Amputierte nebeneinander. „Aus den Gluten der Baracken flohen die Kriegsversehrten. Blinde trugen Beinamputierte, die ihnen den Weg wiesen…. Später fand man sie. Lebende und Tote. Zwischen verkohlten Bäumen und Büschen und schwarzem Gras.“
Quelle: Maximilian Czesany, Nie wieder Krieg gegen die Zivilbevölkerung, Eine völkerrechtliche Untersuchung des Luftkrieges 1939-1945, Graz 1964

Ein Leser aus 99817 Eisenach schrieb in der WELT am 20.2.1999 u.a.: „Der Obergärtner des Friedhofs von Dresden hat in seinem Bericht darauf hingewiesen, daß die aus den Kellern geholten verstümmelten und verbrannten Leichen, bei denen auch der Kopf verbrannt oder zerfetzt war, ebensowenig mitgezählt werden konnten wie die im Feuersturm Verbrannten, von denen nichts als ein Häufchen Asche übriggeblieben war.“ (http://de.altermedia.info/general/dresden-13-14-februar-1945-der-genozid-an-400-000-menschen-07-02-10_40050.html#comments)

ERSTENS:
Dresden am 12. Februar 1945

Dresden am 15. Februar 1945

Zwei aufschlussreiche Dokumente:

Ein realistisches Bild vom Ausmaß des Massenmordes in Dresden
gibt der nachstehend wiedergegebene Auszug aus dem Tagesbefehl
Nr.47, dessen Richtigkeit vom Sohn des als verantwortlich
Zeichnenden, dem Historiker Dr. Grosse, ausdrücklich bestätigt wurde:

Der höhere Polizei- und SS-Führer
Der Befehlshaber der Ordnungspolizei
Dresden, den 22.3.45
Tagesbefehl Nr.47

1.Luftangriff auf Dresden.

Um den wilden Gerüchten entgegentreten zu können,
folgt nachstehender kurzer Auszug der Schlussaufstellung
des Polizeipräsidenten von Dresden über die vier Angriffe
am 13.,14.,15.2.1945 auf Dresden.

Bis zum 2.3.45 abends wurden 202.040 Tote, überwiegend
Frauen und Kinder, geborgen. Es ist damit zu rechnen, daß
die Zahl auf 250.000 Tote ansteigen wird. Von den Toten
konnten nur annähernd 30 Prozent identifiziert werden.

Für den Befehlshaber der Ordnungspolizei
Der Chef des Stabes
G R O S S E

ZWEITENS:

Wer sich mit der Geschichte des Bombenterrors eingehend beschäftigt, der weiß, daß ein bestimmter Prozentsatz der Opfer erst nach und nach bei den späteren Aufräumarbeiten gefunden wird, welche unter Friedensbedingungen ablaufen. Dazu kommt noch ein Prozentsatz von Toten, welche nie aufgefunden werden. Militärisch seriös belegt kann man diesen Gesamtprozentsatz mit 30 Prozent, das heißt 60.000 angeben. Damit wäre man bei 260.000. Hinzu kommt noch die Anzahl der Toten, welche an den Folgen des Terrorangriffes starben. Und auch dabei gibt es empirische, militärische Erfahrungswerte von 50 Prozent. Damit käme man auf 260.000 + 130.000 = 390.000 Bombentote. Im speziellen Fall vom mit Flüchtlingen überfüllten Dresden und dem endkampfbedingten Chaos kann man diese Opferzahl noch mal um durchaus seriös 20 bis 30 Prozent erhöhen, so daß die tatsächliche Zahl aller Dresdener Bombenopfer zwischen 500.000 und 600.000 liegen dürfte.

DRITTENS:

Ein Vergleich der beiden Angriffe 43 auf Hamburg und 45 auf Dresden kann bei der historischen Wahrheitsfindung hilfreich sein. Hamburg war keine Lazarettstadt und die Kinderlandverschickung hatte die ursprüngliche Einwohnerzahl schon ausgedünnt. Außerdem war die Hafenstadt mit Flak geschützt, es gab eine Feuerwehr, und es herrschte Ordnung. In der flüchtlingsfreien Hansestadt kamen durch nur einen einzigen Angriff etwa 35 000 Menschen um. Im der Lazarettstadt Dresden, welche zudem mit Flüchtlingen vollgestopft war, und nicht mit Flak geschützt wurde, kamen bei vier Angriffen jedenfalls wesentlich mehr um. Ich lernte in der Nachkriegszeit, daß in den Angriffen etwa 400 000 Menschen ihr Leben verloren. Die heute offiziell genannte Zahl bezieht sich nur auf die eindeutig identifizierten Opfer. Verbrannte Leichen kann man aber nur bedingt identifizieren, und das wissen unsere Besatzungshistoriker ganz genau. (Übrigens gab es früher in den Lesebüchern für das Gymnasium bis zu der Zeit, da unser “Willy Brantwein” “Bundesquanzler” wurde, eine sehr ausführliche Beschreibung vom Angriff auf Hamburg, vor allem aber über die Mühen, welche die Bergung der Leichen bereitete. Diese mußten aus Seuchengefahr teilweise in den Kellern an Ort und Stelle mit Flammenwerfern ganz verbrannt werden. Da gab es nichts mehr zu identifizieren!) Wer sich weiter informieren möchte, kann dies hier tun.

Quelle: http://nonkonformist.net/forum/index.php?topic=361.0

(http://de.altermedia.info/general/dresden-13-14-februar-1945-der-genozid-an-400-000-menschen-07-02-10_40050.html#comments)

DRESDEN

von Ulrike Meinhof

Vor zwanzig Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, in der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch, ist der größte Luftangriff der alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen worden: Der Angriff auf Dresden. Dreimal innerhalb von 14 Stunden wurde die Stadt bombardiert. Von 22 Uhr 13 bis 22 Uhr 21 dauerte der erste Schlag. Als die englischen Bomber abflogen, hinterließen sie ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte. Der zweite Schlag erfolgte von 1 Uhr 30 bis 1Uhr 50. Die abfliegenden Bomber haben die Feuer von Dresden über 300 Kilometer weit beobachten können. Den dritten Angriff flog ein amerikanisches Bombengeschwader am nächsten Vormittag zwischen 12 Uhr 12 und 12 Uhr 23.

Über 200 000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen. Der Engländer David Irving schreibt in seinem Buch „Der Untergang Dresdens“: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Krieges hatte ein Luftangriff ein Ziel so verheerend zerstört, daß es nicht genügen unverletzte Überlebende gab, um die Toten zu begraben.“

Dresden hatte 630 000 ständige Einwohner. Als es zerstört wurde, hielten sich über eine Million Menschen in dieser Stadt auf. Man schätzt 1,2 bis 1,4 Millionen. Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen, Evakuierte aus Berlin und dem Rheinland, Kindertransporte, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Dresden war eine Sammelstelle für genesende und verwundete Soldaten. Dresden hatte keine Rüstungsindustrie. Dresden war eine unverteidigte Stadt ohne Luftabwehr. Dresden galt in ganz Deutschland als eine Stadt, die nicht bombardiert werden würde. Es gab Gerüchte, wie: Die Engländer würden Dresden schonen, wenn Oxford nicht angegriffen würde – oder: Die Alliierten würden Dresden nach dem Krieg zur deutschen Hauptstadt machen und deshalb nicht zerstören. Es gab noch mehr Gerüchte, aber vor allem konnte sich kein Mensch vorstellen, daß eine Stadt, die täglich neue Krankenhäuser und Lazarette einrichtete, in die täglich Hunderttausende von Flüchtlingen, hauptsächlich Frauen und Kinder, einströmten, bombardiert werden würde.

Militärisch interessant an Dresden war höchstens ein größerer Güter- und Truppenumschlagbahnhof. Aber in den drei Angriffen, als man zuerst Sprengbomben abwarf, um Fenster zum Platzen zu bringen und Dächer zum Einsturz, um Dachstühle und Wohnungen den folgenden Brandbomben um so schutzloser auszuliefern, als das alles planmäßig mit höchster Präzision ablief, da wurde dieser Bahnhof kaum getroffen. Als Tage darauf Berge von Toten aufgeschichtet wurden, waren die Gleise schon wieder repariert. – Dresden hat sieben Tage und acht Nächte lang gebrannt.

Man hatte den englischen Soldaten, die die Angriffe geflogen haben, nicht die Wahrheit gesagt. Man hat gesagt: Ihre Flotte greift das Oberkommando des Heeres in Dresden an. Man hat gesagt, Dresden sei ein wichtiges Nachschubzentrum für die Ostfront. Man hat gesagt, das Angriffsziel sei ein Gestapo-Hauptquartier im Stadtzentrum, ein wichtiges Munitionswerk, ein großes Giftgaswerk.

Schon 1943 hatte es in der britischen Öffentlichkeit Proteste gegen die Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung gegeben. Der Bischof von Chichester, der Erzbischof von Canterbury, der Kirchenpräsident der Church of Scotland erhoben ihre Stimme. Ihnen aber ebenso wie einem Labourabgeordneten im englischen Unterhaus wurde gesagt, das sei nicht wahr, daß ein Befehl ergangen wäre, Wohngebiete statt Rüstungszentren zu zerstören. Es ist der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill bis zum Ende des Krieges, bis März 45, gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheim zu halten. Dresden war der Höhepunkt dieser Politik. Dresden ging in Schutt und Asche, zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war. Als Dresden bombardiert wurde, standen die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße, lag die Westfront am Rhein. Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force, Sir Arthur Harris, der den Einsatz gegen Dresden geleitet hatte, ging ein Jahr danach, am 13. Februar 1946, in Southhampton an Bord, um das Land zu verlassen, das nicht mehr bereit war, seine Verdienste zu würdigen. Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Bevölkerung die Wahrheit über Dresden. Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort.

In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.

Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt – Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet – Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst mißbraucht werden – Dresden wäre der Beweis. Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist. Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt. Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.

Quellenangabe:
Ulrike Marie MEINHOF, Die Würde des Menschen ist antastbar. Aufsätze und Polemiken. Mit einem Nachwort von Klaus Wagenbach, Berlin 1980, S. 62-64.
Erstmalig erschienen in konkret Nr. 3/1965.


[1] Vgl. Deutsche Hochschullehrer-Zeitung, Heft 1/1959, S. 22.

[2] Maximilian Czesany, Die Feuerstürme von Dresden und Tokio. – in: Deutsche Monatshefte, Heft 2/1985, S. 38.

[3] Vgl. Erich Kern, Von Versailles nach Nürnberg. Der Opfergang des deutschen Volkes. 3. verb. Aufl. – Preußisch Oldendorf: Schütz 1971, S. 417f.

[4] Vgl. Ilse Gudden-Lüddeke, Recht auf Heimat niemals aufgeben. – in: Die Pommersche Zeitung v. 5.8.1995, S. 1.

[5] Maximilian Czesany, aaO., S. 40.

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Auszug aus dem Buch

“Verbrechen am Deutschen Volk – eine Dokumentation Alliierter Grausamkeiten”

Erich Kern, 1964 – Verlag Schuetz, Goettingen – Buch unten als PDF

 Der Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung Der verbrecherische Lindeman-Plan

Durch die sorgsam geplante und rücksichtslos durchgeführte Inbrandsetzung deutscher Wohnviertel und Innenstädte durch die Engländer und Amerikaner wurden viele Hunderttausende Deutscher, vor allem Frauen, Greise und Kinder, erschlagen, verbrannt, erstickt oder durch zerrissene Wasserrohre in den Luftschutzkellern ertränkt. Für die meisten war es ein langsames, qualvolles Sterben.

Über die Zahl der Deutschen, die diesem alliierten Massenvernichtungsun-ternehmen zum Opfer fielen, gibt es keine historisch einwandfreie Angabe. Zehntausende Familien wurden buchstäblich mit Urahne, Ahne, Mutter und Kind ausgerottet, so daß niemand mehr Nachforschungen nach ihrem Verbleib anstellte. Gar nicht zu reden von Verwundetenzügen, Truppentransporten, Kindergruppen, die in KLV-Lager fuhren, Fremdarbeitern, Gefangenen, Reisenden, die vom Bombensturm erfaßt und mit auf dem deutschen Scheiterhaufen verbrannt wurden. Dazu kommt, daß in vielen Städten und Orten die Meldekarteien mit vernichtet wurden und deshalb über die Bewohner gar keine Unterlagen mehr vorhanden waren. Ein Großteil der Leichen konnte oftmals nicht mehr aufgefunden werden: Sie waren verglutet oder aus der eingeebneten Tiefe nicht zu bergen.

Studienrat Hanns Voigt, Leiter der »Abteilung Tote« der Dresdener Vermißtenzentrale, schilderte die Zustände wie folgt:

»Nie habe ich geglaubt, daß der Tod in so verschiedener Form an den Menschen herantreten kann, nie habe ich für möglich gehalten, daß der Tote in so vielen Gestalten den Gräbern übergeben werden könnte: Verbrannte, Verkohlte, Zerstückelte, scheinbar friedlich schlafend, schmerzverzerrt, völlig verkrampft, gekleidet, nackt und als ein kümmerliches Häufchen Asche. Und über allem der beizende Rauch und der unerträgliche Verwesungsgeruch. Über die Zahl der Toten kann natürlich auch ich keine verbindlichen Angaben machen, da manche Meldung verlorengegangen ist, mich nicht erreichte oder gar nicht abgegeben wurde. Die Zahl der Toten, die als bekannt oder unbekannt registriert worden ist, liegt nach meiner Erinnerung bei 80 000 bis 90

000. Ich meine, daß man mit 135 000 Toten ungefähr die richtige Zahl hat.«

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Die Wahrheit war noch viel furchtbarer: Die Verluste von Dresden allein betrugen etwa 250 000 bis 400 000 Menschen.

Darum stellt die vom Statistischen Bundesamt überaus vorsichtig genannte Gesamtzahl von 539 000 deutschen Zivilisten, die dem alliierten Luftmord zum Opfer fielen, die kaum glaubwürdige unterste Zahl der Verluste deutscher Zivilbevölkerung dar.

Die Züricher Zeitung »Die Tat« bezifferte die Toten der alliierten Flächen-bombardierung in Deutschland am

19. Januar 1955 mit 2050000. Diese Zahl wird der Wahrheit leider weit näherkommen.

Es kann nicht den geringsten Zweifel daran geben, daß jeder alliierte Flieger, gleich welche Verwendung er bei diesem teuflischen Unternehmen fand, ein Kriegsverbrecher im Sinne der Nürnberger Gesetzgebung ist. Er ist genauso mitschuldig an diesem grauenvollen Massenmord wie die Angehörigen der SD-Einsatzkommandos oder ähnlicher Vernichtungsorganisationen. Der einzige Unterschied zwischen etwa dem britischen Marschall Arthur Harris, der die Flächenbombardierung Deutschlands befehligte, und seinem Kollegen Adolf Eichmann besteht nur darin, daß der erstere pensioniert und der letztere gehenkt wurde. Den Befehl zu ihrem Beginnen erhielten beide allerdings von ihren Vorgesetzten. Das schaurige Resultat ihrer Einsätze war jedoch das gleiche. Man pflegt, wenn dieses traurige Kapitel der Menschheitsgeschichte zur Sprache kommt, ebenso heuchlerisch wie auch historisch falsch zu erklären:

Dies sei das Strafgericht für die Luftangriffe der Deutschen Luftwaffe auf England. Coventry habe all das ausgelöst.

Das klingt zeitgenössisch sehr brauchbar, aber es ist unrichtig. Die Wahrheit Ist anders:

England begann seinen Angriff auf deutsche Wohnviertel in der Nacht vom 10. zum 11. Mai 1940 in Mönchengladbach.

Deutschland ertrug volle fünf Monate lang die systematische Ermordung seiner Bürger aus der Luft, ohne britische Wohnviertel vergeltend anzugreifen. Die Deutsche Luftwaffe bombardierte in dieser Zeit in England nur ausgesprochen militärische Ziele. Erst am 7. September 1940, nachdem Churchill wiederholt Berlin hatte angreifen lassen,  begann Deutschland  zurückzuschlagen.  Im übrigen  gehörte  Coventry, wie  der  britische

Historiker David J. Irving schreibt, »mit 380 Toten zu den kleinen Unternehmen, wenn man den Maßstab des britischen Bomberkommandos anlegt«.

Wenn diese Tatsachen, die nicht bestritten werden können, geklärt sind, dann behauptet man: Deutschland begann trotzdem den Luftkrieg gegen Zivilisten; wohl nicht gegen England, doch am 14. Mai 1940 gegen Rotterdam.

Auch das ist falsch:

Rotterdam war keine freie Stadt, es wurde von der holländischen Armee unter Oberst Scharroo wie eine Festung zäh verteidigt. Die gelandeten deut-

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sehen Fallschirmjäger wurden hart bedrängt und erbaten dringend Luftunterstützung.

Dennoch hatte der Kommandierende General des deutschen XXXIX. Armeekorps, Generalleutnant Rudolf Schmidt, von der 18. Armee den ausdrücklichen Befehl erhalten, jedes unnütze Blutvergießen unter den Holländern zu vermeiden, und er bemühte sich darum nach besten Kräften.

General Schmidt sandte Hauptmann Hoerst mit zwei Mann und einer weißen Fahne als Parlamentäre zu den Holländern. Diese bedrohten die Parlamentäre, rissen ihnen die Pistolen ab und zwangen sie mit hocherhobenen Händen zum holländischen Gefechtsstand, wo Hauptmann Hoerst dem holländischen Oberst Scharroo das Ultimatum übergab:

»An den Kommandanten von Rotterdam, an Bürgermeister und Stadtverordnete und Vertreter des Staates in Rotterdam. Der Widerstand, der in der offenen Stadt Rotterdam gegen die Offensive der deutschen Truppen geleistet wird, zwingt mich, sofern Ihr Widerstand nicht augenblicklich eingestellt wird, die nötigen und zweckmäßigen Maßnahmen zu ergreifen. Das kann die vollständige Zerstörung der Stadt zur Folge haben. Ich ersuche Sie als einen Mann, der Verantwortungsgefühl besitzt, darauf zu dringen, daß der Stadt dieser schwere Verlust  erspart  bleibt.  Zum  Zeichen  der  Übereinstimmung  ersuche  ich  Sie,  sofort  einen  Parlamentär  zu schicken, der die nötigen Vollmachten besitzt. Falls ich innerhalb von zwei Stunden nach der Überreichung dieser Mitteilung keine Antwort erhalte, bin ich gezwungen, schärfste Zerstörungsmaßnahmen anzuordnen.« Scharroo informierte den holländischen Oberbefehlshaber General Winkel-man, der sich daran stieß, daß das Ultimatum von General Schmidt nicht unterschrieben war. Der holländische Hauptmann Backer wurde nun zu den Deutschen geschickt. General Schmidt unterfertigte nun auch das Ultimatum.

Durch dieses Hinausziehen und Hinausschieben der Kapitulation wurde aber viel Zeit verloren.  General Schmidt ließ an das Luftflottenkommando 2 funken »Angriff wegen Verhandlungen aufgeschoben«. Leider erreichte diese Nachricht nicht alle bereits auf Anflug befindlichen Maschinen, da sie zum Teil ihre Schleppantennen bereits eingezogen hatten. Darauf ließ Generalleutnant Schmidt von der Norderinsel aus rote Stopleuchtkugeln schießen. Da die Maschinen nur den Auftrag hatten, militärische Ziele zu bombardieren und die Zivilbevölkerung zu schonen, flogen sie sehr tief. Gerade deshalb bemerkte die rechte Gruppe des Geschwaders die Stopsignale nicht  und warf, während die linke Gruppe abschwenkte, befehlsgemäß die Bomben.

So starben bedauerlicherweise 900 Holländer als Opfer der holländischen Verzögerungstaktik. Jedoch: Nach der Haager Landkriegsordnung verhielten sich die Deutschen korrekt. Der Angriff auf Rotterdam galt keiner freien, sondern einer festungsartig verteidigten Stadt.

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Alle Kriegführenden hielten sich bis zum 10. Mai 1940 streng an die Regel, keine freien Städte und keine Zivilbevölkerung anzugreifen. An diesem Tage aber übernahm in London Sir Winston Churchill die britische Regierung. Noch in derselben Nacht begann – erstmalig in der Geschichte – der Luftangriff gegen Zivilbevölkerung.

Die Perfektion dieses Massenmordes aus der Luft verdankt die Menschheit indessen Professor Frederick Alexander Lindeman, dem wissenschaftlichen Berater Churchills in allen Fragen der Luftkriegführung. Im schroffen Gegensatz zu allen anderen Wissenschaftlern stellte Lindeman die These auf, daß der Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung den Sieg der Alliierten herbeiführen würde.

Anfang 1942 forderte Lindeman, der unterdessen Lord Cherwell geworden war, vom britischen Kabinett in einem Memorandum die Verschärfung des Bombenkrieges gegen Deutschland nach folgenden Grundsätzen:

»Die Bombenangriffe müssen gegen die Häuser der deutschen Arbeiterklasse gerichtet werden. Mittelstandshäuser in ihrer aufgelockerten Bauweise führen unvermeidlich zu einer Verschwendung von Bomben.«

»Wenn sich die Bombenoffensive im wesentlichen gegen die Wohnhäuser der deutschen Zivilbevölkerung richtet — Fabriken und militärische Anlagen sind zu schwer auszumachen und zu treffen —, dann sollte es möglich sein, in sämtlichen Städten mit mehr als 50 000 Einwohnern die Hälfte aller Häuser zu zerstören.« Sofort sprach sich Lindemans Vorgänger, Sir Henry Tizard, dagegen aus und erklärte, die Erfolgsaussichten der Flächenbombardierung seien »um das Fünffache zu hoch gegriffen«.

Professor P. M. S. Blackett glaubte sogar, daß die Erfolgsberechnungen Lindemans um das Sechsfache zu hoch gegriffen wären.

Trotzdem beschloß der britische Luftwaffenstab, durch Luftangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung den Widerstand Deutschlands zu brechen. Am 14. Februar 1942 billigte die britische Regierung unter dem Vorsitz Churchills ausdrücklich diesen verstärkten Massenmord an der deutschen Zivilbevölkerung.

Als erste Maßnahme löste Churchill den bisherigen Oberbefehlshaber der britischen Bombengeschwader ab und betraute damit Marschall Arthur Harris.

Harris erhielt den Geheimbefehl des Luftwaffenstabes:

»Es ist beschlossen worden, daß Ihr Hauptangriffsziel von nun an die Moral der feindlichen Zivilbevölkerung, vor allem der Arbeiterschaft sein soll.«

Marschall Harris ging unverzüglich ans Werk. Das erste Opfer, das er auswählte, war Lübeck, das in der Nacht des 28. März 1942 mit 234 Bombern angegriffen wurde. Das Ergebnis waren 320 Tote, 785 Verletzte und 1044 zerstörte Wohnhäuser.

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Rostock wurde ab 24. April 1942 angegriffen: 1765 Häuser wurden vernichtet, 60 % der Altstadt zerstört. So begann der Totentanz der deutschen Städte, gegen den alle bisherigen Luftangriffe beinahe ein Kinderspiel waren.

In der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1942 flogen 900 Bomber gegen Köln, Bevor die Maschinen mit ihrer todbringenden Last abflogen, sandte der Oberbefehlshaber der Royal Airforce, Marschall Sir Charles Portal, eine Aktennotiz an Marschall Harris: »Ich hoffe, es ist klar, daß die Angriffspunkte die Wohngebiete sein sollen und nicht zum Beispiel Docks oder Fabriken, selbst wenn diese im Anfang besonders erwähnt werden. Das muß jedem ganz klargemacht werden, falls es noch nicht verstanden worden ist!«

Mit diesem ersten Riesenangriff, an dem sich 900 Bombenflugzeuge beteiligten, flog als Leiter des Einsatzes Marschall J. E. A. Baldwin. Es wurden 19 370 Wohnungen zerstört, 469 Menschen getötet, 5027 verletzt.

Kalt versicherte, laut Generalmajor J. F. C. Fulles, Marschall Arthur Harris am 31. Mai 1943: »Was Deutschland in der Vergangenheit zu spüren bekommen hat, war nur Hühnerfutter im Vergleich zu dem, was es nun bekommen wird … «

So wurde eine Stadt nach der anderen angeschlagen oder gar ausradiert.

Nachstehende Statistik über die Bombenwürfe auf deutsche Städte, entnommen dem britischen Werk Richards und Saunders, »Royal Airforce«, zeigt am deutlichsten, was geschah:

In der Zeit vom 3. 9. 1939 bis 31. 12. 41 fielen 25 bis 1000 t Bomben auf:

Emden, Bremerhaven, Vegesadk, Wilhelmshaven, Cuxhaven, Flensburg, Lübeck, Wismar, Warnemünde, Rostock, Stettin, Osnabrück, Münster, Wesel, Sterkrade, Sottrop, Homberg, Emmerich, Krefeld, M.-Gladbach, Essen, Wanne-Eickel, Gelsenkirchen, Schwerte, Dortmund, Lünen, Kamen, Aachen, Bonn, Mülhelm, Koblenz, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, München, Nürnberg, Kassel, Pader-born, Soest, Brauschweig, Magdeburg, Merseburg (Leuna); 1000 bis 3000 t auf:

Duisburg, Mannheim, Hannover, Bremen, Kiel, Hamburg, Berlin; über 3000 t auf: Köln. In der Zeit vom l. 1.1942 bis 31.12. 1943 50 bis 5000 t auf:

M.-Gladbach, Krefeld, Oberhausen, Bochum, Dortmund, Hagen, Wuppertal, Remscheid, Leverkusen, Mülheim, Bonn,   Münster,   Osnabrück,   Emden,   Wilhelmshaven,   Cuxhaven,   Vegesack,   Kiel,   Lübeck,   Rostock,

Warnemünde, Stettin, Braunschweig, Münster, Kassel, Leipzig, Mainz, Darmstadt, Saarbrükken, Karlsruhe, Friedrichshafen, München, Pilsen; 5000 bis 10 000 t auf:

Düsseldorf, Duisburg, Hannover, Bremen, Frankfurt, Nürnberg, Mannheim;

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10 000 bis 22 000 t auf:

Köln, Essen, Hamburg, Berlin.

In der Zeit vom 1.1.1944 bis 5.5.1945 2000 bis 5000 t auf:

Cleve, Wesel, Bottrop, Oberhausen, Homberg, M.-Gladbach, Neuß, Düren, Bonn, Castrop-Rauxel, Hagen, Münster, Osnabrück, Wangerooge, Helgoland, Wilhelmshaven, Harburg, Nordhausen, Leuna, Leipzig, Dresden, Bohlen, Chemnitz, Stettin, Politz, Magdeburg, Saarbrücken, München;

5000 bis 10 000 t auf:

Düsseldorf, Neuß, Homberg, Wanne-Eickel, Frankfurt, Mannheim, Nürnberg, Bremen, Hannover, Braunschweig, Hamburg, Merseburg;

10 000 bis 23 000 t auf:

Köln, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Dortmund, Kiel, Berlin, Stuttgart. Dabei wurde bei dieser Aufstellung Pforzheim vergessen.

Der Tod hatte viele Gesichter

Hamburg wurde ab 24. Juli 1943 angegriffen. Das Unternehmen war teuflisch geplant und wurde teuflisch durchgeführt. Es war befohlen, auf eine Luftmine 20 Sprengbomben und 120 Brandbomben abzuwerfen. Selbst die Reihenfolge des Abwurfes war ganz genau festgelegt. Erst fielen die Minen und deckten die Häuser ab, so daß die leichtbrennbaren Dachgeschosse den Brandbomben hilflos ausgeliefert waren. Dann zerstörten die schweren Sprengbomben die Wasserleitungen, und erst jetzt brausten die Brandbomben herunter.

Harns hatte genau festgelegt: Der erste Angriff wird geflogen, um die Feuerwehrkräfte und Löschmöglichkeiten zu erschöpfen.

Bald brannte die Hafenstadt lichterloh. Die Menschen, die aus den Kellern ins Freie taumelten, gerieten in den kochenden Asphalt und kamen darin zu Tausenden um. Andere wieder konnten aus den Kellern nicht heraus, weil die Häuser über ihnen zusammengestürzt waren. Der Feuerorkan raste und raste; die Menschen, halb irrsinnig vor Angst von einer Panik ergriffen, sprangen in die Kanäle und Wasserstraßen, wo sie ertranken. 55 000 Hamburger gingen auf diese Weise zugrunde. Nahezu die Hälfte konnte nie geborgen werden.

Über die vernichtenden Angriffe auf Hamburg schrieb Kurt Detlev Möller in seinem Buch »Das letzte Kapitel« wie folgt:

»Der Stadtteil Barmbek und die ihn umgebenden Teile am linken Alsterufer, vor allem Hoheluft und Eimsbüttel, dazu der Hagenbecksche Tierpark in Stellingen, Altona, St. Pauli und die Hamburger Innenstadt vernichtend getroffen. Großbrände brachen aus, die an einem Tage nicht mehr zu löschen

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waren. In der Mittagsstunde dieses Sonntages lastete über der Stadt eine riesenhafte, unheimliche Rauch- und Staubwolke, die trotz des klaren wolkenlosen Sommerwetters die Sonne nicht zum Durchbruch kommen ließ. Die Zahl von 1500 festgestellten Gefallenen war im Vergleich mit früheren Angriffen bereits außerordentlich hoch, die Absicht des Feindes, einen vernichtenden Schlag zu führen, schon jetzt deutlich erkennbar. Dennoch hielten sich die eingetretenen Verluste und Schäden an diesem Tag und selbst nach den zweiten, dritten und vierten Angriffen, die unter anderen Gebieten auch Harburg und Wilhelmsburg trafen, bis zum 27. Juli noch einigermaßen in den erwarteten und befürchteten Grenzen.

Erst der in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli mit mindestens achthundert Maschinen geflogene Großangriff (es war der fünfte der im Verlauf dieser Gesamtaktion gegen die Stadt geführten harten Schläge) schuf eine Lage, angesichts der sich alle Vorausberechnungen als menschliches Stückwerk erwiesen. Der Schwerpunkt lag diesmal in den Stadtteilen links der Alster, in Rothen-burgsort, Hammerbrook, Hohenfelde, Borgfelde, Hamm, Eilbek und zum Teil erneut in Barmbek und in Wandsbek. Durch einen Bombenteppich von unvorstellbarer Dichte wurde eine fast völlige Vernichtung dieser Gebiete in kürzester Zeit erreicht. Ausgedehnte Teile wurden in kaum einer halben Stunde in ein einziges Flammenmeer verwandelt. Als in der übernächsten Nacht vom 29. auf den 30. Juli durch den, gemessen an der Zahl der eingesetzten Flugzeuge und der abgeworfenen Munition schwersten und sechsten Angriff die Stadtteile Harvestehude, Rotherbaum, Eppendorf, St. Georg, Uhlenhorst und Win-terhude und nochmals Barmbek das gleiche Schicksal traf, da schien es, als sei die Hölle über der Millionenstadt entfesselt. Der sonnenklare Tag war fast zur Nacht geworden. Grauen und Verzweiflung packte die Menschen, die sich in wenigen Tagen in allen ihren Hoffnungen und Plänen übermeistert sahen. Das Schicksal, das Hamburg damals erlitt, übertraf an Umfang und Auswirkung – von der durch ein Erdbeben hervorgerufenen Feuersbrunst Tokios im Jahre 1923 abgesehen – jede Brandkatastrophe vergangener Zelten. Der Hamburger Brand von 1942, so heißt es in dem Geheimbericht des hamburgischen Polizeipräsidenten vom

l. Dezember 1943, muß, selbst unter Berücksichtigung der damaligen Verhältnisse, ein schwaches Abbild des Hamburger Brandes von 1943 bleiben. Die Brandkatastrophen von Chicago und San Francisco, der Brand der Pariser Oper, alle diese Ereignisse, über die durch Zeltgenossen Schreckensszenen phantastischer und grausiger Art übermittelt wurden, verblassen vor dem Ausmaß und dem Einmaligen des Hamburger Brandes von 1943. Seine Furchtbarkeit offenbart sich in dem Heulen und Toben der Feuerstürme, dem Höllenlärm der krepierenden Bomben und den Todesschreien gemarterter Menschen, wie in dem eisigen Schweigen nach den Angriffen. Die Sprache versagt vor der Größe des Grauens, das zehn Tage und Nächte die

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Wenn Sie weiterlesen wollen, hier koennen Sie das Buch herunterladen 

Verbrechen am Deutschen Volk – Erich Kern 1964 – PDF

Diese folgenden webseiten sind auf English, aber fuer die Bilder habe ich sie hier aufgeladen

Hager Landkriegordnung – PDF

Dresden

Hamburg

Mannheim

Muenchen

Nuernberg

Mehrere Deutschen Staedte

 THE GERMANS ARE THE VICTIMS! THE ALLIES ARE THE CRIMINALS!

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